Nanga Parbat
Schauspieler / Schauspielerinnen in Nanga Parbat:
Darsteller:
Florian Stetter, Andreas Tobias, Karl Markovics, Jule Ronstedt, Lena Stolze, Volker Bruch, Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Nanga Parbat:
Fast zwanzig Jahre später kam es zu einer ähnlichen Konstellation mit den Brüdern Reinhold und Günther Messner aus Südtirol. Auch sie hatten sich 1970 dem Rat des Expeditionsleiters Herrligkofer widersetzt und zusammen den Nanga Parbat über die Rupal-Wand bestiegen. Sie ist mit 4500 Metern die größte Steilwand der Erde, dreimal so hoch wie die Eiger-Nordwand, und galt lange als unbezwingbar. Beim Abstieg der beiden Messner-Brüder kam es zur Tragödie, als der höhenkranke Günther von einer Lawine verschüttet wurde. Bis heute sind die genauen Umstände dieses Unglücks nicht aufgeklärt, auch wenn 2005 die sterblichen Überreste Günthers gefunden wurden. Einige der damaligen Expeditionsteilnehmer werfen Reinhold Messner vor, er habe seinen Bruder geopfert, um dadurch selbst umso mehr Ruhm zu erlangen. Diese tragische Geschichte voller Intrigen, Neid und Missgunst bietet eine hervorragende Vorlage für einen Kinofilm. Die Idee brachte den Extrembergsteiger Reinhold Messner und den erfahrenen Kameramann und Regisseur Joseph Vilsmaier zusammen. Unter ihren Händen erlebt das alte deutsche Genre des Bergfilms mit „Nanga Parbat“ eine gelungene Renaissance. Mit einem extremen Aufwand an Menschen und Material entstand ein Filmepos mit hervorragenden Naturaufnahmen, die das Herz jeden Bergsteigers höher schlagen lassen. Die neu erschienene DVD enthält über das Filmerlebnis hinaus ausführliches Bonus-Material. Wer allerdings erwartet, jetzt authentisch die ganze Wahrheit zu erfahren, wird enttäuscht. Denn in den Interviews kommen nur Reinhold Messner und einige Darsteller zu Wort, die alles mehr oder weniger aus seiner Sicht darstellen. Sein großer Widersacher Herrligkofer, der 1991 verstarb, wird in dem Film ziemlich unsympathisch dargestellt. Günther wäre nach seiner Ansicht nicht verunglückt, wenn die Brüder seinen Anordnungen gefolgt wären und bei den Unwetterwarnungen nicht aufgestiegen wären. Herrligkofer entstammte noch der alten Schule mit Befehl und Gehorsam in einer Expedition und sah sich mit seinen Warnungen bestätigt. Die Messner-Brüder dagegen, besonders der ältere Reinhold, waren Individualisten, die ihren eigenen Weg gehen wollten. Das zeigte sich bereits unter der strengen Erziehung ihres Vaters, eines Dorfschullehrers. Als Kinder wollten sie der Enge des Bergdorfes entkommen und versuchten alles zu erklimmen, was für sie erreichbar war. Zunächst waren es - sehr zum Entsetzen des Pastors - die Friedhofsmauer und der Kirchturm. Schon damals träumten sie vom Nanga Parbat, dem lange unbezwingbaren Berg. Man kann von den jahrzehntelangen Streitereien zwischen Reinhold Messner, Herrligkofer und anderen halten was man will, sie werden Günther auch nicht mehr lebendig machen. Trotz dieser Animositäten ist hier auch mithilfe des richtigen Lebens als Drehbuchautor ein beeindruckender Bergfilm der alten Schule mit den neuesten technischen Möglichkeiten gelungen. Ein Vorteil der DVD gegenüber dem Kinoerlebnis ist die zweite Tonspur mit Kommentaren von Joseph Vilsmaier und Reinhold Messner. Sie informieren mehr als die meist belanglosen Dialoge in den Szenen. Die Hauptrolle des Films, das besagt schon der Titel, hat der Berg. Die Umsetzung und Aufklärung der menschlichen Tragödie scheint weniger gelungen, wenn dies überhaupt das Hauptziel war. Die schauspielerischen Ansprüche sind somit nicht allzu groß, und es stört nicht, dass die beiden Messner-Brüder mit Florian Stetter und Andreas Tobias von zwei unverbrauchten jungen Darstellern verkörpert werden. Etwas mehr (schlechten) Charakter hatte Karl Markovics als Karl Maria Herrligkofer einzubringen. Was am meisten beeindruckt ist die nahezu dokumentarische visuelle Umsetzung, in die der gelernte Kameramann Vilsmaier („Stalingrad“) seine ganze Erfahrung einbrachte. Kleinste Details wurden beachtet, um alles authentisch aussehen zu lassen, seien es die Südtiroler Trachten beim Gottesdienst oder die damalige Bergsteiger-Ausrüstung. Mit den Kommentaren Reinhold Messners wird aus dem Streifen fast ein bekenntnishafter Dokumentarfilm, wenn er etwa Gottfried Benn zitiert: „Die Kunst des Bergsteigens ist der Widerstand gegen den herausgeforderten Tod.“ In der Übersetzung Messners bedeutet dies, man könne zwar verrückte Sachen wagen, aber solle dabei nicht umkommen. Um den Gefahren auszuweichen benötige man nur das richtig Risikomanagement. Dazu gehöre auch, etwa bei schlechtem Wetter einmal geduldig durchzuhalten und nichts zu tun. Am Gipfel sei der Triumph nur von kurzer Dauer. Für Messner gibt es somit kein Gipfelglück, das wahre Erlebnis sei das Zurückkommen. Leider war dies 1970 seinem Bruder nicht vergönnt, und auch Reinhold selbst war mit vielen körperlichen und seelischen Schrammen knapp dem Tod entgangen. Erst 1978 wagte er sich wieder an diesen Berg und bestieg ihn als Erster ganz allein ohne Ausrüstung und Expedition, was er als seinen größten Erfolg sieht. Es sei dem Zuschauer überlassen, Reinhold Messner als verrückten Egomanen oder als mutigen Kletterkünstler zu sehen, der sich mit viel Eloquenz und Geschick perfekt selbst zu vermarkten versteht. Regisseur Joseph Vilsmaier gewährt in seinen Kommentaren Einblicke in die Dreharbeiten. Die imponierenden Luftaufnahmen vom Nanga Parbat sind während fast 40 Stunden Hubschrauberflügen entstanden. Außer an den Originalschauplätzen in Pakistan wurden die meisten Detailaufnahmen im Ortler-Massiv und in einer Münchner Schlachthalle gedreht. Hier bei Minus 20 Grad musste das Bibbern der Darsteller nicht simuliert werden. Neben den visuellen Eindrücken bleibt noch die psychedelische Begleitmusik des Argentiniers Gustavo Santaolalla im Gedächtnis. Sie enthält rockige und folkloristische Elemente bis zur Jodel-Imitation. In der DVD-Spezialausgabe ist neben einem ausführlichen Begleitheft eine CD mit dem Soundtrack enthalten. (Johannes Kösegi) alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
Wie die Untiefen des Meeres verlieren berge, insbesondere himmelstürmende Felsenmassen immer wieder an Faszination. In diesem atemberaubenden Dokufilm sowieso, weil die beiden Brüder Reinhold und Günther Messner ein gutes Jahrzehnt davon geträumt hatten. Es lag stets in weiter Ferne, vor allem Höhe: Das besteigen Erklimmen des Berges Nanga Parbat in Pakistan. Im Juni 1970 wagten sie es und steigen bis zum höchsten Punkt des Berges auf 8125 Meter hinauf. In unvorstellbarer eisiger Kälte und unter extremsten Bedingungen fühlten die Extremsportler dann jene einzigartige Freiheit, jenes Hochgefühl, was wohl ausschließlich Alpinisten vorbehalten bleibt. Der Berg ist bezwungen, die Aussicht fantastisch, und über den Wolken ist die Freiheit eh grenzenlos. Doch diese rauschverbrämte Stimmung wird jäh zur Realität, als Günther höhenkrank und der Abstieg zum Kampf ums das nackte Überleben Schließlich steigt Reinhold allein ins rettende Tal hinab…
Ein dramatischer und sehenswertes Drama, das Regisseur Joseph Vilsmeier, der selbst hand an die Kamera legte, in eisigen, lebensbedrohenden Panorama-Kadren im Westhimalaya einfing. Jedes Kameratake wird hier zum ein kleines Kunstwerk für sich, immer wieder eine Reaktion auslösend: Wie kann ein normaler Mensch Derartiges überhaupt bewältigen? Er hat ihn nicht bewältigen können: Günther Messner, geboren am 11. 12. 1946 in Brixen, Südtirol; gestorben am 29. 06. 1970 eben an diesem Nanga Parbat in Pakistan. Der erfahrene Bergsteiger und jüngere Bruder von Reinhold Messner verschwand während einer Expedition unter Leitung von Karl Herrligkoffer zum Achttausender Nanga Parbat. Er zählte zweifelsohne Ende der 1960igerer Jahre zu den besten Bergsteigern der Welt und war über Jahre der Seilpartner seines Bruders Reinhold. Trotz seiner dreistelligen Zahl an extremen Touren in den Alpen war Günther Messner zunächst nicht als Teilnehmer für die Nanga-Parbat-Expedition 1970 vorgesehen; erst kurz vor Expeditionsbeginn gelangte er aufgrund der Absage anderer noch in die Mannschaft. Über seinen Tod gibt es verschiedene Versionen, aller Wahrscheinlichkeit wurde er, völlig entkräftet, von einer Lawine verschüttet. Der Nanga Parbat gilt als einer der anspruchsvollsten Achttausender und am schwierigsten zu besteigenden Berge der Welt. Im Gegensatz zum höchsten Berg, dem Mount Everest, sind selbst auf der “simplen” Normalroute (Kinshofer-Route) extrem lawinen- und steinschlaggefährdete Steilhänge zu überstehen. Bis heuer gab es 303 erfolgreiche Besteigungen, aber auch 77 Todesfälle zu betrauern. Das Risiko, am Nanga Parbat sein Leben zu lassen, ist daher statistisch gesehen, wesentlich höher als am Mount Everest. (Jean Lüdeke) alle Rezensionen von Jean Lüdeke ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Nanga Parbat, DVD:
Alle Film-Daten als PDF
Diese Seite mit allen Filminfos ausdrucken
Weitere Filminfos zu Nanga Parbat: Originaltitel: Nanga Parbat Land / Jahr: Deutschland 2010 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Nanga Parbat:
Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Audiokommentar
Kommentare zu Nanga Parbat:
DigitalVD-Extras zu dieser DVD Nanga Parbat:
Ist Ihnen ein Fehler zu dieser DVD aufgefallen? ... Fehlermeldung absenden!
Bei der Vorstellung des Titels Nanga Parbat handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films! |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Weitere Filme von Josef Vilsmaier:
Weitere Titel im Genre Drama:
Nanga ParbatDarsteller: Florian Stetter u.a. Regie: Josef Vilsmaier |
Nanga ParbatDarsteller: Florian Stetter u.a. Regie: Josef Vilsmaier |
Nanga Parbat - Special EditionDarsteller: Florian Stetter u.a. Regie: Josef Vilsmaier |
MarleneDarsteller: Katja Flint u.a. Regie: Joseph Vilsmaier |
Der blaue EngelDarsteller: Emil Jannings u.a. Regie: Josef von Sternberg |
Der blaue EngelDarsteller: Emil Jannings u.a. Regie: Josef von Sternberg |
The Music Never StoppedDarsteller: J.K. Simmons u.a. Regie: Jim Kohlberg |
The Music Never StoppedDarsteller: J.K. Simmons u.a. Regie: Jim Kohlberg |
Weitere Filme vom Anbieter Universum Film:
Marlene
Dr. med. Fabian - Lachen ist die beste Medizin
Der blaue Engel - Blu-ray
Der blaue Engel
The Music Never Stopped - Blu-ray
The Music Never Stopped
The Inbetweeners - Unsere jungfräulichen Jahre - Staffel 1
Dr. med. Fabian - Lachen ist die beste Medizin
Der blaue Engel - Blu-ray
Der blaue Engel
The Music Never Stopped - Blu-ray
The Music Never Stopped
The Inbetweeners - Unsere jungfräulichen Jahre - Staffel 1
Weitere Filme vom Label Senator Home Entertainment:
The Music Never Stopped - Blu-ray
The Music Never Stopped
Highwater - Blu-ray
Highwater
Wolfhound - Blu-ray
Zero Hour - Blu-ray
Zero Hour
The Music Never Stopped
Highwater - Blu-ray
Highwater
Wolfhound - Blu-ray
Zero Hour - Blu-ray
Zero Hour
Weitere Informationen zu Nanga Parbat DVD
Sie befinden sich in dem Genre Drama und haben die DVD zu Nanga Parbat aufgerufen. Weitere Ergebnisse oder ähnliche Titel erhalten Sie über unsere Suchfunktion. Weitere Ergebnisse zu Nanga Parbat erhalten Sie über das Suchformular oben links.
DigitalVD-Tags: Nanga Parbat, Nanga Parbat kaufen, Nanga Parbat bestellen, Nanga Parbat ausleihen.











