Der ganz grosse Traum
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Der junge Lehrer Konrad Koch (Daniel Brühl) soll in einem altehrwürdigen deutschen Gymnasium im Jahre 1874 Englisch unterrichten. Um seine Schüler für die fremde Sprache und Kultur zu begeistern, greift er zu ungewöhnlichen Lehrmethoden und bringt ihnen eine ganz neue Sportart nahe, die er in England kennengelernt hat: Fußball. Statt Zucht, Disziplin und Gehorsam heißt es von nun an: Fairplay! Doch mit seiner unkonventionellen Art macht sich Koch ziemlich schnell auch Feinde: seine eher konservativ gestimmten Kollegen, die nur auf preußisch-militärischen Drill setzen, wie auch einflussreiche Eltern und Würdenträger der Stadt. Allen voran der reiche Geschäftsmann Richard Hartung, der den unkonventionellen Pädagogen um jeden Preis wieder los werden will. Doch dann ergreifen die Schüler die Initiative und Kochs großer Traum scheint zum Greifen nah … ...
Inhaltsangabe zu Der ganz grosse Traum: 
Der junge Lehrer Konrad Koch (Daniel Brühl) soll in einem altehrwürdigen deutschen Gymnasium im Jahre 1874 Englisch unterrichten. Um seine Schüler für die fremde Sprache und Kultur zu begeistern, greift er zu ungewöhnlichen Lehrmethoden und bringt ihnen eine ganz neue Sportart nahe, die er in England kennengelernt hat: Fußball. Statt Zucht, Disziplin und Gehorsam heißt es von nun an: Fairplay! Doch mit seiner unkonventionellen Art macht sich Koch ziemlich schnell auch Feinde: seine eher konservativ gestimmten Kollegen, die nur auf preußisch-militärischen Drill setzen, wie auch einflussreiche Eltern und Würdenträger der Stadt. Allen voran der reiche Geschäftsmann Richard Hartung, der den unkonventionellen Pädagogen um jeden Preis wieder los werden will. Doch dann ergreifen die Schüler die Initiative und Kochs großer Traum scheint zum Greifen nah … Der ganz grosse Traum stammt aus dem Hause Universum Film.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Der ganz grosse Traum:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Der ganz grosse Traum:
0Frank Brenner2011-08-16Eigentlich muss es einen schon ein wenig verwundern, dass in einer derart fußballbegeisterten Nation wie Deutschland kaum Filme über das Fußballspielen selbst realisiert werden. Neben dem überragenden „Wunder von Bern“ fallen einem erst nach reiflichem Überlegen noch einige seltene Beispiele wie „Fußball ist unser Leben“, „FC Venus“ oder die Dokumentation „Deutschland. Ein Sommermärchen“ ein. Hollywood huldigt den US-Nationalsportarten Football und Baseball in schöner Regelmäßigkeit, aber Deutschland scheint sich vor seinem liebsten Hobby in Filmform nach wie vor zu scheuen. Nun hat in dem Regiedebütanten Sebastian Grobler mal wieder jemand gewagt, Fußball im Film zu inszenieren, und die Geschichte, die er in „Der ganz große Traum“ zu erzählen hat, ist genauso haarsträubend wie in ihren Grundzügen verbürgt.
Es ist nämlich gerade mal gut 130 Jahre her, dass der Fußball Einzug nach Deutschland feierte, und Konrad Koch (im Film: Daniel Brühl) gebührt ein Großteil des Dankes hierfür. Der engagierte junge Lehrer hatte seine Ausbildung teilweise in Oxford absolviert und war in diesem Zusammenhang mit dem Ballsport in Berührung gekommen. Als er aufgrund eines Reformmodells eines fortschrittlichen Schulleiters in Braunschweig als Lehrer für die englische Sprache eingestellt wurde, brachte er seinen Schützlingen zusätzlich die Regeln des Fußballspiels nahe. In Sebastian Groblers Film ist diese Entwicklung folgerichtig hergeleitet, denn Schüler, Eltern und Lehrer waren am Ende des 19. Jahrhunderts noch ziemlich restriktiv eingestellt. Die Kaiser- und Landestreue erstickte jede Form des Spaßes im Keim, da dieser als Verlust der Contenance angesehen wurde. Unbedingte Obrigkeitshörigkeit und das eiserne Festhalten an überlieferten Erziehungs- und Rollenmodellen ließen da wenig Spielraum für Neues. In der Untertertia, in der Groblers Film angesiedelt ist, ist schon ein Schüler aus proletarischen Verhältnissen ein kaum zu duldender Frevel. Deswegen wird Joost (Adrian Moore) insbesondere von einem besonders privilegierten Schüler (Theo Trebs) nach Strich und Faden gemobbt. Koch erkennt frühzeitig, dass er gegen das verkrustete Gedankengut seiner jungen Schützlinge nur spielerisch ankommen kann. Deswegen integriert er das Fußballspiel in seinen Unterricht, das er nicht nur für eine sportliche Ertüchtigung hält, sondern auch für eine exzellente Basis zur Vermittlung von Teamgeist und Fairplay. Das Lehrerkollegium und der Förderverein der Schule indes können kaum glauben, dass die barbarischen Sitten Englands für die Ausbildung ihrer Jüngsten förderlich sind. Wie ein alter Hase spielt Grobler in seinem ersten Film auf der Gefühlsklaviatur und hat damit einen Film geschaffen, der US-amerikanischen Genregesetzmäßigkeiten folgt und spielerisch versteht, Begeisterung für das Gezeigte zu entfachen.
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Eigentlich muss es einen schon ein wenig verwundern, dass in einer derart fußballbegeisterten Nation wie Deutschland kaum Filme über das Fußballspielen selbst realisiert werden. Neben dem überragenden „Wunder von Bern“ fallen einem erst nach reiflichem Überlegen noch einige seltene Beispiele wie „Fußball ist unser Leben“, „FC Venus“ oder die Dokumentation „Deutschland. Ein Sommermärchen“ ein. Hollywood huldigt den US-Nationalsportarten Football und Baseball in schöner Regelmäßigkeit, aber Deutschland scheint sich vor seinem liebsten Hobby in Filmform nach wie vor zu scheuen. Nun hat in dem Regiedebütanten Sebastian Grobler mal wieder jemand gewagt, Fußball im Film zu inszenieren, und die Geschichte, die er in „Der ganz große Traum“ zu erzählen hat, ist genauso haarsträubend wie in ihren Grundzügen verbürgt.
Es ist nämlich gerade mal gut 130 Jahre her, dass der Fußball Einzug nach Deutschland feierte, und Konrad Koch (im Film: Daniel Brühl) gebührt ein Großteil des Dankes hierfür. Der engagierte junge Lehrer hatte seine Ausbildung teilweise in Oxford absolviert und war in diesem Zusammenhang mit dem Ballsport in Berührung gekommen. Als er aufgrund eines Reformmodells eines fortschrittlichen Schulleiters in Braunschweig als Lehrer für die englische Sprache eingestellt wurde, brachte er seinen Schützlingen zusätzlich die Regeln des Fußballspiels nahe. In Sebastian Groblers Film ist diese Entwicklung folgerichtig hergeleitet, denn Schüler, Eltern und Lehrer waren am Ende des 19. Jahrhunderts noch ziemlich restriktiv eingestellt. Die Kaiser- und Landestreue erstickte jede Form des Spaßes im Keim, da dieser als Verlust der Contenance angesehen wurde. Unbedingte Obrigkeitshörigkeit und das eiserne Festhalten an überlieferten Erziehungs- und Rollenmodellen ließen da wenig Spielraum für Neues. In der Untertertia, in der Groblers Film angesiedelt ist, ist schon ein Schüler aus proletarischen Verhältnissen ein kaum zu duldender Frevel. Deswegen wird Joost (Adrian Moore) insbesondere von einem besonders privilegierten Schüler (Theo Trebs) nach Strich und Faden gemobbt. Koch erkennt frühzeitig, dass er gegen das verkrustete Gedankengut seiner jungen Schützlinge nur spielerisch ankommen kann. Deswegen integriert er das Fußballspiel in seinen Unterricht, das er nicht nur für eine sportliche Ertüchtigung hält, sondern auch für eine exzellente Basis zur Vermittlung von Teamgeist und Fairplay. Das Lehrerkollegium und der Förderverein der Schule indes können kaum glauben, dass die barbarischen Sitten Englands für die Ausbildung ihrer Jüngsten förderlich sind. Wie ein alter Hase spielt Grobler in seinem ersten Film auf der Gefühlsklaviatur und hat damit einen Film geschaffen, der US-amerikanischen Genregesetzmäßigkeiten folgt und spielerisch versteht, Begeisterung für das Gezeigte zu entfachen.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Der ganz grosse Traum:
Originaltitel: Der ganz grosse Traum
Land / Jahr: Deutschland 2010
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Der ganz grosse Traum:
Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Audikommentare, Deleted Scenes, Outtakes, Bildergalerie
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