Pornography: Ein Thriller
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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Pornography: Ein Thriller:
0Frank Brenner2010-10-30David Kittredge wagt sich in seinem Langfilmdebüt in eine aufgrund ihrer Andersartigkeit und ihrer Verruchtheit überaus faszinierende Welt: die Pornoindustrie. Als homosexueller Regisseur ist es bei Kittredge natürlich die schwule Pornowelt, aber auch hier dringt er weiter in Randbereiche vor und beschäftigt sich mit dem Phänomen der Snuff Movies. Darunter versteht man Filme, in denen Menschen tatsächlich gefoltert und sogar getötet werden. Schon der schwule Mainstreamregisseur Joel Schumacher inszenierte zehn Jahre zuvor mit „8MM“ und Nicolas Cage in der Hauptrolle seine Sicht auf diese kranke Undergroundfilmindustrie. David Kittredge setzt mit seiner Handlung im Jahr 1995 ein, als der schwule Pornostar Mark Anton (Jared Grey) von seinem ehemaligen Produzenten ein lukratives Angebot vermittelt bekommt. Er soll für einen reichen Kunden für ein Privatvideo noch einmal vor die Kamera treten, eine Art Interview soll das Ganze werden. Doch die Session entwickelt sich anders als erwartet, als plötzlich ein maskierter Mann vor Mark steht und ihn angreift. Vierzehn Jahre später stößt Michael Castigan (Matthew Montgomery) bei seinen Recherchen zur schwulen Pornoindustrie auch auf diesen Fall. Es kursierten schon lange Gerüchte, dass ein Snuff-Video existiert, in dem Mark Anton gefoltert und getötet wird. Michael scheint nun unvermittelt Beweise dafür in der Hand zu halten.
Für einen Erstlingsregisseur versteht es David Kittredge ausgesprochen gut, eine intensive Spannung zu schüren, die in ihren besten Momenten locker mit aufwändigen Hollywoodproduktionen mithalten kann. Insbesondere die pulsierende Musikuntermalung von Robb Williamson trägt ihren Teil dazu bei, dass man gebannt den Ereignissen folgt. Diese werden im Laufe der Spielzeit etwas zu komplex, da Kittredge noch eine dritte Handlungsebene ins Spiel bringt: den Pornostar Matt Stevens (Pete Scherer), der ebenfalls auf den Mark-Anton-Fall stößt und diesen als Porno nacherzählen möchte. Diese verschiedenen Ebenen von Kunst, die das Leben imitiert und umgekehrt, sind in ihrer Konstruiertheit, ihrer Zweideutigkeit und ihrer absichtlich auf Verwirrung angelegten Erzählweise nicht einfach zu durchschauen. Trotzdem zählt „Pornography“ zu einem der interessantesten und originellsten Filme schwuler Thematik, die das amerikanische Independent-Kino in den letzten Jahren hervorgebracht hat.
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David Kittredge wagt sich in seinem Langfilmdebüt in eine aufgrund ihrer Andersartigkeit und ihrer Verruchtheit überaus faszinierende Welt: die Pornoindustrie. Als homosexueller Regisseur ist es bei Kittredge natürlich die schwule Pornowelt, aber auch hier dringt er weiter in Randbereiche vor und beschäftigt sich mit dem Phänomen der Snuff Movies. Darunter versteht man Filme, in denen Menschen tatsächlich gefoltert und sogar getötet werden. Schon der schwule Mainstreamregisseur Joel Schumacher inszenierte zehn Jahre zuvor mit „8MM“ und Nicolas Cage in der Hauptrolle seine Sicht auf diese kranke Undergroundfilmindustrie. David Kittredge setzt mit seiner Handlung im Jahr 1995 ein, als der schwule Pornostar Mark Anton (Jared Grey) von seinem ehemaligen Produzenten ein lukratives Angebot vermittelt bekommt. Er soll für einen reichen Kunden für ein Privatvideo noch einmal vor die Kamera treten, eine Art Interview soll das Ganze werden. Doch die Session entwickelt sich anders als erwartet, als plötzlich ein maskierter Mann vor Mark steht und ihn angreift. Vierzehn Jahre später stößt Michael Castigan (Matthew Montgomery) bei seinen Recherchen zur schwulen Pornoindustrie auch auf diesen Fall. Es kursierten schon lange Gerüchte, dass ein Snuff-Video existiert, in dem Mark Anton gefoltert und getötet wird. Michael scheint nun unvermittelt Beweise dafür in der Hand zu halten.
Für einen Erstlingsregisseur versteht es David Kittredge ausgesprochen gut, eine intensive Spannung zu schüren, die in ihren besten Momenten locker mit aufwändigen Hollywoodproduktionen mithalten kann. Insbesondere die pulsierende Musikuntermalung von Robb Williamson trägt ihren Teil dazu bei, dass man gebannt den Ereignissen folgt. Diese werden im Laufe der Spielzeit etwas zu komplex, da Kittredge noch eine dritte Handlungsebene ins Spiel bringt: den Pornostar Matt Stevens (Pete Scherer), der ebenfalls auf den Mark-Anton-Fall stößt und diesen als Porno nacherzählen möchte. Diese verschiedenen Ebenen von Kunst, die das Leben imitiert und umgekehrt, sind in ihrer Konstruiertheit, ihrer Zweideutigkeit und ihrer absichtlich auf Verwirrung angelegten Erzählweise nicht einfach zu durchschauen. Trotzdem zählt „Pornography“ zu einem der interessantesten und originellsten Filme schwuler Thematik, die das amerikanische Independent-Kino in den letzten Jahren hervorgebracht hat.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Pornography: Ein Thriller:
Land / Jahr: USA 2009
Medien-Typ:
DVD
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Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Diashow, Kurzfilm
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