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Another Country
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Der junge Adelige Guy Bennett (Rupert Everett) ist Schüler an einem englischen Eliteinternat. Sein erklärtes Ziel ist es, im nächsten Jahr zu den so genannten Lords zu gehören, die in der strengen Hierarchie der Schule das höchste Ansehen genießen. Die Aufnahme in diesen elitären Kreis von Schülern kann der erste Schritt einer großen Karriere sein, Guy möchte im auswärtigen Dienst tätig werden, nach Möglichkeit sogar als Botschafter in Frankreich arbeiten.
Doch Guy gilt, ebenso wie sein Freund Tommy Judd, als Außenseiter. Wirklich problematisch wird die Situation, als Guy sich in seinen Mitschüler James Harcourt verliebt und eine zarte Romanze beginnt. Zwar gehören homosexuelle Beziehungen an der Schule, an der nur junge Männer zugelassen werden, zum Alltag, es ist aber dennoch ein Thema über das nicht gesprochen wird und das auf gar keinen Fall öffentlich werden sollte. Harte Strafen bis hin zum Schulverweis wären die Folge, der Ruf der Schule, an der die zukünftigen Lenker des Empires ihre Zeit mit Studieren und Cricket spielen, verbringen, steht auf dem Spiel. Die Warnungen seines besten Freundes, der sich aus Kritik an der englischen Gesellschaft und am Kolonialismus den Schriften Karl Marx zugewandt hat, nimmt Guy nicht weiter ernst. Auch, wenn die Treffen mit James im geheimen stattfinden - Guys Verhalten ist gefährlich.
Zunächst scheint alles noch nach Plan zu gehen, und Guys Chancen, nach den Ferien als Lord an die Schule zurückzukehren, stehen gar nicht so schlecht. Sogar Tommy Judd hilft Guy, obwohl er zunächst erklärt hatte, bei diesen Spielchen nicht mitzumachen, er wolle sich lieber treu bleiben, als dieses System zu unterstützen. Alle anderen, die den Aufstieg Guys verhindern könnten, trauen sich nicht, etwas gegen ihn zu unternehmen; ihnen wurde damit gedroht, dass einige pikante Details an die Schulleitung weitergegeben würden.
Als Guy eines Tages eine kleine Notiz durch einen jüngeren Schüler an James senden möchte, kommt es zum Eklat. Fowler, einer der Lords und ein erklärter Feind Guy Bennetts, fängt das Schreiben ab - und hat nun endlich einen handfesten Beweis dafür, dass Guy auf gar keinen Fall in den Kreis der Lords passt. Welche Folgen dies für Bennett und seinen weiteren Lebensweg hat, ist ihm gleichgültig.
Da ein Doppelleben für Guy nicht denkbar ist, er offen zu seiner Homosexualität stehen und sich nicht mit den Zwängen der britischen Gesellschaft abfinden möchte, beschließt er sich zu rächen: 1955 wandert er in die UdSSR aus und wird zu einem Top-Spion des KGB.
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Inhaltsangabe zu Another Country: 
Der junge Adelige Guy Bennett (Rupert Everett) ist Schüler an einem englischen Eliteinternat. Sein erklärtes Ziel ist es, im nächsten Jahr zu den so genannten Lords zu gehören, die in der strengen Hierarchie der Schule das höchste Ansehen genießen. Die Aufnahme in diesen elitären Kreis von Schülern kann der erste Schritt einer großen Karriere sein, Guy möchte im auswärtigen Dienst tätig werden, nach Möglichkeit sogar als Botschafter in Frankreich arbeiten.
Doch Guy gilt, ebenso wie sein Freund Tommy Judd, als Außenseiter. Wirklich problematisch wird die Situation, als Guy sich in seinen Mitschüler James Harcourt verliebt und eine zarte Romanze beginnt. Zwar gehören homosexuelle Beziehungen an der Schule, an der nur junge Männer zugelassen werden, zum Alltag, es ist aber dennoch ein Thema über das nicht gesprochen wird und das auf gar keinen Fall öffentlich werden sollte. Harte Strafen bis hin zum Schulverweis wären die Folge, der Ruf der Schule, an der die zukünftigen Lenker des Empires ihre Zeit mit Studieren und Cricket spielen, verbringen, steht auf dem Spiel. Die Warnungen seines besten Freundes, der sich aus Kritik an der englischen Gesellschaft und am Kolonialismus den Schriften Karl Marx zugewandt hat, nimmt Guy nicht weiter ernst. Auch, wenn die Treffen mit James im geheimen stattfinden - Guys Verhalten ist gefährlich.
Zunächst scheint alles noch nach Plan zu gehen, und Guys Chancen, nach den Ferien als Lord an die Schule zurückzukehren, stehen gar nicht so schlecht. Sogar Tommy Judd hilft Guy, obwohl er zunächst erklärt hatte, bei diesen Spielchen nicht mitzumachen, er wolle sich lieber treu bleiben, als dieses System zu unterstützen. Alle anderen, die den Aufstieg Guys verhindern könnten, trauen sich nicht, etwas gegen ihn zu unternehmen; ihnen wurde damit gedroht, dass einige pikante Details an die Schulleitung weitergegeben würden.
Als Guy eines Tages eine kleine Notiz durch einen jüngeren Schüler an James senden möchte, kommt es zum Eklat. Fowler, einer der Lords und ein erklärter Feind Guy Bennetts, fängt das Schreiben ab - und hat nun endlich einen handfesten Beweis dafür, dass Guy auf gar keinen Fall in den Kreis der Lords passt. Welche Folgen dies für Bennett und seinen weiteren Lebensweg hat, ist ihm gleichgültig.
Da ein Doppelleben für Guy nicht denkbar ist, er offen zu seiner Homosexualität stehen und sich nicht mit den Zwängen der britischen Gesellschaft abfinden möchte, beschließt er sich zu rächen: 1955 wandert er in die UdSSR aus und wird zu einem Top-Spion des KGB.
Another Country stammt aus dem Hause Concorde Home Entertainment.
Another Country Trailer ansehen:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Another Country:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Another Country:
3Tino Hahn2009-01-28„Another Country“ wurde 1984 in Cannes als „bester künstlerischer Beitrag“ ausgezeichnet und in der Tat fällt die Inszenierung als erstes ins Auge: Beinahe jedes Bild ist in einen goldenen Schimmer getaucht und verleiht der sehr reellen Szenerie der Elite-Schule Eton eine beinah übernatürliche Atmosphäre. Doch die Story gestattet nicht, dass der Film der Realität jemals den Rücken dreht, sondern beherbergt in ihrem Kern ein zeitloses Stück über die Ignoranz und Selbstgefälligkeit der herrschenden Elite-Gemeinschaft und der snobistischen Erziehung, die ihre Tür vor all jenen verschließt, die anders sind als sie. Die Toleranz, die sie dennoch predigen, ist unschwer als Bigotterie zu entlarven. Guy Bennett zählt zu jenen, die trotz ihrer großen Begabung und ihres Wissens keine Chance auf Aufnahme haben, denn er ist schwul und hat eine Affäre mit einem jüngeren Mitschüler. Als er sich seiner Liebe wirklich bewusst wird, verstößt er damit gegen die selbst gemachten Spielregeln des Internats und trifft eine Entscheidung, die sein gesamtes Leben verändern wird…
Augenfällig bei „Another Country“ ist, dass die Schüler kaum einmal beim Unterricht zu sehen sind und auch die Anwesenheit von Lehrkörpern Mangelware ist; dadurch wirkt das Internat weniger wie eine Schule denn wie ein Mikrokosmos, der sich problemlos an nahezu jeden Ort der Welt übertragen werden kann, an dem diese Arroganz und Erziehung vorherrscht. Dadurch gewinnt das 1984 entstandene Kino-Debüt von Marek Kanievska, der auch für die Verfilmung von Bret Easton Ellis’ Roman „Unter Null“ verantwortlich war, an zusätzlicher Aussagekraft und Bedeutung. Einige kleinere Patzer im dramaturgischen Aufbau und kleine Überzeichnungen in der Entwicklung der Nebenrollen verhindern aber, dass „Another Country“ eine höhere Ehre zuteil wird. Seine Auszeichnungen und eine klare Empfehlung hat sich das intime und ausgezeichnet gespielte Drama aber auf jeden Fall verdient.
Als Schauspieler agieren einige Stars, die bei der Entstehung des Films noch unentdeckte Flecken im cineastischen Atlas waren: Neben Colin Firth und Cary Elwes hat Rupert Everett in „Another Country“ seinen ersten Auftritt in einer Hauptrolle.
Fazit: Künstlerisch und inhaltlich beeindruckender Film, der auf einer preisgekrönten Theater-Vorlage von Julian Mitchell basiert. Durch das Hinterfragen von Werten wie Klassendenken und Disziplin und der Verweigerung von eingeschworenen Truppen, Außenseiter jeglicher Art in ihre Mitte aufzunehmen, gewinnt der Film ein zeitloses Thema, das für Differenzierungen in der Inszenierung sorgt und den Film weitgehend vorm Abdriften in die Untiefen der Klischees bewahrt.
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„ Another Country“ wurde 1984 in Cannes als „bester künstlerischer Beitrag“ ausgezeichnet und in der Tat fällt die Inszenierung als erstes ins Auge: Beinahe jedes Bild ist in einen goldenen Schimmer getaucht und verleiht der sehr reellen Szenerie der Elite-Schule Eton eine beinah übernatürliche Atmosphäre. Doch die Story gestattet nicht, dass der Film der Realität jemals den Rücken dreht, sondern beherbergt in ihrem Kern ein zeitloses Stück über die Ignoranz und Selbstgefälligkeit der herrschenden Elite-Gemeinschaft und der snobistischen Erziehung, die ihre Tür vor all jenen verschließt, die anders sind als sie. Die Toleranz, die sie dennoch predigen, ist unschwer als Bigotterie zu entlarven. Guy Bennett zählt zu jenen, die trotz ihrer großen Begabung und ihres Wissens keine Chance auf Aufnahme haben, denn er ist schwul und hat eine Affäre mit einem jüngeren Mitschüler. Als er sich seiner Liebe wirklich bewusst wird, verstößt er damit gegen die selbst gemachten Spielregeln des Internats und trifft eine Entscheidung, die sein gesamtes Leben verändern wird…
Augenfällig bei „ Another Country“ ist, dass die Schüler kaum einmal beim Unterricht zu sehen sind und auch die Anwesenheit von Lehrkörpern Mangelware ist; dadurch wirkt das Internat weniger wie eine Schule denn wie ein Mikrokosmos, der sich problemlos an nahezu jeden Ort der Welt übertragen werden kann, an dem diese Arroganz und Erziehung vorherrscht. Dadurch gewinnt das 1984 entstandene Kino-Debüt von Marek Kanievska, der auch für die Verfilmung von Bret Easton Ellis’ Roman „Unter Null“ verantwortlich war, an zusätzlicher Aussagekraft und Bedeutung. Einige kleinere Patzer im dramaturgischen Aufbau und kleine Überzeichnungen in der Entwicklung der Nebenrollen verhindern aber, dass „ Another Country“ eine höhere Ehre zuteil wird. Seine Auszeichnungen und eine klare Empfehlung hat sich das intime und ausgezeichnet gespielte Drama aber auf jeden Fall verdient.
Als Schauspieler agieren einige Stars, die bei der Entstehung des Films noch unentdeckte Flecken im cineastischen Atlas waren: Neben Colin Firth und Cary Elwes hat Rupert Everett in „ Another Country“ seinen ersten Auftritt in einer Hauptrolle.
Fazit: Künstlerisch und inhaltlich beeindruckender Film, der auf einer preisgekrönten Theater-Vorlage von Julian Mitchell basiert. Durch das Hinterfragen von Werten wie Klassendenken und Disziplin und der Verweigerung von eingeschworenen Truppen, Außenseiter jeglicher Art in ihre Mitte aufzunehmen, gewinnt der Film ein zeitloses Thema, das für Differenzierungen in der Inszenierung sorgt und den Film weitgehend vorm Abdriften in die Untiefen der Klischees bewahrt.
(Tino Hahn)
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Weitere Filminfos zu Another Country:
Originaltitel: Another Country
Land / Jahr: England 1984
Buch: Julian Mitchell
Vorlage: Bühnenstück von Julian Mitchell
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Another Country:
Trailer von anderen Filmen, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Produktionsnotizen, Fotogalerie, Cast & Crew-Infos, Hintergrundinformationen zur Buchvorlage von Julian Mitchell, DVD-ROM Part
Kommentare zu Another Country:
Kommentar von djfl.de
Dirk Jasper: Marek Kanievska inszenierte diese differenzierte Gesellschaftsstudie nach dem Bühnenstück von Julian Mitchell. In der Rolle des Guy Benett, der aus Protest gegen das System zum russischen Spion wird, glänzt Rupert Everett ("Chronik eines ange ...
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Bei der Vorstellung des Titels Another Country handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
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