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Eine Karte der Klänge von Tokio
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Ryu (Rinko Kikuchi) ist eine Einzelgängerin, deren zerbrechlich-schöne Erscheinung im krassen Gegensatz zu ihrem Doppelleben steht: Sie arbeitet nicht nur nachts auf Tokios Fischmarkt, sondern nimmt tagsüber auch Aufträge als Profikillerin an. Eines Tages wendet sich der Assistent des mächtigen Geschäftsmanns Nagara mit einem neuen Auftrag an Ryu. Nagaras Tochter Midori hat sich vor kurzem das Leben genommen. Die Schuld an Midoris Tod gibt der Vater deren Geliebtem, dem spanischen Weinhändler David (Sergi López).
Doch statt David wie vereinbart schnell aus dem Weg zu räumen, verliebt sich die Killerin in ihr potentielles Opfer und lässt sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit dem Fremden ein. Ein Toningenieur, beseelt von den Klängen Tokios und fasziniert von der geheimnisvollen Ryu, wird Zeuge einer Liebesgeschichte, die jenseits aller Regeln ihren Lauf nimmt.
Vor dem Hintergrund der schillernden Kulisse der japanischen Hauptstadt erzählt die spanische Regisseurin Isabel Coixet (Mein Leben ohne mich, Das geheime Leben der Worte, Elegy) eine dramatische Geschichte über widersprüchliche Leidenschaften und die Abgründe menschlicher Gefühle. ...
Inhaltsangabe zu Eine Karte der Klänge von Tokio: 
Ryu (Rinko Kikuchi) ist eine Einzelgängerin, deren zerbrechlich-schöne Erscheinung im krassen Gegensatz zu ihrem Doppelleben steht: Sie arbeitet nicht nur nachts auf Tokios Fischmarkt, sondern nimmt tagsüber auch Aufträge als Profikillerin an. Eines Tages wendet sich der Assistent des mächtigen Geschäftsmanns Nagara mit einem neuen Auftrag an Ryu. Nagaras Tochter Midori hat sich vor kurzem das Leben genommen. Die Schuld an Midoris Tod gibt der Vater deren Geliebtem, dem spanischen Weinhändler David (Sergi López).
Doch statt David wie vereinbart schnell aus dem Weg zu räumen, verliebt sich die Killerin in ihr potentielles Opfer und lässt sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit dem Fremden ein. Ein Toningenieur, beseelt von den Klängen Tokios und fasziniert von der geheimnisvollen Ryu, wird Zeuge einer Liebesgeschichte, die jenseits aller Regeln ihren Lauf nimmt.
Vor dem Hintergrund der schillernden Kulisse der japanischen Hauptstadt erzählt die spanische Regisseurin Isabel Coixet (Mein Leben ohne mich, Das geheime Leben der Worte, Elegy) eine dramatische Geschichte über widersprüchliche Leidenschaften und die Abgründe menschlicher Gefühle. Eine Karte der Klänge von Tokio stammt aus dem Hause Alive AG.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Eine Karte der Klänge von Tokio:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Eine Karte der Klänge von Tokio:
0Jean Lüdeke2010-12-02Hochglanzgestylte Bilderberge aus einer fremdartig-faszinierenden Metropole, immer wieder einen Film wert, diese zirzensische Hektik zwischen Tradition und Moderne, stets brodelnd, angereichert mit einzelnen Geschichten und abstrusen Highlights. Sei es kulinarische Exzesse wie das Frauen verachtende Nackt-Sushi oder die audiovisuellen Verrücktheiten wie Depeche Mode in Karaoke-Version. Hier leben, nein darben sie, die Japanerin Ryu (Rinko Kikuchi, „Babel"): sie arbeitet auf dem Fischmarkt von Tokio – und als Auftragskillerin. Der chauvinistische Spanier David (Sergi López, „Pans Labyrinth") betreibt einen kleinen Weinladen und trauert um seine Geliebte, die kürzlich den Suizid wählte. Die Wege der beiden kreuzen sich, weil der Vater der Verstorbenen David für den Todseiner Tochter verantwortlich macht und Ryu auf diesen ansetzt. Als die Killerin ihr Opfer im Weinladen begegnet, entfacht sich eine obsessive Liaison spinnt, auf der exaltierte Beischlaf-Meetings, anders darf man diese lieblosen Begegnungen nicht nennen, in wundersamen Hotel- Locations wie sie nur in Japan existieren. Fortan treffen die beiden sich regelmäßig, wobei Obermacho David von vornherein bekräftigt, dass es ihm nur um die körperliche fokussierte Ablenkung von seinem Liebeskummer geht. Gleichwohl verliert sich die „hörig“ gewordene Ryu in den Mann, mit fatalen Folgen…
Mord Trauer, Obsession, alles ästhetisch aneinandergereiht, unterlegt mit einem feinen Klangteppich, weiß dieser Film die wahren , oder die, die sicjh dafür halten , zu überzeugen. Keine Frage, die Avantgardefilmerin Regisseurin Isabel Coixet, ("Mein Leben ohne mich", "Elegy oder die Kunst zu lieben") versteht ihr Metier, sie beherrscht die Kunst, Hektik meditativ erscheinen zu lassen und umgekehrt. Ein auktorialer Erzähler aus dem Off verleiht dem gesamten Edel-Kunstbrei noch so etwas wie einen narrativen Charakter. Wieso aber ein egoistischer Chauvinist für seine Rücksichtslosigkeit belohnt, die wahre Liebende am Ende lebensrettend in den Hades geschickt wird, bleibt rätselhaft. Überdies ist dies mit Sicherheit kein Must-See-Movie für emanzipierte Damen und jene, die es so gerne sein möchten. Was da perfekt kadriert abgespult wird, ist mehr als demütigend. Überdies ist es interessant, wie sehr versierte Filmemacherinnen von dem Land und deinen Bewohnern fasziniert sind. In den letzten vor allem weibliche nach Japan. Die dort gedrehten Waren sehr populär, wie beispielsweise Sofia Coppolas "Lost in Translation" (2003). Oder Doris Dörrie zeigte mit "Kirschblüten - Hanami" (2008) ihre eigene Version des Traumlands. Von „Der Fischer und seine Frau“ ganz zu schweigen
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Hochglanzgestylte Bilderberge aus einer fremdartig-faszinierenden Metropole, immer wieder einen Film wert, diese zirzensische Hektik zwischen Tradition und Moderne, stets brodelnd, angereichert mit einzelnen Geschichten und abstrusen Highlights. Sei es kulinarische Exzesse wie das Frauen verachtende Nackt-Sushi oder die audiovisuellen Verrücktheiten wie Depeche Mode in Karaoke-Version. Hier leben, nein darben sie, die Japanerin Ryu (Rinko Kikuchi, „Babel"): sie arbeitet auf dem Fischmarkt von Tokio – und als Auftragskillerin. Der chauvinistische Spanier David (Sergi López, „Pans Labyrinth") betreibt einen kleinen Weinladen und trauert um seine Geliebte, die kürzlich den Suizid wählte. Die Wege der beiden kreuzen sich, weil der Vater der Verstorbenen David für den Todseiner Tochter verantwortlich macht und Ryu auf diesen ansetzt. Als die Killerin ihr Opfer im Weinladen begegnet, entfacht sich eine obsessive Liaison spinnt, auf der exaltierte Beischlaf-Meetings, anders darf man diese lieblosen Begegnungen nicht nennen, in wundersamen Hotel- Locations wie sie nur in Japan existieren. Fortan treffen die beiden sich regelmäßig, wobei Obermacho David von vornherein bekräftigt, dass es ihm nur um die körperliche fokussierte Ablenkung von seinem Liebeskummer geht. Gleichwohl verliert sich die „hörig“ gewordene Ryu in den Mann, mit fatalen Folgen…
Mord Trauer, Obsession, alles ästhetisch aneinandergereiht, unterlegt mit einem feinen Klangteppich, weiß dieser Film die wahren , oder die, die sicjh dafür halten , zu überzeugen. Keine Frage, die Avantgardefilmerin Regisseurin Isabel Coixet, ("Mein Leben ohne mich", "Elegy oder die Kunst zu lieben") versteht ihr Metier, sie beherrscht die Kunst, Hektik meditativ erscheinen zu lassen und umgekehrt. Ein auktorialer Erzähler aus dem Off verleiht dem gesamten Edel-Kunstbrei noch so etwas wie einen narrativen Charakter. Wieso aber ein egoistischer Chauvinist für seine Rücksichtslosigkeit belohnt, die wahre Liebende am Ende lebensrettend in den Hades geschickt wird, bleibt rätselhaft. Überdies ist dies mit Sicherheit kein Must-See-Movie für emanzipierte Damen und jene, die es so gerne sein möchten. Was da perfekt kadriert abgespult wird, ist mehr als demütigend. Überdies ist es interessant, wie sehr versierte Filmemacherinnen von dem Land und deinen Bewohnern fasziniert sind. In den letzten vor allem weibliche nach Japan. Die dort gedrehten Waren sehr populär, wie beispielsweise Sofia Coppolas "Lost in Translation" (2003). Oder Doris Dörrie zeigte mit "Kirschblüten - Hanami" (2008) ihre eigene Version des Traumlands. Von „Der Fischer und seine Frau“ ganz zu schweigen
(Jean Lüdeke)
alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
0Frank Brenner2010-12-10Isabel Coixets Filme hatten bislang meist sehr poetische und rätselhafte Titel, deren Bedeutung sich, wenn überhaupt, erst richtig erschloss, wenn man sich ihre Werke angeschaut hatte: „Mein Leben ohne mich“ oder „Das geheime Leben der Worte“ sind dafür sicherlich die besten Beispiele. Mit der Philip-Roth-Verfilmung „Elegy“ hatte sie zuletzt erstmals einen fremden Stoff auf die Leinwand gebracht und die meisten Kritiker schwer enttäuscht. Mit „Eine Karte der Klänge von Tokio“ kehrt sie nun voll und ganz zu ihren eigenen filmischen Visionen zurück – was man nicht zuletzt am mysteriösen und schön-umständlichen Titel erkennen kann. Doch genauso, wie man die Bedeutung dieser Worte dieses Mal selbst nach dem Betrachten des Films nicht so recht verstehen mag, genauso enttäuscht lässt uns Isabel Coixet hier mit ihrer eigenen Geschichte zurück, die erschreckend banal bleibt und über weite Strecken eher Langeweile verbreitet, als fasziniert.
Im Mittelpunkt des Films stehen vier Figuren, deren Beziehungen untereinander es im Laufe der Handlung erst zu entschlüsseln gilt. Das macht uns Isabel Coixet nicht gerade einfach, da sie ihre Charaktere nacheinander einführt, dabei mehrere Zeiten miteinander vermischt und nur beiläufig Namen erwähnt. Die Hälfte des Films braucht man schätzungsweise, um herauszufinden, dass Ryu (Rinko Kikuchi aus „Babel“) eine Auftragskillerin ist, die für den Geschäftsmann Nagara (Takeo Nakahara) den Weinverkäufer David (Sergi López) umbringen soll. Der hat nach Ansicht Nagaras den Tod seiner Tochter auf dem Gewissen, mit der dieser liiert war und die sich selbst das Leben nahm. Vierter im Bunde ist der namenlos bleibende Bekannte Ryus, der viele Ereignisse als Erzähler aus dem Off kommentiert. So ungewöhnlich wie zu Beginn, wenn Coixet ein Nyotaimori präsentiert, Sushi, das von Frauenkörpern gegessen wird, ist der Film im späteren Verlauf leider beileibe nicht mehr. Zwischen Ryu und ihrem Opfer entspinnt sich eine Liebegeschichte, die genauso konstruiert wirkt wie der weitere Verlauf der Ereignisse, den man irgendwann nur noch einschläfernd oder ärgerlich finden wird. Das ist insbesondere deswegen schade, weil die Regisseurin noch vor rund zehn Jahren zu den großen Hoffnungen des europäischen Kinos zählte und man hier von ihrer ehemaligen Raffinesse und dem Talent für spannende Figurenzeichnungen kaum noch etwas erkennen kann.
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Isabel Coixets Filme hatten bislang meist sehr poetische und rätselhafte Titel, deren Bedeutung sich, wenn überhaupt, erst richtig erschloss, wenn man sich ihre Werke angeschaut hatte: „Mein Leben ohne mich“ oder „Das geheime Leben der Worte“ sind dafür sicherlich die besten Beispiele. Mit der Philip-Roth-Verfilmung „Elegy“ hatte sie zuletzt erstmals einen fremden Stoff auf die Leinwand gebracht und die meisten Kritiker schwer enttäuscht. Mit „Eine Karte der Klänge von Tokio“ kehrt sie nun voll und ganz zu ihren eigenen filmischen Visionen zurück – was man nicht zuletzt am mysteriösen und schön-umständlichen Titel erkennen kann. Doch genauso, wie man die Bedeutung dieser Worte dieses Mal selbst nach dem Betrachten des Films nicht so recht verstehen mag, genauso enttäuscht lässt uns Isabel Coixet hier mit ihrer eigenen Geschichte zurück, die erschreckend banal bleibt und über weite Strecken eher Langeweile verbreitet, als fasziniert.
Im Mittelpunkt des Films stehen vier Figuren, deren Beziehungen untereinander es im Laufe der Handlung erst zu entschlüsseln gilt. Das macht uns Isabel Coixet nicht gerade einfach, da sie ihre Charaktere nacheinander einführt, dabei mehrere Zeiten miteinander vermischt und nur beiläufig Namen erwähnt. Die Hälfte des Films braucht man schätzungsweise, um herauszufinden, dass Ryu (Rinko Kikuchi aus „Babel“) eine Auftragskillerin ist, die für den Geschäftsmann Nagara (Takeo Nakahara) den Weinverkäufer David (Sergi López) umbringen soll. Der hat nach Ansicht Nagaras den Tod seiner Tochter auf dem Gewissen, mit der dieser liiert war und die sich selbst das Leben nahm. Vierter im Bunde ist der namenlos bleibende Bekannte Ryus, der viele Ereignisse als Erzähler aus dem Off kommentiert. So ungewöhnlich wie zu Beginn, wenn Coixet ein Nyotaimori präsentiert, Sushi, das von Frauenkörpern gegessen wird, ist der Film im späteren Verlauf leider beileibe nicht mehr. Zwischen Ryu und ihrem Opfer entspinnt sich eine Liebegeschichte, die genauso konstruiert wirkt wie der weitere Verlauf der Ereignisse, den man irgendwann nur noch einschläfernd oder ärgerlich finden wird. Das ist insbesondere deswegen schade, weil die Regisseurin noch vor rund zehn Jahren zu den großen Hoffnungen des europäischen Kinos zählte und man hier von ihrer ehemaligen Raffinesse und dem Talent für spannende Figurenzeichnungen kaum noch etwas erkennen kann.
(Frank Brenner)
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