Plastic Planet
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Plastik ist billig und praktisch. Wir sind Kinder des Plastikzeitalters. Kunststoffe können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen. Wussten Sie, dass Sie Plastik im Blut haben?
Regisseur Werner Boote zeigt in seinem investigativen Dokumentarfilm, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum ändern wir unser Konsumverhalten nicht? Warum reagiert die Industrie nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Und wer verliert?
Auf der Suche nach Antworten macht sich Boote nach 10jähriger, intensiver Recherche auf eine Reise durch die ganze Welt - von Kalifornien, Heimat der Silikonimplantate auf die Mülldeponien von Indien bis zu Japans verschmutzten Stränden. Er besucht Forscher in den USA und Österreich und Angehörige an Krebs erkrankter Arbeiter aus Plastikfabriken in Italien, und rückt so eine erhebliche, globale Problematik ins Bewußtsein, die nicht nur die Industrie allzu gern verdrängt.
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Inhaltsangabe zu Plastic Planet: 
Plastik ist billig und praktisch. Wir sind Kinder des Plastikzeitalters. Kunststoffe können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen. Wussten Sie, dass Sie Plastik im Blut haben?
Regisseur Werner Boote zeigt in seinem investigativen Dokumentarfilm, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum ändern wir unser Konsumverhalten nicht? Warum reagiert die Industrie nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Und wer verliert?
Auf der Suche nach Antworten macht sich Boote nach 10jähriger, intensiver Recherche auf eine Reise durch die ganze Welt - von Kalifornien, Heimat der Silikonimplantate auf die Mülldeponien von Indien bis zu Japans verschmutzten Stränden. Er besucht Forscher in den USA und Österreich und Angehörige an Krebs erkrankter Arbeiter aus Plastikfabriken in Italien, und rückt so eine erhebliche, globale Problematik ins Bewußtsein, die nicht nur die Industrie allzu gern verdrängt.
Plastic Planet stammt aus dem Hause Eurovideo Bildprogramm GmbH.
Plastic Planet Trailer ansehen:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Plastic Planet:
0Frank Brenner2010-10-08Von Geburt an sind wir umgeben von Plastik – wir trinken daraus, konsumieren Nahrung, die darin eingepackt war, tragen es am Leibe. Doch über die Gefahren, die von den Kunstverbundstoffen ausgehen, weiß man nur wenig, weil sich die Industrie in Schweigen hüllt.
Als „unsichtbare Gefahr“ bezeichnet Werner Boote den Stoff, dem er sich in seinem investigativen Dokumentarfilm gewidmet hat. Seine Faszination und Hassliebe für Plastik kommt nicht von Ungefähr, war doch bereits sein Großvater in der Plastikindustrie tätig und somit einer der Vorreiter eines Sektors, der sich in den vergangenen 50 Jahren zum globalen Marktführer entwickelt hat. Es existieren kaum noch Industriezweige, in denen nicht auch Kunststoffe zum Einsatz kommen, bei unseren alltäglichsten Verrichtungen sind die Polycarbonate und Polyethylene nicht mehr wegzudenken. Werner Boote macht das bei seinen internationalen Recherchen mehrfach sehr anschaulich, indem er Familien in Europa, den USA, Japan und Indien sämtliche Plastikteile ihres Haushaltes vor die Tür tragen lässt. Die Mengen sind erstaunlich und stellen selbst in der Wellblechhütte des indischen Slums den höchsten Prozentsatz der Einrichtungsgegenstände insgesamt. Doch je selbstverständlicher es für uns geworden ist, Plastik immer und überall zu benutzen, desto mehr gerät dabei in Vergessenheit, wie gefährlich diese künstlichen Stoffe für Menschen und die Umwelt sind. Werner Boote hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Gefahren zu benennen und die wichtigen Leute der Branche mit seinen Ergebnissen zu konfrontieren.
Der österreichische Filmemacher gehört der neuen Generation der Dokumentarfilmer an, die sich in ihrem Inszenierungsstil an den Guru des Genres, Michael Moore, anlehnen. Genau wie der amerikanische Regieprovokateur setzt sich auch Werner Boote gerne selbst in Szene, zeigt sich bei seinen Recherchen vor der Kamera, lauscht andächtig den Aussagen seiner Interviewpartner oder stellt sich auch mal mit dem Megafon in die Menge, um über Totgeschwiegenes zu berichten. Und sein Konzept geht auf, denn „Plastic Planet“ ist ebenso unterhaltsam wie informativ, kann auf seine abwechslungsreiche und kurzweilige Art eine Unmenge an Fakten vermitteln, ohne den Zuschauer damit zu erschlagen. Einige der Erkenntnisse waren in den vergangenen Monaten wiederholt in den Schlagzeilen, beispielsweise die gesundheitsschädlichen Weichmacher, die sich insbesondere in chinesischem Kinderspielzeug finden. Anderes erstaunt und erschreckt aber selbst den informierten Betrachter: Wie groß die erst nach Jahrhunderten vollständig abgebauten Mengen an Plastikmüll in den Weltmeeren wirklich sind, kann man sich erst durch einige im Film gezeigte Ausschnitte ansatzweise ermessen. Auch die Gefahren der Plastikflaschen, durch die wir Schadstoffe in unseren Körper aufnehmen, werden durch Bootes eindringliche Argumentationskette erst in ihrer gesamten Sprengkraft ersichtlich. Man kann nur hoffen, dass Filme wie dieser ein Umdenken bei den Politikern in Gang setzen, die mit einer Änderung der Richtlinien etwas bewegen könnten.
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Von Geburt an sind wir umgeben von Plastik – wir trinken daraus, konsumieren Nahrung, die darin eingepackt war, tragen es am Leibe. Doch über die Gefahren, die von den Kunstverbundstoffen ausgehen, weiß man nur wenig, weil sich die Industrie in Schweigen hüllt.
Als „unsichtbare Gefahr“ bezeichnet Werner Boote den Stoff, dem er sich in seinem investigativen Dokumentarfilm gewidmet hat. Seine Faszination und Hassliebe für Plastik kommt nicht von Ungefähr, war doch bereits sein Großvater in der Plastikindustrie tätig und somit einer der Vorreiter eines Sektors, der sich in den vergangenen 50 Jahren zum globalen Marktführer entwickelt hat. Es existieren kaum noch Industriezweige, in denen nicht auch Kunststoffe zum Einsatz kommen, bei unseren alltäglichsten Verrichtungen sind die Polycarbonate und Polyethylene nicht mehr wegzudenken. Werner Boote macht das bei seinen internationalen Recherchen mehrfach sehr anschaulich, indem er Familien in Europa, den USA, Japan und Indien sämtliche Plastikteile ihres Haushaltes vor die Tür tragen lässt. Die Mengen sind erstaunlich und stellen selbst in der Wellblechhütte des indischen Slums den höchsten Prozentsatz der Einrichtungsgegenstände insgesamt. Doch je selbstverständlicher es für uns geworden ist, Plastik immer und überall zu benutzen, desto mehr gerät dabei in Vergessenheit, wie gefährlich diese künstlichen Stoffe für Menschen und die Umwelt sind. Werner Boote hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Gefahren zu benennen und die wichtigen Leute der Branche mit seinen Ergebnissen zu konfrontieren.
Der österreichische Filmemacher gehört der neuen Generation der Dokumentarfilmer an, die sich in ihrem Inszenierungsstil an den Guru des Genres, Michael Moore, anlehnen. Genau wie der amerikanische Regieprovokateur setzt sich auch Werner Boote gerne selbst in Szene, zeigt sich bei seinen Recherchen vor der Kamera, lauscht andächtig den Aussagen seiner Interviewpartner oder stellt sich auch mal mit dem Megafon in die Menge, um über Totgeschwiegenes zu berichten. Und sein Konzept geht auf, denn „ Plastic Planet“ ist ebenso unterhaltsam wie informativ, kann auf seine abwechslungsreiche und kurzweilige Art eine Unmenge an Fakten vermitteln, ohne den Zuschauer damit zu erschlagen. Einige der Erkenntnisse waren in den vergangenen Monaten wiederholt in den Schlagzeilen, beispielsweise die gesundheitsschädlichen Weichmacher, die sich insbesondere in chinesischem Kinderspielzeug finden. Anderes erstaunt und erschreckt aber selbst den informierten Betrachter: Wie groß die erst nach Jahrhunderten vollständig abgebauten Mengen an Plastikmüll in den Weltmeeren wirklich sind, kann man sich erst durch einige im Film gezeigte Ausschnitte ansatzweise ermessen. Auch die Gefahren der Plastikflaschen, durch die wir Schadstoffe in unseren Körper aufnehmen, werden durch Bootes eindringliche Argumentationskette erst in ihrer gesamten Sprengkraft ersichtlich. Man kann nur hoffen, dass Filme wie dieser ein Umdenken bei den Politikern in Gang setzen, die mit einer Änderung der Richtlinien etwas bewegen könnten.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Plastic Planet:
Originaltitel: Plastic Planet
Land / Jahr: Österreich / Deutschland 2009
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Plastic Planet:
Kapitel- / Szenenanwahl, Interviews
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