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TECHNISCHE DATEN
zu Heinz Erhardt - Schelm Edition

RC 2 FSK Freigabe ab 12 Jahren
Medium: DVD
Genre: Komödie
Bildformat:
Diverse
Tonformat:
Diverse
Verpackung: Schuber
Untertitel:
Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte
EAN-Code:
4006680059242 / 4006680059242
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

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Heinz Erhardt - Schelm Edition

Titel:

Heinz Erhardt - Schelm Edition

Label:

Kinowelt Home Entertainment

Laufzeit:
808 Minuten
Genre:
Komödie
FSK:
ab 12 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 20.02.2017 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Heinz Erhardt - Schelm Edition:


Drei Mann in einem Boot Freddy und der Millionär Heinz Erhardt - Ach Egon Heinz Erhardt - Der Haustyrann Heinz Erhardt - Der letzte Fußgänger Heinz Erhardt - Kauf dir einen bunten Luftballon Immer die Radfahrer Mädchen mit schwachem Gedächtnis So ein Millionär hat`s schwer Heinz Erhardt - Schelm Edition stammt aus dem Hause Kinowelt Home Entertainment.


Heinz Erhardt - Schelm Edition Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Heinz Erhardt - Schelm Edition:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Heinz Erhardt - Schelm Edition:
DVD-Premiere „Heinz Erhardt - Schelm-Edition“ bei Kinowelt.
Neun Filme mit mehr oder weniger Heinz Erhardt

Nicht nur bei den Älteren, die ihn noch live erleben konnten, gilt Heinz Erhardt (1909-1979) als einer der beliebtesten deutschen Komiker. Seine lustigen Wortspielereien begeistern nach wie vor und bringen Jung und Alt zum Lachen. Am besten konnte Erhardt mit seinen Gedichten und als Alleinunterhalter überzeugen, erst relativ spät kam er zum Medium Film. Ab Mitte der 1950er Jahre wirkte er für etwa zehn Jahre in zahlreichen Filmen, meist Musikkomödien, mit. Neun seiner bekanntesten Filme aus dieser Zeit bringt Kinowelt jetzt in der DVD-Box „Heinz Erhardt - Schelm-Edition“ heraus. Nicht immer kann er sein komödiantisches Talent richtig entfalten, wenn andere die Hauptpersonen sind. So werden Heinz-Erhardt-Fans nicht bei allen der ausgewählten Filme gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Einige der Streifen würden wahrscheinlich heute nicht mehr aufgelegt, wenn Erhardt nicht dabei wäre. Denn mit seinem geistreichen Wortwitz kann er einige Schwächen der Handlung oder anderer Darsteller wettmachen. Auch das im Titel erwähnte Schelmische kommt nicht immer durch, dennoch charakterisiert es Erhardts Wortwitz mit einem Wort am besten. In seiner ursprünglichen Bedeutung ist ein Schelm ein verachtenswerter Schurke (althochdeutsch scelmo bedeutet Aas, Pest, Seuche), also ein unehrenhafter Mensch. In diese Rolle schlüpft Ehrhardt meist nur in den Augen seiner Mit- oder Gegenspieler. Wenn jedoch beim versöhnlichen Ende alles aufgeklärt wird, entlarvt er sich als die harmlose Variante des Schelms im Sinne eines Schlawiners, Schlitzohrs oder Spaßvogels. So gesehen war er auf der Bühne und im Film immer ein spitzbübischer Junge, jedoch nie boshaft und hinterhältig.

Die neun Filme sind von 1956 bis 1961 in Deutschland, Österreich und Italien entstanden und bieten über 800 Minuten gute Laune und wenige Probleme. Das war genau das, was die Leute damals in einer nicht einfachen Zeit zur Ablenkung brauchten. Erhardt verkörperte den deutschen Durchschnittsbürger, in dem sich die meisten wiederfanden. Und er zeigt in seinen Rollen, wie man es trotz aller Mühsal mit Gelassenheit und Humor schaffen kann, etwas vom deutschen Wirtschaftswunder mitzubekommen. Die Film- und Showprominenz dieser Zeit unterstützt ihn dabei: Grethe Weiser, Gunther Philipp, Peter Vogel, Joseph Hoffmann, Werner Finck oder Oskar Sima. Gelegenheitsschauspieler wie Freddy Quinn, Peter Alexander oder Ski-Ass Toni Sailer sorgen mit ihren teils ungelenken Auftritten für unfreiwillige Komik. Die drei Filme, die mehr auf deren Sanges- oder Stuntkünste zugeschnitten sind, können durch Heinz Erhardts Auftritte noch in die heutige Zeit gerettet werden. Denn der Musikgeschmack von damals mit Cha Cha Cha, Charleston oder Big-Band-Jazz wird heute kaum noch die Begeisterung finden wie damals. Die Sanges- und Tanzkünste der damaligen Schauspieler, meist mit ihrer Originalstimme nachsynchronisiert, müssen auf die heutigen Berufskollegen befremdlich wirken, sprechen aber für ihre Vielseitigkeit. Jeder der Filme hat mindestens eine Ohrwurmmelodie, die unabhängig vom Film die Zeiten überdauert hat. Das ist noch eine Tradition der UFA-Filme aus den 1930er Jahren. Paradebeispiel ist „Ein Freund, ein guter Freund“ aus „Die drei von der Tankstelle“.

Diese klassische Männerfreundschaft eines Trios wird in zwei Filmen dieser Box wieder aufgegriffen, „Immer die Radfahrer“ und „Drei Mann in einem Boot“. Hier begibt sich Heinz Erhardt mit jeweils zwei Freunden auf dem Drahtesel und einem Rheindampfer auf Abenteuerreise. Die Frauen zuhause kochen vor Eifersucht und verderben ihren arglosen Männer gehörig den Ferienspaß. Für Lausbubenstreiche bleibt da kaum noch Gelegenheit. Schöne Landschaftsaufnahmen von der alpinen Gebirgswelt und Rheinromantik wecken die Reiselust der Kinobesucher. Eine Wandlung vom bösartigen Schelm in seiner ursprünglichen Bedeutung zum lieben Spaßvogel macht Heinz Erhardt in „Der Haustyrann“ durch. Als Kaffeehausbesitzer und Vermieter schikaniert er zunächst Gäste und Mieter, besonders seine energische Gegenspielerin Grethe Weiser. Doch nach einer Gerichtsverhandlung und einem kurzen Gefängnisaufenthalt kommt es zur Versöhnung und aus dem Ekel wird ein netter Nachbar und zuvorkommender Gastwirt. Neben diesem Film ist „Der letzte Fußgänger“ am besten auf Erhardt zugeschnitten. Gemäß dem Motto „Zurück zur Natur“ will er einen Wanderurlaub im Schwarzwald machen. Im Zug läuft ihm ein Mädchen (Christine Kaufmann) zu, die eigentlich in die Schweiz in ein Internat für höhere Töchter soll. Doch sie steigt mit ihm in Baden-Baden aus und weicht nicht mehr von seiner Seite. Erhardt muss als ihr „Onkel“ einiges durchstehen, bis er sie schließlich wieder wohlbehalten bei ihrer Oma, einer Baronin, abliefern kann. Bei aller Komik übt dieser Film auch schon unterschwellige Kritik an der aufkommenden Hektik im bundesdeutschen Alltag.

In „Ach Egon!“ hat es Erhardt neben seinen menschlichen Mitspielern noch mit drei Schimpansen zu tun, außerdem muss er auf einem Bockbierfest in Frauenkleidern auftreten. Diese turbulente Verwechslungskomödie ist wie ein Theaterstück inszeniert. Kinderarzt Waldemar (Gunther Philipp) empfängt ausgerechnet an seinem ersten Hochzeitstag seinen Adoptivsohn Egon (Heinz Erhardt) aus erster Ehe zu Besuch. Seine Frau weiß nichts davon. So hat Waldemar alle Hände voll zu tun, ihr Egons Existenz zu erklären und die Affen vor ihr zu verstecken. Schließlich kommt heraus, dass Waldemars Schwiegervater (Joseph Hoffmann) Egons Vater ist. Ähnliche Verwirrungen zwischen den Geschlechtern gibt es in „Mädchen mit schwachem Gedächtnis“, in der Germaine Damar eine hübsche Blondine spielt. Sie kommt von der Provinz in die Stadt und will Schauspielerin werden. Doch ohne Geld und Job wird sie von der Polizei aufgegriffen und landet unversehens bei einem fremden Ehepaar, ihren angeblichen Eltern. Viele Musik- und Tanzeinlagen bringen die streckenweise langweilige und unglaubwürdige Handlung in Schwung.

Drei Filme haben Showstars und Ex-Sportler als Hauptpersonen. Ihre schauspielerischen Leistungen halten sich in Grenzen und sind weniger wichtig, es zählen eher ihre Sanges- oder Bewegungskünste. Edward Collins (Peter Alexander) will in „So ein Millionär hat’s schwer“ nichts weiter, als ein bescheidenes Leben führen. Doch als Millionär sind viele Frauen hinter ihm her. Zusammen mit seinem Butler Alfons (Heinz Erhardt) spielt er der hübschen Kellnerin Ninette (Germaine Damar) vor, völlig mittellos zu sein. Sie besorgt ihm einen Job als Parkwächter. Es kommt zu Missverständnissen und Verwicklungen, die sich schließlich zur Zufriedenheit aller auflösen. Peter Alexanders Schlager wie „Venga, Venga, Musica“ und Heinz Erhardt mit seinem Humor machen den Film auch heute noch sehenswert. Neben Freddy Quinn spielte Erhardt in „Freddy und der Millionär“ auf der Urlaubsinsel Ischia mit den üblichen Verwechslungen und Eifersüchteleien. Freddy Quinn kann vieles von sich selbst in seine Rolle einbringen. Auch er spricht viele Sprachen fließend und hat ein ereignisreiches und abenteuerliches Leben hinter sich. Toni Sailer, dreifacher Olympiasieger im alpinen Skisport, und Ina Bauer, dreifache deutsche Meisterin im Eiskunstlaufen, versuchten sich nach ihrer sportlichen Karriere als Showstars. In der Komödie „Kauf dir einen bunten Luftballon“, einem Remake des Revuefilms „Der weiße Traum“ von 1943, darf er ihr als Bühnenarchitekt beim Einstieg am Theater helfen. Szenische Höhepunkte des Films sind lange Skiabfahrten und ein großes Eisballett. Heinz Erhardt als Theaterdirektor hat hier keine tragende Rolle. ()

alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
Er war ein großer Humorist, Schauspieler, Komponist, Kabarettist und Dichter: Heinz Erhardt (1909 – 1979) verkörperte den unnachahmlichen Typus des gemütlichen, scheinheilig-frommen Spießbürgers, der den gesellschaftlichen Wandel mit drolligem Herumblödeln, linkischen Posen und ein wenig Musik erträglicher macht. Er wirkte in mehr als 40 Filmen mit. Seine größten Erfolge feierte er in Filmkomödien wie „Witwer mit fünf Töchtern“, „Natürlich die Autofahrer“, „Drillinge an Bord“ oder in seiner Paraderolle als kauziger Finanzbeamter Willi Winzig in „Was ist denn bloß mit Willi los“. Er wurde zum liebsten Schelm der Nachkriegsdeutschen und zur Symbolfigur der 50er und 60er Jahre. Seine Sprüche bleiben auch nach seinem Tod 1979 unvergessen.

Kinowelt veröffentlicht nun dem Komiker zu Ehren die „Heinz Erhardt – Schlem Edition“, die 9 Filme auf DVD in einem Digischuber bereit hält. Die Sammlung umfasst die Filme „Drei Männer in einem Boot“, „Freddy und der Millionär“, „Ach Egon“, „Der Haustyrann“, „Der letzte Fußgänger“, „Kauf dir einen bunten Luftballon“, „Immer die Radfahrer“, „Mädchen mit schwachem Gedächtnis“ und „So ein Millionär hat´s schwer“.

Doch ganz so neu ist diese Edition nicht, denn bereits 2004 veröffentlichte Kinowelt diese Filme in der Heinz-Erhardt-Edition, welche allerdings nur 8 DVDs enthielt. Neu in dieser „Schelm-Edition“ ist die Verwechselungskomödie „Ach Egon“ aus dem Jahr 1961.

Die Handlung: Der Kinderarzt Waldemar Weber (Gunter Philipp) hat aus Dankbarkeit als Student seine Zimmerwirtin geheiratet, um ihren unehelichen Sohn Egon Kummer (Heinz Erhardt) zu legitimieren. Inzwischen ist er aber neu verheiratet und hat den Adoptivsohn seiner Frau stets verschwiegen. Ausgerechnet zu seinem ersten Hochzeitstag hat sein Adoptivsohn, dessen Mutter inzwischen verstorben ist, seinen Besuch angekündigt. Weber ist verzweifelt, da sich Egon nicht nur als Affendompteur vorstellt sondern auch noch drei Schimpansen bei sich hat. Zur gleichen Zeit treffen auch noch die Schwiegereltern von Waldemar ein, wobei besonders der Schwiegervater, der Waldemar finanziell unterstützt hat, endlich die gute Nachricht hören möchte, dass das bislang kinderlose Ehepaar bald ein Enkelkind bekommt. Nun hat der Kinderarzt natürlich hat alle Hände voll zu tun, um Egons Existenz zu erklären und die Schimpansen vor seiner misstrauischen Frau zu verstecken.

Vorlage für den Film war der Schwank „Hurra, ein Junge“ von Arnold und Bach, der hier in der kurzweiligen Verfilmung ein wahres Kalauer-Feuerwerk abschießt. Ein Highlight ist Erhardt in einer Paraderolle als Frau, eine Schriftstellerin, zu sehen ist, die nicht Mitglied im Pen-Club ist, denn: „Ich penn' immer zu Hause“. Neben Erhardt und Philipp sind noch Adrian Hoven, Ruth Stephan, Rudolf Vogel und Grete Weiser zu sehen.

Apropos Grete Weiser, der Schelm und die Quasselstrippe hatten zwei Jahre zuvor schon in „Der Haustyrann“ die Ehre zusammen zu spielen. Dieser 1959 gedrehte Film ist der Beste dieser Sammlung. Erhardt und Weiser sind einfach ein tolles Paar.

Die Handlung: Erhardt spielt einen Caféhaus-Chef und Hausbesitzer Paul Perlacher, der seine Gäste drangsaliert und seine Mieterin Amelie Hartung (Grete Weiser) sogar vor Gericht zerrt. Und zu allem Übel verlieben sich auch noch die Kinder der beiden Kontrahenten. Erst als Paul wegen Beamtenbeleidigung selbst schwedische Gardinen drohen, ändert er sich.

Nach dem Bühnenstück „Das Ekel“ von Toni Impekoven zeigt Heinz Erhardt hier, dass er nicht nur den Tölpel vom Dienst geben kann, sondern auch einen widerlichen Streithahn. Einfach herrlich!

Der dritte und letzte Film, der an dieser Stelle vorgestellt werden soll, ist der Musikfilm „So ein Millionär hat´s schwer“ aus dem Jahr 1958, der Heinz Erhardt und dem am 12. Februar 2011 verstorbenen Entertainer Peter Alexander in ihrem einzigen gemeinsamen Filmauftritt zeigt. Sicherlich ist der Streifen ein typischer Unterhaltungsfilm der 50er Jahre, mit viel Musik und guter Laune. Doch er ist ein durchaus guter Vertreter seiner Zeit. Peter Alexander und Heinz Erhardt sind hier in Topform und der Humor, der hauptsächlich von Erhardt vertreten wird, stimmt auch.

Die Story: Der Millionär Edward Collins (Peter Alexander) hat es satt, dass die Frauen ihn nur seines Geldes wegen umgarnen. Als er sich in die hübsche Kellnerin Ninette verliebt, will er daher auf Nummer sicher gehen: Mit Unterstützung seines Butlers Alfons (Heinz Erhardt) schlüpft er in eine andere Identität und gibt sich bei Ninette als armer Schlucker aus. Prompt vermittelt ihm die sympathische Kellnerin einen Job als Parkwächter. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis Edwards Maskerade zu allerlei Verwicklungen führt.

Fazit: Diese Schelm-Edition ist für Erhardt-Fans natürlich unverzichtbar, auch wenn Erhardt in einigen Filmen eher eine Nebenrolle spielt. Der gemeine Fan muss halt alle Filme seines Idols besitzen. Ansonsten gilt für alle anderen, man muss solche Unterhaltungs-Filme aus den 50er und 60er Jahre mögen. Doch man muss ja nicht gleich die ganze Edition kaufen, denn jeder Titel ist auch einzeln zu haben. Wirklich zu empfehlen sind dabei die Filme „Der Haustyrann“ und „Immer die Radfahrer“. Letzterer wurde hier zwar nicht vorgestellt, gehört aber zu den echten Erhardt-Klassikern. Mit Hans Joachim Kulenkampff und Wolf Albach-Retty (Vater von Romy Schneider) sieht man Heinz Erhardt in einer hinreißenden Komödie voller netter Kalauer und viel Situationsklamauk. Die drei Männer hauen so richtig auf die Pauke. ()

alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Der österreichische Sänger, Schauspieler, Artist, Entertainer und Wahl-Hamburger gilt mit über 1.000 aufgenommenen Musiktiteln als einer der erfolgreichsten Sänger der Nachkriegszeit. Die Auszeichnungen, die er erhalten hat, lassen sich kaum zählen: Für bis 1993 etwa 60 Millionen verkaufte Tonträger erhielt er 15 Goldene Schallplatten; zu seinen Trophäen gehören unter anderem 16 „Goldene Löwen" von Radio Luxemburg, 3 „Goldene Ottos" und 2 „Bambi's". Zu seinen populärsten Musiktiteln gehören „La Paloma", „Junge komm bald wieder" und „Die Gitarre und das Meer“. Genau, die Rede ist von Freddy Quinn.

Neben seiner Karriere als Sänger machte sich Freddy Quinn, der sieben Sprachen spricht, auch als Filmschauspieler einen Namen, allerdings sind diese doch sehr seichten Filme inhaltlich auf ihn zugeschnitten und überwiegend verkörperte er die Rolle des einsamen, heimatlosen Einzelgängers, der jede Gelegenheit zum Singen nutzt.

In der 1961 gedrehten Komödie „Freddy und der Millionär“ hilft er Heinz Erhardt betrügerisches Gesindel los zu werden, und das während seines Urlaubs in Italien, den er leider ohne seine Verlobte dort verbringt. Durch eine Zufallsbekanntschaft lernt er den Millionär John Lion (Heinz Erhardt) kennen, und hilft ihm aus einer finanziellen Notlage. Zum Dank wird er von Mr. Lion in dessen Villa eingeladen, in der wilde Partys und Pokerspiele an der Tagesordnung sind, natürlich auf Kosten des reichen Hausherrn. Nachdem Fritz dank seiner Fremdsprachenkenntnisse den zu gutgläubigen Millionär vor einem Betrugsmanöver bewahrt hat, bittet dieser ihn um Beistand, um wieder Herr im eigenen Haus zu werden. Fritz Meyer gelingt natürlich in kürzester Zeit, all die unnötigen und undankbaren Schmarotzer aus dem Haus von Mr. Lion zu entfernen.

Als plötzlich auch Edith, die ihrem Verlobten nachgereist ist, in der Villa eintrifft, kommt es zu Herzschmerz und Liebesverwirrungen, da ihr Fritz anscheinend die Heirat mit Lions Tochter Silvia plant. Doch Fritz bleibt seiner Edith treu, verabschiedet sich vom großen Geld und der schönen Millionärstochter und fährt mit seiner Edith in die Heimat zurück. Ende gut, alles gut.

Fazit: Ein typischer Film aus den 60er Jahren. Liebesverwirrungen in bella Italia, gepaart mit Kalauern und jeder Menge Musik. Man muss schon solche Filme mögen, um sich diese 88 Minuten anzutun. Doch für Freddy Quinn- und Heinz Erhardt-Fans ist der Film sicherlich unverzichtbar. Auf jeden Fall gibt es hier neben Quinn und Erhardt noch ein Wiedersehen mit Grit Böttcher, Peter Vogel und Grethe Weiser.

Technisch gesehen kann sich die DVD durchaus sehen lassen. Das Bild (1,66:1) zeigt eine ordentliche Schärfe sowie kräftige und natürliche Farben. Der Ton (Dolby Digital 2.0 Mono) präsentiert sich ebenfalls zufrieden stellend. Bietet allerdings den für so alte deutsche Filme den üblichen blechernen Klang. Dennoch sind die Dialoge zu jeder Zeit gut verständlich. An Bonusmaterial gibt es neben dem Trailer, einer Slideshow mit Filmpostern noch Biografien als Texttafel. ()

alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Ja, der Heinz Erhardt war wirklich ein Schelm, und als solcher erfreut er sich in der deutschen Bevölkerung auch mehr als 30 Jahre nach seinem frühzeitigen Tod nach wie vor großer Popularität und Beliebtheit. Bei Kinowelt sind nun neun seiner Filme in einer Box mit dem Titel „Heinz Erhardt Schelm-Edition“ zusammengefasst und damit neu aufgelegt worden. Von diesen neun Titeln lagen allerdings nur drei zur Besprechung vor, die im Folgenden etwas genauer vorgestellt werden. Die sechs anderen Titel der Box sind die Filme „Ach Egon“, „Der letzte Fußgänger“, „Drei Mann in einem Boot“, „Immer die Radfahrer“, „Kauf dir einen bunten Luftballon“ und „Mädchen mit schwachem Gedächtnis“. Im ersten Film, „So ein Millionär hat’s schwer“, fungiert der pummelige Komiker noch als Nebenfigur, als Stichwortgeber für den Star des Films, den kürzlich verstorbenen österreichischen Entertainer Peter Alexander. Der spielt hier den Millionär Edward Collin, der noch nie in seinem Leben richtig gearbeitet hat und sich die Zeit in seiner Villa an der Riviera mit Nichtstun totschlägt. Mit Alice Sorel (Elga Andersen) soll er verheiratet werden, aber die ist nur auf sein Geld scharf und Liebe ist auch von seiner Seite nicht im Spiel. Als er die hübsche Ninette (Germaine Damar) kennen lernt, verschweigt er seine wahre Identität und gibt sich ihr gegenüber als Tagedieb aus, um auszutesten, ob sie ihn auch ohne sein Geld lieben kann. Sein neuer Diener Alfons (Heinz Erhardt) ist in das Spiel eingeweiht und darf sich deswegen zwischenzeitlich auch mal im Tausch als der snobistische Neureiche ausgeben. Dank Heinz Erhardt wird dieses Peter-Alexander-Lustspiel einigermaßen erträglich. So witzig wie hier durfte der Schelm außer in seinen großen Rollen nur selten sein, was zwar die Dürftigkeit der restlichen Drehbuch„einfälle“ deutlich macht, aber insgesamt wenig ins Gewicht fällt, da Erhardt häufig und seinem Talent angemessen zum Einsatz kommt. Die Schlagerintermezzi sind hier leider etwas zu austauschbar ausgefallen und bleiben kaum im Gedächtnis haften. Loni Heuser wirkt in ihrer hämischen Nebenrolle wie ein adäquater Grethe-Weiser-Ersatz. Mit der echten Grethe Weiser bekommt es Erhardt dann in „Der Haus-Tyrann“ zu tun, denn die beliebte Komikerin mit der Schnodderschnauze spielt hier Amalie Hartung, gegen die Paul Perlacher (Erhardt) bis vors Gericht zieht. Denn die Untermieterin in seinem Haus ist laut, hat einen unliebsamen Hund, der seine Zuchtbäume ruiniert und ist überhaupt eine echte Zumutung. Nur zu dumm, dass sich Perlachers Tochter Inge (Helga Martin) ausgerechnet in den Neffen der Hartung (Peter Vogel) verliebt. Ein pointenreiches Drehbuch mit mitreißendem Dialogwitz in der herrlichen Interpretation durch zwei große deutsche Komödianten – Heinz Erhardt und Grethe Weiser. Gegen Ende zieht sich das Lustspiel zwar ein wenig in die Länge, der Gesamteindruck ist jedoch äußerst positiv, denn die Rollen scheinen den beiden Vollblutmimen wahrlich auf den Leib geschneidert zu sein (in Wirklichkeit hatte das Drehbuch ein Bühnenstück zur Vorlage, das bereits in den 30er Jahren zweimal verfilmt wurde). Auch als Zeitbild der späten 50er Jahre hat der Film mittlerweile einen nostalgischen Reiz hinzubekommen. Auch in „Freddy und der Millionär“ darf die echte Grethe Weiser Heinz Erhardt Paroli bieten. Dieses Mal spielt sie die exzentrische Schwester des Millionärs John Stone (Erhardt), der auf Ischia ein Leben wie im Himmel führt. Eines Tages hilft ihm Fritz Meyer (Freddy Quinn) aus der Klemme und darf deswegen für kurze Zeit in seiner Villa logieren. Dort macht Fritz die Bekanntschaft mit Stones verwöhntem Töchterchen Silvia (Vittoria Prada), der er erst einmal Manieren beibringt. Unterdessen plagen in Deutschland Fritz’ Verlobte Edith (Grit Boettcher) Zweifel, ob ihr Liebster ihr in der Ferne auch wirklich treu ist. Dieses ziemlich dürftige deutsche Lustspiel dient als Aufhänger für Freddys Schlager (fünf an der Zahl, darunter immerhin „La Paloma“ und „Wann kommt das Glück auch zu mir?“), schafft es aber dank der gelegentlich ganz amüsanten Charakterkomiker Erhardt, Weiser und Hubert von Meyerinck (in einer kurzen Gastrolle) über den Genredurchschnitt. In seiner Machart professionell-routiniert, weiß der Film heute auch noch durch seine reizvollen Landschaftsaufnahmen zu bestechen. Interessant ist darüber hinaus auch der abgebildete Gesellschaftsentwurf, der die europäische Variante der Beat-Generation vorführt, diese aber der Lächerlichkeit preisgibt. Die Ausstattung der drei vorliegenden DVDs entspricht der jeweiligen Einzeldisk-Erstveröffentlichung: zu den ersten beiden Filmen gibt es den Original-Kinotrailer, zu allen dreien Texttafeln mit Informationen zu den jeweiligen Hauptdarstellern. Zu „Freddy und der Millionär“ kann man zudem noch die Abbildung von zwei Postern zum Film anschauen. Alle drei Filme haben optional Untertitel für Hörgeschädigte. ()

alle Rezensionen von Frank Brenner ...
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Weitere Filminfos:

Land / Jahr: Deutschland, Österreich, Italien 1956-61
Medien-Typ: DVD


Bonusmaterial:
Biographien Crew, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Filmposter, Fotogalerie, Anzeige
Kommentare:

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