Ein Prophet
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Der Oscar®nominierte Film EIN PROPHET (2009, Bester fremdsprachiger Film) zeichnet die düstere Gefängniskarriere des 19-jährigen Malik (Tahar Rahim, 2009 Europäischer Filmpreis als Bester Darsteller) nach. Nach Ankunft im Gefängnis wird er vom Anführer der dominierenden korsischen Mafia (Niels Arestrup, 2010 César-Preis als Bester Nebendarsteller) unter Druck gesetzt und gezwungen, eine Reihe gefährlicher Aufträge auszuführen, einschließlich Drogenhandel und brutaler Morde. Im Laufe der Zeit gewinnt Malik das Vertrauen des Anführers und steigt in der Gefängnishierarchie auf, während er im Geheimen eigene Pläne schmiedet. ...
Inhaltsangabe zu Ein Prophet: 
Der Oscar®nominierte Film EIN PROPHET (2009, Bester fremdsprachiger Film) zeichnet die düstere Gefängniskarriere des 19-jährigen Malik (Tahar Rahim, 2009 Europäischer Filmpreis als Bester Darsteller) nach. Nach Ankunft im Gefängnis wird er vom Anführer der dominierenden korsischen Mafia (Niels Arestrup, 2010 César-Preis als Bester Nebendarsteller) unter Druck gesetzt und gezwungen, eine Reihe gefährlicher Aufträge auszuführen, einschließlich Drogenhandel und brutaler Morde. Im Laufe der Zeit gewinnt Malik das Vertrauen des Anführers und steigt in der Gefängnishierarchie auf, während er im Geheimen eigene Pläne schmiedet. Ein Prophet stammt aus dem Hause SONY Pictures Home Entertainment.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Ein Prophet:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Ein Prophet:
0Frank Brenner2011-08-22Malik (Tahar Rahim) kommt als 19Jähriger ins Gefängnis. Schnell gerät der Araber in die Interessenkonflikte der Banden im Knast. Der Korse Luciani (Niels Arestrup) bietet seinen Schutz an, wenn Malik dafür einen anderen Araber tötet. Der junge Mann hat keine Wahl, wenn er überleben will.
Der Film hinterfragt zu keinem Zeitpunkt die Schuld seines Protagonisten vor seiner Gefängniszeit. Einmal wird kurz darauf Bezug genommen, dass er Polizisten angegriffen haben soll. Sechs Jahre Haft hat er dafür aufgebrummt bekommen. Jacques Audiard („Der wilde Schlag meines Herzens“) geht es in seinem neuen Film um die Abläufe im Gefängnis, über die internen Strukturen und wie diese vielleicht sogar dazu beitragen können, noch viel größere Verbrecher heranzuzüchten. Malik (in einer grandiosen Vorstellung, die auch mit dem Europäischen Filmpreis geadelt wurde: Tahar Rahim) hat hinter Gittern gar keine andere Wahl, als sich dem herrschenden Bandenchef César Luciani (eiskalt und skrupellos: Niels Arestrup) zu unterwerfen – der alte Mann hält fraglos sämtliche Zügel in der Hand. Wird er nicht zu dessen Werkzeug, sind seine Tage gezählt. Malik ergibt sich in sein Schicksal, macht sich seinen einflussreichen neuen Freund bald zunutze, um seine eigenen Zwecke zu verfolgen. Er wird zum Dealer im Knast, behält aber vor den Wächtern eine weiße Weste, weswegen ihm nach der Hälfte der Haftzeit sogar Freigang zugestanden wird. Bei seinen Ausflügen in die Freiheit agiert er weiterhin in Lucianis Interessen, ohne dabei sein eigenes Vorankommen aus den Augen zu verlieren.
Als Zuschauer wird man von Jacques Audiards starker Gangstergeschichte schnell ernüchtert und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Schwachen gehen zugrunde, überleben kann hier nur, wer es lernt, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Wie aus dem harmlosen Kleinkriminellen Malik auf diese Weise innerhalb kürzester Zeit ein verteufelt geschickt agierender Gangster wird, der sich auf gefährliche Doppelstrategien einlässt, ist gleichermaßen schockierend wie packend rekonstruiert. Der Authentizitätsfaktor der Geschichte scheint recht hoch zu sein, zumindest nimmt man dem Film die geschilderten inneren Strukturen des Gefängnisses ab. Stilisierte Elemente fließen durch Traumsequenzen bzw. Fantastereien ein, wenn Malik immer wieder der Araber Reyeb (Hichem Yacoubi) begegnet, den er im Gefängnis ermordet hat. Er scheint seinem jungen Mörder Hinweise zu geben auf das, was bald passieren wird, weswegen Malik bei einem wichtigen Zusammentreffen auf einem Freigang den Spitznamen „Prophet“ erhält. Dieser symbolischen Überhöhung der Geschichte hätte es gar nicht bedurft, da sie in diesen Momenten natürlich wieder an Glaubwürdigkeit einbüßt. Da Jacques Audiard diese Elemente aber auf ein Minimum beschränkt hat, bleibt insgesamt ein dicht inszeniertes Charakterporträt zurück, das den Zuschauer in eine spannende Parallelwelt einführt. Angesichts der geschilderten Ereignisse wird es im Nachhinein wohl auch nicht ausbleiben, sich über die Haftbedingungen in Gefängnissen noch einmal so seine Gedanken zu machen.
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Malik (Tahar Rahim) kommt als 19Jähriger ins Gefängnis. Schnell gerät der Araber in die Interessenkonflikte der Banden im Knast. Der Korse Luciani (Niels Arestrup) bietet seinen Schutz an, wenn Malik dafür einen anderen Araber tötet. Der junge Mann hat keine Wahl, wenn er überleben will.
Der Film hinterfragt zu keinem Zeitpunkt die Schuld seines Protagonisten vor seiner Gefängniszeit. Einmal wird kurz darauf Bezug genommen, dass er Polizisten angegriffen haben soll. Sechs Jahre Haft hat er dafür aufgebrummt bekommen. Jacques Audiard („Der wilde Schlag meines Herzens“) geht es in seinem neuen Film um die Abläufe im Gefängnis, über die internen Strukturen und wie diese vielleicht sogar dazu beitragen können, noch viel größere Verbrecher heranzuzüchten. Malik (in einer grandiosen Vorstellung, die auch mit dem Europäischen Filmpreis geadelt wurde: Tahar Rahim) hat hinter Gittern gar keine andere Wahl, als sich dem herrschenden Bandenchef César Luciani (eiskalt und skrupellos: Niels Arestrup) zu unterwerfen – der alte Mann hält fraglos sämtliche Zügel in der Hand. Wird er nicht zu dessen Werkzeug, sind seine Tage gezählt. Malik ergibt sich in sein Schicksal, macht sich seinen einflussreichen neuen Freund bald zunutze, um seine eigenen Zwecke zu verfolgen. Er wird zum Dealer im Knast, behält aber vor den Wächtern eine weiße Weste, weswegen ihm nach der Hälfte der Haftzeit sogar Freigang zugestanden wird. Bei seinen Ausflügen in die Freiheit agiert er weiterhin in Lucianis Interessen, ohne dabei sein eigenes Vorankommen aus den Augen zu verlieren.
Als Zuschauer wird man von Jacques Audiards starker Gangstergeschichte schnell ernüchtert und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Schwachen gehen zugrunde, überleben kann hier nur, wer es lernt, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Wie aus dem harmlosen Kleinkriminellen Malik auf diese Weise innerhalb kürzester Zeit ein verteufelt geschickt agierender Gangster wird, der sich auf gefährliche Doppelstrategien einlässt, ist gleichermaßen schockierend wie packend rekonstruiert. Der Authentizitätsfaktor der Geschichte scheint recht hoch zu sein, zumindest nimmt man dem Film die geschilderten inneren Strukturen des Gefängnisses ab. Stilisierte Elemente fließen durch Traumsequenzen bzw. Fantastereien ein, wenn Malik immer wieder der Araber Reyeb (Hichem Yacoubi) begegnet, den er im Gefängnis ermordet hat. Er scheint seinem jungen Mörder Hinweise zu geben auf das, was bald passieren wird, weswegen Malik bei einem wichtigen Zusammentreffen auf einem Freigang den Spitznamen „Prophet“ erhält. Dieser symbolischen Überhöhung der Geschichte hätte es gar nicht bedurft, da sie in diesen Momenten natürlich wieder an Glaubwürdigkeit einbüßt. Da Jacques Audiard diese Elemente aber auf ein Minimum beschränkt hat, bleibt insgesamt ein dicht inszeniertes Charakterporträt zurück, das den Zuschauer in eine spannende Parallelwelt einführt. Angesichts der geschilderten Ereignisse wird es im Nachhinein wohl auch nicht ausbleiben, sich über die Haftbedingungen in Gefängnissen noch einmal so seine Gedanken zu machen.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Ein Prophet:
Originaltitel: Un Prophet
Land / Jahr: Frankreich / Italien 2010
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Ein Prophet:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Alternatives Ende, Outtakes, Entfallene und Alternative Szenen
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