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Trailer zum Film
TECHNISCHE DATEN
zu Good Food, Bad Food - Anleitung für eine bessere Landwirtschaft

RC 2 FSK ohne Altersbeschränkung
DVD-Typ: 1 x DVD
Medium: DVD
Genre: Special-Interest
Bildformat:
16:9 anamorph
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1,Französisch: Dolby Digital 2.0
Verpackung: Amaray Case
Untertitel:
Deutsch
Anbieter:
Alive AG
Label:
Alamode Film
EAN-Code:
4042564129885 / 4042564129885
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Good Food, Bad Food - Anleitung für eine bessere Landwirtschaft

Titel:

Good Food, Bad Food - Anleitung für eine bessere Landwirtschaft

Label:

Alamode Film

Laufzeit:
113 Minuten
Genre:
Special-Interest
FSK:
Keine Einschränkung
Erscheinung:
20.05.2011

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Kaufen, Bestellen oder Ausleihen: Good Food, Bad Food - Anleitung für eine bessere Landwirtschaft DVD

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Stand der Preise: 30.05.2012 00:38:05.
Inhaltsangabe zu Good Food, Bad Food - Anleitung für eine bessere Landwirtschaft: Housekeeper`s Revenge - 2 Disc Edition Unser Täglich Brot


Was haben französische Mikrobiologen, die Millionen Wanderarbeiter Brasiliens, Vandana Shinas experimentelle Bauernhöfe in Indien und die Landwirte der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine gemeinsam? Alle verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Verbesserung der Bodenqualität und die Wiederherstellung der Saatenvielfalt – zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel. Die französische Regisseurin Coline Serreau, („St. Jacques...Pilgern auf Französisch“) zeigt in ihrem neuen Dokumentarfilm Menschen, die dagegen kämpfen, dass unsere Böden durch chemische Dünger und Pestizide vergiftet werden. Und die sich dagegen wehren, dass nur wenige skrupellose Konzerne weltweit das Saatgutangebot kontrollieren und die Bauern erpressen. In „GOOD FOOD BAD FOOD – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“ begegnen wir faszinierenden Persönlichkeiten, die vielfältige Lösungen für die intelligentere Nutzung unserer begrenzten Ressourcen gefunden haben. Good Food, Bad Food - Anleitung für eine bessere Landwirtschaft stammt aus dem Hause Alive AG.


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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Good Food, Bad Food - Anleitung für eine bessere Landwirtschaft:
Good Food, Bad Food - Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“ von Coline Serreau auf DVD.

Die vielfach ausgezeichnete französische Regisseurin Coline Serreau zeigt in ihrem Dokumentarfilm „Good Food, Bad Food“ die Folgen der industrialisierten Landwirtschaft. Im Gegensatz zu anderen Dokumentationen („We feed the World“, „Unser täglich Brot“, „Monsanto, mit Gift und Genen“) werden hier nicht nur Verfehlungen, sondern auch reale Lösungsansätze zur Verhinderung der Ausbeutung der Erde aufgezeigt. Alamode Film bringt dieses Plädoyer für eine nachhaltige Landwirtschaft mit über einer Stunde Bonusmaterial auf DVD heraus.

Die „Grüne Revolution“ ist eine Folge der beiden Weltkriege und hat Millionen Bauern vernichtet. Aus den Ammoniak- und Giftgasüberschüssen wurden Kunstdünger und Insektenvernichtungsmittel. Mit dem Einverständnis der Landwirtschaft wurden so die multinationalen Konzerne und das Finanzkapital unterstützt. Doch der auf die Landwirtschaft angewandte Industriekapitalismus hat keine Zukunft. Dieser teuflische Kreislauf nützt nur wenigen Konzernen. Sie stellen nicht nur den Kunstdünger her, sondern auch Medikamente gegen durch verseuchte Nahrung erlittene Krankheiten. Eine Folge dieses Raubbaus sind Hungernöte und Suizide von Bauern in der dritten Welt, denen die Lebensgrundlage genommen wird, weil man sie nicht mehr braucht. Betroffen sind 600 Millionen Menschen in Indien und 800 Millionen in Afrika. Selbst in Frankreich gibt es 35.000 Betriebe und vier Millionen Landwirte weniger als noch vor kurzem. In der dritten Welt vertreibt die „Grüne Revolution“, die den Friedensnobelpreis bekam, Millionen von Menschen in die Vorstadt-Ghettos.

Doch es werden auch erfreuliche Gegenbeispiele gezeigt, so ein Bauer in Indien, der wieder auf ökologischen Landbau umgestellt hat. Er nutzt Natur statt Chemie und hat einen gesunden Humusboden durch Viehdünger. In Brasilien betreibt eine „Bewegung der landlosen Bauern“ organischen Landbau auf besetztem Land. Ukrainische Bauern wurden jahrzehntelang zur intensiven Landwirtschaft gezwungen. Neuerdings dürfen sie auch wieder traditionell wirtschaften, solange sie den Plan erfüllen. So ist der Ertrag in der weltgrößten Bioplantage weit besser, weil nicht gepflügt und nur natürlicher Dünger eingesetzt wird. In Indien setzen die Bauern selbsthergestellten Kompost aus Biomasse auf ihren Reisfeldern ein, sorgen für Fruchtwechsel und gewähren der Erde Ruhephasen. So gibt es gesunde Kühe und die Landflucht kann gestoppt werden. Diese positiven Beispiele sind noch Ausnahmen. Denn die meisten Bauern halten sich an das Diktat der internationalen Großkonzerne, und das heißt Wachstum um jeden Preis. Durch Kunstdünger, Pestizide und zu starkes Pflügen gibt es heute kein Gleichgewicht zwischen Feld, Wald und Vieh mehr. Die Chemikalien zerstören die Böden, die ausgelaugte Erde wird zu einer virtuellen Wüste. Die Agraringenieure lernen heute keine Mikrobiologie mehr, denn der Erhalt des Lebens zählt nicht. Die Chemikalien töten jedes Leben im Boden, auch die Mikroben, die für gesunde lockere Humusböden verantwortlich sind. Die Folge sind betonharte und karge Böden, Erosion und Überschwemmungen. Weil keine Luft in diese Böden kommt, muss umso mehr Kunstdünger eingesetzt werden, womit sich der Teufelskreis zum Segen der Konzerne schließt. Dabei könnte man mit weniger Pflügen und Holzmulche aus Hecken und Bäumen auch ohne Dünger die Erde natürlich beleben.

Mit mafiösen Strukturen haben fünf multinationale Konzerne, an der Spitze Monsanto, mit dem Saatgut, das am Beginn der Nahrungskette steht, die Kontrolle über die weltweite Lebensmittelproduktion. Bewährte traditionelle und regionale Sorten werden durch Saatgut-Monopolisierung und Patentschutz verdrängt, Bauern erpresst und in die Abhängigkeit getrieben. Das Hybrid-Saatgut, das die Konzerne anbieten, gedeiht nur mit Kunstdünger auf Erdölbasis. Die Folge ist eine beängstigende Verarmung der Arten. Gab es früher 3600 Apfelsorten in Frankreich, so sind es heute nur noch fünf. Und diese Sorten wie der Golden Delicious brauchen viele Pestizide zum Gedeihen. Am liebsten hätten die Konzerne eckige Tomaten und Eier, weil sie effizienter zu verpacken wären. Hühner ohne Federn zu züchten rechnet sich nicht, denn die zusätzliche Heizung der frierenden Tiere würde mehr kosten als die Entfernung der Federn. Damit der Samen nicht zu einer handelbaren Ware wird, haben sich Landwirte in Indien eigene Samenbanken angelegt, so etwa mit 400 Sorten Reis, die sie gegenseitig austauschen können. Gentechnisch veränderte Organismen sind Pestizidpflanzen, die großen Schaden an der Umwelt verursachen. Wenige neue Sorten werden so gezüchtet, dass sie ohne bestimmte chemische Mittel nicht auskommen. Das Vieh würde gentechnisch verändertes Futter nicht fressen, wir Menschen müssen zwischen guter und schlechter Nahrung unterscheiden. Besonders katastrophal ist das Bio-Ethanol-Projekt in Brasilien. Um Biokraftstoff aus Pflanzen zu erzeugen werden riesige Landstriche zu Wüsten gemacht. So wird Nahrung zur Ware, und die Autofahrer hungern arme Menschen aus. Das geschieht auch durch Exporte von Tierfutter in Industrieländer. So importiert Frankreich 80 Prozent seines Tierfutters. Besonders anschaulich drückt es ein Wissenschaftler aus: Würden alle Menschen so verschwenderisch und ausbeuterisch wie die Amerikaner leben, bräuchten wir sechs Planeten. Das Perverse dabei ist, dass mit der Zerstörung der Umwelt das Bruttoinlandsprodukt und somit der Wohlstand wächst. Aber dieses vermeintliche Wachstum wird bald als Bumerang zurückschlagen. Denn Hunderte Millionen von Afrikaner und Asiaten werden irgendwann einmal in die reichen nördlichen Regionen drängen.

Was kann man gegen diese Misere unternehmen? Die Verbraucher haben die Macht, indem sie Produkte der multinationalen Konzerne boykottieren. Die Landwirte müssen umdenken und zurück zu alten Formen der Landwirtschaft. Das ist kein Rückschritt in die Steinzeit, denn der Bauer von morgen muss manuell und intellektuell arbeiten. Das würde eine Million Arbeitsplätze in Frankreich bringen. Die Bevölkerung hat das Recht und die Pflicht, sich selbst zu ernähren, unabhängig von dem Diktat internationaler Konzerne. Statt Welthandel sollte es nur noch lokalen Handel geben. Diese Kontrolle über die Nahrungskette hat Rudolf Steiner schon in seiner biodynamischen Methode beschrieben. Mit kleinbäuerlicher und ökologischer Landwirtschaft können mit traditionellem Wissen lokale Ressourcen nachhaltig und effizient genutzt werden. Nur nachhaltige Landnutzungsformen können dauerhaft zu gesunden Lebensmitteln, fruchtbaren Böden und sauberem Wasser für möglichst alle Menschen führen. (Johannes Kösegi)


Coline Serreau ist bislang eher durch ihre Spielfilme („Drei Männer und ein Baby“) bekannt gewesen, mit Dokumentarfilmen verband man ihren Namen hierzulande noch nicht. Mit „Good Food, Bad Food“ hat sie sich nun offensichtlich einem Herzensprojekt angenommen, bei dem sie nicht nur auf dem Regiestuhl saß, sondern auch noch erstmals direkt die Kameraarbeit selbst übernahm. Das merkt man dem Film mitunter leider an, nicht nur, weil er an manchen Stellen durch falsche Fokussierung Unschärfen aufweist, sondern auch durch die einseitige und den simpelsten Konventionen des Genres folgende Herangehensweise an die Thematik. Dabei hätte es der behandelte Gegenstand durchaus verdient, eine angemessene und öffentlichkeitswirksame Beachtung geschenkt zu bekommen. Es geht im Film nämlich um den grenzenlosen Raubbau an der Natur, der für die zahlreichen Experten und Fachleute, die hier zu Wort kommen, ziemlich eindeutig auf die beiden Weltkriege als Ursprung zurückzuführen ist. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden nämlich chemische Kampfstoffe entwickelt, deren Einsatzmöglichkeiten nach 1945 stark eingeschränkt waren. Auch die Industrie litt unter dem Kriegsende, da nun keine Kampfmaschinen mehr benötigt wurden. Als logische Konsequenz nahm man sich der Landwirtschaft an, die als elementarer Bestandteil des Lebens unabdingbar ist. Die Chemikalien wurden nun zur Schädlingsbekämpfung auf den Feldern eingesetzt, Traktoren und Erntemaschinen fungierten als Nachfolger für die Panzer. Im Film wird deutlich, dass die großen Unternehmen mit dieser Strategie Kleinbauern im Laufe der Jahrzehnte zu einer aussterbenden Spezies machten, da Essen mittlerweile nur noch in industrieller Großproduktion auf riesigen Plantagen, Vieh nur noch durch Massentierhaltung am Fließband gezüchtet wird. Dadurch geht die Bindung des Menschen zur Natur verloren, die nur noch als Lebensmittellieferant ausgebeutet wird, ohne, dass man sich um deren Regeneration Gedanken machen würde. All das ist fraglos richtig und zu viel davon nach wie vor bei einer breiten Bevölkerungsschicht nicht bekannt, weil die millionenschweren Wirtschaftslobbyisten zu vertuschen wissen, was ihre Gewinne schmälern könnte. Aber dass Coline Serreau die Ansicht der von ihr unterstützten Biobauern für sich alleine stehen lässt und nicht ein einziges Mal ein Vertreter der Gegenseite zu Wort kommt, ist ein schwerer Fehler, wenn man wirklich Überzeugungsarbeit leisten will. Auf diese Weise bleiben zu viele Fragen offen, denn nur einige von ihnen klären sich zufällig durch die verschiedenen Aussagen der Interviewten. Etwas weniger Blauäugigkeit und etwas mehr investigativer Aufklärungswille à la Michael Moore hätten dieser redlichen Dokumentation jedenfalls nicht geschadet. (Frank Brenner)


Wenn man sich diese sorgsam recherchierte Filmstudie zu sehr zu herzen nimmt, bleibt einem nur noch eine Möglichkeit. Zu verhungern, oder die archaische Back to The Roots-Variante zu wählen. Das hieße im Kleinen Beeren sammeln, Löwenzahn pflücken und Tomaten anpflanzen. Kurz gesagt: „Essen“ in puristischer Eigenregie selbst zu produzieren: Keine Frage: Essen ist Leben und bestimmt das Leben der Menschheit, in den letzten Jahren in immer horribleren Auswirkungen. Wo kommt es her, unter welchen Umständen ist es entstanden? Immer mehr genmanipuliertes Essen findet sich in den Regalen der Supermärkte. Essen, das nicht nur für den Verbraucher, sondern auch für das ökologische Gleichgewicht unkalkulierbare und unglaubliche Gefahren verbergen. Das Fazit der „Saint Jacques… Pilgern auf Französisch“- Regisseurin: Horrible Fakten über eine Industrie, die nur eins im Sinn hat: Profit. Der Film dokumentiert die Zusammenhänge zwischen politischen und marktwirtschaftlichen Faktoren, die für Entstehung und Qualität unserer Nahrung verantwortlich sind und beleuchtet die Machenschaften multinationaler Unternehmen, deren Ziel es ist, die weltweite Nahrungsmittelindustrie zu kontrollieren. Ein wichtiger, treffender und überzeugender Beitrag, packend und aufklärend zugleich. In den USA beispielsweise ist genmanipulierte Nahrung banalisiert und alltäglich. Die meisten, höchst unterschiedlichen heimischen Sorten von Getreide und Gemüse auf den Großfeldern sind einigen wenigen genetisch modifizierten gewichen. Die Auswirkungen der Gentechnik auf den menschlichen Körper sind wohl erst in Langzeitstudien festzustellen - die agrikulturellen Auswirkungen sind mehr als deutlich sichtbar.

Wir haben uns schon zu sehr daran gewöhnt, an Massentierhaltung übelster Art, großflächiger Dünger- und Pestizideinsatz, ausgelaugte Böden, verseuchte Gewässer. Nahrung ist zur katastrophalen Fabrikware degeneriert. Multinationale Agrarkonzerne haben die Macht über die Ernährung schon lange inne. Gottlob gibt es grüne Robin Hoods, wie kurioserweise die bekannte französische Filmemacherin Coline Serreau, (Drei Männer und ein Baby) zeigt in ihrem Film Menschen, die Alternativen entwickelt haben. Sie leben und arbeiten in den unterschiedlichsten Regionen der Welt. Was sie wollen: die Ackerböden verbessern und die Saatenvielfalt wiederherstellen. Chemische Dünger und Pestizide sind für sie tabu. Den skrupellosen Nahrungsmittel- Herstellern, die weltweit das Saatgut zu kontrollieren und die Bauern zu erpressen versuchen, erheben sie sich verzweifelt und vehement zugleich. Von Europa nach Indien über Brasilien, die Ukraine und Marokko führt die Reise, die erschreckend erhellt: Es geht heute nicht mehr um Ernährung und um den Menschen, sondern um Gewinnmaximierung. Na dann: „Prost Mahlzei.“ (Jean Lüdeke)


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