The Social Network - 2-Disc Collector`s Edition
Schauspieler / Schauspielerinnen in The Social Network - 2-Disc Collector`s Edition:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu The Social Network - 2-Disc Collector`s Edition:
George Orwell würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er das noch mitbekommen hätte. Den totalen Überwachungsstaat hatte er schon für 1984 vorausgesagt, aber nicht, dass viele Menschen einmal freiwillig alle möglichen privaten Dinge von sich einer weltweiten Öffentlichkeit preisgeben würden. Denn genau das ist der (Un)sinn der vielen Internet-Netzwerke, von denen Facebook derzeit mit 500 Millionen Nutzern in 207 Ländern und einem Marktwert von 25 Milliarden Dollar das größte ist. Die Entstehung der Firma um ihren Gründer Mark Zuckerberg, dem jüngsten Milliardär überhaupt, ist ein idealer Stoff auch für großes Hollywood-Kino. Wenn in David Finchers vielbeachtetem Drama „The Social Network“ auch nicht einmal die Hälfte der Wahrheit entspricht, so liefert es doch interessante Erkenntnisse, wie die „Generation Facebook“ denkt, die sich eine Welt ohne Laptop und Handy gar nicht vorstellen kann. Nach Google und der geplatzten Internetblase gab es um 2003 kaum noch irgendwelche Schlupflöcher, um in dieser Branche groß verdienen zu können. Umso erstaunlicher ist der Erfolg dieses Web 2.0-Produktes, das der analogen Kommunikation den digitalen Autismus vorzieht. Zuckerbergs Erfolg war eher einem Zufall zu verdanken, wenn man der Story des Films glauben kann. In der Eliteuniversität Harvard hatte er es nicht leicht, in die exklusiven Clubs zu kommen. Außerdem wurde er von einem Mädchen abgewiesen. Aus Frust darüber lädt er sich illegal Hunderte Fotos von Studentinnen aus den Datenbanken der Studentenwohnheime und stellt sie ins Internet. In seinem Blog kann man Kommentare dazu schreiben und die Fotos vergleichend bewerten. Das Interesse ist unerwartet groß und blockiert den Server der Universität. Der Hacker wird gefunden und bestraft. Doch er gibt nicht auf, zusammen mit den Zwillingen Cameron und Tyler Winklevoss und Divya Narendra will er ein soziales Netzwerk für Kommilitonen der Harvard-Universität gründen. Damit soll ein ständiger privater Austausch über das Internat möglich sein. Zuckerbergs Freund Eduardo Saverin steuert das nötige Kapital dazu bei. Er wird später der Finanzchef von Facebook. Der Erfolg ist überwältigend, schnell verbreitet sich das Netzwerk von der Universität in alle Welt. Sean Parker (Justin Timberlake), der Gründer der Musiktauschbörse Napster gibt Zuckerberg einige Tipps und empfiehlt ihm einen neuen Kapitalgeber. Jetzt, wo es um viel Geld geht, enden viele Freundschaften der Gründer und man sieht sich fast nur noch vor Gericht. Nachdem Saverins Firmenanteile fast auf Null gemindert wurden, verklagt er Zuckerberg. Außerdem gehen auch die Winklevoss-Brüder und Narendra wegen Urheberrechtsverletzungen gerichtlich gegen Zuckerberg vor. Die Gerichtsverhandlungen, fast die einzigen Szenen, in denen Ü30-Personen auftreten, bilden die Rahmenhandlung, an der in Rückblenden die ganze Entwicklung des Unternehmens aufgerollt wird. Wie so oft in ähnlichen Fällen endet alles in einem Vergleich, die Kläger erhalten Millionenabfindungen. Nebenbei werden hier auch Phänomene der US-Gesellschaft gezeigt, die uns nicht so geläufig sind. Mark Zuckerberg wird in diesem Blockbuster der Internetwirtschaft als ein typischer Nerd, ein genialer aber sozial isolierter Computerfreak und Außenseiter dargestellt. Er schafft es schließlich mit seinen Computerkenntnissen und der Idee, sich über die WASP-Snobs, die weißen angelsächsischen Protestanten, die einst in Boston gestrandet sind und ihren Reichtum weitervererbt haben, durchzusetzen. Symbolisch verlieren die beiden Vorzeige-WASPs, Cameron und Tyler Winklevoss, die traditionsreiche Ruderregatta im britischen Henley, was für sie eine totale Katastrophe bedeutet. Schließlich endet die Geschichte nur noch in menschlichen Untugenden wie falschem Ehrgeiz, Gier und Verrat. Unbeantwortet bleibt die Frage, ob Zuckerberg Facebook gründen musste, weil er ein Soziopath ist und Ängste vor direkten Kontakten hat. Die Stärke des Films ist neben den schauspielerischen Leistungen vor allem von Jesse Eisenberg, dass er das Urteil über den ambivalenten Charakter des Protagonisten dem Zuschauer überlässt. Zuckerberg selbst hat weder mit den Filmemachern kooperiert, noch hat er gerichtliche Schritte wegen Verleumdung eingeleitet. Das spricht dafür, dass wohl zumindest die Hälfte der Wahrheit entspricht. (Johannes Kösegi) alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
Das Jahr 2003: Der unsympathische Harvardstudent Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) wird von seinen Kommilitonen an der Universität zwar als Genie anerkannt, aber zugleich abgelehnt. Mark buhlt um große Anerkennung in dem sozialen Umfeld. Das Computer – Genie Mark Zuckerberg, der Psychologie studiert, sitzt Nacht für Nacht an seinem PC und entwickelt eine Softwareprogramm, mit der sich die Studenten am Campus besser untereinander kennen lernen und alle möglichen Alltäglichkeiten austauschen können. Das ganze Projekt nennt er „Facebook“. Mark, seine Freundin Erica (Rooney Mara) und sein bester Freund und Mitbewohner Eduardo Saverin (Andrew Garfield) sind vom absoluten überraschenden Erfolg von „Facebook“ überwältigt. Immer mehr Studenten logen sich ein und das ganze Ding wird zu einem Selbstläufer. Um damit auch richtig viel Geld zu verdienen, hilft Eduardo seinem Erfinderfreund bei der Vermarktung der Website. Mark Zuckerberg hat nicht mit den schwerreichen Brüdern Cameron und Tyler Winklevoss (Armie Hammer und Josh Pence) gerechnet, denn Mark sollte ursprünglich in deren Auftrag ein ähnliches Programm entwickeln. Doch die beiden Brüder sind enorm sauer auf Mark und schieden einen Plan. Marks scheinbare Selbstsicherheit kümmert sich nicht um die Winklevoss-Brüder. Er will seine Erfindung weltweit einsetzen. Da macht er die Bekanntschaft mit Sean Parker (Justin Timberlake), der Mitgründer des Musiknetzwerks Napster. Obwohl Parker finanziell herunter gekommen ist, sieht er im „Facebook“ ein ungeahntes wirtschaftliches Potential. Mark und Sean schließen einen Deal, wobei Eduardo völlig ausgeschlossen wird. Für Emotionen ist jetzt kein Platz mehr. Auch Erica wird mehr und mehr verdrängt. Mark findet das was er immer verlangt hat: Anerkennung. Binnen kurzer Zeit wird Mr. Zuckerberg zum jüngsten Milliardär aller Zeiten. Eduardo lässt sich nicht einfach so beiseite schieben und verklagt seinen alten Freund auf 600 Millionen US-Dollar. Für Mark zunächst eine Kleinigkeit, aber dann erfasst ihn doch ein ganz anderer Ehrgeiz… -
In drei Oscar – Kategorien erhielt „The Social Network“ 2011 die begehrte Trophäe: Beste Filmmusik, Bester Schnitt und Beste Drehbuchadaption. Die Vorlage zum Film bot „Milliardär per Zufall“ von Ben Mezrich unter der ständigen Beratung von Eduardo Saverin. Die Produzenten Dana Brunetti, Ceán Chaffin, Michael De Luca, Scott Rudin und Weltstar Kevin Spacey („K-Pax“) engagierten gute Leute zur Verwirklichung dieses Filmprojektes. Das Drehbuch schrieben Ben Mezrich und Aaron Sorkin. Regie führte David Fincher. Die Grundgeschichte ist im Ansatz total einfach: es geht um die Gründung von „Facebook“. Hier werden die jugendlichen Themen Geld, Freundschaft, Liebe, Sex und Betrug abgehandelt. Das war´s! Mehr nicht! Der Jungschauspieler Jesse Eisenberg wirkt in seiner Hauptrolle als „Mark Zuckerberg“ wie gewünscht: ausdruckslos, egomanisch, affektiert, eingebildet und an Emotionen desinteressiert. Der wie ein Bauer wirkende Eisenberg spielt seine Rolle nahezu perfekt. Auch andere Schauspieler wirken mit einer erschreckenden Nähe. Der Popstar Justin Timberlake wirkt dagegen völlig ausdrucks- und hilflos. Was hat er wohl für diese Rolle bezahlt? Seine Besetzung war total fehlgeschlagen. Für über 500 Millionen – Facebook – Anwender ist der Film sicher ein Teil vom Ganzen und interessant. Nur ob die Anwender den Hintergrund verstehen, es dahin gestellt. vordergründig geht’s dabei Leute, egal wo auch immer, anzuklicken und irgendwelche Informationen aufzutauschen. Weltweit fand der Film megagroße Beachtung. Für den Zuschauer wirkt der Film mit 115 Spielminuten streckenweise wie Kaugummi. Mein Fazit zum Schluss: 3 Sterne! (Nils Grundmann) alle Rezensionen von Nils Grundmann ... Reminder, PDF-Datenblatt zu The Social Network - 2-Disc Collector`s Edition, DVD:
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Weitere Filminfos zu The Social Network - 2-Disc Collector`s Edition: Originaltitel: The Social Network Land / Jahr: USA 2010 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu The Social Network - 2-Disc Collector`s Edition:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Audiokommentare, Wie ist aus Facebook bloß ein Film entstanden? Eine vierteilige Dokumentation in Spielfilmlänge, David Fincher und Jeff Cronenweth zu den Bildelementen, Angus Wall / Kirk Baxter und Ren Klyce zur Nachbearbeitung, Trent Reznor / Atticus Ross und David Fincher zur Filmmusik, Ruby Skye VIP-Raum: Szenenanalyse aus unterschiedlicher Perspektive, In the Hall of Mountain King: Musikalische Erkundungen, Swarmatron
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