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TECHNISCHE DATEN
zu Die Deutschen II, Teil 11-20 (10 DVDs)

RC 2 FSK ohne Altersbeschränkung
DVD-Typ: DVD-Box
Medium: DVD
Genre: Dokumentation
Bildformat:
16:9 - 1.78:1
Verpackung: Box
Anbieter:
Komplett-Media
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

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Die Deutschen II, Teil 11-20 (10 DVDs)

Die Deutschen II, Teil 11-20 (10 DVDs) bestellen
Titel:

Die Deutschen II, Teil 11-20 (10 DVDs)

Laufzeit:
450 Minuten
Genre:
Dokumentation
FSK:
Keine Einschränkung
Erscheinung:

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Schauspieler / Schauspielerinnen in Die Deutschen II, Teil 11-20 (10 DVDs):


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die Deutschen II, Teil 11-20 (10 DVDs):
Die spannende deutsche Geschichtsschreibung im ZDF unter der Leitung des Geschichtslehrers der Nation, Guido Knopp, geht weiter. Nach der Ausstrahlung im Fernsehen gibt es jetzt die zweite Staffel der Infotainment-Reihe „Die Deutschen“ mit zehn neuen historischen Personen auf DVD, angeboten von Komplett-Media aus Grünwald. In gewohnter ZDF-History-Manier werden Spielszenen mit kurzen Statements kundiger Fachleute verbunden. Die zweite Zeitreise durch 1200 Jahre deutscher Geschichte berücksichtigt mit Hildegard von Bingen und Rosa Luxemburg erstmals zwei mutige Frauen. Statt historischem Filmmaterial wie in Beiträgen zur Zeitgeschichte mussten hier teils aufwändige Szenen nachgespielt werden. Gedreht wurde vor allem in Rumänien, Tschechien und Marokko, um Kosten zu sparen. Viel Aufwand am Computer wurde betrieben, um historische Stadtbilder von Jerusalem oder Berlin in 3-D-Animationen zu kreieren oder mit nur 40 Komparsen ein großes Heer digital entstehen zu lassen. Die internationale Produktion bringt vor allem unbekannte junge oder ausländische Hauptdarsteller, lediglich Ulrich Gebauer als Gustav Stresemann ist im deutschen Fernsehen besser bekannt. Statt der in Knopps Weltkriegsfolgen typischen oft in Tränen ausbrechenden Zeitzeugen vor dunkler Wand werden hier Fachwissenschaftler und Biographen aufgeboten, die die vorgestellten Personen und ihr Umfeld in kurzen und prägnanten Sätzen charakterisieren. Geschichtsinteressierte würden sich mehr dieser Kommentare und weniger der oft actionreichen Spielszenen wünschen. In einem visuellen Medium für die breite Masse wird dies aber schwer durchzusetzen sein, wenn dadurch auch viel Geld hätte gespart werden können. Insgesamt ist der zeitliche und inhaltliche Bogen der zehn Folgen weiter gespannt als in der ersten Staffel. Sicher konnten wieder weitere Fragen zum mittlerweile größten Volk Mitteleuropas im Wandel der Zeit beantwortet werden, die Hans Mittermüllers markante Stimme im Vorspann zusammenfasst: Wer sind wir? Woher kommen wir?

Ob der Franke Karl der Große Deutscher oder Franzose war, darüber streiten sich bis heute die Nachbarländer. Jedenfalls hat er nach der Zwangschristianisierung der Sachsen unter Widukind und dem Bündnis mit dem Papst verschiedene Traditionen zusammengeführt und so die Grundlage für das „Heilige römische Reich deutscher Nation“ gelegt, das bis 1806 hielt. Im Jahre 800 gibt es mit ihm seit 300 Jahren wieder einen Kaiser. Allerdings wurde seine Herrschaft durch Schwert und Kreuz mit viel Leid und Blutvergießen bezahlt.

Der Staufer Friedrich II., der Enkel Friedrich Barbarossas, ein Wissenschaftler und Poet, gilt als größter Kaiser des Mittelalters. Geboren und Aufgewachsen in Palermo kennt er viele Sprachen und Kulturen. Sein zu langes Zögern bei der Befreiung Jerusalems von den „Ungläubigen“ bringt dem schwäbischen Sizilianer den päpstlichen Bann ein. Ihm ist der Minnegesang eines Walter von der Vogelweide und die Verbindung von Wissenschaft und Glaube wichtiger. Statt nach Jerusalem zieht er lange durch das Reich von Pfalz zu Pfalz, wobei er viele uneheliche Kinder hinterlässt. Bei seinem Jerusalem-Kreuzzug zieht er Verhandlungen mit dem Sultan der Waffengewalt vor.

Die adlige Klosterschwester Hildegard von Bingen erreicht viel in ihrem langen Leben. Sie gilt als Prophetin, Missionarin und Visionärin. Nebenbei gründet und managt sie noch ein eigenes Frauenkloster. Sie will keine Selbstkasteiungen und Askese, sondern eine menschenfreundliche Theologie, in der Genuss keine Sünde ist. Sie wird gerne als frühe Grüne gesehen, weil sie schon die Umweltverschmutzung erkennt und wissenschaftliche Forschungen zu Heilkräutern macht, die bis heute Beachtung finden. Mit ihrer Forderung nach Sexualität aus Liebe und nicht nur zur Fortpflanzung ist sie moderner als die heutigen Machtmänner im Vatikan. Ihre Gegner werfen ihr vor, vom Teufel besessen zu sein. Doch schließlich wird sie vom Papst anerkannt und ragt durch Predigtreisen aus dem öffentlichen Leben ihrer Zeit heraus.

Kaiser Karl IV. ist Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Böhmen in Prag. Während seiner Amtszeit gibt es große Naturkatastrophen, eine „kleine Eiszeit“, sintflutartige Regenfälle mit Überschwemmungen und die Pest, die 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung auslöscht. Die Juden werden ohne Grund verantwortlich für den „schwarzen Tod“ gemacht und es gibt die schlimmsten Pogrome vor dem 20. Jahrhundert. In Prag, das nicht von der Pest betroffen ist, werden sie geschützt. Die goldene Stadt bekommt die erste Universität im Reich und wird zu dessen geistigem Zentrum. Mit der Goldenen Bulle teilt Karl IV. die Macht zwischen dem König und den Fürsten auf und schafft somit eine neue Ordnung in Zeiten des Umbruchs.

Meist im Schatten von Martin Luther steht der Reformator Thomas Müntzer. Nur in der DDR wird er als Klassenkämpfer und als Kopf der frühbürgerlichen Revolution verehrt, weil er in den Bauernkriegen gegen den Adel gekämpft hat. Er hat wie Luther im Namen Gottes eine gerechtere Welt gefordert und das Wort und Gottvertrauen als stärkste Waffen gesehen. Aber durch seine Predigten hat er viele leibeigene, von ihren Grundherren ausgebeutete Bauern, angestachelt, selbst gegen den Adel vorzugehen, denn Freiheit und Gleichheit soll es nicht erst im Himmel geben. Bereits vor Luther führt Müntzer deutsche Messen ein. In einer Predigt will er die Fürsten ermuntern, auf die Forderungen der Bauern einzugehen, hat jedoch keinen Erfolg damit. So wird er schließlich von den Bauern bedrängt, selbst mit ihnen zu kämpfen. In der Schlacht bei Frankenhausen werden über 100.000 oft nur mit Mistgabeln bewaffnete Bauern von einer professionellen Fürstenarmee ausgelöscht. Müntzer wird gefoltert und hingerichtet. Erst später bereut Luther, auf der Seite der Fürsten gestanden zu haben.

Kurfürst August der Starke von Sachsen gilt als Prototyp eines Barockregenten. Er geht als Lebemann, Liebhaber mit unzähligen unehelichen Kindern und Bauherr von Dresdens schönsten Gebäuden in die Geschichte ein. Um König von Polen zu werden bezahlt er mehr Bestechungsgeld als die Franzosen und konvertiert zum katholischen Glauben, ein Skandal im lutherischen Sachsen. Neben den vielen Prachtbauten wie Frauenkirche oder Zwinger schafft er vor allem ein sächsisches Wirtschaftswunder. Handel, Handwerk und Silberbergbau blühen, Böttger entdeckt zufällig in Meißen das Porzellan, das bis heute Weltgeltung genießt. Um seinen Luxus finanzieren zu können führt August eine Art Mehrwertsteuer ein. Privat ist er rücksichtslos, als er seine langjährige Mätresse zugunsten einer polnischen Adligen einsperren und verbannen lässt.

Ähnlich wie bei Luther ergeht es Karl Marx, als seine Ideen später in der Realität anders umgesetzt werden, als er es sich vorgestellt hat. Denn das viele Leid, das in seinem Namen unter Lenin, Stalin und Mao angerichtet wird, ist bestimmt nicht in seinem Sinn. Marx ist eher ein philosophischer Theoretiker, der nach der industriellen Revolution, der sozialen Frage die Vision einer klassenlosen Gesellschaft hat. Nach seinem kommunistischen Manifest muss er in verschiedene Länder ins Exil, zuletzt nach London. Gemäß seinem Vorbild Hegel will er eine bessere Welt verkünden. Er meint ein absolutes Wissen zu haben, kann die Folgen aber nicht absehen. In Friedrich Engels, dem Sohn eines Manchester-Kapitalisten, findet er einen geistigen Mitstreiter und finanziellen Unterstützer. An seinem Hauptwerk „Das Kapital“ arbeitet er 15 Jahre. Die zeitlosen Ideen lassen sogar die aktuelle Wirtschaftskrise erklären. Seine späteren Exegeten wie Lenin, die die Diktatur des Proletariats mit Gewalt fordern, kennen Marx‘ Theorie kaum.

Der Beitrag über den bayerischen Märchenkönig Ludwig II. macht die Sonderrolle Bayerns in Deutschland besonders deutlich. Bis heute haben es viele im Freistaat nicht verwunden, dass die deutsche Hauptstadt Berlin und nicht München ist. So erfährt man anfangs mehr über den Preußen Bismarck als über den Wittelsbacher. Bismarck will eine geeinte deutsche Nation ohne Österreich unter preußischer Führung. Ludwig dagegen will die Bedeutung seines Kunststaates, zu dem außer Bayern noch Schwaben, Franken und die Rheinpfalz gehören, erhalten und ausbauen. Nach dem Sieg gegen Frankreich bei Sedan gibt es eine gesamtdeutsche Hochstimmung. Für Ludwig ist dies eine Niederlage, denn er muss Bayern ins deutsche Reich einfügen. Als Märchenkönig flüchtet er in eine andere Welt. Er will das goldene Zeitalter wiederbeleben und baut prachtvolle Schlösser in Neuschwanstein und Herrenchiemsee. Nach seinen aufwändigen Bauprojekten wird er von seinen Ministern abgesetzt und kommt in geistiger Umnachtung wahrscheinlich durch Freitod im Starnberger See ums Leben.

Die beiden letzten Persönlichkeiten bestimmen unter entgegengesetzten Vorzeichen des frühe 20. Jahrhundert. Rosa Luxemburg ist eine radikale Sozialistin. Als polnisch-jüdische Marxistin kommt sie nach Berlin und will mit Karl Liebknecht durch eine Revolution gewaltsam eine Räterepublik einführen. Nach dem Ersten Weltkrieg ist die SPD gespalten, Friedrich Ebert und die demokratischen Kräfte können sich durchsetzen, die Linke separiert sich in der USPD und gründete später die KPD. Es gibt eine Hetzkampagne gegen die Kommunisten, Luxemburg und Liebknecht werden gefangen genommen und hingerichtet. Offiziell werden sie auf der Flucht erschossen oder von der Masse gelyncht, doch es sind Auftragsmorde. Rosa Luxemburg verliert schließlich ihr Leben für ihre Ideale und gilt vielen bis heute als Märtyrerin.

Gustav Stresemann wird mit 28 Jahren der jüngste Abgeordnete im Reichstag. Er ist ein überzeugter Monarchist, der die Demokratie retten will. Für die Deutsche Volkspartei sitzt er in der Weimarer Nationalversammlung. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg verliert Deutschland viele Gebiete. Bei den Wahlen gewinnen die extremen Parteien beträchtliche Anteile. In der kritischen Phase, als das Ruhrgebiet von Franzosen besetzt ist, wird Stresemann in einer großen Koalition Reichskanzler. In München haben die Rechtsnationalen unter Hitler und Ludendorff zum Marsch auf Berlin aufgerufen. Nach 100 Tagen wird Stresemann als Reichskanzler abgewählt. Als Außenminister versucht er den Ausgleich mit Frankreich und führt Deutschland 1926 in den Völkerbund. Als erster Deutscher erhält er den Friedensnobelpreis.

Fazit: Die zweite Serie bietet weitere 450 Minuten spannenden und kurzweiligen Geschichtsunterricht. Wer noch mehr erfahren will, sollte angeregt sein zur vertiefenden Lektüre. Die Biographen machen als Experten indirekt Werbung für ihre Bücher. ()

alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
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Medien-Typ: DVD
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