After.Life
Schauspieler / Schauspielerinnen in After.Life:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu After.Life:
Nach einem Autounfall findet sich Anna in der Leichenhalle des Bestatters Eliot wieder. Obwohl sie noch atmet, erklärt ihr Eliot, dass sie bei dem Unfall gestorben sei und nur er mit ihr reden kann, da er eine Gabe habe, die den Toten den Übergang vom Leben in den Tod erleichtern soll. Doch Anna will nicht wahrhaben, was passiert ist und versucht aus ihrem Gefängnis, der Leichenhalle, zu entkommen. Auch Paul kann sich nicht mit dem Tod seiner Freundin abfinden und ist davon überzeugt, dass Anna noch am Leben ist. Die Grenze zwischen Leben und Tod scheint zu verschwinden… „After.Life“ besitzt durchaus Potential und könnte durch den gewählten Ansatz ein interessanter Beitrag zur Auseinandersetzung mit der Thematik Leben und Tod werden. Doch schnell wird klar, dass es sich bei Regisseurin Wojtowicz-Vosloos Film um übliche DVD-Kost handelt. Angefangen mit der lieblosen Einführung bis hin zur einfallslosen Entwicklung der Geschichte, ist der Film ein Musterbeispiel für verschenktes Potential. So dauert es keine zehn Minuten, bis Anna in der sterilen Leichenhalle aufwacht. Ärgerlicherweise reicht die Zeit davor weder aus, um Anna als Protagonistin aufzubauen, noch, um den Nebencharakteren mehr als stereotypische Eigenschaften zuzuschreiben. Gerade der Ausbau von Annas Figur wäre anfangs wichtig gewesen, da es somit zum unmöglichen Unterfangen für die Zuschauer wird, mit der Hauptperson mit zu fiebern, geschweige denn, sich in sie hineinzuversetzen. Es ist allerdings nicht nur die Distanz zu den Charakteren, die „After.Life“ zu einem langweiligen Film machen. Es ist das ständige abhandeln von überflüssigen Szenen, die sich nicht in ein Gesamtkonzept eingliedern wollen. Regisseurin Wojtowicz-Vosloo versucht den Spannungsbogen immer wieder aufzubauen, allerdings gelingt ihr dabei das Zusammenspiel zwischen den Horrormomenten und den dramatischen Szenen. Der scheinbar mutige Versuch alle drei Komponenten ernsthaft unter einen Hut zu kriegen, endet in einem zusammengewürfelten Mischmasch, der in sich wenig konsequent, noch passend ist. Dazu kommt die oberflächliche Behandlung der „Leben und Tod“-Thematik, deren Aufarbeitung in Standartdialogen erfolgt. Im Gegensatz zu den inhaltlichen Schwächen, erweist sich der Cast als positiver Lichtblick. Liam Neeson hatte zwar definitiv schon bessere Zeiten, trotzdem wertet alleine seine physischen Präsenz „After.Life“ auf. Mit viel Ruhe handelt er seine Rolle ab. Seine zwei Co-Stars, Christina Ricci und Justin Long , spielen ebenfalls ohne einen Höhepunkt in ihrer Karriere zu markieren, dennoch helfen die drei Hauptdarsteller die viel zu lang geratene Laufzeit zu überbrücken. Handwerklich kann sich „After.Life“ zwar nicht als Highlight bezeichnen, doch in Anbetracht des geringen Budgets ist die erste Regiearbeit von Wojtowicz-Vosloo durchwegs solide und optisch in Ordnung. Die Musik von Komponist Paul Haslinger passt sich zwar sehr dem Horrorgeschehen an, darf aber dennoch als eine der Stärken im Film gesehen werden, da durch diese Gestaltungsmethode ein einheitlicher Rahmen gegeben wird, selbst wenn keine er Melodien im Ohr bleibt. Fazit: Viel verschenktes Potential und wenig sehenswerte Momente bietet das Regiedebüt von Agnieszka Wojtowicz-Vosloo. Wer an dem Cast seinen Gefallen findet und allgemein nichts gegen B-Movies hat, könnte unter Umständen Gefallen an „After.Life“ finden. Ansonsten bietet der Film allerdings nichts, was ihn über das untere Mittelmaß hinausheben würde. (Matthias Hopf) alle Rezensionen von Matthias Hopf ...
Anna Taylor (Christina Ricci) hat einen guten Job als Grundschullehrerin und in Paul Coleman (Justin Long) einen Freund, der bereits Pläne für eine gemeinsame Zukunft schmiedet. Trotzdem ist sie unzufrieden mit ihrem Leben. Auch Paul scheint sie nicht richtig verstehen zu wollen, so dass die beiden häufig aneinander vorbei reden und sich dadurch unnötig in die Haare kriegen. Als er ihr bei einem romantischen Abendessen von einem guten Jobangebot in Chicago erzählt, kommt er gar nicht dazu, sie zu bitten ihn zu begleiten. Anna fasst seine Einleitung als Auftakt zu einer Trennungsrede auf, verlässt zornig das Restaurant und stirbt kurz darauf bei einem Autounfall. Wobei so richtig tot fühlt sich Anna nicht, als sie kurze Zeit später im Labor des Leichenbestatters Eliot Deacon (Liam Neeson) aufwacht. Dieser reagiert jedoch nur mit einem resignierten Seufzen, denn anscheinend hört er die Geschichte von jedem seiner „Kunden“. Deacon erklärt Anna, dass er in der Lage ist mit den Toten zu kommunizieren und es seine Aufgabe ist, ihnen zu helfen den Tod zu akzeptieren. Anna kann und will ihm diese Geschichte nicht abkaufen. Auf alle erdenklichen Arten versucht sie an ihrem Leben festzuhalten.
Als ich das erste Mal von dem bald erscheinenden Film „After.Life“ (2009) hörte, war ich enorm neugierig darauf, inwiefern es die Regisseurin Angnieszka Wojtowicz-Vosloo schafft, aus dieser Geschichte einen funktionierenden Film zu machen. Besonders, da es ihr Debüt als Regisseurin ist und dieses direkt mit einem großen Budget und namhaften Schauspielern aufwarten kann. Die Story ist also darauf ausgelegt die Hauptfigur so wie den Zuschauer im Zweifel zu lassen, ob Deacon die Wahrheit spricht oder er sich einen äußerst makaberen Scherz erlaubt. Unter dieser Prämisse funktioniert der Film für eine knappe Stunde erstaunlich gut. Spätestens dann kommt jedoch der Punkt, an dem jedem Zuschauer klar wird, woher der Wind weht. Hier macht Angnieszka Wojtowicz-Vosloo, die auch an dem Drehbuch mitgearbeitet hat, den verhängnisvollen Fehler dem Zuschauer gnadenlos bis zum Filmende hin beide Lösungsmöglichkeiten verkaufen zu wollen. Als Resultat dessen fühlt sich der Zuschauer die verbleibende Filmzeit betrogen und hofft (vergebens), dass dieser eine klare Stellung bezieht. Dadurch hätte der Film nur gewinnen können, denn für eine komplette Spielfilmlänge ist die Grundlage der Story dann doch zu dünn. Es wäre nichts verkehrt daran gewesen, zur Geschichtsmitte hin einen Wechsel zu vollziehen, was besonders der Spannung zugute gekommen wäre. Diese soll durch zwei Nebenhandlungen aufkommen, die außerhalb der Leichenhalle spielen. Zum einen ist da Jack (Chandler Canterbury), ein Schüler von Anna, in dem Deacon einen möglichen Nachfolger zu erkennen glaubt und der Anna lebend an einem Fenster des Instituts zu sehen bekommt. Jack soll laut Drehbuch wohl in die beliebte Filmkerbe übersinnlich begabter Creepy-Kids hauen, jedoch fehlen ihm da Schwung und Technik für. Justin Long hat noch im selben Jahr bei „Drag Me to Hell“ einen besseren Horrorfilmfreund spielen dürfen. In „After.Life“ ist er dazu verdammt in einigen Zeitschinderszenen den Hysteriker zu geben. Christina Ricci ist sehr entspannt. Zum einen schreibt ihr das die Rolle ja vor, denn Deacon behandelt sie auch mit allerlei Mittelchen, doch erscheint sie in Anbetracht ihrer Situation derart sediert, dass man überrascht ist, wenn zwischendurch mal so etwas wie Überlebenswillen aufkommt. Liam Neeson zeigt nur einmal mehr, was für ein fantastischer Schauspieler er ist, egal was für einen Quatsch das Drehbuch an Story und Dialogen vorgibt. Was das angeht hat er längst den ZEN-Level eines Michael Caine erreicht, der in seiner langen Karriere schon mit so einigen Albernheiten konfrontiert wurde und diese mit Bravur gemeistert hat. „After.Life“ scheitert an seiner Ambition mehr sein zu wollen als einfach nur ein Horrorfilm. Auch wenn dem Zuschauer die „Schätze dein Leben“-Message auf relativ plumpe Art und Weise wieder und wieder um die Ohren gehauen wird, bekommt er nicht den Eindruck diese von vitaler, kraftvoller Hand serviert zu bekommen. Vielmehr beklatschen hier nur die substanzlosen Hände eines körperlosen Gespenstes den Zuschauer für seine Toleranz und sein Durchhaltevermögen. (Jan Heesen) alle Rezensionen von Jan Heesen ... Reminder, PDF-Datenblatt zu After.Life, DVD:
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Weitere Filminfos zu After.Life: Originaltitel: After.Life Land / Jahr: USA 2009 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu After.Life:
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