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Arthaus Collection Klassiker - Nr. 12: Charlie Chaplin - Der große Diktator
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Tomania wird von dem Diktator Hynkel regiert. Erbarmungslos drangsaliert er die Juden des Landes. Davon ahnt der jüdische Friseur, der ihm wie ein Zwillingsbruder gleicht, nichts. Bei einem Flugzeugabsturz hat der Friseur sein Gedächtnis verloren. Doch nun kämpft der kleine Mann mutig gegen Hynkels Schergen.
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Inhaltsangabe zu Arthaus Collection Klassiker - Nr. 12: Charlie Chaplin - Der große Diktator: 
Tomania wird von dem Diktator Hynkel regiert. Erbarmungslos drangsaliert er die Juden des Landes. Davon ahnt der jüdische Friseur, der ihm wie ein Zwillingsbruder gleicht, nichts. Bei einem Flugzeugabsturz hat der Friseur sein Gedächtnis verloren. Doch nun kämpft der kleine Mann mutig gegen Hynkels Schergen.
Arthaus Collection Klassiker - Nr. 12: Charlie Chaplin - Der große Diktator stammt aus dem Hause Kinowelt Home Entertainment.
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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Arthaus Collection Klassiker - Nr. 12: Charlie Chaplin - Der große Diktator:
0Bernd Hellweg2010-09-16Beide waren sie im gleichen Jahr und im gleichen Monat geboren, und für beide war der kleine, gestutzte Schnurrbart zum Markenzeichen geworden. Doch während der Eine die ganze Welt zum Lachen brachte, stürzte der Andere die ganze Welt in Unheil. Die Rede ist von Charlie Chaplin und Adolf Hitler (Chaplin war übrigens vier Tage älter wie Hitler). „Er ist der Wahnsinnige und ich bin der Komiker“, sagte er über Hitler, „doch es hätte auch genauso gut umgekehrt werden können.“
Im September 1939, kurz nach dem Einfall der deutschen Wehrmacht in Polen, begann Chaplin mit den Dreharbeiten zu seinem Film „Der große Diktator“, der sein erster wahrhaftiger Tonfilm war. Der Film, der sich mit Slapstick-Einlagen bisweilen komisch, vor allem aber bissig karikierend mit Nazi-Deutschland und seinem Führer auseinander setzte, war ein für die amerikanische Filmproduktion der damaligen Zeit äußerst kritischer und mutiger Film. Chaplin spielt in hier eine Doppelrolle. Er stellt einen kleinen jüdischen Friseur dar, der Anton Hynkel, dem allmächtigen Diktator des Tomanischen Reiches aufs Haar gleicht.
In seiner Autobiografie schrieb der Chaplin später, dass er den Film nie gemacht hätte, wenn er damals die Wahrheit über die deutschen Konzentrationslager gewusst hätte.
In Deutschland wird „Der große Diktator“ – sieht man von einer Filmkopie ab, die sich Goebbels angeblich besorgt und an die Reichskanzlei ausgeliehen haben soll – erstmals kurz nach Kriegsende in einer von den Alliierten für ausgewählte Filmschaffende und Intellektuelle organisierten Vorstellung gezeigt. Man befindet, dass es für eine Aufführung des Films in Deutschland noch zu früh sei. Erst 1958 kommt „Der große Diktator“ in die westdeutschen Kinos, in der DDR wird er erstmals 1980 im Fernsehen aufgeführt.
„Der große Diktator“ bis heute der beste, bewegendste, komischste und wahrhaftigste Propagandafilm für die Menschlichkeit.
Die Story: Ein jüdischer Friseur, der im Ersten Weltkrieg sein Gedächtnis verloren hatte, kehrt in seine Heimat Tomania zurück. Vieles hat sich inzwischen verändert – Diktator Hynkel herrscht über das Land. Dieser träumt, wie eine eitle Primaballerina seinen Traum von Der Weltherrschaft. Ein Tanz mit einem Globus dokumentiert treffend die Absichten des brutal-dummen Diktators. Zur gleichen Zeit verliebt sich der Friseur in die schöne Jüdin Hannah (Paulette Goddard), wird verfolgt, und kommt, wie viele andere Juden auch, in ein Konzentrationslager. Währenddessen findet ein Treffen zwischen Hynkel und seinem Diktators-Kollegen Napoloni (Jack Oakie) statt; die beiden verabreden die Invasion von Austerlich. Als Faschist verkleidet entkommt der Friseur dem KZ, während man Hynkel, der in Zivil und allein auf Entenjagd ist, für den entflohenen Juden hält. Der Friseur, der nun für Hynkel gehalten wird, wird dazu gedrängt, die geplante Rede vor dem Angriff auf Austerlich zu halten. Da wächst der kleine jüdische Friseur, der sich nie um Politik kümmerte, über sich hinaus, hält einen flammenden Friedensappell an die Welt vor Hynkels versammelten Truppen. Er ruft zum Kampf gegen den Faschismus auf: „Im Namen der Demokratie vereinigen wir uns!“
Fazit: Mit „Der große Diktator“ hat Chaplin ein geniales Meisterwerk der Filmgeschichte geschaffen (nicht nur wegen der vortrefflichen Karikierung Hitlers): Eine, wie Eisenstein schrieb, „großartige, vernichtende Satire, dem Sieg des menschlichen Geistes über die Unmenschlichkeit zum Ruhm”.
Randnotiz: Die sechs Minuten lange Rede am Schluss ist weit mehr als das Finale des Films. Sie ist das Glaubensbekenntnis des Menschen Charlie Chaplins, sie ist der leidenschaftliche Aufruf des Künstlers an alle Menschen guten Willens, sich im Kampf um Demokratie und Freiheit zu vereinen. Chaplin versucht hier auch nicht, den Eindruck zu erwecken, als ginge es hier um eine in die Filmhandlung eingebaute normale Rede. Hier tritt Chaplin ganz deutlich aus dem Rahmen eines normalen Spielfilms heraus und appelliert an das Verantwortungsbewusstsein seiner Zuschauer in der ganzen Welt.
Charles Chaplin wurde 1941 in den Kategorien Beste Hauptrolle, Bester Film, Bestes Drehbuch und Beste Musik (gemeinsam mit Meredith Willson) für den Oscar nominiert, ebenso wie Jack Oakie als bester Nebendarsteller.
Arthaus präsentiert dieses Meisterwerk in der Kultur-Spiegel-Reihe „Klassiker“ als Nr. 12. Leider ist diese Version, was die Extras angeht, ein wenig abgespeckt. Hier findet man lediglich die Dokumentation „Chaplin Heute – Der große Diktator“ sowie Privataufnahmen von Sydney Chaplin, die er während der Dreharbeiten machte. Wer etwas mehr Bonusmaterial haben möchte sollte zu der Arthaus-Veröffentlichung vom Mai 2010 greifen. Was Bild und Ton angeht, so bekommt man diesen Klassiker in sehr guter Qualität geliefert.
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Beide waren sie im gleichen Jahr und im gleichen Monat geboren, und für beide war der kleine, gestutzte Schnurrbart zum Markenzeichen geworden. Doch während der Eine die ganze Welt zum Lachen brachte, stürzte der Andere die ganze Welt in Unheil. Die Rede ist von Charlie Chaplin und Adolf Hitler (Chaplin war übrigens vier Tage älter wie Hitler). „Er ist der Wahnsinnige und ich bin der Komiker“, sagte er über Hitler, „doch es hätte auch genauso gut umgekehrt werden können.“
Im September 1939, kurz nach dem Einfall der deutschen Wehrmacht in Polen, begann Chaplin mit den Dreharbeiten zu seinem Film „Der große Diktator“, der sein erster wahrhaftiger Tonfilm war. Der Film, der sich mit Slapstick-Einlagen bisweilen komisch, vor allem aber bissig karikierend mit Nazi-Deutschland und seinem Führer auseinander setzte, war ein für die amerikanische Filmproduktion der damaligen Zeit äußerst kritischer und mutiger Film. Chaplin spielt in hier eine Doppelrolle. Er stellt einen kleinen jüdischen Friseur dar, der Anton Hynkel, dem allmächtigen Diktator des Tomanischen Reiches aufs Haar gleicht.
In seiner Autobiografie schrieb der Chaplin später, dass er den Film nie gemacht hätte, wenn er damals die Wahrheit über die deutschen Konzentrationslager gewusst hätte.
In Deutschland wird „Der große Diktator“ – sieht man von einer Filmkopie ab, die sich Goebbels angeblich besorgt und an die Reichskanzlei ausgeliehen haben soll – erstmals kurz nach Kriegsende in einer von den Alliierten für ausgewählte Filmschaffende und Intellektuelle organisierten Vorstellung gezeigt. Man befindet, dass es für eine Aufführung des Films in Deutschland noch zu früh sei. Erst 1958 kommt „Der große Diktator“ in die westdeutschen Kinos, in der DDR wird er erstmals 1980 im Fernsehen aufgeführt.
„Der große Diktator“ bis heute der beste, bewegendste, komischste und wahrhaftigste Propagandafilm für die Menschlichkeit.
Die Story: Ein jüdischer Friseur, der im Ersten Weltkrieg sein Gedächtnis verloren hatte, kehrt in seine Heimat Tomania zurück. Vieles hat sich inzwischen verändert – Diktator Hynkel herrscht über das Land. Dieser träumt, wie eine eitle Primaballerina seinen Traum von Der Weltherrschaft. Ein Tanz mit einem Globus dokumentiert treffend die Absichten des brutal-dummen Diktators. Zur gleichen Zeit verliebt sich der Friseur in die schöne Jüdin Hannah (Paulette Goddard), wird verfolgt, und kommt, wie viele andere Juden auch, in ein Konzentrationslager. Währenddessen findet ein Treffen zwischen Hynkel und seinem Diktators-Kollegen Napoloni (Jack Oakie) statt; die beiden verabreden die Invasion von Austerlich. Als Faschist verkleidet entkommt der Friseur dem KZ, während man Hynkel, der in Zivil und allein auf Entenjagd ist, für den entflohenen Juden hält. Der Friseur, der nun für Hynkel gehalten wird, wird dazu gedrängt, die geplante Rede vor dem Angriff auf Austerlich zu halten. Da wächst der kleine jüdische Friseur, der sich nie um Politik kümmerte, über sich hinaus, hält einen flammenden Friedensappell an die Welt vor Hynkels versammelten Truppen. Er ruft zum Kampf gegen den Faschismus auf: „Im Namen der Demokratie vereinigen wir uns!“
Fazit: Mit „Der große Diktator“ hat Chaplin ein geniales Meisterwerk der Filmgeschichte geschaffen (nicht nur wegen der vortrefflichen Karikierung Hitlers): Eine, wie Eisenstein schrieb, „großartige, vernichtende Satire, dem Sieg des menschlichen Geistes über die Unmenschlichkeit zum Ruhm”.
Randnotiz: Die sechs Minuten lange Rede am Schluss ist weit mehr als das Finale des Films. Sie ist das Glaubensbekenntnis des Menschen Charlie Chaplins, sie ist der leidenschaftliche Aufruf des Künstlers an alle Menschen guten Willens, sich im Kampf um Demokratie und Freiheit zu vereinen. Chaplin versucht hier auch nicht, den Eindruck zu erwecken, als ginge es hier um eine in die Filmhandlung eingebaute normale Rede. Hier tritt Chaplin ganz deutlich aus dem Rahmen eines normalen Spielfilms heraus und appelliert an das Verantwortungsbewusstsein seiner Zuschauer in der ganzen Welt.
Charles Chaplin wurde 1941 in den Kategorien Beste Hauptrolle, Bester Film, Bestes Drehbuch und Beste Musik (gemeinsam mit Meredith Willson) für den Oscar nominiert, ebenso wie Jack Oakie als bester Nebendarsteller.
Arthaus präsentiert dieses Meisterwerk in der Kultur-Spiegel-Reihe „Klassiker“ als Nr. 12. Leider ist diese Version, was die Extras angeht, ein wenig abgespeckt. Hier findet man lediglich die Dokumentation „Chaplin Heute – Der große Diktator“ sowie Privataufnahmen von Sydney Chaplin, die er während der Dreharbeiten machte. Wer etwas mehr Bonusmaterial haben möchte sollte zu der Arthaus-Veröffentlichung vom Mai 2010 greifen. Was Bild und Ton angeht, so bekommt man diesen Klassiker in sehr guter Qualität geliefert.
(Bernd Hellweg)
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Originaltitel: The Great Dictator
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Arthaus Collection Klassiker - Nr. 12: Charlie Chaplin - Der große Diktator:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Booklet mit exklusiven Texten zum Film, Die Arthaus Collection im Überblick, Dokumentation von Serge Toubiana unter Mitwirkung des Regisseurs Constantin Costa, Gavras »Chaplin heute – Der große Diktator«, Chaplin ABC
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