Film Noir Collection 4: Desert Fury
Schauspieler / Schauspielerinnen in Film Noir Collection 4: Desert Fury:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Film Noir Collection 4: Desert Fury:
Burt Lancaster (1913 – 1994) zählte zu den großen Stars Hollywoods und des italienischen Films. Er überzeugte durch seine Mimik und nicht zuletzt durch seinen athletischen Körper. Der ehemalige Artist erledigte viele Stunts höchstpersönlich und war gleichzeitig als facettenreicher Charakter präsent. Er spielte Rollen in allen erdenklichen Genres, vom Sportler über Indianer bis hin zum Industriellen. In Europa drehte der gebürtige New Yorker mit Visconti das epische Meisterwerk „Der Leopard", mit Louis Malle „Atlantic City, USA". Koch Media präsentiert Burt Lancaster nun in dem Film „Desert Fury – Liebe gewinnt“ aus dem Jahr 1947, und setzt damit ihre „Film-Noir“-Reihe erfolgreich fort. Eine Top-Besetzung verstrickt sich hier in einem düsteren Beziehungsgeflecht. Paula (Lizabeth Scott, „Vierzehn Jahre Sing-Sing“) Tochter der knallharten Eigentümerin eines Spielcasinos Fritzi Haller (Mary Astor, „Die Spur des Falken“) in der Kleinstadt Chuckawalla, Nevada, bandelt mit dem Gauner Eddie (John Hodiak, „Das Rettungsboot“) an, der seine Frau ermordet haben soll. Paulas alte Flamme, der Sheriff (Burt Lancaster), und Eddies Kumpel (Wendell Corey, „Das Fenster zum Hof“) wollen sie auseinander bringen, natürlich aus unterschiedlichen Gründen. Fazit: „Desert Fury“ ist ein schwarzes Drama in Farbe, und das macht ihn schon mal zu einem echten Klassiker, da der Film anstatt wie üblich in diesem Genre anstatt s/w in wunderbaren Technicolor gedreht wurde. Doch was die Handlung angeht, so bleibt alles beim Alten, finster und schwarz, wie man es von einem Klassiker des Film Noir erwarten kann: pessimistische Weltsicht, düstere Bildgestaltung und entfremdete, verbitterte Charaktere inkl. der attraktiven und verführerischen Femme Fatale. Was die Schauspieler angeht, so bieten sie alle eine überzeugende Darstellung, und Burt Lancaster, der hier noch am Anfang seiner Weltkarriere steht, überzeugt mit einem kraftvollen Auftritt. Kurz und gut: „Desert Fury“ ist ein melodramatisches Kleinod, das Fans des Film Noir sich nicht entgehen lassen sollten. Randnotiz: Aufgrund des Hays Code oder auch Production Codes, der seinerzeit die Darstellung von Kriminalität und sexuellen Inhalten regelte, werden hier unter der brodelnden Oberfläche homosexuelle Beziehungen angedeutet. Mit der technischen Umsetzung, des über sechzig Jahren alten Films, kann man mehr als zufrieden sein. Das digital remasterte Bild (1.37:1/ 4) präsentiert eine gute Schärfe und schöne kräftige Farben in bester Technicolor-Manier. Sicherlich gibt es hier und da ein paar Verschmutzungen und auch ein leichtes Bildrauschen, aber wirklich stören tut dies nicht. Der Ton (Dolby Digital 2.0) ist zu jeder Zeit gut verständlich und überrascht mit seiner Klarheit. An Bonusmaterial es den Original Trailer sowie ein Bildergalerie mit Werbematerial. Zusätzlich gibt es noch ein 12-seitiges Bocklet mit interessanten Hintergrundinfos. Dieses Booklet ist, wie schon bei den Vorgänger dieser Film-Noir-Reihe von Koch Media, in dem Slim-Digipack fest eingebunden. (Bernd Hellweg) alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Die knallharte Fritzi Haller ist Eigentümerin eines Spielcasinos in der Kleinstadt Chuckawalla, Nevada. Als sich ihre rebellische Tochter Paula Hals über Kopf in den zwielichtigen Spieler Eddie Bendix verliebt, will Fritzi ihre Tochter von ihm abbringen. Denn Bendix steht unter Verdacht, seine Frau ermordet zu haben. Doch je mehr sie ihre Tochter davon überzeugen will, ihn nicht mehr zu treffen, desto stärker fühlt sich die junge Paula zu dem Mann hingezogen... Die Schärfe hat leichte Schwächen. Das Bild wirkt zu oft ein wenig weich und detailarm. Die Farbwiedergabe ist weitgehend gut, der Kontrast ebenso. Es gibt ein deutliches Hintergrundrauschen und das Bild ist übersät mit Verschmutzungen und Defekten. Die Kompression bleibt unauffällig. Beide Tonspuren, Deutsch und Englisch, sind in DD 2.0 Stereo vorhanden. Die deutsche Synchronfassung klingt wie so oft ein wenig künstlich und steril. Darüber hinaus gibt es ein paar Unsauberkeiten in den Dialogen und ein Rauschen und Knistern. Die englische OF klingt zwar natürlicher, weist aber auch alterstypische Merkmale auf. Auch sie lässt Unsauberkeiten sowie Rauschen und Knistern hören. Es gibt keinerlei Untertitel. Die Extras setzen sich zusammen aus: Einem Trailer, einer Bildergalerie und einem 10-seitigen Booklet mit wissenswerten Informationen zum Film und den Beteiligten. DESERT FURY (USA; 1947) ist die Ausnahme unter den als Film Noir bezeichneten Werken. Und das schon deshalb, weil er in feinstem Technicolor erstrahlt und auch sonst keine der üblichen Gemeinsamkeiten der „Schwarzen Serie“ aufweist. Er ist weder in schwarzweiß, noch hat er eine Femme Fatale zu bieten, noch spielt er in der Großstadt, um nur mal ein paar „Regeln“ zu nennen. Und dennoch wird DESERT FURY diesem Kreis immer wieder zugerechnet. Denn trotz der strahlenden Farben und dem Umstand, dass der Film in einer Wüstenstadt spielt, hat der Film etwas Dunkles und Düsteres. Überall lauert latente Gewalt, der Schatten der Vergangenheit drückt auf die Protagonisten und die Figuren verfangen sich in den zwischenmenschlichen Beziehungsgeflechten.
Der auf dem Roman „Desert Town“ von Ramona Stewart basierende Film zeichnet also nicht gerade ein positives Menschenbild. Nur aufgrund der damaligen Zensurbestimmungen sind die Themen subtil angerissen und zeigen Gewalt, Sex und vor allem Homosexualität nur in Andeutungen. Entgegen den üblichen Konventionen kann man hier auch einen „Homme Fatale“ in Aktion sehen. Produzentenlegende Hal B. Wallis (auch: THE MALTESE FALCON; CASABLANCA) schuf mit Regisseur Lewis Allen, später mehr beim Fernsehen beschäftigt (u.a. BONANZA, THE FUGITIVE und PERRY MASON), einen Film, der anders und zugleich ein klassisches Hollywood-Drama ist. Neben Burt Lancaster in einem seiner ersten Filmauftritte, bekommt man hier Mary Astor, John Hodiak und erstmalig Lizbeth Scott und Wendell Corey zu Gesicht. DESERT FURY, oder LIEBE GEWINNT (wie er in Deutschland heißt), ist ein außergewöhnliches Werk, das von der Filmgeschichte ein wenig vernachlässigt und somit fast vergessen wurde, seinen Platz aber verdient hat. (Carlito Brigante) alle Rezensionen von Carlito Brigante ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Film Noir Collection 4: Desert Fury, DVD:
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Weitere Filminfos zu Film Noir Collection 4: Desert Fury: Originaltitel: Desert Fury Land / Jahr: USA 1947 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Film Noir Collection 4: Desert Fury:
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