The Ring
Schauspieler / Schauspielerinnen in The Ring:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu The Ring:
Das Unglück erweckt schnell die professionelle Neugierde der Journalistin. Schon bald bekommt sie von den Freunden der Verstorbenen erste Informationen zugespielt. Schuld an ihrem Tod soll ein geheimnisvolles Video sein, das alle vier Toten vor einer Woche gesehen haben sollen. Das Video hat eine tödliche Wirkung: Alle, die es sich angeschaut haben, sterben auf die Stunde genau sieben Tage später. Rachel nimmt die Spur auf und findet das Video tatsächlich - in einer alten Berghütte, in der die Jugendlichen eine Nacht lang geschlafen haben. Unbeeindruckt vom Mythos schaut sich auch Rachel das Video an. Es zeigt verstörende Bilder von toten Pferden, einem Brunnen, einer langen Leiter und einer Frau, die aus einem Wandspiegel hervorlacht. Am Ende ist ein Ring zu sehen. Kaum ist das Video zu Ende, klingelt das Telefon neben Rachel. Eine Mädchenstimme sagt: ""Du stirbst in sieben Tagen"". Rachel muss sich ziemlich schnell mit der Tatsache auseinander setzen, dass die Bedrohung durch das Video durchaus real ist. Die junge Frau ist sogar bereits gezeichnet: Auf allen Fotos erscheint sie nur noch verschwommen. Immer häufiger wird sie außerdem von gruseligen Visionen heimgesucht. Während die Tage verstreichen, treibt Rachel die Recherchen immer grimmiger voran. Zumal sich inzwischen ihr eigener Sohn aus Versehen ebenfalls das Video angesehen hat - und nun mit auf der Todesliste steht. Rachel arbeitet verbissen weiter und deckt peu à peu eine Tragödie auf, die noch gar nicht so lange her ist, und in die ein geheimnisvolles kleines Mädchen verwickelt ist. Solides Remake Der Film ""The Ring"" basiert auf dem japanischen Original ""Ringu"" von 1997, der im Land der aufgehenden Sonne bereits eine erste Fortsetzung und sogar noch ein Prequal erfahren hat. Dort sorgte der Romanautor Suzuki Koji für die brillante Vorlage. Die amerikanische Neuverfilmung hält sich zum Glück sehr eng an die japanische Vorlage. Regisseur Gore Verbinski (""Mäusejagd"") hat die Story auf amerikanische Verhältnisse umgemünzt, ihr aber trotzdem die vielen Details nicht genommen. Die Story verliert trotz der Portierung ins Amerikanische nichts von ihrem Grusel, sondern höchstens etwas von ihrem Surrealismus, der im Original noch mehr auf die Spitze getrieben wird. Um den Gänsehautfaktor noch weiter in die Höhe zu treiben, steuert Komponist Hans Zimmer die ziemlich unheimliche Musik bei. ""Der Ring"" überzeugt ähnlich wie ""The Sixth Sense"" durch die völlige Abwesenheit hässlicher Splatterszenen. Es gibt keine abgehackten Arme, keine kreischenden Teenager und nur zwei oder drei wirklich üble Schockszenen. Der Film schafft es stattdessen, durch die Tiefe und den genialen Aufbau seiner Hintergrundgeschichte für ein richtiges Gefühl der Angst zu sorgen, das den Zuschauer ziemlich schnell am Hals packt und ihn so schnell nicht mehr loslässt. Während man am Anfang noch glaubt, in einer seichten Teenagerposse gefangen zu sein, wenn nach dem Anschauen des Videos plötzlich das Telefon klingelt, so wird es schon bald wirklich richtig gruselig. Je intensiver Rachel den Ursprüngen des Videos nachspürt, umso häufiger sind Szenen und Elemente aus dem Video auch in der realen Welt wiederzuentdecken. Das treibt dem Zuschauer wirklich den letzten Tropfen Blut aus dem Rückenmark, wenn plötzlich die lange Leiter aus dem Killervideo auch im richtigen Bild zu sehen ist. Das Hin und her zwischen verstörenden Filmbildern, Traumsequenzen, Tagträumen, Visionen und der Realität, die sich immer mehr dem Film annähert, sorgen für richtige Schockeffekte. Dann kriechen plötzlich Maden über das Bild, springen Frauen von einer Klippe in den sicheren Tod, treiben Pferdekadaver im Meer und kriecht eine triefende Mädchengestalt mit den Haaren vor dem Gesicht aus einem geheimnisvollen Brunnen heraus. Nasenbluten inklusive Wohliger Grusel und nacktes Entsetzen machen sich im Zuschauer breit, wenn Rachel der finalen Auflösung immer näher kommt und dabei immer noch verzweifelt nach einen Trick sucht, um dem eigenen Tod von der Schippe zu springen. Doch die Zeichen mehren sich, dass das Ende näher kommt. Auch hier: Schockeffekte fehlen. Ein simples Nasenbluten, auf dem Arm auftauchende Handabdrücke eines unsichtbaren Geists oder ein selbstmörderisches Pferd zeigen dem Zuschauer, dass es langsam ernst wird und dass die Uhr tickt: Sieben Tage sind bald vorbei. Geschickt gemacht ist auch, dass der Zuschauer nie so genau weiß, woran er ist. Schaffen es die Hauptpersonen, der Bedrohung am Ende zu entgehen? Deckt Rachel nur eine klassische Familientragödie auf? Oder geht es doch um das schiere Böse, das sich auf keinen Fall von seinem Weg abbringen lässt. Bis zum Ende zittert man mit - und muss dann sogar noch einmal umdenken, weil alles anders ausgeht, als es zunächst den Anschein hat. Das Finale leitet dann bei Bedarf problemlos zum zweiten Teil über. Der garantiert kommen wird, weil die amerikanische Neuverfilmung ebenso wie das japanische Original ein echter Kassenschlager war. Nach all den billigen Teenie-Schockern ist ""Der Ring"" mal wieder ein Horrorstreifen mit Tiefgang, Würde und echten Grusel. Seit ""Polstergeist"" wurde der Fernseher nicht mehr in einer so verstörenden Weise als reines Mittel des Horrors eingesetzt. Überaus gelungen ist auch, dass sich bei ""Der Ring"" all die vielen Details aus dem Film am Ende zu einem schlüssigen Ganzen zusammensetzen und somit auch wirklich einen Sinn ergeben. Wenn auch einen, der den Zuschauer noch auf Jahre hinaus in seinen Alpträumen verfolgen wird." (Carsten Scheibe) alle Rezensionen von Carsten Scheibe ... Reminder, PDF-Datenblatt zu The Ring, DVD:
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Weitere Filminfos zu The Ring: Originaltitel: The Ring Land / Jahr: 2002 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu The Ring:
"Feature ""Don't watch this Video"", Das Video"
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