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Madame Sousatzka
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Madame Sousatzka, eine der angesehensten Musikpädagoginnen Londons, ist eine äußerst exzentrische Person. Sie erteilt nur vielversprechenden Talenten Privatunterricht im Klavierspielen, und verlangt von ihren Schützlingen vollkommene Hingabe, bedingungslosen Gehorsam und ein Leben nach strengsten Grundsätzen. Ihr neuer Schüler ist der 15jährige Manek Sen. Seiner ehrgeizigen Mutter Sushila, einer attraktiven Inderin, wäre es nicht unrecht, wenn Manek schon morgen die Konzertsäle füllen würde. Aber die Klavierlehrerin hat andere Pläne: Sie will das Spiel ihres Schützlings perfektionieren und über ihn bestimmen, solange es eben geht. Manek verbringt immer mehr Zeit bei Madame Sousatzka, die das Leben des Jungen völlig umkrempeln will. Doch dann verliert seine Mutter ihre Arbeit, und Manek steht vor einer schweren Entscheidung … ...
Inhaltsangabe zu Madame Sousatzka: 
Madame Sousatzka, eine der angesehensten Musikpädagoginnen Londons, ist eine äußerst exzentrische Person. Sie erteilt nur vielversprechenden Talenten Privatunterricht im Klavierspielen, und verlangt von ihren Schützlingen vollkommene Hingabe, bedingungslosen Gehorsam und ein Leben nach strengsten Grundsätzen. Ihr neuer Schüler ist der 15jährige Manek Sen. Seiner ehrgeizigen Mutter Sushila, einer attraktiven Inderin, wäre es nicht unrecht, wenn Manek schon morgen die Konzertsäle füllen würde. Aber die Klavierlehrerin hat andere Pläne: Sie will das Spiel ihres Schützlings perfektionieren und über ihn bestimmen, solange es eben geht. Manek verbringt immer mehr Zeit bei Madame Sousatzka, die das Leben des Jungen völlig umkrempeln will. Doch dann verliert seine Mutter ihre Arbeit, und Manek steht vor einer schweren Entscheidung … Madame Sousatzka stammt aus dem Hause Alive AG.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Madame Sousatzka:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Madame Sousatzka:
0Bernd Hellweg2010-11-22Als Shirley MacLaine 1984 ihre Dankesrede zur Oscar-Verleihung hielt, hätte sie es machen können wie viele andere auch: sich artig und demütig für die Würdigung ihrer darstellerischen Leistung in „Zeit der Zärtlichkeit“ bedanken. Bloß zu ihr gepasst hätte das eher nicht. „Na endlich, ich hab's mir auch wirklich verdient!“, rief sie stattdessen aus, was nicht nur der Sache nach korrekt ist, sondern auch den Charakter der Schauspielerin treffend wiedergibt.
Shirley MacLaine verkörperte wie kaum ein zweiter weiblicher Hollywoodstar ihrer Zeit den Übergang von der klassisch-femininen Filmdiva zum selbstbewussten, burschikosen Frauentypus der 60er-Jahre bis hin zur energische, widerspenstige, skurrilen Frau in den 80er und 90er Jahre sowie nun als würdevolle Autorität im neuen Jahrtausend.
Eine ihrer Glanzleistungen erscheint nun erstmals in Deutschland auf DVD. Unter der sensiblen Regie von John Schlesinger („Asphalt Cowboys“, „Der Marathon Mann“) drehte sie 1988 in London „Madame Sousatzka“, nach dem gleichnamigen Roman von Bernice Rubens.
Shirley MacLaine spielt hier die exzentrische Madame Sousatzka, verwundbar und autoritär zugleich, und ist eine der angesehensten Musiklehrerinnen Londons. Sie erteilt ihren Schülern nicht nur Klavierunterricht, sondern will ihnen auch Unterricht in der richtigen Lebensführung geben. Als sie den talentierten 15-jährigen Manek, Sohn der ehrgeizigen Inderin Sushila, unter ihre Fittiche nimmt, will sie sein ganzes Leben umgestalten und verlangt bedingungslosen Gehorsam als Voraussetzung für seine Ausbildung. Für Manek beginnt ein Kampf um Selbstständigkeit, um das Recht auf Liebe, Erfolg und Lebenslust.
Auch wenn es sich hier um ein bisweilen gefällig geratenes Melodram handelt, so erzählt der hervorragend ausgestatteten und blendend fotografierten Musikfilm mitfühlend über Eifersucht, Einsamkeit und die Verwirklichung von Träumen, und ist somit ein überzeugendes sozialkritisches Altersporträt. Zudem kommt natürlich die hervorragende Leistung von Shirley MacLaine, die hier alle Register ihres schauspielerischen Talents zog. Dafür wurde sie auf den Filmfestspielen in Venedig als Beste Darstellerin ausgezeichnet, des Weiteren erhielt sie für ihre Rolle einen Golden Globe. Neben MacLaine ist die klassische Musik von Mozart, Beethoven über Schubert und Liszt der unsichtbare Star des Films. In den Nebenrollen sind Twiggy („Boyfriend“) und Peggy Ashcroft („Die 39 Stufen“, „Reise nach Indien“) zu sehen.
Übrigens, für alle Liebhaber der Romanvorlagen: Für das Drehbuch musste der aus den 60er Jahre stammende Roman radikal modernisiert werden. So wurden der Junge und seine Mutter, die im Buch Juden sind, im Film zu Indern, da die indische Gemeinde in den 80ern das Stadtbild von London viel entscheidender prägt als zwanzig Jahre zuvor.
Die technische Umsetzung des mittlerweile 22 Jahre alten Films ist durchaus ordentlich. Sicherlich kann er in Sachen Bild (Widescreen/ 1.66:1 – anamorph) und Ton (Dolby Digital 2.0 Stereo) sein Alter nicht verbergen, dennoch ist die Qualität zufrieden stellend. An Bonusmaterial gibt es eine Bildergalerie, den original Trailer sowie weitere Programmtrailer. ...
Als Shirley MacLaine 1984 ihre Dankesrede zur Oscar-Verleihung hielt, hätte sie es machen können wie viele andere auch: sich artig und demütig für die Würdigung ihrer darstellerischen Leistung in „Zeit der Zärtlichkeit“ bedanken. Bloß zu ihr gepasst hätte das eher nicht. „Na endlich, ich hab's mir auch wirklich verdient!“, rief sie stattdessen aus, was nicht nur der Sache nach korrekt ist, sondern auch den Charakter der Schauspielerin treffend wiedergibt.
Shirley MacLaine verkörperte wie kaum ein zweiter weiblicher Hollywoodstar ihrer Zeit den Übergang von der klassisch-femininen Filmdiva zum selbstbewussten, burschikosen Frauentypus der 60er-Jahre bis hin zur energische, widerspenstige, skurrilen Frau in den 80er und 90er Jahre sowie nun als würdevolle Autorität im neuen Jahrtausend.
Eine ihrer Glanzleistungen erscheint nun erstmals in Deutschland auf DVD. Unter der sensiblen Regie von John Schlesinger („Asphalt Cowboys“, „Der Marathon Mann“) drehte sie 1988 in London „ Madame Sousatzka“, nach dem gleichnamigen Roman von Bernice Rubens.
Shirley MacLaine spielt hier die exzentrische Madame Sousatzka, verwundbar und autoritär zugleich, und ist eine der angesehensten Musiklehrerinnen Londons. Sie erteilt ihren Schülern nicht nur Klavierunterricht, sondern will ihnen auch Unterricht in der richtigen Lebensführung geben. Als sie den talentierten 15-jährigen Manek, Sohn der ehrgeizigen Inderin Sushila, unter ihre Fittiche nimmt, will sie sein ganzes Leben umgestalten und verlangt bedingungslosen Gehorsam als Voraussetzung für seine Ausbildung. Für Manek beginnt ein Kampf um Selbstständigkeit, um das Recht auf Liebe, Erfolg und Lebenslust.
Auch wenn es sich hier um ein bisweilen gefällig geratenes Melodram handelt, so erzählt der hervorragend ausgestatteten und blendend fotografierten Musikfilm mitfühlend über Eifersucht, Einsamkeit und die Verwirklichung von Träumen, und ist somit ein überzeugendes sozialkritisches Altersporträt. Zudem kommt natürlich die hervorragende Leistung von Shirley MacLaine, die hier alle Register ihres schauspielerischen Talents zog. Dafür wurde sie auf den Filmfestspielen in Venedig als Beste Darstellerin ausgezeichnet, des Weiteren erhielt sie für ihre Rolle einen Golden Globe. Neben MacLaine ist die klassische Musik von Mozart, Beethoven über Schubert und Liszt der unsichtbare Star des Films. In den Nebenrollen sind Twiggy („Boyfriend“) und Peggy Ashcroft („Die 39 Stufen“, „Reise nach Indien“) zu sehen.
Übrigens, für alle Liebhaber der Romanvorlagen: Für das Drehbuch musste der aus den 60er Jahre stammende Roman radikal modernisiert werden. So wurden der Junge und seine Mutter, die im Buch Juden sind, im Film zu Indern, da die indische Gemeinde in den 80ern das Stadtbild von London viel entscheidender prägt als zwanzig Jahre zuvor.
Die technische Umsetzung des mittlerweile 22 Jahre alten Films ist durchaus ordentlich. Sicherlich kann er in Sachen Bild (Widescreen/ 1.66:1 – anamorph) und Ton (Dolby Digital 2.0 Stereo) sein Alter nicht verbergen, dennoch ist die Qualität zufrieden stellend. An Bonusmaterial gibt es eine Bildergalerie, den original Trailer sowie weitere Programmtrailer. (Bernd Hellweg)
alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
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