Sternstunden der Oper - Die Zauberflöte
Schauspieler / Schauspielerinnen in Sternstunden der Oper - Die Zauberflöte:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Sternstunden der Oper - Die Zauberflöte:
Stimmungsvoll wird der Abend mit Außenbildern von dem Pariser Opernhaus eingeläutet. Dann beginnt die Aufführung der Oper, die in zwei Akten erfolgt. Auszüge aus dem ersten Akt Wird der Blick auf den Okkultismus gewagt, so steht die Schlange als ein Zeichen für Versuchung und das Triebhafte. Von dieser wird Prinz Tamino verfolgt. Unerwartete Hilfe wird ihm, nachdem er ohnmächtig zusammen gebrochen ist, von drei Frauen zu Teil. Bei diesen handelt es sich um Dienerinnen der sagenhaften Königin der Nacht. Doch nicht Ihnen dankt der Prinz, sondern Papageno. Dieser nimmt den Dank zu gern an und verschweigt somit, dass nicht er die Rettung in der Not war. Doch auch er gehört zur Schar der Königin der Nacht und ist immer sehr fröhlich aufgelegt, spielt er auch oft auf seiner Panflöte. Doch dies lassen die Dienerinnen nicht länger ungestraft geschehen. So hat Papageno plötzlich ein Schloss vor dem Mund. Wenig später erscheint das erste Mal die Königin der Nacht auf der Bühne. Diese gibt ihm ein Versprechen. Wenn er ihre entführte Tochter befreit, dann darf er sie ehelichen. Bei Papageno herrscht hingegen keine Freude, soll dieser doch den Prinzen bei der Befreiung der Tochter helfen. Doch dann beginnt für beide ein spannender Weg. Zur Verfügung gestellt wurden für den Ton die Systeme PCM Stereo und Dolby Digital 5.1. Zu den fünf Sprachen für die Untertitel gehören neben Deutsch außerdem Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Während der 158 Minuten steht das Bildformat 16:9 zur Verfügung. Auszüge aus dem zweiten Akt Nun ist der Handlungsort zunächst der festliche Sitzungssaal, der sich im innersten Tempel befindet. Dort sind die Priester anwesend, den Sarastro einen Vorschlag macht. Tamino soll den Weg der Einweihung erfahren. Es dauert nicht lange, bis die erste Prüfung ansteht. Zugleich gilt es aber auch für die beiden, dass sie zu schweigen haben. Es sollen verschiedene Prüfungen stattfinden, wo nur der Prinz uneingeschränkt teilnehmen will. Aber dann bekommt Papageno eine Papagena versprochen. Aufgezeichnet wurde die Oper in der Opera National de Paris im Jahr 2001. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Ivan Fischer sind hierbei Piotr Beczala, Dorothea Röschmann, Detlef Roth und Matti Salminen zu sehen. Die Regie lag in den Händen von Benno Besson. Erst sechs Jahre zuvor gab Dorothea Röschmann ihr Debüt in Salzburg. In Paris war sie in der Rolle der Pamina zu sehen. Auf den unterschiedlichsten Bühnen dieser Welt war Matti Salminen bereits zu sehen. In der Zauberflöte ist er als Sarastro zu sehen. Als Papageno ist der Bariton Detlef Roth in dieser Aufführung zu sehen. Prinz Tamino wird in der Oper von dem lyrischen Tenor Piotr Beczala präsentiert. Es ist eine rundum gelungene Aufführung, die im Jahr 2001 im Pariser Opernhaus zu sehen war. Einmalig ist das musikalische Zusammenspiel der Darsteller in den einzelnen Szenen, so dass die Freude auf die weiteren musikalischen Momente in jedem Moment der Oper spürbar wird. Ein wirkliches Highlight, dass im Rahmen der Sternstunden präsentiert wird. (Marina Teuscher) alle Rezensionen von Marina Teuscher ...
Arthaus Musik, das Label für Musik- und Opernvideos, bedient zu seinem zehnjährigen Geburtstag alle Opernfreunde mit einer besonderen Premiere. Auf einer Doppel-DVD erscheint der legendäre Live-Mitschnitt des ORF von Mozarts „Zauberflöte“ bei den Salzburger Festspielen 1982, inszeniert von Jean-Pierre Ponnelle, mit den Wiener Philharmonikern unter der musikalischen Leitung von James Levine. So wird man noch einmal Zeuge einer Aufführung, die ohne Übertreibung als Jahrhundert-„Zauberflöte“ angesehen werden kann, vergleichbar mit Patrice Chéreaus Jahrhundert-Ring 1976 in Bayreuth. Neun Sommer lang blieb diese Aufführung im Salzburger Festspielprogramm, war immer als erstes ausverkauft und wurde am meisten bejubelt.
Kurz vor seinem frühen Tod schuf Mozart mit der „Zauberflöte“ eine Quintessenz seines Opernschaffens in klassischer Vollendung. Sein Logenbruder Emanuel Schikaneder verarbeitete im Libretto freimaurerisches Gedankengut mit einem höheren ethischen Sinn ohne religiöse Ambitionen. Die Logik scheint in diesem Gemisch aus Posse, Drama und Mysterium aufgehoben, Mozart hat aus dem Spiel durch seine geniale Musik ein zauberhaftes Märchen für Erwachsene geschaffen. Die Mächte der Finsternis, die Welt der Mysterien, die nach Läuterung strebenden beiden Liebespaare werden musikalisch klar unterschieden. Dazu dienen Mittel der Opera seria, der kirchenmusikalischen Choralbearbeitung und des Deutschen Singspiels. Bereits die Ouvertüre mit ihren pochenden Achteln und fugiertem Drive zeigt ein reifes Meisterwerk. An dieser Referenz-Aufführung gibt es nichts zu bemängeln, selten ist eine Aufführung dieser populären und oft gespielten Oper so einhellig gelobt worden. James Levine am Dirigentenpult hat keine Probleme, die Wiener Philharmoniker mit ihrer hohen Spielkultur zu Höchstleistungen zu motivieren. Ponnelles Bühnenbild und die Kostüme sind klassisch an der Perückenzeit des Rokoko orientiert, was die beste Lösung ist. Ihm gelingt auf genial einfache Weise, die großen Herausforderungen der „Zauberflöte“ zu meistern, einer Mischung aus Märchen, Mysterienspiel, Komödie, Freimaurer-Lehrstück und Deutschem Singspiel. Im Hintergrund der Felsenreitschule ist eine große Wand mit etwa 30 Arkaden mit Schiebetüren, angeordnet auf drei Stockwerken. Verschiedene Lichteffekte zusammen mit der teilweise versenkbaren Vorderbühne wechseln ohne große Umbauten von der düsteren Sphäre der Königin der Nacht in Sarastros erleuchtetes Reich. Die Schlange, die Tamino zu Beginn erschreckt, hat die Gestalt eines Riesendrachens, Löwenfiguren tanzen auf der Bühne und Papageno fängt scheinbar echte herumfliegende Vögel ein. Deutlich sind die beiden Sphären Nacht und Licht auch in den Kostümen abgegrenzt. Die Königin der Nacht und ihre Damen tragen barocke Gewänder, Sarastro und seine Priester repräsentieren den aufgeklärten Klassizismus. Und Papageno zwischen diesen beiden Polen kommt daher wie einer aus dem Wiener Volkstheater. Zu dieser zeitlos schönen Inszenierung gesellt sich eine festspielwürdige Sängerbesetzung. Der stilvolle Peter Schreier brilliert als Tamino mit seiner klaren Tenorstimme. Edita Gruberova als Königin der Nacht zeigt in den beiden gefürchteten Koloraturarien keine Zeichen von Schwäche bis in die höchsten sauberen Töne. Als ihr Gegenspieler Sarastro vertritt der hünenhafte Finne Martti Talvela die andere Seite der Tonpalette in tiefster Basslage. Ileana Cotrubas singt die Partie der Pamina mit einer reifen und lyrisch-warmen Sopranstimme. Und der „Hanswurst“ Papageno findet in Christian Boesch den idealen Interpreten. Er hat neben seiner hervorragenden Bariton-Stimme auch ein ungewöhnliches schauspielerisches Talent, was nicht allen Opernsängern gegeben ist. Mit seinem perfekten wienerischen Dialekt sorgt er für die meisten Lacher im Publikum. In dieser Inszenierung wird den gesprochenen Dialogen weit mehr Aufmerksam gewidmet als bei anderen Regisseuren. Die hochkarätige Besetzung sieht man schon daran, dass in Nebenrollen wie den drei Damen Weltstars wie Edda Moser und Ann Murray auftreten. Überraschende Gags sorgen für Gelächter, wenn etwa Papageno plötzlich im Orchestergraben auftaucht und einen kurzen Wortwechsel mit dem Dirigenten hat. Der darf ihn darauf mit der Celesta begleiten bei der berühmten Arie „Ein Mädchen oder Weibchen“. Alle diese Details spiegeln Ponnelles dramaturgisches Credo wider. Für ihn ist die Oper ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Text, Bühnenbild und Schauspiel, die sorgfältig ineinandergreifen. Er lehnt aktualisierende „Modernität“ ab und will das Stück für sich sprechen lassen. So hätte Mozart an dieser Referenz-Aufführung in seinem Geburtsort bestimmt auch großen Gefallen gefunden. (Johannes Kösegi) alle Rezensionen von Johannes Kösegi ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Sternstunden der Oper - Die Zauberflöte, DVD:
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Weitere Filminfos zu Sternstunden der Oper - Die Zauberflöte: Originaltitel: Die Zauberflöte Land / Jahr: Frankreich 2003 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Sternstunden der Oper - Die Zauberflöte:
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