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TECHNISCHE DATEN
zu Mauerjahre - Leben Im Geteilten Berlin

RC 2 FSK Info fehlt
DVD-Typ: 3 x DVD-9
Medium: DVD
Genre: Dokumentation
Bildformat:
16:9 (1.78:1) anamorph
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 2.0 Stereo
Verpackung: DVD-Box
EAN-Code:
4029759065722 / 4029759065722
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

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Mauerjahre - Leben Im Geteilten Berlin

Mauerjahre - Leben Im Geteilten Berlin bestellen
Titel:

Mauerjahre - Leben Im Geteilten Berlin

Label:

edel media & entertainment GmbH

Laufzeit:
450 Minuten
Genre:
Dokumentation
FSK:
Infoprogramm
Erscheinung:

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Kaufen, Bestellen oder Ausleihen: Mauerjahre - Leben Im Geteilten Berlin DVD

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Stand der Preise: 04.12.2016 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Mauerjahre - Leben Im Geteilten Berlin:


Der 13. August 1961 ist ein Tag, der das Leben der Berliner veränderte und nicht nur in den Geschichtsbüchern, sondern auch bis heute als einschneidendes Ereignis im Gedächtnis vieler Menschen geblieben ist. An diesem Tag wurde die einstige deutsche Reichshauptstadt gewaltsam geteilt: West-Berlin wurde abgeriegelt und eingemauert, und die Menschen in der DDR konnten nicht mehr in den Westen. Die Mauer steht für eine Teilung im doppelten Sinne: die der Stadt Berlin und die Deutschlands in zwei Staaten. Nirgends sonst nahm die Teilung der Welt in zwei verfeindete Blöcke derart drastische Formen an, prägte 28 Jahre lang das Alltagsleben der Berliner auf beiden Seiten der Mauer und machte die Stadt weltweit zum Symbol für die Grausamkeit und Absurdität des Kalten Krieges. Doch das Leben in der geteilten Stadt ging weiter. Keines der „Mauerjahre“ glich dem anderen, und viele Ereignisse wie diese prägten das Leben in Berlin: 1961 der Schock der Teilung, aber auch die Euphorie über Juri Gagarin, dem ersten Menschen im All, 1962 Erschießung des Grenzflüchtlings Peter Fechter und sein schrecklicher Todeskampf, 1963 der Hoffnung verheißende Besuch John F. Kennedys, der in seiner Rede vor dem Schöneberger Rathaus verkündete: „Ich bin ein Berliner“, 1965 Louis Armstrong gastierte im Friedrichstadtpalast, die Queen besuchte West-Berlin, und Fans der Stones zerlegten nach deren Konzert kurzerhand die Berliner Waldbühne, 1966 stürzte ein sowjetisches Militärflugzeug in den Stößensee im britischen Sektor Berlins, Hitchcock drehte „Der Zerrissene Vorhang“ mit Paul Newman, Julie Andrews, Hansjörg Felmy, Wolfang Kieling und Günter Strack, 1967 der tragische Tod des Studenten Benno Ohnesorg und die darauf folgenden Revolten, die zu einem gesellschaftspolitischen Umbruch in Westdeutschland führten, 1973 die „Weltfestspiele der Jugend und Studenten“ in Ost-Berlin, mit über 8 Mio. Besuchern und 25.600 Teilnehmern aus 140 Ländern oder 1989 das letzte „Bonmot“ Erich Honeckers „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ bei seiner Festansprache zum 40. Jahrestag der DDR am 07. Oktober 1989 und natürlich die friedlichen Demonstrationen der DDR-Bürger, die u. a. neben Gorbatschows Glasnost-Politik letztendlich am 09. November 1989 zum Fall der berüchtigten Mauer beitrugen. Mauerjahre - Leben Im Geteilten Berlin stammt aus dem Hause edel distribution GmbH.


Mauerjahre - Leben Im Geteilten Berlin Trailer ansehen:



Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Mauerjahre - Leben Im Geteilten Berlin:
Am 13. August jährt sich zum mittlerweile 50mal der Jahrestag des Baus der Berliner Mauer. In den vergangenen 50 Jahren ist an diesem Bauwerk, das einst die Hauptstadt Deutschlands getrennt hat, viel geschehen. Es gab viele Opfer und besonders viel Trennungsschmerz, wenn Familienmitglieder nach Besuchen von einem Stadtteil in den anderen Stadtteil gefahren sind. Jetzt ist die Dokumentation „Mauerjahre – Leben im geteilten Berlin“ auf DVD erschienen.

Auf jeder Disk werden zehn Jahre präsentiert, die wie ein Kalenderblatt angewählt werden können. So ist auf Disk 1 für das Jahr 1963 der unvergessene Besuch von John F. Kennedy zu sehen, der den Satz „Ich bin ein Berliner“ während seines Aufenthaltes aussprach. Unvergessen sind bis heute auch die Studentenproteste, die Erschaffung des Schaufensters der Republik und die Weltfestspiele in Berlin. Außerdem rufen einige Gespräche von Zeitzeugen die Erinnerung an diese Zeit wach. Natürlich wird auf der Disk 3 auch die Aufmerksamkeit auf die Jahre 1989 und 1990 gelegt, als sich Berlin durch die Öffnung der Mauer zugleich für die Änderung geöffnet hat.

Das Leben im geteilten Berlin wird auf den drei Disks wie folgt präsentiert:

Disk 1
Die Jahre 1961 bis 1970

Disk 2
Die Jahre 1971 bis 1980

Disk 3
Die Jahre 1981 bis 1990

Angeschaut werden können die Disks in Deutsch mit der Tonspur Dolby Digital 2.0. Dabei liegt das Bildformat bei 16:9 Anamorph 1.77:1. Die drei Disks wurden von der FSK ohne Altersbeschränkung freigegeben. Veröffentlicht wurden die Disks von der Edel Germany GmbH. Produziert wurde die Reihe, die eine Gesamtlänge von etwa 450 Minuten hat, im Jahr 2011.

Als Extra gibt es eine 30minütige Dokumentation mit dem Titel „Berlin 21.37 Uhr – Ein Tag vor dem 13. August 13. August 1961.

Bei der Reihe handelt es sich um eine Gemeinschaftsproduktion von rbb, WDR, NDR und Dokfilm. Zusammengearbeitet haben die Sender mit dem ZDFinfokanal. Zum Gelingen der Produktion hat neben der Förderung die Unterstützung des Deutschen Radioarchivs mit beigetragen.

Schon das Cover und die DVDs besitzen eine gute Gestaltung. So ist ein älterer Passierschein zu sehen, den Reisende aus dem Ostteil der Stadt erhalten haben. Umrahmt werden die drei Disks von Motiven der früheren Jahrzehnte.

Es wird ein recht intensiver Einblick in die Zeit der Teilung Berlins gezeigt. Jahr für Jahr wird mit den Momenten gezeigt, die jeweils die Menschen der beiden Stadtteile intensiv bewegt haben. Begonnen wird natürlich mit dem Jahr des Mauerbaus und dem Schock, den dieser in den Menschen zunächst ausgelöst hat. Auf diese Weise erhalten die Zuschauer ein einzigartiges Zeitzeugendokument, das zeigt, wie wichtig jedes einzelne Jahr gewesen ist. Lassen Sie sich in eine einzigartige Zeit entführen. ()

alle Rezensionen von Marina Teuscher ...
„Mauerjahre - Leben im geteilten Berlin“ auf drei DVDs.
Chronik von 30 spannenden Jahren der Berliner Geschichte.

Keine Stadt bekam den Kalten Krieg zwischen 1945 und 1990 so hautnah zu spüren wie Berlin. Deshalb ist ihre Geschichte so interessant und voller Dramatik. Die Mauer in und um Berlin riegelte den Westteil der Stadt von der freien Welt ab und besiegelte ihr Schicksal für 28 Jahre. Diese bewegte Zeit hält die 30-teilige Fernsehdokumentation „Mauerjahre - Leben im geteilten Berlin“ fest. Mehrere Fernsehsender wie RBB, NDR und WDR mit Material aus den Archiven des Deutschen Rundfunkarchivs und der Bundesstiftung Aufarbeitung haben in einem kurzweiligen Bilderbogen die Zeit der Teilung aus Ost- und West-Sicht dokumentiert. Große Geschichte wird mit vielen kleinen Geschichten aus dem Alltag verbunden. Berichte der Tagesschau, Aktuellen Kamera und Aussagen von Zeitzeugen sorgen trotz vieler ernster Themen auch für heitere Momente. Denn ein echter Berliner ist originell und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Wie schon bei der Serie „60 x Deutschland“ erweisen sich 15 Minuten Länge pro Jahr als ideal. So kann auf die wirklich wichtigen Ereignisse eingegangen werden, ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Zusätzlich zu den siebeneinhalb Stunden der 30 Kurzfilme gibt es als Bonus die halbstündige Filmdokumentation „Berlin 21 Uhr 37 - Ein Tag vor dem 13. August 1961“. Sie zeigt den Alltag in Berlin vor dem Tag, der alles auf einen Schlag veränderte. Essayistisch, fast satirisch kommentiert, wird die traurige Wahrheit vorgestellt. Es ist ein Dokudrama mit apokalyptischer Dimension. Die gesamte Serie ist bei rbb Media als 3er-DVD erschienen und im rbb-Shop erhältlich unter http://www.rbb-online-shop.de/rbb-fernsehen/dvd-mauerjahre-leben-im-geteilten-berlin.html.

Nach dem Krieg war Berlin in vier Sektoren geteilt. Mauer, Stacheldraht und Todestreifen trennten ab 1961 für 28 Jahre den sowjetischen Sektor im Osten von den drei West-Sektoren. Die Massenflucht von Ost nach West wurde den Machthabern im Kreml zu bedrohlich, so dass ihnen nur noch das Abriegeln blieb. Fortan ist West-Berlin das Schaufenster der freien Welt, Ost-Berlin die Hauptstadt der DDR. Es gibt zwei Systeme und zwei Währungen. Vor dem Bau der Mauer arbeiteten 50.000 Ost-Berliner im Westen und verdienten etwa bei Siemens gutes Geld, das sie zuhause 1:5 umtauschen konnten. Der unangekündigte Bau der Mauer (Ulbricht: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“) ab dem 13. August 1961 überrascht viele. Dramatische Szenen spielen sich an der Bernauer Straße ab, wo es den ersten Mauertoten gibt. Bundeskanzler Adenauer kommt erst neun Tage nach Beginn der Bauarbeiten, im Oktober stehen sich am Checkpoint Charlie Panzer der Sowjets und Westmächte bedrohlich nah gegenüber. 1962 herrschen im Westen Hilflosigkeit und Wut, im Osten werden der „antifaschistische Schutzwall“ und die Grenzsoldaten als Helden des Friedens gefeiert. Die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in der DDR schürt bei vielen Kriegsangst. Mit lauten Parolen aus Lautsprechern auf beiden Seiten der Mauer wird ein Propagandakrieg geführt. Der angeschossene Mauerflüchtling Peter Fechner stirbt einen qualvollen Tod. 1963 kommt der „Berliner“ John F. Kennedy als großer Hoffnungsträger nach West-Berlin und Hertha BSC spielt in der Bundesliga. Im Osten wird die neue Mitte gebaut, im Westen die Philharmonie. Durch das Passierscheinabkommen können West-Berliner zu Weihnachten ihre Verwandten im Ostteil der Stadt besuchen. 1964 begeistert Beat-Musik auf beiden Seiten. Mit dem Märkischen Viertel entsteht eine Trabantenstadt für 50.000 Einwohner. Die Grenzanlagen werden weiter ausgebaut, dennoch gelingt 57 Menschen die Flucht durch ein 145 Meter langes Tunnel. Zehn westliche Exklaven auf DDR-Gebiet bekommen eigene Mauern, DDR-Rentner dürfen erstmals in den Westen reisen, der neue Trabant 601 läuft vom Band und der Teufelsberg wird zum Skiparadies. 1965 begeistert Louis Armstrong im Friedrichstadtpalast und die Rolling Stones sorgen für eine zertrümmerte Waldbühne. Das Europacenter wird eröffnet, in der Kultur der DDR gibt es eine neue Eiszeit, als Filme („Das Kaninchen bin ich“) und Bücher verboten werden. 1966 wird West-Berlin zur Filmmetropole. Für Aufregung sorgt der Absturz eines russischen Kampfflugzeuges in einen See im Westteil. Die Kaufhalle wird eröffnet, was die Versorgungslage im Osten verbessert. Vor der Gedächtniskirche fühlen sich viele von Gammlern gestört. 1967 ist Berlin im Umbruch, es gibt neue Lebensformen (Wohngemeinschaften, Kommune 1), neue Kleidung (Minirock), viele Demonstrationen, aber auch eine Singebewegung (Hootenanny-Clubs). Nach dem Tod von Benno Ohnesorg formiert sich die APO. Die Straßenbahn verabschiedet sich endgültig von der Stadt. 1968 ist das Jahr der Unruhen, Rudi Dutschke wird niedergeschossen. Der Kurfürstendamm wird zur Protestiermeile gegen Vietnamkrieg, US-Imperialismus und Springer-Presse. Im Jahr der ersten Mondlandung, 1969, wird in Ost-Berlin der 365 Meter hohe Fernsehturm gebaut, bis heute Deutschlands höchstes Gebäude. Hoffnungsträger Willi Brand wird Kanzler, die DDR baut zum 20. Geburtstag den Alexanderplatz aus. Qualifizierte Frauen im Osten und antiautoritäre Kinderläden im Westen sind ebenso bedeutend wie der Zuzug von 30.000 türkischen Gastarbeitern nach Kreuzberg, bedingt durch Arbeitskräftemangel. 1970 verhandeln die Alliierten über Reiseerleichterungen für die Stadt. West-Berlin lockt mit Subventionen und Privilegien Westdeutsche in die Stadt. Die RAF beginnt ihren Raubzug mit drei Banküberfällen.

1971 wird Erich Honecker neuer Machthaber in der DDR. Das Viermächteabkommen bringt die lange ersehnten Reiseerleichterungen. In Ost-Berlin gibt es im neuen Centrum-Kaufhaus jetzt fast alles. Endlich kann man wieder zwischen den beiden Stadtteilen telefonieren. Zum Mauerjubiläum gibt es fast 100 Tote an der Grenze. 1972 taut das politische Klima zwischen den Blöcken etwas auf, es gibt mehr Reisefreiheit und in der DDR die Sendung „Ein Kessel Buntes“ mit satirischen Einlagen. 1973 ist Ölkrise, aber nur im Westen, denn der Osten bekommt seine Vorräte aus der UdSSR. Neun Tage herrscht während der Weltfestspiele Ausnahmezustand in der Hauptstadt der DDR. Erstmals dürfen Frauen die berühmten Doppeldecker-Busse steuern, „Die Geschichte von Paul und Paula“ sorgt für Aufsehen im Kino und der Osten öffnet seine Deponien für Müll aus dem Westen. Der Sportpalast wird abgerissen und die Transitstrecken bieten Schlupflöcher für DDR-Flüchtlinge. 1974 öffnen der neue Flughafen Tegel und die Ständige Vertretung in Ost-Berlin ihre Pforten. Intershops für DDR-Bürger bieten für Westbürger steuerfreie Einkaufsmöglichkeiten. 1975 wird der CDU-Politiker Lorenz entführt und gegen RAF-Gefangene ausgetauscht. Kreuzberg wird zu Klein-Istanbul und in Helsinki wird über die internationale Entspannung verhandelt. Ein düsteres Kapitel ist die Zwangsadoptierung der Kinder von DDR-Flüchtlingen. 1976 eröffnet der Palast der Republik und Wolf Biermann wird ausgebürgert. Der ARD-Korrespondent Lothar Loewe muss die DDR wegen eines Kommentars verlassen. 1977 baut die DDR ihr Prestigehotel „Metropol“, während im Westen Drogentote für negative Schlagzeilen sorgen. Manfred Krug bleibt im Westen und der RAF-Terror erreicht seinen Höhepunkt. 1978 entführen zwei DDR-Ausreisewillige ein polnisches Passagierflugzeug nach Tempelhof. In Kreuzberg wird eine neue Kneipen-Hymne gesungen und zweimal gibt es einen Queen-Besuch: Elizabeth II. und die Popgruppe mit „We will rock you“. Die Fußballfans von Hertha und Union verbünden sich und Sigmund Jähn ist er erste Deutsche im All. 1979 feiert die DDR ihren 30. Geburtstag, im Westen wird mit dem ICC Europas größtes Kongresszentrum eröffnet. Die neugegründete „Tageszeitung“ sieht sich als Sprachrohr für alle Bürgerbewegungen, und die wehrpflichtfreie Zone West-Berlin lockt zahlreiche junge Westdeutsche in die Stadt.

1980 streiken die Reichsbahner in West-Berlin. Popper und Punks bilden zwei oppositionelle Jugendkulturen, der Zwangsumtausch für die DDR-Einreise wird auf 25 DM erhöht. 1981 liefern sich Hausbesetzer und Staatsmacht erbitterte Kämpfe. Richard von Weizsäcker wird Bürgermeister, sein Innensenator Heinrich Lummer lässt mit allen Mitteln die besetzten Häuser räumen. Im Sport und Erholungszentrum (SEZ) in Friedrichshain lässt sich der sozialistische Alltag für einige Stunden vergessen. 1982 gibt es SMOG-Alarm im Westen, verursacht von den Braunkohlekraftwerken in der Lausitz, und eine Wirtschaftskrise mit Kürzung der Berlin-Förderung und Entlassungen bei AEG. Im Westen demonstriert die Friedensbewegung gegen Reagan, der Frieden mit mehr Waffen will, die Ost-Friedensbewegung trifft sich in der Erlöserkirche in Friedrichshain. 1983 dominieren Udo Lindenberg („Sonderzug nach Pankow“) und Nena („99 Luftballons“) die Hitlisten. Der neue Bildschirmtext verrät die Standorte der Radarmessungen an den Transitstrecken, Aerobic und Pop-Gymnastik erobern die Sportstudios wie eine Epidemie. 1984 soll der neue Friedrichstadtpalast einen Hauch von weiter Welt nach Ost-Berlin bringen. Die räumliche Enge ohne Umland sorgt für Wohnungsnot in Ost und West. Ein Franzose bemalt die Mauer und immer mehr Ausreisewillige blockieren die Ständige Vertretung. 1985 wird die Mauer für Waren wie Erdgas und Bier durchlässiger. Die Glienicker Brücke wird zum Alliierten-Übergang und Ort des Agentenaustausches. Ein amerikanischer Soldat wird erschossen und die Versöhnungskirche im Todesstreifen gesprengt. 1986 erschüttert der von Libyen ausgelöste Anschlag auf die Diskothek „La Belle“ die Stadt. Gorbatschow besucht den 11. SED-Parteitag und trägt den erstaunten Genossen seine Idee von Glasnost und Perestroika vor. 1987 feiern beide Stadthälften getrennt den 750. Geburtstag Berlins. Dazu wird Ost-Berlin auf Kosten anderer DDR-Städte aufwändig herausgeputzt. Erstmals gibt es zum 1. Mai Krawalle in Kreuzberg. Reagan fordert Gorbatschow vor dem Brandenburger Tor auf, die Mauer einzureißen. Nach dem Selbstmord von Rudolf Hess wird das Kriegsverbrechergefängnis in Spandau abgerissen. 1988 gibt es Proteste bei den SED-Feiern für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Verhaftungen und Zwangsausweisungen sind die Folge. Pink Floyd im Westen und Bruce Springsteen im Osten locken Hunderttausende an. 1989 wird zu einem Schlüsseljahr der Geschichte, nicht nur für Berlin, durch die friedliche Revolution in der DDR, Umbruch, Aufbruch und den Fall der Mauer. Dabei geht fast unter, dass Maestro Herbert von Karajan die Berliner Philharmoniker verlässt. Die Bilder von 1989 und 1990 sind bestens bekannt vom 20-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung. Die Öffnung hat auch ihre Schattenseiten. Krawalle und Hausbesetzungen gibt es jetzt auch im Osten, nach der Vereinigungseuphorie tritt bald Ernüchterung ein. Die Arbeitsämter haben viel Arbeit. Zwei Stadthälften mit einer getrennten Vergangenheit suchen fortan nach einer gemeinsamen Zukunft. ()

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Weitere Filminfos:

Medien-Typ: DVD


Bonusmaterial:
Kapitel- / Szenenanwahl
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