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TECHNISCHE DATEN
zu Das Paradies der Mörder

RC 2 FSK Freigabe ab 16 Jahren
DVD-Typ: 1 x DVD-9
Medium: DVD
Genre: Thriller
Bildformat:
16:9 (2.35:1) anamorph
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1,Spanisch: Dolby Digital 5.1
Verpackung: Amaray Case
Untertitel:
Deutsch
Anbieter:
Koch Media GmbH
Label:
Atlas Film
EAN-Code:
4260229590362 / 4260229590362
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

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Das Paradies der Mörder

Titel:

Das Paradies der Mörder

Label:

Atlas Film

Regie:

Carlos Carrera

Laufzeit:
117 Minuten
Genre:
Thriller
FSK:
ab 16 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 12.07.2017 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Das Paradies der Mörder:


Das mexikanischen Ciudad Juárez, das an das texanische El Paso grenzt, wird seit Jahren von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Immer wieder werden die Leichen verstüm¬melter und vergewaltigter Frauen in der Wüste gefunden. Die engagierte Polizistin Blanca ist angetreten, um die Mordserie aufzuklären. Schon bald erfährt sie, dass die Ermittlungen auf skandalöse Weise vernachlässigt und von der zuständigen Dienstbehörde heruntergespielt wurden. Noch nicht einmal die genaue Zahl der Opfer ist bekannt... Das Paradies der Mörder stammt aus dem Hause Koch Media GmbH.


Das Paradies der Mörder Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Das Paradies der Mörder:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Das Paradies der Mörder:
Mitte der 90er Jahre legte sich eine Mordserie an Frauen zwischen 13 und 25 Jahren wie eine erstickende Decke über die nordmexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez. Bis heute sind weit über 400 Leichen geborgen worden, bis zu 600 Frauen gelten noch als vermisst. Die Anzahl ermordeter Frauen pro Jahr wird auf 28 geschätzt.

Ungläubig betrachtet die junge Polizistin Blanca (Ana de la Reguera) diese Zahlen. Seitens der Polizei gibt es weder konkrete Nachforschungen, noch wurden Verhaftungen aufgrund von Beweisen oder Zeugenaussagen gemacht. Dass hier Korruption im Spiel ist wird sogar von dem Radiomoderator Peralta (Joaquín Cosio) tagtäglich über den lokalen Äther verbreitet.

Der Gouverneur der Region Chihuahua, zu der auch Juárez gehört, wird von den ortsansässigen Unternehmen, die durch die Morde einen Imageschaden befürchten, unter Druck gesetzt. So gelingt es Blanca einen Einsatz einzuleiten, bei dem im großen Stil Festnahmen gemacht werden können. Hiermit machen sich weder Blanca noch der Gouverneur Freunde, denn die Festnahmen treffen den Nerv eingefahrener Machtstrukturen, die Polizei und Politik in und um Ciudad Juárez fest im Griff haben. Der Gouverneur macht einen Rückzieher und nimmt dabei in Kauf, die junge Polizisitin zu opfern.

Im Hinterhof der USA liegt die Dritte Welt in Form Südamerikas. Der Internationale Titel von „Paradies der Mörder“ (El traspatio, 2009), lautet daher auch treffend „Backyard“. Internationale Großkonzerne nutzen die Hoffnung der Menschen, die auf der Suche nach Arbeit aus noch ärmeren Gegenden in die Grenzregionen kommen, um diese für Hungerlöhne in den sogenannten Maquilas für sich schuften zu lassen. In diesen Grenzstädten herrscht ein ständiger Durchfluss von Menschen. Sie lassen sich nieder, wenn sie Arbeit finden oder ziehen einfach der Arbeit hinterher. Manch einer versucht auch über die Grenze in die Vereinigten Staaten von Amerika zu gelangen, um dort sein Glück zu versuchen. Eine Volkszählung von 2005 hat für die beiden, durch Brücken verbundenen Großstädte Juárez und El Paso 2 Millionen Bewohner festgestellt. Große Teile davon leben in unübersichtlichen Slums.

Der zwischen den Drogenkartellen andauernde Krieg fordert in Ciudad Juárez durchschnittlich sieben Menschenleben täglich, alleine 2010 starben 3.111 Menschen. Die grauenvolle, andauernde Mordserie an den Frauen von Juárez, ist das deutlichste Zeugnis davon, dass das Land in Anarchie zu versinken droht. Erst 2009 trat der Polizeichef der Stadt, Roberto Ordua Cruz, zurück. Die Drogenmafia drohte jeden zweiten Tag einen Polizisten zu ermorden, sofern er sein Amt nicht niederlegen würde.

Der in Mexico City geborene Regisseur Carlos Carrera (u. a. „Die Versuchung des Padre Amaro“, 2002) will mit „Paradies der Mörder“ der furchtbaren Gleichgültigkeit entgegenwirken. Zum einen bei seinen Landsleuten in Juárez, die über die Morde schweigen und sie bereits als festen Bestandteil ihres täglichen Lebens akzeptiert haben. Zum anderen will er weltweit all der Frauen gedenken, die wegen eines Sexualverbrechens ihr Leben verloren haben. Hierfür blendet er im Abspann Städtenamen, Jahreszahlen und die Opferzahlen ein und beschränkt sich dabei nicht nur auch Lateinamerika. Sein Film ist ein Plädoyer für weltweit mehr Aufmerksamkeit dem Thema „Gewalt gegen Frauen“ gegenüber. Einem Strafbestand auf dem, je nach Anständigkeit und Sorgfältigkeit der örtlichen Behörden, natürlich auch dem Standort auf dieser Welt, eine mehr oder weniger gerechte Strafe verhängt wird. Da in Juárez nichts unternommen wird, sogar Festnahmen ausbleiben, ist es bereits zum „Paradies der Mörder“ verkommen.

„Paradies der Mörder“ bestätigt den Erstweltzuschauer wieder einmal in seinem Bild von den unfähigen Drittweltländern, in den Korruption, Mord und Totschlag zur Tagesordnung gehören. Verfilzte Netzwerke, bei denen Umschläge mit Geld an Polizeibeamte wandern, damit diese als Spitzel für das organisierte Verbrechen ihre eigenen Kollegen aushorchen, sind normal. Kurzum: Die Situation ist eingefahren und hoffnungslos.

„Paradies der Mörder“ geht jedoch einen Schritt weiter und zeigt auf, wie wir Mitschuld an der Misere der dort lebenden Menschen haben. Hier menschenunwürdige Löhne, erlauben den Anwohnern in diesen Drittweltländern ein bescheidenes Auskommen. Zwar ohne Aufstiegsmöglichkeiten, dafür aber mit der hohen Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre Arbeit verlieren, sobald die Konzerne für die sie arbeiten irgendwo noch günstigere Arbeitskräfte finden. Die billig erzeugten Produkte, erlauben uns ebenso billig einzukaufen. Wir signalisieren damit den Unternehmen: Eure Geschäftspraktiken sind für uns in Ordnung. Dass durch die Arbeitsplätze ganze Regionen abhängig von Großkonzernen werden und diese die örtlichen Regierungsstrukturen aktiv mitgestalten und unter Druck setzen, ist uns nicht bewusst. Wenn die Entscheidungen einer Regierung für sein Volk abhängig werden von internationalen Investoren und dem organisierten Verbrechen, dann ist die Eskalation der Gesetzlosigkeit, wie in Juárez geschehen, nachvollziehbar.

Ähnlich der Erzählstruktur von „Traffic“ (2000), in dem die Drogenproblematik aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet wird, nutzt auch die Drehbuchautorin Sabina Berman in „Paradies der Mörder“ verschiedene Figuren auf unterschiedlichen Ebenen. Das geht von der Politik in Form des Gouverneurs, über die Polizei mit Blanca und ihren Kollegen, über engagierte Bürger wie den Radiomoderator und eine Chronistin der Morde, bis hin zu den jungen Wanderarbeitern Sara (Carolina Politi) und Cutberto (Ivan Cortes).

Die gesamte Tragödie gewinnt anhand des Beispiels von Sara und Cutberto ein Gesicht. Der junge Wanderarbeiter erlebt durch Saras Zurückweisung eine große Enttäuschung. Durch falsche Freunde und deren frauenverachtende Vorstellung von Ehre, wird der naive Cutberto in eine Welt gezogen, in der es als normal betrachtet wird, eine Frau zu benutzen und dann einfach wegzuschmeißen. Da Tote nicht reden können ist der nächste Schritt, der Mord an dem Objekt der Begierde, nur rational.

„Paradies der Mörder“ ist kein Thriller, in dem es um eine junge Polizistin auf der Jagd nach einen Serienmörder geht. An den Morden sind viele beteiligt, jeder Mörder hat für sich seinen eigenen Grund zum Töten gefunden und in Juárez einen Ort, in dem er ohne Strafe dieser Tätigkeit nachgehen kann. Was diese Männer gemeinsamen haben ist die Gewissenlosigkeit in einem Land, das vom Rest der Welt bereits aufgegeben wurde, obwohl das Schicksal von Städten wie Juárez, nachhaltig von den westlichen Zivilisationen, also von uns geprägt wird. Unsere Teilnahmslosigkeit und eingeschränkte Sichtweise klagt „Paradies der Mörder“ an.

Wenn Blanca am Ende des Films einen Straftäter auf frischer Tat erwischt und daraufhin gezielt erschießt, ist sein rechtmäßig vergossenes Blut doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wenn am nächsten Tag keine Leichen gefunden werden, dann spätestens am Übernächsten. ()

alle Rezensionen von Jan Heesen ...
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Weitere Filminfos:

Originaltitel: El Traspatio
Land / Jahr: Mexiko 2009
Medien-Typ: DVD


Bonusmaterial:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten
Kommentare:

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