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Totally Fucked Up
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Eine Gruppe schwul-lesbischer Teenager versucht in den 90er Jahren in Los Angeles mit den Problemen des Heranwachsens fertig zu werden. Sie sind auf der Suche nach ihrer sexuellen Identität und der großen Liebe. Ihre Eltern haben sie rausgeworfen, sie sind pleite, leben in ständiger Angst vor der homofeindlichen Umwelt und ziehen über alles her, was sie bewegt - Safe Sex, Drogen, Liebe, Selbstbefriedigung und AIDS. ...
Inhaltsangabe zu Totally Fucked Up: 
Eine Gruppe schwul-lesbischer Teenager versucht in den 90er Jahren in Los Angeles mit den Problemen des Heranwachsens fertig zu werden. Sie sind auf der Suche nach ihrer sexuellen Identität und der großen Liebe. Ihre Eltern haben sie rausgeworfen, sie sind pleite, leben in ständiger Angst vor der homofeindlichen Umwelt und ziehen über alles her, was sie bewegt - Safe Sex, Drogen, Liebe, Selbstbefriedigung und AIDS. Totally Fucked Up stammt aus dem Hause Alive AG.
Totally Fucked Up Trailer ansehen:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Totally Fucked Up:
Darsteller:
James Duval, Roko Belic, Susan Behshid, Jenee Gill, Gilbert Luna, Lance May, Alan Boyce, Craig Gilmore, Nicole Dillenberg, Johanna Went, Robert McHenry, Brad Minnich, Michael Costanza, Joyce Brouwers, Clay Walker,
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Totally Fucked Up:
0Frank Brenner2010-01-102010 gibt es für schwule und lesbische Teenager mehr als genug Identifikationsfiguren in den Medien. Die “Lindenstraße” machte es seinerzeit salonfähig, seitdem darf eigentlich kaum mehr eine (Daily-) Soap ohne eine regelmäßig auftretende schwule und/oder lesbische Nebenfigur auskommen. Spätestens durch US-Serien wie “Queer as Folk” oder “The L-Word” sind Homosexuelle dann als Zielgruppe erkannt worden, denen man sogar eigene Serien widmen konnte – und das durchaus erfolgreich. All diese Entwicklungen, die sich in den letzten zehn Jahren auf der Mattscheibe ereignet haben, waren 1993 noch Utopie, allenfalls ein feuchter Traum junger Schwuler und Lesben, die sich in den Medien chronisch unterrepräsentiert fühlen mussten. In jener Zeit begannen junge Filmemacher wie Todd Verow, Todd Haynes, Isaac Julien, Gus Van Sant oder eben Gregg Araki, homosexuelle Figuren in ihren Filmen in den Mittelpunkt zu stellen und damit jenes unterrepräsentierte Publikum endlich wahrzunehmen. Das “New Queer Cinema” war geboren.
Diesen Hintergrund sollte man besser vor Augen haben, wenn man sich Gregg Arakis “Totally F***ed Up” nun (wieder) anschaut, der in Deutschland erstmals auf DVD erschienen ist. Denn das, was hier passiert, wirkt an heutigen Maßstäben gemessen schnell allzu belanglos und damit langweilig. Aber zu seiner Entstehungszeit 1993 war der Film ein Mosaikstein in einer filmischen Revolution, die sicherlich auch dazu beigetragen hat, dass das schwullesbische Fernsehen, wie wir es heute kennen (und das einen reinen schwullesbischen Spartensender wie TIMM hervorgebracht hat), in dieser Form erst möglich geworden ist. Araki schildert das Leben einer Freundesclique, vier Schwuler und zweier Lesben, zu Beginn der 1990er Jahre in Los Angeles. Im Stil einer Pseudo-Dokumentation fängt er die Äußerungen der sechs vor einer Videokamera ein, schneidet immer wieder Spielszenen dazwischen, in denen man etwas über die Diskriminierung, die Gewalt und die Stigmatisierung erfährt (AIDS war seinerzeit auf einem weltweit dramatischen Höhepunkt angelangt), aber auch Zeuge des Alltags der Protagonisten wird, die sich zum Nichtstun treffen, in Clubs abhängen, mit neuen Lovern anbändeln und die Probleme der Partnerschaft durchleben. Gregg Araki hat in seinem vierten Film wieder ein geschicktes Händchen für die Dramaturgie seiner Geschichte bewiesen und mit James Duval hier auch noch einen charismatischen Hauptdarsteller fürs Kino entdeckt, der in den Folgejahren mit Rollen in Arakis “Nowhere”, in Doug Limans “Go” oder Richard Kellys “Donnie Darko” zu einer Schwulenikone und einem Independent-Star werden sollte. An DVD-Standards sollte man freilich nicht allzu viel erwarten, da die Videosequenzen natürlich von Digitalmaßstäben weit entfernt sind. Auch der Ton liegt in der englischen Originalfassung (mit wahlweise einblendbaren deutschen Untertiteln) lediglich in Dolby Digital 2.0 vor. Als Extras gibt es dafür eine kleine animierte Fotogalerie, den Trailer zu Arakis vorangegangenem Meisterwerk “The Living End” und einen interessanten Audiokommentar des Regisseurs mit zweien seiner (ungenannten) Hauptdarsteller: James Duval und Gilbert Luna, die hier beide ihr Leinwanddebüt gaben.
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2010 gibt es für schwule und lesbische Teenager mehr als genug Identifikationsfiguren in den Medien. Die “Lindenstraße” machte es seinerzeit salonfähig, seitdem darf eigentlich kaum mehr eine (Daily-) Soap ohne eine regelmäßig auftretende schwule und/oder lesbische Nebenfigur auskommen. Spätestens durch US-Serien wie “Queer as Folk” oder “The L-Word” sind Homosexuelle dann als Zielgruppe erkannt worden, denen man sogar eigene Serien widmen konnte – und das durchaus erfolgreich. All diese Entwicklungen, die sich in den letzten zehn Jahren auf der Mattscheibe ereignet haben, waren 1993 noch Utopie, allenfalls ein feuchter Traum junger Schwuler und Lesben, die sich in den Medien chronisch unterrepräsentiert fühlen mussten. In jener Zeit begannen junge Filmemacher wie Todd Verow, Todd Haynes, Isaac Julien, Gus Van Sant oder eben Gregg Araki, homosexuelle Figuren in ihren Filmen in den Mittelpunkt zu stellen und damit jenes unterrepräsentierte Publikum endlich wahrzunehmen. Das “New Queer Cinema” war geboren.
Diesen Hintergrund sollte man besser vor Augen haben, wenn man sich Gregg Arakis “Totally F***ed Up” nun (wieder) anschaut, der in Deutschland erstmals auf DVD erschienen ist. Denn das, was hier passiert, wirkt an heutigen Maßstäben gemessen schnell allzu belanglos und damit langweilig. Aber zu seiner Entstehungszeit 1993 war der Film ein Mosaikstein in einer filmischen Revolution, die sicherlich auch dazu beigetragen hat, dass das schwullesbische Fernsehen, wie wir es heute kennen (und das einen reinen schwullesbischen Spartensender wie TIMM hervorgebracht hat), in dieser Form erst möglich geworden ist. Araki schildert das Leben einer Freundesclique, vier Schwuler und zweier Lesben, zu Beginn der 1990er Jahre in Los Angeles. Im Stil einer Pseudo-Dokumentation fängt er die Äußerungen der sechs vor einer Videokamera ein, schneidet immer wieder Spielszenen dazwischen, in denen man etwas über die Diskriminierung, die Gewalt und die Stigmatisierung erfährt (AIDS war seinerzeit auf einem weltweit dramatischen Höhepunkt angelangt), aber auch Zeuge des Alltags der Protagonisten wird, die sich zum Nichtstun treffen, in Clubs abhängen, mit neuen Lovern anbändeln und die Probleme der Partnerschaft durchleben. Gregg Araki hat in seinem vierten Film wieder ein geschicktes Händchen für die Dramaturgie seiner Geschichte bewiesen und mit James Duval hier auch noch einen charismatischen Hauptdarsteller fürs Kino entdeckt, der in den Folgejahren mit Rollen in Arakis “Nowhere”, in Doug Limans “Go” oder Richard Kellys “Donnie Darko” zu einer Schwulenikone und einem Independent-Star werden sollte. An DVD-Standards sollte man freilich nicht allzu viel erwarten, da die Videosequenzen natürlich von Digitalmaßstäben weit entfernt sind. Auch der Ton liegt in der englischen Originalfassung (mit wahlweise einblendbaren deutschen Untertiteln) lediglich in Dolby Digital 2.0 vor. Als Extras gibt es dafür eine kleine animierte Fotogalerie, den Trailer zu Arakis vorangegangenem Meisterwerk “The Living End” und einen interessanten Audiokommentar des Regisseurs mit zweien seiner (ungenannten) Hauptdarsteller: James Duval und Gilbert Luna, die hier beide ihr Leinwanddebüt gaben.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Totally Fucked Up:
Originaltitel: Totally F***ed Up
Land / Jahr: USA 1993
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Totally Fucked Up:
Kinotrailer, Trailer von anderen Filmen, Kapitel- / Szenenanwahl, Audiokommentar, Bildergalerie
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