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TECHNISCHE DATEN
zu Allein gegen die Mafia - Staffel 1 - 7

RC 2 FSK Freigabe ab 16 Jahren
Medium: DVD
Genre: TV-Serie
Bildformat:
4:3 Vollbild (1.33:1)
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 2.0 Mono
Verpackung: Schuber
EAN-Code:
4006680059259 / 4006680059259
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

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Allein gegen die Mafia - Staffel 1 - 7

Titel:

Allein gegen die Mafia - Staffel 1 - 7

Label:

Kinowelt Home Entertainment

Regie:

Damiano Damiani

Laufzeit:
3352 Minuten
Genre:
TV-Serie
FSK:
ab 16 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 10.12.2016 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Allein gegen die Mafia - Staffel 1 - 7:


Kommissar Cattani wird nach Sizilien versetzt. Unnachgiebig und engagiert kämpft er gegen die Cosa Nostra. Selbst sein Tod kann das nahezu aussichtslose Unterfangen nicht stoppen. Richterin Silvia Conti und Polizist Davide Licata stellen sich gemeinsam der lebensgefährlichen Übermacht aus Gewalt, Korruption und Drogenhandel ... Allein gegen die Mafia - Staffel 1 - 7 stammt aus dem Hause Kinowelt Home Entertainment.


Allein gegen die Mafia - Staffel 1 - 7 Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Allein gegen die Mafia - Staffel 1 - 7:
Darsteller:
Michele Placido Michele Placido Biografie, Patricia Millardet, Vittorio Mezzogiorno, Mario Adorf Mario Adorf Biografie Interview mit Mario Adorf  zu Tresko, Martin Balsam, Florinda Bolkan, Raoul Bova, Flavio Bucci, Gedeon Burkhard, Simona Cavallari, Daniel Ceccaldi, Geoffrey Copleston, Vanni Corbellini, Bruno Cremer, Alain Cuny, Jacques Dacqmine, Stefan Danailov, Renato De Carmine, Luigi De Filippo, Nick Delon, Barbara De Rossi, Giuliana de Sio, Luigi Diberti, Alice Di Giuseppe, Stefano Dionisi, Nicola Di Pinto, Cyrus Elias, Ennio Fantastichini, Sergio Fantoni, Alberto Gimignani, Remo Girone, Orso Maria Guerrini, Paul Guers, Rolf Hoppe Interview mit Rolf Hoppe: Sardsch, Angelo Infanti, Nicole Jamet, Marie Laforêt, Dagmar Lassander, Siegfried Lowitz, François Marthouret, Adalberto Maria Merli, Cariddi Nardulli, Adriano Pappalardo, François Périer, Francisco Rabal, Claude Rich, Franco Trevisi, Marcello Tusco, Pierre Vaneck, Lara Wendel,


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Allein gegen die Mafia - Staffel 1 - 7:
Staffel 1 bis 7 der Fernsehserie „Allein gegen die Mafia“ neu in DVD-Box erschienen.
Das allgegenwärtige Verbrechen realistisch dargestellt

Das lange Warten der Fans hat ein Ende. Auf vielfachen Wunsch gibt es jetzt die ersten sieben Staffeln der TV-Serie „Allein gegen die Mafia“ in der deutschen Fassung auf DVD. Die zwischen 1984 und 2001 in zehn Staffeln angelegte Serie war das größte und erfolgreichste Projekt der italienischen Fernsehgeschichte. Unter Federführung der RAI in Co-Produktion mit dem ZDF, ORF und anderen europäischen Sendern wird das Phänomen des organisierten Verbrechens realistisch und spannend dargestellt. Die Serie wurde in fast 80 Staaten ausgestrahlt. In Deutschland lief sie zuletzt nur im Bezahlfernsehen. Deshalb ist es lobenswert, dass Kinowelt jetzt eine Box mit den Staffeln 1 bis 7 auf 21 DVDs mit einer Spieldauer von über 55 Stunden herausbringt. Jede Staffel hat fünf oder sechs Folgen mit Längen zwischen 50 und 110 Minuten. Gerne hätte man sich einige Zusatzinformationen gewünscht angesichts der Kontroversen in Italien um diese Serie in Medien und Politik. Stattdessen gibt es als Extras ein Wiedersehen mit den Pilotfilmen der Fernsehserien „Mit Schirm, Charme und Melone“, „The Lone Ranger“, „High Chaparral“, „Nobel House“, „Big Valley“, „Gauner gegen Gauner“, „Mini-Max“ und „Tropical Heat“.

„Allein gegen die Mafia“ war auch in Deutschland ein großer Erfolg. Noch zu Zeiten des aufkommenden Privatfernsehens lockten die Geschichten um die „ehrenwerte Gesellschaft“ der Cosa Nostra regelmäßig über 10 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Die Serie mit dem Originaltitel „La Piovra“ (Der Polyp) löste in Italien heftige Diskussionen aus. Besonders Vertreter von konservativen Parteien und Organisationen wie Christdemokraten und katholische Kirche, denen Verbindungen zur Mafia nachgesagt werden, sahen das Ansehen Italiens weltweit geschädigt. Getroffen fühlte sich Regierungschef Berlusconi vom Realitätsbezug der Serie, die er am liebsten abgesetzt hätte. Denn er gehört einer in Mafia-Geschäfte verwickelten Geheimloge an, die unter anderem Namen im Film vorkommt. Linksliberale Medien und Politiker lobten dagegen die Thematisierung der alltäglichen menschlichen, sozialen und psychologischen Phänomene. Die Authentizität der Fälle und ein hervorragendes internationales Darstellerensemble sind hauptverantwortlich für den Erfolg der Serie. Alle Aufnahmen entstanden an Originalschauplätzen in Sizilien, Rom, Mailand, New York, der Schweiz, Deutschland, Luxemburg und Wien als neuer Schaltzentrale für den Drogen- und Waffenhandel mit Osteuropa.

Jede Staffel hat eine mehr oder weniger abgeschlossene Handlung, die sich in der nächsten Staffel fortsetzen kann. Um einen Erzählstrang abzuschließen, verschwinden die Protagonisten durch Mord oder Selbstmord. Den größten derartigen Einschnitt gibt es nach der vierten Staffel, als der bisherige Chefermittler brutal ermordet wird. Michele Placido prägt mit seiner eindringlichen Darstellung des Commissario Corrado Cattani die Serie. Man leidet mit ihm bei seinem aussichtslosen Kampf gegen die Mafia, die wie ein unheilbares Krebsgeschwür die Gesellschaft befallen hat. Er will unerbittlich Gerechtigkeit durchsetzen, stößt aber immer wieder an seine Grenzen. Wegen der aufopferungsvollen Tätigkeit gerät seine Ehe immer mehr in die Krise. Nacheinander werden alle seine liebgewonnen Beziehungspersonen wie Frau, Geliebte und Tochter getötet. Sein Hauptfeind ist der Mafia-Anwalt Terrasini, ein skrupelloser Schreibtischtäter, der viele Morde auf dem Gewissen hat. Glänzend spielt François Perier die Mischung aus der geheuchelten Freundlichkeit eines Bankberaters und der unberechenbaren Grausamkeit eines Berufsverbrechers. Die Killerkommandos der Mafia nehmen auch auf Frauen und Kinder keine Rücksicht. Um Leben zu retten, tritt Cattani als Doppelagent für Staatsanwaltschaft und Terrasini auf und gerät dadurch in noch größere Gefahr. Im Kugelhagel wird er mit 70 Schüssen regelrecht hingerichtet. Nach seinem Tod ermitteln die Richterin Silvia Conti (Patricia Millardet) und der Polizist Davide Licata (Vittorio Mezzogiorno) weiter.

Die Serie bleibt immer aktuell und erweitert die Schauplätze von Italien über die USA bis in die Türkei, ab 1990 nach Osteuropa. Das Kerngeschäft der Mafia um Drogen- und Waffenhandel, Geldwäsche, Schutzgelderpressung, Korruption, Veruntreuung und Unterschlagung von öffentlichen Geldern durch Verbindungen in Justiz, Politik, Industrie und Finanzwelt tritt in immer neuen Varianten auf. Ab den 90er Jahren deuten sich Verfallserscheinungen historischer Strukturen in der „ehrenwerten Gesellschaft“ an. Die Macht der Medien, besonders des Privatfernsehens, Computerhacker im Polizeidienst, jugendliche Straßenbanden, völkische Verschwörungstheorien und ein ehemaliger KZ-Aufseher rücken jetzt ins Blickfeld. Die Ermittler führen nach wie vor einen nahezu aussichtslosen Kampf wie gegen Windmühlen. Kleine Erfolge sind höchstens Pyrrhussiege, denn der Polyp hat seine Arme schon wieder an einer anderen Stelle ausgebreitet. Am Ende der Staffeln gibt es daher weder Hoffnung noch ein Happy End, vielleicht etwas Genugtuung in der fünften Staffel, als ein Bombenanschlag in einem Bahnhof in letzter Sekunde verhindert werden kann. In der dritten und vierten Staffel gibt es etwas Verschleiß durch Wiederholungen bestimmter Handlungsmuster. So kommt es öfters zu Kindesentführungen oder Ermordungen von Cattani nahestehenden Frauen. Seine meist problematischen Liebesbeziehungen sind wohltuende Kontrapunkte zum rauen Verbrecheralltag mit brutalen Actionszenen, die jedoch wohldosiert und nicht zum Selbstzweck gezeigt werden. Wichtiger sind die Hintergründe und Zusammenhänge, die zu diesen Gewaltorgien führen. Dazu bedarf es großer Charakterdarsteller wie Bruno Cremer („Kommissar Maigret“) als eiskalten Drahtzieher im Hintergrund, Gottfried John als geläuterten ehemaligen Killer, der sich als Mönch in ein Kloster zurückgezogen hat, oder Mario Adorf, dessen Rolle mehr Opfer als Täter ist. Die passende Musik von Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“) mit melancholischen und wuchtigen Leitmotiven bleibt noch lange in Erinnerung.

Die achte und neunte Staffel sind Prequels, die im ZDF unter dem Titel „Solange es Liebe gibt“ ausgestrahlt wurden. Sie zeigen die Entstehung der ländlichen sizilianischen Mafia in den 1950er und 1960er Jahren. Nach dem Krieg unterstützte die hierarchisch in Familienclans organisierte Cosa Nostra die Alliierten bei der Befreiung Italiens vom Faschismus. Später begann das organisierte Verbrechen mit Spekulationen um Grund und Boden, Bauskandalen, Verschandelung der Küste und der Allianz von Mafia und Politik. Die zehnte Staffel, die nur von der RAI produziert und in Deutschland noch nicht im Fernsehen gezeigt wurde, setzt noch einmal nach der siebten Staffel ein und lässt schließlich den am längsten überlebenden Berufsverbrecher im Krater des Ätna enden. Die Staffeln 8-10 sind auf DVD nur in der italienischen Originalversion mit englischen Untertiteln als „The Octopus“ beim australischen Label Aztec International Entertainment für etwa 35 Dollar pro Staffel erhältlich. ()

alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
Damiano Damiani wurde 1922 im italienischen Pasiano geboren. Bereits in den späten 40er Jahren begann er, dokumentarische Filme fürs Kino zu inszenieren. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden schließlich unter seiner Inszenierung auch Klassiker wie „Töte Amigo“ und „Tag der Eule“. In letztgenanntem, der 1968 entstand, beschäftigte sich Damiani schon mit einem Thema, das ihn auch in den nächsten 15 Jahren nicht mehr loslassen sollte: der Mafia. Zu seinen kritischen Politthrillern, die Innenansichten vom Polizeialltag, der italienischen Justiz und dem organisierten Verbrechen boten, gehören Werke mit so herrlich komplizierten Titeln wie „Das Geständnis eines Polizeikommissars vor dem Staatsanwalt der Republik“, „Das Verfahren ist eingestellt: Vergessen Sie's!“ oder „Warum musste Staatsanwalt Traini sterben?“. 1983 schließlich nahm er sich dem ehrbaren und doch so gefährlichen Kampf gegen den „Oktopus“ (so der Originaltitel „La piovra“ in der wörtlichen Übersetzung), die Mafia, in einer sechsteiligen Miniserie an, die international Fernsehgeschichte schreiben sollte: „Allein gegen die Mafia“. Die mit deutschen, österreichischen, französischen und britischen Geldern koproduzierte italienische Reihe machte Hauptdarsteller Michele Placido zu einem veritablen Star, der künftig Magazincover zierte und dessen 1972 gestartete Filmkarriere nun so richtig auf Touren kam. Placido schlüpfte in die Rolle des Commissario Corrado Cattani, der, von Mailand kommend, in einer sizilianischen Stadt den Posten des Polizeichefs erhält und es in dieser Position schon bald mit dem organisierten Verbrechen zu tun bekommt. Sein Vorgänger wurde ermordet, aber Cattani zeigt sich immun gegen Bestechungsversuche und nimmt, geleitet von einem grenzenlosen Idealismus, den Kampf gegen die Mafia auf. Der Realismus der ersten Staffel erforderte im Entstehungsland der Serie einen enormen Mut, was ein außergewöhnliches Ergebnis zeitigte, das zu Recht Kultstatus genießt. Unter Damiano Damianis spannungsvoller Regie laufen sämtliche Darsteller zu überragenden Höchstleistungen auf (sensationell: die junge Barbara de Rossi als Drogensüchtige). Aufgrund der Realitätsnähe nicht nur vordergründig spannend, sondern wahrhaft fesselnd und bewegend. In der zweiten Staffel, die 1986 erstausgestrahlt wurde, ist Cattanis Kampf viel persönlicher geworden. Seine Tochter Paola (Cariddi Nardulli), die zuvor entführt und vergewaltigt wurde, kommt bei einem Unfall ums Leben. Trotz eines gegen ihn laufenden Disziplinarverfahrens weigert sich Cattani standhaft, die Hintermänner zu entlarven. Und auch weitere Mafiamorde lassen nicht lange auf sich warten. Drehbuchautor Ennio de Concini kann sich hier noch mehr um eine Vertiefung der schon bekannten Charaktere bemühen und verschafft den fünf neuen Folgen damit eine erhöhte psychologische Glaubwürdigkeit. Mit dem neuen Regisseur Florestano Vancini („Der Mordfall Matteotti“) wurde allerdings ein Profi durch einen routinierten Handwerker ersetzt. Vancini beginnt den ersten Teil mit einem wahren Gemetzel und lässt die Spannung in den weiteren Folgen leider zu oft durchhängen. Erst mit dem letzten Teil knüpft er dann wieder an das hohe Spannungsniveau Damianis an. In der bereits ein Jahr später gedrehten dritten Staffel hat sich die Handlung von Sizilien in die Finanzmetropole Mailand verlagert. Nachdem Cattani Frau und Tochter an die Mafia verloren hat, versucht er, in einem Kloster sein seelisches Gleichgewicht wiederzufinden. Doch der amerikanische Agent Bert di Donato (Cyrus Elias) überredet ihn, gegen Drahtzieher eines riesigen illegalen Waffengeschäfts zu ermitteln. Dabei begegnet er seinem alten Bekannten Laudeo (Paul Guérs) wieder. Leider bietet die dritte Staffel nicht mehr das, was man von der Serie an Spannung, Niveau und Glaubwürdigkeit gewohnt war. Die Verlagerung des Schwerpunkts von der Drogen- auf die Waffenkriminalität verläuft weitgehend unspektakulär. Dennoch werden immer wieder die nötigen Quotentoten produziert und zudem eine Liebesbeziehung in die Handlung konstruiert. Das alles hat man schon besser gesehen, De Concini war hier knapp davor, die eigene Kultserie zu Grabe zu tragen. Mit der vierten Staffel, die nun von Sandro Petraglia und Stefano Rulli geschrieben und abermals von Luigi Perelli inszeniert wurde, schaffte man dann aber wieder den Bogen zu den guten alten Zeiten. Für atemberaubende 17 Millionen Mark drehte man 1988 sechs weitere Folgen, die ein vorläufiges Ende markierten – denn Corrado Cattani fällt in der letzten Folge nun doch einem Attentat der Mafia zum Opfer. Proteststürme verärgerter Fernsehzuschauer, die von diesem Ausgang im Vorfeld erfuhren, nutzten nichts, das alternativ gedrehte Happy Ending kam nicht zum Einsatz. Michele Placido hatte nach fünf Jahren genug vom Mafiakampf und suchte nach neuen darstellerischen Herausforderungen. Mit harter Realität wird hier in der besten Fortsetzungsstaffel der Serie gezeigt, dass die Mafia auch vor Gewalt an Kindern nicht zurückschreckt. Zudem werden die Korruption in der Politik und die Manipulation am Aktienmarkt deutlich gemacht. Darüber hinaus geht es in diesen Folgen nicht zuletzt um die Beseitigung von Tonnen an Atommüll. Genügend brisante Themen also für einen runden, gelungenen letzten Teil im Kampf Cattanis gegen die Mafia. Die Serie selbst war indes natürlich viel zu erfolgreich, um mit dem Tod Cattanis gänzlich von den Bildschirmen zu verschwinden. Deswegen trat in der 1990 gedrehten fünften Staffel Vittorio Mezzogiorno als Davide Pardi zusammen mit Patricia Millardet als Richterin Silvia Conti im Zweierteam die Nachfolge des ehrenwerten Kommissars an. Die Richterin, die bereits zuvor als Geliebte Cattanis eingeführt wurde, versucht natürlich, den Mord an ihrem Freund zu sühnen. Deswegen schleust sie Davide als Undercover-Mann in den Mafia-Clan Linoris (Luigi Pistilli) ein. Obgleich auch diese Folgen noch spannend inszeniert sind und mit zahlreichen guten Schauspielern aufwarten, bleibt insgesamt der Eindruck des Schonmaldagewesenen. Vieles wirkt altbekannt und scheint nur noch variiert zu werden. Der Schluss hält sich mal wieder eine erneute Fortsetzung offen. Diese ließ dann immerhin drei Jahre auf sich warten, bis das eingespielte Duo ein weiteres Mal auf Verbrecherjagd gehen sollte. Zwischen Davide und Silvia hat sich mittlerweile ebenfalls eine Liebesbeziehung entwickelt, die von Mordanschlägen und lebensbedrohlichen komplizierten Operationen überschattet wird. Nebenbei versucht der junge Lorenzo Ribeira (Xavier Deluc), seine Vorherrschaft im Drogenhandel mit Brenno, dem Schlächter (Pierre Mondy), auszufechten. An neuen Ideen hat es dem Autorengespann in dieser Staffel nicht gemangelt. Vielmehr haben sich die beiden mit ihren schier unüberschaubaren Verstrickungen und parallel laufenden Handlungssträngen etwas übernommen. Da geht es mal wieder um den Drogenmarkt, aber auch um Rache zwischen Mafiabossen, den schleichenden Todeskampf des Hauptdarstellers und – wie sich erst gegen Ende herausstellt – um einen skrupellosen Nazikriegsverbrecher. Alles ein bisschen dick aufgetragen und dennoch langatmig, was aber wahrscheinlich an der Überforderung des Zuschauers liegt. Unter dem Titel „Allein gegen die Mafia“ wurde 1995 schließlich noch eine siebte und letzte Staffel realisiert, obwohl nun auch Davide den Serientod und sein Darsteller Vittorio Mezzogiorno den Herztod gestorben waren. Silvia Conti rückt hier zur einnehmenden Hauptfigur auf, die im Tod des Häftlings Granchio ermittelt, dessen Ableben auf Sizilien eine Kettenreaktion von Racheakten auslöst. Dabei gerät die Richterin ebenfalls wieder in den Fokus der Mafiaaktivitäten, genau wie ihr junger und attraktiver neuer Commissario Breda (Raoul Bova). Viele neue Gesichter bevölkern diese Staffel der erfolgreichen Serie, die trotzdem sehr viel mit den alten Michele-Placido-Folgen zu tun hat. Immerhin haben die Drehbuchautoren hier die Hintergründe der Ermordung Cattanis aufgerollt und in einen ziemlich spannenden sechsten Aufguss verwandelt. Die Atemlosigkeit wird durch ständig neue Spannungssituationen konsequent aufrechterhalten. Da stört der plakative und kaum stimmige Schluss schon ein wenig. Kinowelt hat nun alle diese sieben Staffeln (eine achte, „Solange es Liebe gibt“ aus dem Jahr 1997, erzählte abschließend noch die Vorgeschichte und war im Sizilien der 1950er Jahre angesiedelt, fehlt jedoch in dieser Box) erstmals in einer wirklich als „Superbox“ zu bezeichnenden Sammlung veröffentlicht, die aus sage und schreibe 21 DVDs besteht und eine Gesamtlaufzeit von 3352 Minuten, also mehr als 55 Stunden aufweist. Entgegen früheren Einzelveröffentlichungen (der ersten drei Staffeln) bei anderen Anbietern gibt es den Ton hier durchweg allerdings lediglich auf Deutsch (in Mono), auch Untertitel sind keine vorhanden. Die ziemlich spärlichen Extras beschränken sich auf eine Michele-Placido-Biografie in Texttafelform (Stand: 2006), sechs animierte Fotogalerien (zu allen Staffeln, außer der dritten) und einem Trailer zu Staffel 4. Als Appetitanreger sind zudem die ersten Folgen einiger anderer bei Kinowelt erschienener Serien („High Chaparall“, „Mit Schirm, Charme und Melone“, „The Lone Ranger“, „Noble House“, „Big Valley“, „Zorro“, „Gauner gegen Gauner“, „Mini-Max oder Die unglaublichen Abenteuer des Maxwell Smart“, „Tropical Heat“) aufgespielt. ()

alle Rezensionen von Frank Brenner ...
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Weitere Filminfos:

Originaltitel: La Piovra
Land / Jahr: England / Frankreich / Italien / Spanien 1984-95
Medien-Typ: DVD


Bonusmaterial:
Kinotrailer, Biographien Crew, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Fotogalerie
Kommentare:

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