Sie befinden sich hier: Home > Drama > DVD > Du sollst nicht lieben
Du sollst nicht lieben
http://www.digitalvd.de/dvds/90209,Du-sollst-nicht-lieben.html
Der junge und attraktive Student Ezri flüchtet vor dem Regen in den Laden des Fleischers Aaron. Beide sind orthodoxe Juden, doch anders als der unstete Ezri ist Aaron Ehemann, Familienvater und ein respektiertes Mitglied der Gemeinde in Jerusalem. Was als Arbeitsbeziehung anfängt, entwickelt sich schnell zu einer erotischen Faszinationen zwischen den beiden so ungleichen Männern – und diese stürzt den Fleischer in eine tiefe Glaubens- und Familienkrise. Haim Tabakmans aufwühlendes, vielfach preisgekröntes Drama wirft einen vieldeutigen Blick in die Welt des ultra-orthodoxen Judentums und nimmt sowohl den Glauben als auch die sexuelle Lust als menschliche Bedürfnisse ernst. Die französische „Libération“ stellte in ihrer Rezension die Frage: „Kann Gott eine Liebe von solcher Klarheit verurteilen?“ ...
Inhaltsangabe zu Du sollst nicht lieben: 
Der junge und attraktive Student Ezri flüchtet vor dem Regen in den Laden des Fleischers Aaron. Beide sind orthodoxe Juden, doch anders als der unstete Ezri ist Aaron Ehemann, Familienvater und ein respektiertes Mitglied der Gemeinde in Jerusalem. Was als Arbeitsbeziehung anfängt, entwickelt sich schnell zu einer erotischen Faszinationen zwischen den beiden so ungleichen Männern – und diese stürzt den Fleischer in eine tiefe Glaubens- und Familienkrise. Haim Tabakmans aufwühlendes, vielfach preisgekröntes Drama wirft einen vieldeutigen Blick in die Welt des ultra-orthodoxen Judentums und nimmt sowohl den Glauben als auch die sexuelle Lust als menschliche Bedürfnisse ernst. Die französische „Libération“ stellte in ihrer Rezension die Frage: „Kann Gott eine Liebe von solcher Klarheit verurteilen?“ Du sollst nicht lieben stammt aus dem Hause Salzgeber & Co Medien GmbH.
Du sollst nicht lieben Trailer ansehen:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Du sollst nicht lieben:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Du sollst nicht lieben:
0Frank Brenner2011-03-28Die Welt, in die uns Haim Tabakman in seinem Spielfilmdebüt einführt, scheint irgendwie zeitlos zu sein. In einem fast hermetisch abgeschirmten Bereich Jerusalems gehen orthodoxe Juden ihrem streng an den Traditionen ausgerichteten Alltag nach. Man erkennt sie bereits an ihrem Äußeren, bestehend aus Bart, Schläfenlocken, Gebetsmantel und dem unvermeidbaren Hut, da der Kopf nicht unbedeckt bleiben darf. Einer von ihnen ist in „Du sollst nicht lieben“ ein Metzgersohn mit bezeichnendem Namen: Aaron Fleischman (Zohar Strauss). Nach dem Tod seines Vaters übernimmt er ohne langes Nachdenken dessen Fleischerei. Auf seinen Aushang mit der Suche nach einer Aushilfe meldet sich der junge Ezri (der hübsche israelische Shootingstar Ran Danker), ebenfalls ein orthodoxer Jude. Ezri hängt ein schlechter Ruf an, denn er ist ein Sünder, der sich mit anderen Männern einlässt. Aaron gibt nichts auf die Gerüchte und hält an seinem Angestellten fest. Der Familienvater merkt stattdessen immer deutlicher, dass er mit seinem bisherigen Leben unzufrieden ist und Ezris Gefühle für ihn auf Gegenseitigkeit beruhen. Mit dem Glauben der beiden ist Homosexualität allerdings nicht vereinbar…
Das Setting und der historische, kulturelle und religiöse Hintergrund für Haim Tabakmans Film sind durchweg ungewöhnlich, für ein hiesiges Publikum sicherlich noch um einiges exotischer als beispielsweise für Amerikaner, denen der Anblick orthodoxer Juden in Großstädten ungleich vertrauter sein dürfte. Indem sich der Debütfilmer ausschließlich in der abgeschotteten Religionsgemeinschaft bewegt, unterstreicht er die veralteten Lebensauffassungen, die hier zelebriert werden. Parallel zu der sich zaghaft entspinnenden homosexuellen Liebesgeschichte wird auch von einer „unsittlichen“ heterosexuellen Beziehung erzählt, die eine junge Frau mit einem Mann eingeht, obwohl sie schon mit einem anderen verlobt ist. Auch wenn es sicherlich interessant ist, den großen Einfluss des Rabbiners auf seine Gemeinde mal in aller Deutlichkeit vor Augen geführt zu bekommen, ist Tabakmans Herangehensweise an die Geschichte insgesamt allzu konventionell geraten. Auch angesichts seines sehr gemächlichen Erzähltempos büßt er in der Storyentwicklung recht schnell den Exotenbonus seiner Geschichte ein, was schließlich einer gepflegten Langeweile Platz macht. ...
Die Welt, in die uns Haim Tabakman in seinem Spielfilmdebüt einführt, scheint irgendwie zeitlos zu sein. In einem fast hermetisch abgeschirmten Bereich Jerusalems gehen orthodoxe Juden ihrem streng an den Traditionen ausgerichteten Alltag nach. Man erkennt sie bereits an ihrem Äußeren, bestehend aus Bart, Schläfenlocken, Gebetsmantel und dem unvermeidbaren Hut, da der Kopf nicht unbedeckt bleiben darf. Einer von ihnen ist in „ Du sollst nicht lieben“ ein Metzgersohn mit bezeichnendem Namen: Aaron Fleischman (Zohar Strauss). Nach dem Tod seines Vaters übernimmt er ohne langes Nachdenken dessen Fleischerei. Auf seinen Aushang mit der Suche nach einer Aushilfe meldet sich der junge Ezri (der hübsche israelische Shootingstar Ran Danker), ebenfalls ein orthodoxer Jude. Ezri hängt ein schlechter Ruf an, denn er ist ein Sünder, der sich mit anderen Männern einlässt. Aaron gibt nichts auf die Gerüchte und hält an seinem Angestellten fest. Der Familienvater merkt stattdessen immer deutlicher, dass er mit seinem bisherigen Leben unzufrieden ist und Ezris Gefühle für ihn auf Gegenseitigkeit beruhen. Mit dem Glauben der beiden ist Homosexualität allerdings nicht vereinbar…
Das Setting und der historische, kulturelle und religiöse Hintergrund für Haim Tabakmans Film sind durchweg ungewöhnlich, für ein hiesiges Publikum sicherlich noch um einiges exotischer als beispielsweise für Amerikaner, denen der Anblick orthodoxer Juden in Großstädten ungleich vertrauter sein dürfte. Indem sich der Debütfilmer ausschließlich in der abgeschotteten Religionsgemeinschaft bewegt, unterstreicht er die veralteten Lebensauffassungen, die hier zelebriert werden. Parallel zu der sich zaghaft entspinnenden homosexuellen Liebesgeschichte wird auch von einer „unsittlichen“ heterosexuellen Beziehung erzählt, die eine junge Frau mit einem Mann eingeht, obwohl sie schon mit einem anderen verlobt ist. Auch wenn es sicherlich interessant ist, den großen Einfluss des Rabbiners auf seine Gemeinde mal in aller Deutlichkeit vor Augen geführt zu bekommen, ist Tabakmans Herangehensweise an die Geschichte insgesamt allzu konventionell geraten. Auch angesichts seines sehr gemächlichen Erzähltempos büßt er in der Storyentwicklung recht schnell den Exotenbonus seiner Geschichte ein, was schließlich einer gepflegten Langeweile Platz macht. (Frank Brenner)
alle Rezensionen von Frank Brenner ...
Reminder, PDF-Datenblatt zu Du sollst nicht lieben, DVD:
Alle Film-Daten als PDF
Diese Seite mit allen Filminfos ausdrucken
Weitere Filminfos zu Du sollst nicht lieben:
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Du sollst nicht lieben:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten
Kommentare zu Du sollst nicht lieben:
Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Schreiben Sie jetzt ein Kommentar zu dem Titel "Du sollst nicht lieben".
|
|
DigitalVD-Extras zu dieser DVD Du sollst nicht lieben:
Ist Ihnen ein Fehler zu dieser DVD aufgefallen? ... Fehlermeldung absenden!
Bei der Vorstellung des Titels Du sollst nicht lieben handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
|