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Die Eleganz der Madame Michel
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Reneé Michel (Josiane Balasko) macht ihrem Namen als Concierge alle Ehre: mürrisch, ruppig und für die mitunter etwas arroganten Bewohner ihres Hauses, vollkommen unsichtbar. Damit das auch so bleibt, versteckt sie ihre Klugheit und Leidenschaft für Bücher sorgfältig und schlüpft, wann immer es nötig ist, in die Rolle der kratzbürstigen Concierge.
Auch die hochbegabte 11jährige Paloma (Garance Le Guillermic), ebenfalls Bewohnerin des Hauses in der Rue de Grenelle No. 7, lebt zurückgezogenen in ihrer eigenen Gedankenwelt. Sie hat beschlossen, sich am Tag ihres 12. Geburtstages das Leben zu nehmen, sollte sie bis dahin nicht irgendwas entdecken, was das Leben lebenswert macht. Das Schicksal der beiden Einzelgänger nimmt eine neue Wendung mit dem Einzug des geheimnisvollen Japaner Kakuro Ozu. (Togo Igawa). Und ganz vorsichtig bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an. Denn Monsieur Ozu ahnt, dass sich hinter Madame Michels brummiger Fassade ein liebenswertes Geheimnis verbirgt und lockt die barsche Concierge aus ihrem Winterschlaf … ...
Inhaltsangabe zu Die Eleganz der Madame Michel: 
Reneé Michel (Josiane Balasko) macht ihrem Namen als Concierge alle Ehre: mürrisch, ruppig und für die mitunter etwas arroganten Bewohner ihres Hauses, vollkommen unsichtbar. Damit das auch so bleibt, versteckt sie ihre Klugheit und Leidenschaft für Bücher sorgfältig und schlüpft, wann immer es nötig ist, in die Rolle der kratzbürstigen Concierge.
Auch die hochbegabte 11jährige Paloma (Garance Le Guillermic), ebenfalls Bewohnerin des Hauses in der Rue de Grenelle No. 7, lebt zurückgezogenen in ihrer eigenen Gedankenwelt. Sie hat beschlossen, sich am Tag ihres 12. Geburtstages das Leben zu nehmen, sollte sie bis dahin nicht irgendwas entdecken, was das Leben lebenswert macht. Das Schicksal der beiden Einzelgänger nimmt eine neue Wendung mit dem Einzug des geheimnisvollen Japaner Kakuro Ozu. (Togo Igawa). Und ganz vorsichtig bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an. Denn Monsieur Ozu ahnt, dass sich hinter Madame Michels brummiger Fassade ein liebenswertes Geheimnis verbirgt und lockt die barsche Concierge aus ihrem Winterschlaf … Die Eleganz der Madame Michel stammt aus dem Hause Universum Film.
Die Eleganz der Madame Michel Trailer ansehen:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Die Eleganz der Madame Michel:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die Eleganz der Madame Michel:
0Frank Brenner2010-09-13Es sind gleich zwei sehr ungewöhnliche Außenseiter, die in Mona Achaches Film „Die Eleganz der Madame Michel“ im Mittelpunkt stehen. Über weite Strecken nimmt die Regisseurin beim Inszenieren die Position der elfjährigen Paloma (Garance Le Guillermic) ein, die sich und ihre Umwelt mit einer alten Kamera ihres Vaters dokumentiert und mit zynisch-intelligenten Kommentaren versieht. So erfährt der Zuschauer schon recht früh von der Todessehnsucht des kleinen Mädchens, das heimlich Beruhigungspillen ihrer Mutter sammelt, um bis zu ihrem 12. Geburtstag schließlich die tödliche Dosis zusammen zu haben, mit der sie ihrem Leben ein Ende bereiten will. Bereits zum Stillstand gekommen scheint indes das Leben der verhärmten Eigenbrötlerin Madame Michel (Josiane Balasko), die in dem alten Pariser Mietshaus als Concierge arbeitet und die meiste Zeit mit ihrer Katze und ihren unzähligen Büchern verbringt. Als mit dem Japaner Kakuro Ozu (Togo Igawa) ein aufgeschlossener älterer Mann in das Haus einzieht, ändert sich einiges am bisherigen Personengefüge. Ozu erkennt als erster die innere Schönheit der Hausmeisterin, die er auf höflich-zurückhaltende Weise zu umgarnen beginnt. Und durch seine offene Art knüpft er auch schnell Freundschaft mit dem depressiven Mädchen, das in den beiden Älteren zum ersten Mal gleichwertige Gesprächspartner zu finden scheint.
Der auf dem Roman „Die Eleganz des Igels“ von Muriel Barbery basierende Film ist ein wahres Gedicht von einem Film. Voller Poesie und eindrucksvoller visueller Ideen hat die Regisseurin Mona Achache die Geschichte für die Leinwand aufbereitet und es dabei verstanden, die zentralen Figuren trotz all ihrer Spleens und Eigenheiten sympathisch und charmant zu zeichnen. Mag man dem elfjährigen Mädchen vielleicht die ein oder andere süffisante Kommentierung der Ereignisse nicht so ganz abnehmen, hat sich die Regisseurin dennoch gekonnt in das Seelenleben ihrer kleinen Heldin eingefühlt. Als Zuschauer kann man nachvollziehen, dass sich Paloma in ihrer eigenen Welt alleingelassen fühlt und sich als Einzelgängerin mit dem Tod beschäftigt und keine Angst vor dem Sterben hat. Die kreativen Einfälle Palomas, die sich in Zeichnungen und Basteleien niederschlagen, werden von Achache in eine weitere Ebene transportiert, indem sie daraus kleine Animationssequenzen entwickelt, die in ihrer Poesie ideal zum liebenswerten Grundton ihres Filmes passen. Parallel dazu wird man Zeuge, wie sich aus der grauen Maus Madame Michel durch das neu entfachte Interesse an ihrer Person eine adrette Dame mittleren Alters entwickelt, die Spaß daran findet, aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen und endlich wieder als Frau und nicht nur als Funktionsträgerin wahrgenommen zu werden. Ein sehr unterhaltsames, ansprechend inszeniertes Charakterporträt.
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Es sind gleich zwei sehr ungewöhnliche Außenseiter, die in Mona Achaches Film „ Die Eleganz der Madame Michel“ im Mittelpunkt stehen. Über weite Strecken nimmt die Regisseurin beim Inszenieren die Position der elfjährigen Paloma (Garance Le Guillermic) ein, die sich und ihre Umwelt mit einer alten Kamera ihres Vaters dokumentiert und mit zynisch-intelligenten Kommentaren versieht. So erfährt der Zuschauer schon recht früh von der Todessehnsucht des kleinen Mädchens, das heimlich Beruhigungspillen ihrer Mutter sammelt, um bis zu ihrem 12. Geburtstag schließlich die tödliche Dosis zusammen zu haben, mit der sie ihrem Leben ein Ende bereiten will. Bereits zum Stillstand gekommen scheint indes das Leben der verhärmten Eigenbrötlerin Madame Michel (Josiane Balasko), die in dem alten Pariser Mietshaus als Concierge arbeitet und die meiste Zeit mit ihrer Katze und ihren unzähligen Büchern verbringt. Als mit dem Japaner Kakuro Ozu (Togo Igawa) ein aufgeschlossener älterer Mann in das Haus einzieht, ändert sich einiges am bisherigen Personengefüge. Ozu erkennt als erster die innere Schönheit der Hausmeisterin, die er auf höflich-zurückhaltende Weise zu umgarnen beginnt. Und durch seine offene Art knüpft er auch schnell Freundschaft mit dem depressiven Mädchen, das in den beiden Älteren zum ersten Mal gleichwertige Gesprächspartner zu finden scheint.
Der auf dem Roman „Die Eleganz des Igels“ von Muriel Barbery basierende Film ist ein wahres Gedicht von einem Film. Voller Poesie und eindrucksvoller visueller Ideen hat die Regisseurin Mona Achache die Geschichte für die Leinwand aufbereitet und es dabei verstanden, die zentralen Figuren trotz all ihrer Spleens und Eigenheiten sympathisch und charmant zu zeichnen. Mag man dem elfjährigen Mädchen vielleicht die ein oder andere süffisante Kommentierung der Ereignisse nicht so ganz abnehmen, hat sich die Regisseurin dennoch gekonnt in das Seelenleben ihrer kleinen Heldin eingefühlt. Als Zuschauer kann man nachvollziehen, dass sich Paloma in ihrer eigenen Welt alleingelassen fühlt und sich als Einzelgängerin mit dem Tod beschäftigt und keine Angst vor dem Sterben hat. Die kreativen Einfälle Palomas, die sich in Zeichnungen und Basteleien niederschlagen, werden von Achache in eine weitere Ebene transportiert, indem sie daraus kleine Animationssequenzen entwickelt, die in ihrer Poesie ideal zum liebenswerten Grundton ihres Filmes passen. Parallel dazu wird man Zeuge, wie sich aus der grauen Maus Madame Michel durch das neu entfachte Interesse an ihrer Person eine adrette Dame mittleren Alters entwickelt, die Spaß daran findet, aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen und endlich wieder als Frau und nicht nur als Funktionsträgerin wahrgenommen zu werden. Ein sehr unterhaltsames, ansprechend inszeniertes Charakterporträt.
(Frank Brenner)
alle Rezensionen von Frank Brenner ...
0Jean Lüdeke2010-11-04Zu dritt ist frau/man weniger allein: Die subtile und sensitive Adaption des französischen Bestsellers Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery plakatiert die skurrile Lebenswelt von drei Außenseitern, die konträrer nicht sein können: Die 11jähre Intelligenzbestie Paloma (Garance Le Guillermic) die ihren 12ten Geburtstag mit dem Suizid zelebrieren will, eine indifferente und erschreckend belesene Concierge Madame Miche (Josiane Balasko), sowie der mondäne Japaner Kakuro Ozu (Togo Igawa) prallen als einzelgängerisches Trio im Mietshaus aufeinander. Das resultat ist ein rührendes Filmjuwel, das von leiser Komik, manierierter Melancholie durchdachten Dialogen nur so funkelt. Fazit: Ein genialer Debüt-Coup von Mona Achache.
An ihrem 12. Geburtstag will die die 11-jährige Paloma (Garance Le Guillermic) gemäß pubertierenden und hormonellen Imponderabilien ihrem viel zu jungen leben ein Ende bereiten. das Leben sei ja eh sinnlos und nicht lebenswert. Und so dokumentiert sie alles und jeden um sich herum mit ihrer Videokamera. Der Suizid soll minutiös für die Nachwelt bis ins kleinste Detail festgehalten werden. Ihre arrivierten Eltern kümmern sich nämlich nur um eines, sich selbst. Und das „Sex, Lügen und Videospiel ihrer unscheinbaren kleinen Tochter tun sie als alberne Getue ab. Zum Glück spielt das Schicksal just zu diesem Zeitpunkt ihr zwei Lebens verlängernde Menschen in die Arme. Da ist die betagte und stets mürrisch wirkende Cocierge Renée (Charakterikone Josiane Balasko) und der neue, elegante Nachbar, ein sympathischer Japaner namens Kakuro. Zwei neue Vertraute, unter denen die Chemie ebenso stimmt, auch wenn viel Ungesagtes und Unerklärbares zwischen allen dreien im Raum steht.
Doch Paloma soll bald auf lebensbejahende Weise erkennen, dass leben an sich auch schön sein kann. Ein typisch französischer „Beziehungsfilm“ mit melancholisch-heiteren Zwischentönen, einem emphatisch aufspielendem Ensemble, gewürzt mit einer deftigen Prise infamer Irone. Im Jahre 2008 erschien das Buch Die Eleganz des Igels”(Untertitel: Auf der Suche nach der Schönheit der Welt), das profunde und humorige und augenzwinkernde Film-Debüt der 1969 geborenen Muriel Barbery und schnellte in Windeseile auf die Bestsellerlisten. Die Autorin, von haus aus studierte Philosophin mit Daueraufenthalt in Japan, fokussierte darin eine kleine, unförmige, aber unglaublich gebildete Hausmeisterin, Seite an Seite mit einer altklugen Tochter begüterter Eltern, die zusammen im noblen Pariser Villenviertel leben, lieben und leiden. Nicht nur für gebriefte Arthouse-Fans ein sinnvolles und auch zerstreuendes Filmvergnügen
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Zu dritt ist frau/man weniger allein: Die subtile und sensitive Adaption des französischen Bestsellers Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery plakatiert die skurrile Lebenswelt von drei Außenseitern, die konträrer nicht sein können: Die 11jähre Intelligenzbestie Paloma (Garance Le Guillermic) die ihren 12ten Geburtstag mit dem Suizid zelebrieren will, eine indifferente und erschreckend belesene Concierge Madame Miche (Josiane Balasko), sowie der mondäne Japaner Kakuro Ozu (Togo Igawa) prallen als einzelgängerisches Trio im Mietshaus aufeinander. Das resultat ist ein rührendes Filmjuwel, das von leiser Komik, manierierter Melancholie durchdachten Dialogen nur so funkelt. Fazit: Ein genialer Debüt-Coup von Mona Achache.
An ihrem 12. Geburtstag will die die 11-jährige Paloma (Garance Le Guillermic) gemäß pubertierenden und hormonellen Imponderabilien ihrem viel zu jungen leben ein Ende bereiten. das Leben sei ja eh sinnlos und nicht lebenswert. Und so dokumentiert sie alles und jeden um sich herum mit ihrer Videokamera. Der Suizid soll minutiös für die Nachwelt bis ins kleinste Detail festgehalten werden. Ihre arrivierten Eltern kümmern sich nämlich nur um eines, sich selbst. Und das „Sex, Lügen und Videospiel ihrer unscheinbaren kleinen Tochter tun sie als alberne Getue ab. Zum Glück spielt das Schicksal just zu diesem Zeitpunkt ihr zwei Lebens verlängernde Menschen in die Arme. Da ist die betagte und stets mürrisch wirkende Cocierge Renée (Charakterikone Josiane Balasko) und der neue, elegante Nachbar, ein sympathischer Japaner namens Kakuro. Zwei neue Vertraute, unter denen die Chemie ebenso stimmt, auch wenn viel Ungesagtes und Unerklärbares zwischen allen dreien im Raum steht.
Doch Paloma soll bald auf lebensbejahende Weise erkennen, dass leben an sich auch schön sein kann. Ein typisch französischer „Beziehungsfilm“ mit melancholisch-heiteren Zwischentönen, einem emphatisch aufspielendem Ensemble, gewürzt mit einer deftigen Prise infamer Irone. Im Jahre 2008 erschien das Buch Die Eleganz des Igels”(Untertitel: Auf der Suche nach der Schönheit der Welt), das profunde und humorige und augenzwinkernde Film-Debüt der 1969 geborenen Muriel Barbery und schnellte in Windeseile auf die Bestsellerlisten. Die Autorin, von haus aus studierte Philosophin mit Daueraufenthalt in Japan, fokussierte darin eine kleine, unförmige, aber unglaublich gebildete Hausmeisterin, Seite an Seite mit einer altklugen Tochter begüterter Eltern, die zusammen im noblen Pariser Villenviertel leben, lieben und leiden. Nicht nur für gebriefte Arthouse-Fans ein sinnvolles und auch zerstreuendes Filmvergnügen
(Jean Lüdeke)
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Weitere Filminfos zu Die Eleganz der Madame Michel:
Originaltitel: Le hérisson
Land / Jahr: Frankreich 2009
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Die Eleganz der Madame Michel:
Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Deleted Scenes
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Bei der Vorstellung des Titels Die Eleganz der Madame Michel handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
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