Charlie Chaplin - Der Zirkus
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Charles Chaplin, Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Charlie Chaplin - Der Zirkus:
Von Chaplins jetzt neu erscheinenden Langfilmen verdienen besonders die etwas im Schatten der „Großen“ stehenden Werke Beachtung. Eine Ausnahme in seinem Schaffen ist „Die Nächte einer schönen Frau“ (1923), denn hier spielt er erstmals nicht selbst die Hauptrolle. Es ist ein exzellent in Szene gesetztes Melodram, das nur bei wahren Kennern Anerkennung fand. Denn das Publikum war enttäuscht und der Streifen blieb Chaplins einziger Stummfilm, der ein geschäftlicher Misserfolg wurde. In „Der Zirkus“ (1927), für den Chaplin seinen ersten „Oscar“ bekam, landet der Tramp auf der Flucht vor der Polizei im Zirkus und wird unverhofft zum gefeierten Artisten. Es gibt hier eine Fülle brillanter Szenen wie etwa die Flucht im Spiegelkabinett, der Auftritt mit dem Zauberkünstler und als Seiltänzer. Für diese Szenen, die nicht gedoubelt wurden, mussten 700 Einstellungen gedreht werden. Sie bieten einen Nervenkitzel wie bei Harold Lloyd. Die Musik komponierte Chaplin erst Ende der 60er Jahre nach und sang selbst als 81jähriger noch. Man merkt diesem Film mit seiner geschlossenen Handlung nicht an, dass sein Regisseur und Hauptdarsteller während der Dreharbeiten große private Probleme hatte. Es gab ein Scheidungsverfahren und zusätzlich brannte fast das gesamte Set ab. In „Monsieur Verdoux - Der Frauenmörder von Paris“ (1946) spielt Chaplin in der Zeit nach dem Bankencrash 1929 einen Heiratsschwindler und „sanften“ Mörder, der sein Gewerbe wie eine schöne Kunst betreibt. Hier gibt Chaplin einmal nicht den vertrauten Tramp, jedoch ist die Ähnlichkeit von Verdoux und dem Landstreicher nicht zu übersehen, denn beide tragen einen skrupellosen Kampf ums Überleben aus, was Chaplin speziell für diesen Film viel Kritik einbrachte. „Rampenlicht“ (1952), vielleicht Chaplins persönlichster Film, der ihn als alternden Clown mit einer Rückschau auf sein Leben zeigt, sollte eigentlich sein „Abschied“ werden. Hier tritt er selbst hinter seiner Maske hervor und entlarvt seine eigene Kunstfigur. „Ein König in New York“ (1957) ist als Chaplins vorletzter Film eine persönliche Abrechnung mit den USA. Als angeblicher Kommunist und Steuerhinterzieher war er in die Fänge von McCarthys Hexenjägern geraten und musste den Film in England drehen. Auf kabarettistische Weise wird der durchkommerzialisierte „American way of life“ aufs Korn genommen: Werbefernsehen, Hollywood, der CinemaScope-Film oder die Monopolisierung der Großkonzerne. Viele Slapstick-Nummern knüpfen an die Tradition seiner Stummfilme an. Es ist ein rebellischer Film, der besonders Chaplins Hassliebe zu Amerika verdeutlicht und ihn vielleicht wie nie zuvor als bürgerlichen Anarchisten und politischen Regisseur zeigt. Bei den Extras der neuen Chaplin-DVDs von „Arthaus“ gibt es ergänzend zu den früheren MK2-Editionen - jeder Film wird von einem zeitgenössischen Regisseur vorgestellt und gewürdigt - eine gelungene Neuheit, das „Chaplin-Alphabet“. Es zeigt zu je einem Begriff aller Buchstaben des Alphabets eine gemischte Szenenfolge aus vielen Filmen: animalisch, Bett, Clown, Davonlaufen, Essen, furchtsam, Golf, happy, impertinent, Jux, Kind, Liebe, Maschine, Nanny, Outlaw, Polizei, Querkopf, Rauferei, Soldat, Tanz, unglaublich, Vagabund, Werktätiger, eXtrem, Yippee und Zuchthaus. Entstanden ist daraus ein eigenständiges Kunstwerk mit der Wirkung eines großen Video-Clips. (Johannes Kösegi) alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
„Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag“, sagte er einmal, und er brachte Millionen zum Lachen: der kleine Mann, der sich als ganz großer entpuppte, ein meisterlicher Komiker des 20 Jahrhunderts und die Stummfilmlegende schlechthin: Charles ("Charlie") Spencer Chaplin, geboren am 16. 05. 1889 in London als Sohn eines Künstlerehepaars. Mit neun Lenzen stand er zum ersten Mal auf einer Theaterbühne, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, werkelte als Akrobat, bis er endlich von einer Wanderschauspielertruppe in den USA entdeckt und unter Vertrag geriet. Schon nach wenigen Jahren führte er selbst Regie und erhielt – an den damaligen Verhältnissen gemessen- Traumgagen. Von 150 Dollar wöchentlich. Im Jahre 1919 gehörte er zu den Gründern von "United Artists". "The Kid", seinen 1921 uraufgeführten ersten abendfüllenden Stummfilm, produzierte er gar selbst. In den folgenden Filmen entwickelte er den Charakter, der ihn später weltberühmt machen sollte - den "Tramp“ .Chaplin bereiste die gesamte Welt und wurde von Millionen wie ein Staatsoberhaupt hofiert. Er galt zeitweise als der beliebteste Mensch auf der Welt. Aber nicht bei allen: Als Ihm wegen "unamerikanischen Verhaltens" die Einreise verweigert wurde, rechnete er, der Mann mit dem Spazierstock und dem gestriegelten Oberlippenbärtchen 1957 in "Ein König in New York" mit den USA, die ihm kommunistische Umtriebe unterstellten ab. Im Jahre 1954 wird Charlie Chaplin nach einem Treffen mit Nikita S. Chruschtschow in Moskau mit dem Friedenspreis des Weltfriedensrates ausgezeichnet. Sehr zum Unmut des berüchtigten Senatoren Joseph McCarthy. 1972 ging dennoch er nochmals in die vereinigten satten, weil ihm ein Oskar verliehen wurde Seine letzte Rolle aber mit Richard Burton 1966 in "Die Gräfin von Hongkong". Und was ihn so populär machte, beweisen seine Filme auf ihre ganz spezielle Art. Die Leipziger Kinowelt lanciert ihm zu Ehren eine wunderbare Edition. Tramp Charlie flüchtet vor einem Polizisten und landet dabei in einer vollbesetzten Zirkusmanege. Das Publikum jubelt vor der unfreiwilligen Slapstickeinlage und engagiert den Neuen stante pedes als Clown. Dann lernt Charlie die Tochter des Zirkusdirektors kennen und lieben.
„Die Jugend wäre eine schönere Zeit, wenn sie erst später im Leben käme“, befand Chaplin, der am 25. 12. 1977 starb. Übrigens ist er doch unsterblich, denn in dem kleinen Örtchen Corsier-sur-Vevey in der westlichen Schweiz soll bis 2012 das Museum "Chaplin World" eröffnet werden. In dieser Gemeinde hatte der Weltkomiker zuletzt gelebt. Dabei soll das einstige Wohnhaus zum Museum umfunktioniert werden. Natürlich werden dann dort pausenlos Chaplin-Filme vorgeführt. (Jean Lüdeke) alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
Im Laufe seiner langen Karriere hat Charlie Chaplin bewiesen, wie vielseitig er sein kann.
Dabei hat er Aufgaben als Schauspieler, als Regisseur, als Komponist und als Produzent wahrgenommen. Doch seine große Leidenschaft hat der Brite im 20. Jahrhundert in der Komik gefunden. Heute gilt er als einer der Künstler, die im 20. Jahrhundert die Komik am meisten beeinflusst haben.
Unvergessen sind viele seiner Filme, darunter viele Stummfilme, mit denen er uns zum Lachen brachte. Inzwischen ist jetzt der Film „Der Zirkus“ auf DVD erschienen. Ein Zirkus ist in der Stadt angekommen und dort wird noch vor Beginn der Vorstellung eifrig trainiert. Am Abend findet die Vorstellung statt, doch der Zirkusdirektor ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Da etwas bei der Vorführung nicht geklappt hat, schubst er seine Tochter, so dass diese hinfällt. Sie soll zudem am Abend nichts zu essen erhalten. Auch die Clowns greift er an und fragt sie, ob sie ihre Kunst für lustig halten. Während dessen kommt Charlie zum Zirkus, wo im Vorfeld ebenfalls vieles wartet und neugierig macht. Darunter befindet sich allerdings auch ein Taschendieb, die sofort Beute bei einem feinen Herrn macht. Diese steckt er allerdings Charlie in die Tasche, nachdem der Herr den Diebstahl sofort bemerkt hat. Als die Polizei den Täter fängt, glaubt diese zunächst, dass die Beute tatsächlich Charlie gehört und bringt den Täter erst einmal weg. Wenig später holt sich Charlie erst einmal etwas zu essen, da er ja nun Geld hat. Doch dann naht der feine Herr und erkennt bei ihm seine Uhr sowie auch sein Portemonnaie wieder. Nun wird der Tramp verdächtigt, dass er die Sachen gestohlen hat und muss vor der Polizei fliehen. Zunächst stellt sich als Attraktionen auf einen Wagen, so dass das Ablenkungsmanöver kurzfristig klappt. Doch dann muss er wieder fliehen und landet in einer Zirkusvorstellung. Mit seinen Aktionen schafft er es, das Publikum zum Lachen zu bringen. Das gefällt wiederum dem Zirkusdirektor, der Charlie als Clown fest anstellen möchte. Doch so leicht fällt ihm die Komik gar nicht und daher erhält er einen Job als Requisiteur. Während seiner Arbeit lernt er allerdings auch die Stieftochter Merna kennen, so dass weitere Verwicklungen nicht ausbleiben. Als Hauptdarsteller wurden Merna Kennedy sowie Allan Garcia verpflichtet. Regie führte bei diesem Film wieder einmal Sir Charles Chaplin. Angeschaut werden kann der Film in Englisch mit deutschen Untertiteln. Zur Verfügung steht hierbei die Tonspur Dolby Digital 1.0. Beim Bild liegt das Format 4:3 beziehungsweise 1.33:1 vor. Produziert wurde der Film, der eine Laufzeit von 69 Minuten hat, im Jahr 1928. Herausgegeben wurde der Film durch die Kinowelt GmbH. Zum Bonusmaterial gehört natürlich die Dokumentation Chaplin heute – Der Zirkus, die eine Länge von etwa 26 Minuten besitzt. Außerdem gibt es eine Einführung von David Robinson, dem Biografen von Charlie Chaplin. Ebenso gehört die geschnittene Szene zu den Extras. Ferner gibt es unter anderem das Chaplin ABC. Angenehm überrascht war ich von der Qualität des Films, der vor stolzen 82 Jahren produziert wurde. Dabei präsentiert sich Charlie Chaplin in seiner besten Rolle, so wie er die Herzen vieler Fans erobert hat. Mit seiner Kleidung und seinem Stock meistert er alle Situationen einwandfrei und wird sogar noch zum Superstar im Zirkus. Und dann wird er noch Vermittler innerhalb der Familie. Eben ganz typisch einfach Charlie. (Marina Teuscher) alle Rezensionen von Marina Teuscher ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Charlie Chaplin - Der Zirkus, DVD:
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Weitere Filminfos zu Charlie Chaplin - Der Zirkus: Originaltitel: Chaplin Today - The Circus Land / Jahr: USA 1927 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Charlie Chaplin - Der Zirkus:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, „Chaplin Heute – Der Zirkus“ – Dokumentation von François Ede unter Mitwirkung des Regisseurs Emir Kusturica (ca. 26 Min.), Entfernte Sequenz (ca. 10 Min.), Einführung von David Robinson, Chaplin ABC, Fotogalerie, Wendecover
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