Tante Daniele
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Tante Daniele ist der zweite Film von Etienne Chatiliez. Das Leben ist kein langer ruhiger Fluss, wir haben es ja alle gewusst. Erst recht nicht mit Daniele Billard, dieser bösartigen, hinterhältigen, bedauernswerten, wunderbaren, schrecklichen alten Dame. Nichts und niemand ist vor ihr sicher. Wenn ihre Haushälterin Odile im Garten gerade Blumen gepflanzt hat - sie wird mit Sicherheit hineintreten. Wenn Cathérine, die Frau ihres Neffen, gerade Gäste hat, wird Tante Daniele im Nachthemd hereinplatzen und so tun, als habe sie in diesem Haushalt seit Tagen nichts mehr zu essen bekommen. Sie wird auch ihren kleinen Enkel auf dem Spielplatz sitzen lassen, weil sie es hasst, sich mit kleinen Kindern abzugeben. Und sie wird sich Gemeinheiten gegen den Cockerspaniel der Familie ausdenken, weil ihr fremde Hunde grundsätzlich auf die Nerven gehen. Erst Sandrine wird sie für kurze Zeit zähmen können, eine junge Frau, die aus ähnlichem Holz geschnitzt ist wie Tante Daniele. Doch als die Widerspenstige wieder erwacht, wird ihre letzte Tat alles in den Schatten stellen, was ihre freundliche Mitwelt sich je hat träumen lassen... ...
Inhaltsangabe zu Tante Daniele: 
Tante Daniele ist der zweite Film von Etienne Chatiliez. Das Leben ist kein langer ruhiger Fluss, wir haben es ja alle gewusst. Erst recht nicht mit Daniele Billard, dieser bösartigen, hinterhältigen, bedauernswerten, wunderbaren, schrecklichen alten Dame. Nichts und niemand ist vor ihr sicher. Wenn ihre Haushälterin Odile im Garten gerade Blumen gepflanzt hat - sie wird mit Sicherheit hineintreten. Wenn Cathérine, die Frau ihres Neffen, gerade Gäste hat, wird Tante Daniele im Nachthemd hereinplatzen und so tun, als habe sie in diesem Haushalt seit Tagen nichts mehr zu essen bekommen. Sie wird auch ihren kleinen Enkel auf dem Spielplatz sitzen lassen, weil sie es hasst, sich mit kleinen Kindern abzugeben. Und sie wird sich Gemeinheiten gegen den Cockerspaniel der Familie ausdenken, weil ihr fremde Hunde grundsätzlich auf die Nerven gehen. Erst Sandrine wird sie für kurze Zeit zähmen können, eine junge Frau, die aus ähnlichem Holz geschnitzt ist wie Tante Daniele. Doch als die Widerspenstige wieder erwacht, wird ihre letzte Tat alles in den Schatten stellen, was ihre freundliche Mitwelt sich je hat träumen lassen... Tante Daniele stammt aus dem Hause Alive AG.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Tante Daniele:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Tante Daniele:
0Bernd Hellweg2010-10-21 „Ihr kennt sie noch nicht. Aber sie hasst euch schon jetzt“, stimmte das Filmplakat das Publikum 1990 auf den Film „Tante Daniele“ ein. Und tatsächlich ist die beworbene Tante Daniele, in der bissigen Familiensatire von Regisseur Etienne Chatiliez („Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss“, „Tanguy – Der Nesthocker“), alles andere als eine nette alte Dame. Sie ist hinterhältig, hundsgemein und richtig böse.
Die alte Haushälterin Odile, eine Seele von Mensch, ist Tante Danieles erstes Oper. Von Daniele trotz klappriger Knochen zum Putzen des Kronleuchters auf die Leiter getrieben, stürzt Odile und bricht sich dabei den Hals. Tante Daniele aber hat Glück. Ahnungslose Verwandte, ihr Neffe Jean-Piere und seine Frau Catherine, wollen ihrem ausgeprägten Familiensinn Genüge und nehmen das „liebe“ Tantchen in ihre Mitte auf. Erst langsam wird den gutmütigen Angehörigen klar, welches Kuckucksei ihnen ins Nest gelegt wurde. Sie terrorisiert alle Familienmitglieder, bis hin zum Cocker-Spaniel, der ebenfalls sein Fett abkriegt.
Zermürbt von den ohne Gegenwehr ertragenen Attacken der Tante, wird die Familie mit einem weiteren Problem konfrontiert: Die Ferien stehen vor der Tür, und alle wollen in den Urlaub nach Griechenland. Also muss eine Urlaubsbetreuung für den alten Besen her. Dieser versucht natürlich ihrer Gastfamilie ein schlechtes Gewissen einzureden, allerdings vergebens. Und so steht passend zum Ferienbeginn die 24-jährige Sandrine vor der Tür. Daniele beginnt natürlich sofort ihre Messer zu wetzen, doch Sandrine ist wie Tante Daniele, nämlich mit allen Wassern gewaschen.
Fazit: Der Film wurde seiner Zeit mit drei Nominierungen für den César Awards bedacht, und das zu Recht: Tante Daniele wirkt in jeder Minute so überzeugend, dass man sie am liebsten vergiften würde, aber dennoch geht der Zuschauer eine Komplizenschaft mit dem alten Drachen ein, das man sie am Ende zu mögen beginnt und sich mit ihr gar an den von ihr ausgeteilten Boshaftigkeiten erfreut. Denn je gemeiner Tante Daniele wird, desto größer sind die Lacher. Doch der Film regt auch zum Nachdenken, über den Generationskonflikt sowie über die Beschränkt-, Hohl- und Falschheit der artigen, spießbürgerlichen Familien. Kurz und gut: „Tante Daniele“ ist eine herrlich schräge und liebevolle Hommage an alle Tanten dieser Welt.
Die DVD zeigt den Film mit einem überraschend guten Widescreen-Bild (1.66:1). Gute Farben, ein ausgewogener Kontrast und ein sehr gute Schärfe. Für einen 20 Jahre alten Film ein mehr als zufrieden stellendes Ergebnis. Der Ton (Dolby Digital 2.0 Stereo) ist immer gut zu verstehen und kommt solide über die Front. An Bonusmaterial gibt es umfangreiche Interviews (ca. 45 Min.) mit Tsilla Chelton (Tante Daniele), Florence Quentin (Drehbuch) und Etienne Chatiliez (Regisseur).
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„Ihr kennt sie noch nicht. Aber sie hasst euch schon jetzt“, stimmte das Filmplakat das Publikum 1990 auf den Film „ Tante Daniele“ ein. Und tatsächlich ist die beworbene Tante Daniele, in der bissigen Familiensatire von Regisseur Etienne Chatiliez („Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss“, „Tanguy – Der Nesthocker“), alles andere als eine nette alte Dame. Sie ist hinterhältig, hundsgemein und richtig böse.
Die alte Haushälterin Odile, eine Seele von Mensch, ist Tante Danieles erstes Oper. Von Daniele trotz klappriger Knochen zum Putzen des Kronleuchters auf die Leiter getrieben, stürzt Odile und bricht sich dabei den Hals. Tante Daniele aber hat Glück. Ahnungslose Verwandte, ihr Neffe Jean-Piere und seine Frau Catherine, wollen ihrem ausgeprägten Familiensinn Genüge und nehmen das „liebe“ Tantchen in ihre Mitte auf. Erst langsam wird den gutmütigen Angehörigen klar, welches Kuckucksei ihnen ins Nest gelegt wurde. Sie terrorisiert alle Familienmitglieder, bis hin zum Cocker-Spaniel, der ebenfalls sein Fett abkriegt.
Zermürbt von den ohne Gegenwehr ertragenen Attacken der Tante, wird die Familie mit einem weiteren Problem konfrontiert: Die Ferien stehen vor der Tür, und alle wollen in den Urlaub nach Griechenland. Also muss eine Urlaubsbetreuung für den alten Besen her. Dieser versucht natürlich ihrer Gastfamilie ein schlechtes Gewissen einzureden, allerdings vergebens. Und so steht passend zum Ferienbeginn die 24-jährige Sandrine vor der Tür. Daniele beginnt natürlich sofort ihre Messer zu wetzen, doch Sandrine ist wie Tante Daniele, nämlich mit allen Wassern gewaschen.
Fazit: Der Film wurde seiner Zeit mit drei Nominierungen für den César Awards bedacht, und das zu Recht: Tante Daniele wirkt in jeder Minute so überzeugend, dass man sie am liebsten vergiften würde, aber dennoch geht der Zuschauer eine Komplizenschaft mit dem alten Drachen ein, das man sie am Ende zu mögen beginnt und sich mit ihr gar an den von ihr ausgeteilten Boshaftigkeiten erfreut. Denn je gemeiner Tante Daniele wird, desto größer sind die Lacher. Doch der Film regt auch zum Nachdenken, über den Generationskonflikt sowie über die Beschränkt-, Hohl- und Falschheit der artigen, spießbürgerlichen Familien. Kurz und gut: „ Tante Daniele“ ist eine herrlich schräge und liebevolle Hommage an alle Tanten dieser Welt.
Die DVD zeigt den Film mit einem überraschend guten Widescreen-Bild (1.66:1). Gute Farben, ein ausgewogener Kontrast und ein sehr gute Schärfe. Für einen 20 Jahre alten Film ein mehr als zufrieden stellendes Ergebnis. Der Ton (Dolby Digital 2.0 Stereo) ist immer gut zu verstehen und kommt solide über die Front. An Bonusmaterial gibt es umfangreiche Interviews (ca. 45 Min.) mit Tsilla Chelton ( Tante Daniele), Florence Quentin (Drehbuch) und Etienne Chatiliez (Regisseur).
(Bernd Hellweg)
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Weitere Filminfos zu Tante Daniele:
Land / Jahr: Frankreich 1990
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Tante Daniele:
Kapitel- / Szenenanwahl, Interviews
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