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Immer Drama um Tamara (Prokino)
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Ewedown in der englischen Grafschaft Dorset - ländlich, beschaulich und friedlich. Doch als Tamara Drewe (Gemma Arterton) aus London in ihr heimatliches Provinznest zurückkehrt, ist es damit schlagartig vorbei. Die Bewohner können ihren Augen kaum trauen, denn aus dem hässlichen Entlein von einst ist eine attraktive Verführerin geworden. ...
Inhaltsangabe zu Immer Drama um Tamara (Prokino): 
Ewedown in der englischen Grafschaft Dorset - ländlich, beschaulich und friedlich. Doch als Tamara Drewe (Gemma Arterton) aus London in ihr heimatliches Provinznest zurückkehrt, ist es damit schlagartig vorbei. Die Bewohner können ihren Augen kaum trauen, denn aus dem hässlichen Entlein von einst ist eine attraktive Verführerin geworden. Immer Drama um Tamara (Prokino) stammt aus dem Hause Eurovideo Bildprogramm GmbH.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Immer Drama um Tamara (Prokino):
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Immer Drama um Tamara (Prokino):
0Jean Lüdeke2011-04-28Subtiler britischer Humor der Extraklasse: Es ist wirklich nichts so, wie es den Anschein hat: Das beweist der Altmeister des New British Cinema Stephen Frears („Mein wunderbarer Waschsalon“, „Gefährliche Liebschaften“) diesem perfekten Provinz-Possenspiel. Unglaublich, was alles Abstruses geschieht, wenn eine erotische und selbstbewusste Journalistin namens Tamara Drewe (Bondgirl Gemma Arterton) in ihr Heimatdorf zurückkehrt, um das Haus ihrer verstorbenen Mama zu veräußern. Sie manövriert sie sich in die Grauzone zwischen Reiz, Respekt und Rechtfertigungen vor und von den Mannsbild-Herzen. Wie die tolle Tamara alle reihenweise kollabieren lässt, bebildert diese Filmgroteske süffisanter Manier. Frears delegiert dabei den Zuschauer in die sonst so beruhigende Bilderbuch-Beschaulichkeit der Grafschaft Dorset. Dort, wo sich nicht einmal mehr Fuchs und Hase gute Nacht wünschen, wirbelt der vollbusige Belzebub Tamara als personifiziertes Aphrodisiakum geschlechtliche Gewohnheiten geehelichte Gesetze durcheinander. Sie hat sich aus dem ehemaligen, unscheinbaren Entlein zum wohlgeformten Paradiesvogel gemausert. Die Eingeborenen von Ewedown trauen nun ihren Augen nicht, und flugs wird die Fremde zum obskuren Objekt chauvinistischer Begierden. Man(n) verstrickt und verhaspelt sich in amüsante Katz-und-Maus-Spielchen, die von „Liebe“ und Libido, vor allem durch heimtückische Intrigen befeuert werden. Da wären beispielsweise der Rockdummer Ben (Dominic Cooper), den gleich in die Horizontale befördert, der verdruckste Schriftsteller mit Schreibblockade Glen (Bill Camp) oder der nette Andy, (Luke Evans), ihr ehemaliger Jugendfreund. Mit typisch britischem Humor fokussiert der 1941 geborene Frears, Mitbegründer des New British Cinema, die irrwitzige Ménage à tous um den frivolen Rachefeldzug einer Frau, der an Originalität seinesgleichen sucht. Dabei hat er sich aus der Vorlage brillant bedient; am Anfang war Thomas Hardys Roman "Am grünen Rand der Welt". Daraus kreierte die britische Cartoonistin Posy Simmonds den Comicstrip "Tamara Drewe, der in der Tagesgazette "The Guardian" und als Graphic Novel publiziert wurde. Das respektable Resultat ist ein larmoyanter und hintergründiger Blick auf das ach so idyllische Universum einer ländlichen Gemeinde, die durch den Besuch der Sirene in ein bittersüßes und gefahrvolles Gefühlschaos stürzt. Maliziöse Moral, Lügengespinste und Liebesfallen schicken dabei den Betrachter in den unheilbar gesunden Zwiespalt von Erstaunen und Gelächter. Es sind gerade die minutiös porträtierten Figuren dieser grotesken Szenerie, die hier ein kaleidoskopartiges Panoptikum eines Nihilismus in Gang setzen: Gerade weil Tamara im Zentrum sexistischer und dramatischer Verwicklungen weilt, hängen Herz und Hirn des Regisseurs vor allem an Tamaras Antagonistin, der liebenswerten Sympathieträgerin Beth alias Tamsin Greig als stets hintergangene Gattin. Fazit: Intelligente wie augenzwinkernde Unterhaltung der besonderen Art. ...
Subtiler britischer Humor der Extraklasse: Es ist wirklich nichts so, wie es den Anschein hat: Das beweist der Altmeister des New British Cinema Stephen Frears („Mein wunderbarer Waschsalon“, „Gefährliche Liebschaften“) diesem perfekten Provinz-Possenspiel. Unglaublich, was alles Abstruses geschieht, wenn eine erotische und selbstbewusste Journalistin namens Tamara Drewe (Bondgirl Gemma Arterton) in ihr Heimatdorf zurückkehrt, um das Haus ihrer verstorbenen Mama zu veräußern. Sie manövriert sie sich in die Grauzone zwischen Reiz, Respekt und Rechtfertigungen vor und von den Mannsbild-Herzen. Wie die tolle Tamara alle reihenweise kollabieren lässt, bebildert diese Filmgroteske süffisanter Manier. Frears delegiert dabei den Zuschauer in die sonst so beruhigende Bilderbuch-Beschaulichkeit der Grafschaft Dorset. Dort, wo sich nicht einmal mehr Fuchs und Hase gute Nacht wünschen, wirbelt der vollbusige Belzebub Tamara als personifiziertes Aphrodisiakum geschlechtliche Gewohnheiten geehelichte Gesetze durcheinander. Sie hat sich aus dem ehemaligen, unscheinbaren Entlein zum wohlgeformten Paradiesvogel gemausert. Die Eingeborenen von Ewedown trauen nun ihren Augen nicht, und flugs wird die Fremde zum obskuren Objekt chauvinistischer Begierden. Man(n) verstrickt und verhaspelt sich in amüsante Katz-und-Maus-Spielchen, die von „Liebe“ und Libido, vor allem durch heimtückische Intrigen befeuert werden. Da wären beispielsweise der Rockdummer Ben (Dominic Cooper), den gleich in die Horizontale befördert, der verdruckste Schriftsteller mit Schreibblockade Glen (Bill Camp) oder der nette Andy, (Luke Evans), ihr ehemaliger Jugendfreund. Mit typisch britischem Humor fokussiert der 1941 geborene Frears, Mitbegründer des New British Cinema, die irrwitzige Ménage à tous um den frivolen Rachefeldzug einer Frau, der an Originalität seinesgleichen sucht. Dabei hat er sich aus der Vorlage brillant bedient; am Anfang war Thomas Hardys Roman "Am grünen Rand der Welt". Daraus kreierte die britische Cartoonistin Posy Simmonds den Comicstrip "Tamara Drewe, der in der Tagesgazette "The Guardian" und als Graphic Novel publiziert wurde. Das respektable Resultat ist ein larmoyanter und hintergründiger Blick auf das ach so idyllische Universum einer ländlichen Gemeinde, die durch den Besuch der Sirene in ein bittersüßes und gefahrvolles Gefühlschaos stürzt. Maliziöse Moral, Lügengespinste und Liebesfallen schicken dabei den Betrachter in den unheilbar gesunden Zwiespalt von Erstaunen und Gelächter. Es sind gerade die minutiös porträtierten Figuren dieser grotesken Szenerie, die hier ein kaleidoskopartiges Panoptikum eines Nihilismus in Gang setzen: Gerade weil Tamara im Zentrum sexistischer und dramatischer Verwicklungen weilt, hängen Herz und Hirn des Regisseurs vor allem an Tamaras Antagonistin, der liebenswerten Sympathieträgerin Beth alias Tamsin Greig als stets hintergangene Gattin. Fazit: Intelligente wie augenzwinkernde Unterhaltung der besonderen Art. (Jean Lüdeke)
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0Frank Brenner2011-05-14Aus der Feder von Posy Simmonds, einer der bekanntesten und höchstdekorierten Comic-Zeichnerinnen Großbritanniens, stammen auch die Erlebnisse der Landeis Tamara Drewe. Diese dienten nun dem neuen Film von Regiealtmeister Stephen Frears („Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten“) als Vorlage. Wer hier nun allerdings ein Superheldenepos oder ein quietschend buntes Funny erwartet, der verkennt die Entwicklung, die Comics und „Graphic Novels“ in den letzten Jahren genommen haben. Denn den Eindruck einer Comicadaption erweckt „Immer Drama um Tamara“ eigentlich nicht in einer einzigen Minute.
Jene Tamara Drewe (Gemma Arterton) tritt in ihrem verschlafenen englischen Geburtsort ihr Erbe an. Sie besichtigt das Haus ihrer verstorbenen Mutter in der Absicht, es renovieren zu lassen und gewinnbringend zu verkaufen. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der Bauernhof der Hardiments, die dort Schriftstellern ein Refugium bieten, um ungestört ihren Gedanken nachhängen und ihre neuesten Werke zu Papier bringen zu können. Wie sich bald herausstellen wird, liefert die Ankunft von Tamara für einige von ihnen neue Ideen für die Romane, an denen sie gerade arbeiten. Auch der Musiker Ben (Dominic Cooper), der so manchem Teenager im Ort schlaflose Nächte bereitet, taucht in Ewedown auf und wirbelt das Landidyll gehörig durcheinander.
Der größte Nachteil von Stephen Frears’ Film liegt wohl in der Vielzahl an Figuren und Handlungssträngen, denen er sich in seiner knapp zweistündigen Laufzeit annimmt. Immer wieder springt er in seiner Erzählung zwischen den vielen Beteiligten hin und her, reißt deren Probleme und Charakterisierungen lediglich an und verzettelt sich zunehmend in einer bruchstückhaften Handlung ohne wirkliche Identifikationsfiguren und empathisches Potenzial. Das ist sicherlich teilweise der Comicvorlage geschuldet, die auch nacheinander verschiedene Ich-Erzählerpositionen einnimmt, ist in Filmform allerdings etwas kontraproduktiv. Dennoch bleiben einige herrlich komische Szenen und Einstellungen, wenn der Film die festgefahrenen Abläufe in der Provinz parodiert und gleichermaßen mit den Befindlichkeiten von neuzeitigen Medienstars abrechnet und jene Szene genüsslich demaskiert. Unterhaltsam ist der Film also allemal, auch wenn man sich auf seinen ungewöhnlichen Erzählrhythmus erst einmal einlassen muss.
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Aus der Feder von Posy Simmonds, einer der bekanntesten und höchstdekorierten Comic-Zeichnerinnen Großbritanniens, stammen auch die Erlebnisse der Landeis Tamara Drewe. Diese dienten nun dem neuen Film von Regiealtmeister Stephen Frears („Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten“) als Vorlage. Wer hier nun allerdings ein Superheldenepos oder ein quietschend buntes Funny erwartet, der verkennt die Entwicklung, die Comics und „Graphic Novels“ in den letzten Jahren genommen haben. Denn den Eindruck einer Comicadaption erweckt „Immer Drama um Tamara“ eigentlich nicht in einer einzigen Minute.
Jene Tamara Drewe (Gemma Arterton) tritt in ihrem verschlafenen englischen Geburtsort ihr Erbe an. Sie besichtigt das Haus ihrer verstorbenen Mutter in der Absicht, es renovieren zu lassen und gewinnbringend zu verkaufen. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der Bauernhof der Hardiments, die dort Schriftstellern ein Refugium bieten, um ungestört ihren Gedanken nachhängen und ihre neuesten Werke zu Papier bringen zu können. Wie sich bald herausstellen wird, liefert die Ankunft von Tamara für einige von ihnen neue Ideen für die Romane, an denen sie gerade arbeiten. Auch der Musiker Ben (Dominic Cooper), der so manchem Teenager im Ort schlaflose Nächte bereitet, taucht in Ewedown auf und wirbelt das Landidyll gehörig durcheinander.
Der größte Nachteil von Stephen Frears’ Film liegt wohl in der Vielzahl an Figuren und Handlungssträngen, denen er sich in seiner knapp zweistündigen Laufzeit annimmt. Immer wieder springt er in seiner Erzählung zwischen den vielen Beteiligten hin und her, reißt deren Probleme und Charakterisierungen lediglich an und verzettelt sich zunehmend in einer bruchstückhaften Handlung ohne wirkliche Identifikationsfiguren und empathisches Potenzial. Das ist sicherlich teilweise der Comicvorlage geschuldet, die auch nacheinander verschiedene Ich-Erzählerpositionen einnimmt, ist in Filmform allerdings etwas kontraproduktiv. Dennoch bleiben einige herrlich komische Szenen und Einstellungen, wenn der Film die festgefahrenen Abläufe in der Provinz parodiert und gleichermaßen mit den Befindlichkeiten von neuzeitigen Medienstars abrechnet und jene Szene genüsslich demaskiert. Unterhaltsam ist der Film also allemal, auch wenn man sich auf seinen ungewöhnlichen Erzählrhythmus erst einmal einlassen muss.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Immer Drama um Tamara (Prokino):
Originaltitel: Tamara Drewe
Land / Jahr: Großbritannien 2010
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Immer Drama um Tamara (Prokino):
Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Special, B-Roll
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Bei der Vorstellung des Titels Immer Drama um Tamara (Prokino) handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
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