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Unter Bauern - Retter in der Nacht
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1943. Der einst erfolgreiche Pferdehändler Siegmund Menne Spiegel soll mit seiner Frau Marga und der kleinen Tochter Karin in den Osten deportiert werden, was den sicheren Tod für ihn und seine Familie bedeuten würde. Sein alter Kriegskamerad Aschoff bietet an, Marga und Karin unter falschem Namen bei sich auf dem Hof aufzunehmen, obwohl auf dieses Verbrechen unter der Naziherrschaft die Todesstrafe steht.
Menne selbst wird von Bauer Pentrop versteckt. Es beginnt eine Zeit des Wartens in ständiger Angst. Auf dem Hof der Familie Aschoff wissen nur der Bauer und seine Frau von der wahren Identität der Gäste. Nach anfänglichem Misstrauen entwickelt sich zwischen der jungen Anni, der Tochter des Hauses, und Marga Spiegel alias Krone allmählich eine tiefe Freundschaft. Doch dann wird Frau Spiegel von der Wirtin im Ort erkannt und Anni erfährt die Wahrheit über ihre neue Vertraute. Anni wird vor die Entscheidung gestellt: Linientreue aus Prinzip oder Hochverrat zugunsten ihrer Freundin.
Menne Spiegel muss sich derweil in seinem Verschlag bei Pentrop ständig versteckt halten. Dann spitzt sich die Lage auch noch zu, Menne muss sein Versteck wechseln und findet bei einer anderen Bauernfamilie Unterschlupf. Als 1945, mehr als zwei Jahre nach der Flucht der Familie Spiegel aus Ahlen, schließlich die Alliierten in Westfalen einmarschieren, ist die Freude über die Befreiung zwar groß, aber auch schnell durch die bittere Erkenntnis getrübt: Keiner der Verwandten, Freunde und Bekannten kommt zurück, außer den Spiegels hat niemand überlebt.
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Inhaltsangabe zu Unter Bauern - Retter in der Nacht: 
1943. Der einst erfolgreiche Pferdehändler Siegmund Menne Spiegel soll mit seiner Frau Marga und der kleinen Tochter Karin in den Osten deportiert werden, was den sicheren Tod für ihn und seine Familie bedeuten würde. Sein alter Kriegskamerad Aschoff bietet an, Marga und Karin unter falschem Namen bei sich auf dem Hof aufzunehmen, obwohl auf dieses Verbrechen unter der Naziherrschaft die Todesstrafe steht.
Menne selbst wird von Bauer Pentrop versteckt. Es beginnt eine Zeit des Wartens in ständiger Angst. Auf dem Hof der Familie Aschoff wissen nur der Bauer und seine Frau von der wahren Identität der Gäste. Nach anfänglichem Misstrauen entwickelt sich zwischen der jungen Anni, der Tochter des Hauses, und Marga Spiegel alias Krone allmählich eine tiefe Freundschaft. Doch dann wird Frau Spiegel von der Wirtin im Ort erkannt und Anni erfährt die Wahrheit über ihre neue Vertraute. Anni wird vor die Entscheidung gestellt: Linientreue aus Prinzip oder Hochverrat zugunsten ihrer Freundin.
Menne Spiegel muss sich derweil in seinem Verschlag bei Pentrop ständig versteckt halten. Dann spitzt sich die Lage auch noch zu, Menne muss sein Versteck wechseln und findet bei einer anderen Bauernfamilie Unterschlupf. Als 1945, mehr als zwei Jahre nach der Flucht der Familie Spiegel aus Ahlen, schließlich die Alliierten in Westfalen einmarschieren, ist die Freude über die Befreiung zwar groß, aber auch schnell durch die bittere Erkenntnis getrübt: Keiner der Verwandten, Freunde und Bekannten kommt zurück, außer den Spiegels hat niemand überlebt.
Unter Bauern - Retter in der Nacht stammt aus dem Hause ASCOT ELITE Home Entertainment.
Unter Bauern - Retter in der Nacht Trailer ansehen:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Unter Bauern - Retter in der Nacht:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Unter Bauern - Retter in der Nacht:
0Frank Brenner2010-05-13Marga Spiegel und ihre kleine Tochter Karin kommen 1943 als Juden in einer Bauernfamilie unter. Sie nehmen eine falsche arische Identität an und arbeiten auf dem Bauernhof mit. Als Marga von einer Bekannten wieder erkannt wird, droht das Versteckspiel aufzufliegen.
Auch diese persönlichen Erinnerungen an die Zeit des Zweiten Weltkriegs basieren auf tatsächlichen Ereignissen, wie sie von Marga Spiegel später niedergeschrieben wurden. Immerhin einige deutsche Bürger waren seinerzeit mutig genug, jüdische Mitbürger bei sich zu verstecken und damit das Leben von sich und ihren Familienangehörigen aufs Spiel zu setzen. Wie uns der Nachspann aufklärt, wurden knapp 500 Menschen nach Kriegsende diese Ehrentitel der „Judenhelfer“ zuteil, bei rund 70 Millionen Deutschen allerdings eine wahrlich erschreckend kleine Ausbeute. Einer von ihnen war der westfälische Bauer Hermann Aschoff, der Frau und Tochter seines Kriegskameraden aus dem 1. Weltkrieg Unterschlupf gewährte. Obwohl seit 1930 selbst Mitglied in der Nationalsozialistischen Partei Deutschlands, sah er in Menne Spiegel und dessen Familie nach wie vor deutsche Staatsbürger, die einfach in eine andere Kirche gingen. Dass er auf diese Weise zum Retter der drei einzigen überlebenden Juden der Stadt Ahlen wurde, konnte er in den frühen 1940er Jahren natürlich noch nicht ahnen.
Ludi Boeken hat die autobiografischen Erinnerungen Marga Spiegels als spannende Geschichtsstunde inszeniert, bei der es immer wieder zu Rückschlägen und möglichen Entdeckungen kommt. Leider ist er bei der Dramatisierung nicht immer sehr behutsam vorgegangen, weswegen gerade Szenen, die hochemotionale Konfrontationen enthalten, häufig wirkungslos verpuffen. Der Szenenaufbau scheint überhaupt eher einer Fernsehästhetik zu folgen, bei der häppchenweise Spannung geschürt wird und keine Einstellung überstrapaziert werden darf. In Kombination mit einigen nicht allzu überzeugenden Darstellerleistungen wird „Unter Bauern“ dadurch unnötigerweise auf Fernsehniveau zurechtgestutzt. Insbesondere die kleine Luisa Mix in der Rolle von Veronica Ferres’ Tochter Karin kommt nicht über provinzielles Laientheater hinaus, was aber ebenfalls der fahrigen Inszenierung anzukreiden ist. Dafür gibt es einige ebenfalls noch weitgehend unbekannte Nebendarsteller, die mit ihren sensiblen und vielschichtigen Interpretationen zu begeistern verstehen. Lia Hoensbroech beispielsweise als parteitreue Tochter der Bauernfamilie Aschoff kann einige nachhaltige Akzente setzen und selbst große Namen wie Veronica Ferres und Armin Rohde problemlos an die Wand spielen. Sie ist gleichermaßen als ausgemachte Nationalsozialistin wie als gewandelte Helfershelferin überzeugend und verleiht damit einem filmisch bislang noch wenig in Erscheinung getretenen Menschenschlag während der NS-Zeit ein authentisches Gesicht.
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Marga Spiegel und ihre kleine Tochter Karin kommen 1943 als Juden in einer Bauernfamilie unter. Sie nehmen eine falsche arische Identität an und arbeiten auf dem Bauernhof mit. Als Marga von einer Bekannten wieder erkannt wird, droht das Versteckspiel aufzufliegen.
Auch diese persönlichen Erinnerungen an die Zeit des Zweiten Weltkriegs basieren auf tatsächlichen Ereignissen, wie sie von Marga Spiegel später niedergeschrieben wurden. Immerhin einige deutsche Bürger waren seinerzeit mutig genug, jüdische Mitbürger bei sich zu verstecken und damit das Leben von sich und ihren Familienangehörigen aufs Spiel zu setzen. Wie uns der Nachspann aufklärt, wurden knapp 500 Menschen nach Kriegsende diese Ehrentitel der „Judenhelfer“ zuteil, bei rund 70 Millionen Deutschen allerdings eine wahrlich erschreckend kleine Ausbeute. Einer von ihnen war der westfälische Bauer Hermann Aschoff, der Frau und Tochter seines Kriegskameraden aus dem 1. Weltkrieg Unterschlupf gewährte. Obwohl seit 1930 selbst Mitglied in der Nationalsozialistischen Partei Deutschlands, sah er in Menne Spiegel und dessen Familie nach wie vor deutsche Staatsbürger, die einfach in eine andere Kirche gingen. Dass er auf diese Weise zum Retter der drei einzigen überlebenden Juden der Stadt Ahlen wurde, konnte er in den frühen 1940er Jahren natürlich noch nicht ahnen.
Ludi Boeken hat die autobiografischen Erinnerungen Marga Spiegels als spannende Geschichtsstunde inszeniert, bei der es immer wieder zu Rückschlägen und möglichen Entdeckungen kommt. Leider ist er bei der Dramatisierung nicht immer sehr behutsam vorgegangen, weswegen gerade Szenen, die hochemotionale Konfrontationen enthalten, häufig wirkungslos verpuffen. Der Szenenaufbau scheint überhaupt eher einer Fernsehästhetik zu folgen, bei der häppchenweise Spannung geschürt wird und keine Einstellung überstrapaziert werden darf. In Kombination mit einigen nicht allzu überzeugenden Darstellerleistungen wird „Unter Bauern“ dadurch unnötigerweise auf Fernsehniveau zurechtgestutzt. Insbesondere die kleine Luisa Mix in der Rolle von Veronica Ferres’ Tochter Karin kommt nicht über provinzielles Laientheater hinaus, was aber ebenfalls der fahrigen Inszenierung anzukreiden ist. Dafür gibt es einige ebenfalls noch weitgehend unbekannte Nebendarsteller, die mit ihren sensiblen und vielschichtigen Interpretationen zu begeistern verstehen. Lia Hoensbroech beispielsweise als parteitreue Tochter der Bauernfamilie Aschoff kann einige nachhaltige Akzente setzen und selbst große Namen wie Veronica Ferres und Armin Rohde problemlos an die Wand spielen. Sie ist gleichermaßen als ausgemachte Nationalsozialistin wie als gewandelte Helfershelferin überzeugend und verleiht damit einem filmisch bislang noch wenig in Erscheinung getretenen Menschenschlag während der NS-Zeit ein authentisches Gesicht.
(Frank Brenner)
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0Jean Lüdeke2010-05-20Leidliche deutsche Kriegshistorie, diesmal filmisch komprimiert von Regisseur Ludi Boeken als nachdenklich stimmendes Denkmal: Das Drama basiert auf dem1965 erschienenen Biopic "Retter in der Nacht" von Marga Spiegel, einer von westfälischen Landwirten Bauern vor dem Holocaust geretteten Jüdin. Während der letzten Kriegsjahre, von 1943 bis 1945, hatten die nämlich Marga Spiegel, ihre kleine Tochter und ihren Mann versteckt gehalten und damit vor der tödlichen Deportation gerettet.
Kein heldenepos von coolen Fluchthelfern, sondern eine zutiefst menscjliohe Filmstory über einfache und rechtschaffene Menschen, die halfen. Veronika Ferres gibt die Marga Spiegel und Armin Rohde dens Menne Spiegel. Die heimlichen Helden tragen die Namen Heinrich Aschoff, Hubert Pentrop oder Heinrich Silkenböhmer. Die Autorin Marga Spiegel, keine geringere als Tante des früheren Präsidenten des Zentralrats der Juden, hatte in den 60er Jahren zu Papier gebracht, wie sie mit Mann und Tochter die Verfolgung auf Dachböden und in Ställen haarscharf überlebte. Die realen Retter waren Bauernfamilien aus dem flachen Münsterland, zwei davon aus Nordkirchen, je eine aus Südkirchen, Werne und Herbern. Die Dreharbeiten fanden nicht an den Originalschauplätzen statt, sondern überwiegend in der Nähe von Dülmen, Wadersloh und Lippstadt. Als endlich zum Kriegsende 1945, zwei Jahre nach der dramatischen Flucht die Alliierten in Westfalen einmarschieren, war die Freude über die Befreiung zwiespältig, denn kein anderer Verwandter war lebend aus der Massenvernichtungs-Maschinerie lebend herausgekommen.
Übrigens: Während der Nazi-Zeit des war Münster Sitz der Gauleitung vom sogenannten Gau „Westfalen-Nord“ und der Polizei, mit rund 200.000 „Ordnungskräften, die “ am Holocaust von Juden, Sinti, Roma, Homosexuellen und anderen Gruppen beteiligt waren. Ein geschichtsträchtiger Widerständler war hier Clemens August Graf von Galen, der durch seinen todesmutigen Kampf gegen Gestapo und das furchtbare Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten bekannt wurde. Er trägt seither den Titel: Löwe von Münster. Und auch Marga Spiegele wohnt seit 1992 wieder in der Studentenmetropole: Tochter Karin hat später einen amerikanischen Soldaten geheiratet und lebt heute in den USA. Marga lebte bis zum Tod ihres Mannes in Ahlen, gerade dort, wo sie während des Nationalsozialismus bis aufs Blut gedemütigt und sogar mit Steinen beworfen worden war…
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Leidliche deutsche Kriegshistorie, diesmal filmisch komprimiert von Regisseur Ludi Boeken als nachdenklich stimmendes Denkmal: Das Drama basiert auf dem1965 erschienenen Biopic "Retter in der Nacht" von Marga Spiegel, einer von westfälischen Landwirten Bauern vor dem Holocaust geretteten Jüdin. Während der letzten Kriegsjahre, von 1943 bis 1945, hatten die nämlich Marga Spiegel, ihre kleine Tochter und ihren Mann versteckt gehalten und damit vor der tödlichen Deportation gerettet.
Kein heldenepos von coolen Fluchthelfern, sondern eine zutiefst menscjliohe Filmstory über einfache und rechtschaffene Menschen, die halfen. Veronika Ferres gibt die Marga Spiegel und Armin Rohde dens Menne Spiegel. Die heimlichen Helden tragen die Namen Heinrich Aschoff, Hubert Pentrop oder Heinrich Silkenböhmer. Die Autorin Marga Spiegel, keine geringere als Tante des früheren Präsidenten des Zentralrats der Juden, hatte in den 60er Jahren zu Papier gebracht, wie sie mit Mann und Tochter die Verfolgung auf Dachböden und in Ställen haarscharf überlebte. Die realen Retter waren Bauernfamilien aus dem flachen Münsterland, zwei davon aus Nordkirchen, je eine aus Südkirchen, Werne und Herbern. Die Dreharbeiten fanden nicht an den Originalschauplätzen statt, sondern überwiegend in der Nähe von Dülmen, Wadersloh und Lippstadt. Als endlich zum Kriegsende 1945, zwei Jahre nach der dramatischen Flucht die Alliierten in Westfalen einmarschieren, war die Freude über die Befreiung zwiespältig, denn kein anderer Verwandter war lebend aus der Massenvernichtungs-Maschinerie lebend herausgekommen.
Übrigens: Während der Nazi-Zeit des war Münster Sitz der Gauleitung vom sogenannten Gau „Westfalen-Nord“ und der Polizei, mit rund 200.000 „Ordnungskräften, die “ am Holocaust von Juden, Sinti, Roma, Homosexuellen und anderen Gruppen beteiligt waren. Ein geschichtsträchtiger Widerständler war hier Clemens August Graf von Galen, der durch seinen todesmutigen Kampf gegen Gestapo und das furchtbare Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten bekannt wurde. Er trägt seither den Titel: Löwe von Münster. Und auch Marga Spiegele wohnt seit 1992 wieder in der Studentenmetropole: Tochter Karin hat später einen amerikanischen Soldaten geheiratet und lebt heute in den USA. Marga lebte bis zum Tod ihres Mannes in Ahlen, gerade dort, wo sie während des Nationalsozialismus bis aufs Blut gedemütigt und sogar mit Steinen beworfen worden war…
(Jean Lüdeke)
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Weitere Filminfos zu Unter Bauern - Retter in der Nacht:
Originaltitel: Unter Bauern - Retter in der Nacht
Land / Jahr: Deutschland 2009
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Unter Bauern - Retter in der Nacht:
Kinotrailer, Trailer von anderen Filmen, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten
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Bei der Vorstellung des Titels Unter Bauern - Retter in der Nacht handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
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