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TECHNISCHE DATEN
zu Grosse Geschichten 41: Martin Luther

RC 2 FSK Freigabe ab 12 Jahren
DVD-Typ: 3 x DVD
Medium: DVD
Genre: Historienfilm
Bildformat:
4:3 Vollbild (1.33:1)
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 2.0 Mono
Anbieter:
Alive AG
Label:
ARD Video
EAN-Code:
4031778160180 / 4031778160180
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

Sie befinden sich hier: Home > Historienfilm > DVD > Grosse Geschichten 41: Martin Luther

Grosse Geschichten 41: Martin Luther

Titel:

Grosse Geschichten 41: Martin Luther

Label:

ARD Video

Laufzeit:
511 Minuten
Genre:
Historienfilm
FSK:
ab 12 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 12.07.2017 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Grosse Geschichten 41: Martin Luther:


Der Fernsehfilm verfolgt den Weg des Reformators durch zehn Jahre, beginnend 1517, als der knapp vierunddreißigjährige Theologieprofessor der erst 1502 gegründeten Universität des unbedeutenden kursächsischen Städtchens Wittenberg seine 95 Thesen an die Schloßkirchentür heftete. Luther hatte einen Glaubensdisput gewollt - und eine ganze Epoche in Bewegung gebracht... Grosse Geschichten 41: Martin Luther stammt aus dem Hause Alive AG.


Grosse Geschichten 41: Martin Luther Trailer ansehen:



Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Grosse Geschichten 41: Martin Luther:
Fünfteiliger DDR-Fernsehfilm „Martin Luther“ (1983) in der Reihe „Große Geschichten“ neu auf DVD.
Keine Polit-Propaganda wie noch bei „Thomas Müntzer“ (1956)

Die vom Studio Hamburg vertriebene DVD-Reihe „Große Geschichten“ bietet Literaturverfilmungen und historische TV-Mehrteiler aus Ost- und Westdeutschland an. In den 1950er Jahren war Propaganda im Kino und Fernsehen der DDR oft wichtiger als historische Genauigkeit. Doch ab den 70er Jahren besann man sich ohne ideologische Brille des nationalen kulturellen Erbes Mitteldeutschlands. Zu Martin Luthers 500. Geburtstag brachte das DDR-Fernsehen 1983 einen beachtlichen Fünfteiler, der jetzt in der Reihe „Große Geschichten“ neu auf DVD veröffentlicht wird.

Bei dieser Gelegenheit bietet sich ein Vergleich mit dem DEFA-Kinofilm „Thomas Müntzer“ von 1956 an, der bei Icestorm Entertainment auf DVD erschienen ist. Beide behandeln wichtige Theologen der Reformationszeit, jedoch auf unterschiedliche Weise. Dabei haben Luther und Müntzer viel gemeinsam. Beide stammen aus fast derselben Gegend, Müntzer aus Stolberg im Hartz, Luther aus Eisleben im Mansfelder Land. Beide waren Pastoren, führten die deutsche Messe ein und predigten für die reformatorische Sache, gegen den Ablass und andere Vergehen der römischen Kirche, und beide heirateten entlaufene Nonnen. Zum Konflikt kam es durch ihre unterschiedliche Bewertung der weltlichen Obrigkeit. Luther sah in den Fürsten eine durch die Bibel bezeugte gottgegebene Macht, die unantastbar war. Müntzer dagegen diente die Bibel nur als Anleitung und er wollte keine strikte Trennung von Staat und Kirche wie Luther. Später zog er zusammen mit den unterdrückten Bauern gegen die Obrigkeit zu Felde. Nach der Schlacht bei Frankenhausen wurde er gefoltert und hingerichtet. Regisseur Martin Hellberg zeigt die Bauernaufstände des 16. Jahrhunderts als einen Vorboten der sozialistischen Revolution des 20. Jahrhunderts. Dieser Historienfilm bietet gigantische Massenszenen und eine riesiges Aufgebot an Schauspielern. Luther als der eigentliche „Erfinder“ der Reformation in Deutschland kommt als Person gar nicht vor, obwohl die Bauern sich anfangs auf ihn berufen. Durch Müntzers Predigten lassen sich einige dazu anleiten, kirchliche Reliquien zu zerstören und Kirchen in Brand zu stecken. So hat sich Luther seine „Freiheit eines Christenmenschen“ nicht vorgestellt. Für ihn kann „ein Fürst den Himmel mit Blutvergießen besser verdienen als mit Beten“. Müntzer dagegen legt die Bibel anders aus: „Gut geschossen ist halb gebetet.“ Anfangs können die aufgebrachten Bauern die fürstlichen Landsknechte überwältigen, doch der Erfolg ist nur von kurzer Dauer. Müntzer muss nach Süddeutschland fliehen und verbündet sich dort mit den Aufständischen. Als er nach Mühlhausen zurückkommt, liest er den Fürsten in einer berühmten Predigt die Leviten. Die gehen jetzt noch brutaler mit dem Landvolk um. Bei Frankenhausen gibt es ein schlimmes Massaker gegen die Bauernhaufen, aber nicht durch Verrat und Sabotage, wie der Film glauben machen möchte, sondern durch die große Überlegenheit der Fürstentruppen. Dieser Film hätte eine gute Gelegenheit sein können, das revolutionäre Potential des Christentums zu zeigen. So wird es auch durch Wolfgang Stumpfs intensives Spiel in der Titelrolle ein gut inszeniertes Historienspektakel, das es aber mit der historischen Wahrheit nicht allzu genau nimmt. Die zentrale Aussage des Films soll sein, dass der gemeine Mann die Macht der Fürsten auflöst und so ein Reich der Gerechtigkeit schafft nach dem Motto: „Alles ist allen gemeinsam“.

Fast dreißig Jahre später kommt dann 1983 zum 500. Geburtstag die gebührende Würdigung Martin Luthers im DDR-Fernsehen. Ulrich Thein, im Müntzer-Film als Student in einer Nebenrolle zu sehen, verkörpert den großen Reformator, wie man ihn sich kaum besser vorstellen kann. Im Gegensatz zu Joseph Fiennes in Eric Tills „Luther“ (2003) passt Theins Physiognomie perfekt zu den überlieferten Bildern des Wittenberger Reformators. Thein war damals 53 Jahre alt, weshalb der junge Luther vor dem Eintritt ins Kloster nicht vorkommt. Das ist kein Nachteil, denn die vorgestellte Dekade zwischen 1517 und 1527 war die wichtigste in Luthers Leben. Hauptgrund für seinen Thesenanschlag 1517 waren die Dekadenz der römischen Kirche und der Ablasshandel. Der überragende Hans-Peter Minetti spielt den verführerischen Dominikanermönch Johann Tetzel als verschmitzten und verlogenen Ablassprediger. Später werden Luthers Streitgespräche mit dem päpstlichen Nuntius Cajetan, glänzend unsympathisch gespielt von Arno Wyzniewski, in Augsburg und mit Johannes Eck (Horst Hiemer) in Leipzig fast wörtlich nach der Überlieferung wiedergegeben. In den fast acht Stunden Spielzeit können Luthers Predigten, Disputationen und Verhöre ausführlich gewürdigt werden. Am berühmtesten ist sein Auftritt in Worms vor dem Reichstag mit den Worten „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Amen“. Im letzten Teil heiratet er die entlaufene Nonne Katharina von Bora, weniger aus Liebe, sondern eher, weil kein anderer für sie übrig war. Dennoch wird es eine harmonische Ehe und Katharina das Urbild der evangelischen Pfarrersfrau. Auch Luthers Konflikt mit Thomas Müntzer wird erwähnt. Jetzt bleibt eher Luther als Hauptperson der moralische Sieger, wenn er auch am Ende bedauert, dass es wegen seiner Schrift „wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ so viel Blutvergießen gab. Von den Darstellern ragen noch heraus Otto Mellies als Lucas Cranach der Ältere, Friedo Solter als Karlstadt und Ralf Kober als Melanchthon. Der spätere TV-Seriendarsteller Thomas Rühmann spielt den jungen Valentin Böhm. Im Gegensatz zum Müntzer-Film standen Theologen als Fachberater zur Verfügung, sodass hier kein politischer Propagandafilm entstand. Auch wird Luther nicht als Held dargestellt, wie es noch bei Müntzer war. Nach Aufwand, Wirkung und schauspielerischer Leistung schlägt dieser zum Teil in der ÈSSR gedrehte Fünfteiler deutlich den in Westdeutschland zur selben Zeit entstandenen Zweiteiler mit Lambert Hamel in der Titelrolle. Rainer Wolffhardt führte Regie bei dieser abstrakten und minimalistischen, nur in der Nürnberger Lorenzkirche gedrehten ZDF-Produktion. Bei Kurt Veths DDR-Fünfteiler ist dagegen vieles überragend: Ulrich Thein in der Rolle seines Lebens, begleitet von einer Riege exzellenter Darsteller, die genau die Sprache sprechen, die Luthers Bibelübersetzung schließlich zur deutschen Hochsprache gemacht hat. Die aufwändige Inszenierung teils an Originalschauplätzen ist ebenso gelungen wie die passende Musik mit zeitgemäßen Weisen und als Titelmelodie eine originelle polyrhythmische Bearbeitung von Luthers berühmten Choral „Ein feste Burg ist unser Gott.“

Beide DVD-Ausgaben bieten interessante Extras. Bei „Thomas Müntzer“ wird Regisseur Martin Hellberg in einer ORB-Dokumentation von 1994 vorgestellt. Die Religionswissenschaftlerin Susanne Galley erklärt die Unterschiede zwischen Luther und Müntzer und die historischen Fehler des Films. Als DVD-Bonus von „Martin Luther“ ist der Hauptdarsteller Ulrich Thein in einer Livesendung der Reihe „Porträt am Telefon“ des DDR-Fernsehens von 1979 zu sehen. Heinz Florian Oertel und anrufende Zuschauer entlocken dem damals 49jährigen Charakterdarsteller, Regisseur und Autor auch einige private Geheimnisse. ()

alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
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Weitere Filminfos:

Originaltitel: Martin Luther
Medien-Typ: DVD


Bonusmaterial:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Booklet, Porträt per Telefon mit Ulrich Thein
Kommentare:

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