The Tree
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Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters teilt die achtjährige Simone ein kostbares Geheimnis mit ihrer Mutter Dawn. Das Mädchen ist u¨berzeugt, dass ihr Vater in dem mächtigen Feigenbaum vor ihrem Haus weiter über die Familie wacht, dass er ihr auf magische Weise durch die raschelnden Bla¨tter zuflüstert. Als sich zwischen Dawn und ihrem neuen Arbeitgeber George eine wachsende Nähe entwickelt, verbringt das Mädchen immer mehr Zeit hoch oben in den Ästen. Und es scheint, als würde sich der Baum mit der eifersüchtigen Simone solidarisieren. Bald kommt es zu einer Kraftprobe zwischen Mensch und Natur, zwischen Mutter und Tochter. ...
Inhaltsangabe zu The Tree: 
Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters teilt die achtjährige Simone ein kostbares Geheimnis mit ihrer Mutter Dawn. Das Mädchen ist u¨berzeugt, dass ihr Vater in dem mächtigen Feigenbaum vor ihrem Haus weiter über die Familie wacht, dass er ihr auf magische Weise durch die raschelnden Bla¨tter zuflüstert. Als sich zwischen Dawn und ihrem neuen Arbeitgeber George eine wachsende Nähe entwickelt, verbringt das Mädchen immer mehr Zeit hoch oben in den Ästen. Und es scheint, als würde sich der Baum mit der eifersüchtigen Simone solidarisieren. Bald kommt es zu einer Kraftprobe zwischen Mensch und Natur, zwischen Mutter und Tochter. The Tree stammt aus dem Hause Alive AG.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in The Tree:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu The Tree:
5Frank Brenner2011-09-26Der vierfache Familienvater Peter stirbt eines Tages plötzlich neben dem gewaltigen Feigenbaum seines Gartens. Seine achtjährige Tochter Simone ist davon überzeugt, dass die Seele Peters in diesem Baum weiterlebt. Sie versteift sich immer mehr auf diese Idee.
Seine Wirkung verfehlt der Morton Bay Feigenbaum, der Julie Bertuccellis („Seit Otar fort ist“) neuem Film zu seinem Titel verholfen hat, wirklich nicht. Schon in der ersten Einstellung wird er in seiner majestätischen Größe, in seiner Angst einflößenden Verknöcherung, aber auch in seiner gewaltigen natürlichen Schönheit zum einnehmenden Protagonisten des Films. Im weiteren Verlauf der Handlung, wenn die kleine Simone (herrlich unverbraucht: Morgana Davies) in diesem Urgestein eines Baumes die Seele ihres verstorbenen Vaters wieder entdeckt zu haben glaubt, kommen weitere Elemente hinzu, die den unbeweglichen Riesen zu einem vollwertigen Handlungsträger werden lassen. Gemeinsam mit Simone entdeckt man als Zuschauer die vielfältigen Geräusche, die solch ein jahrhundertealtes Lebewesen umgeben, die von ihm selbst und durch die Natur um ihn herum erzeugt werden. Bertuccelli hat mit ihrem zweiten fiktionalen Film einen Roman von Judy Pascoe („Our Father Who Art in the Tree“) adaptiert und es dabei gut verstanden, die zahlreichen poetischen Elemente in ihre Bildsprache zu transferieren. Der Baum wird zum Zufluchtsort für Simone, die mit ihm zu sprechen beginnt und damit den Verlust ihres Vaters zu kompensieren lernt. Auch ihre drei Brüder müssen versuchen, ohne das Familienoberhaupt zurechtzukommen, das sie so plötzlich verlassen hat. Am schlimmsten trifft es allerdings Mutter Dawn (Charlotte Gainsbourg), die durch die neue Situation zunächst überfordert scheint und keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Ihre Gefühlslage beginnt sich erst nach Monaten wieder aufzuhellen, als sie die Bekanntschaft mit dem Klempner George (Marton Csokas) macht, dem es gelingt, sie aus ihrem Seelentief zu befreien. Aber Simone will keinen neuen Mann im Haus akzeptieren, zumal ihr Vater in Form des Baumes nach wie vor präsent ist. Als das stattliche Gewächs mehr und mehr auch zu einer Bedrohung für das Haus und die Nachbarschaft wird, rückt die Eskalation der Ereignisse unaufhaltsam näher. Die behutsame Charakterzeichnung der beiden weiblichen Hauptfiguren, die den Film zusammen mit dem Feigenbaum auf den narrativen und visuellen Ebenen dominieren, dürfte „The Tree“ insbesondere für einen weiblichen Zuschauerkreis interessant machen. Auch wenn die Ansichten von Mutter und Tochter zunehmend gegensätzlich ausfallen, gelingt es der Regisseurin Julie Bertuccelli, beiden gleichermaßen Raum einzuräumen und ihre Sicht der Ereignisse, ihre Ängste und Probleme verständlich zu machen. Auf überzeugende Weise ist der Filmemacherin so ein poetisches Familiendrama geglückt, das von seinen assoziativen Momenten und seinen wunderbaren Bildern lebt. Um den Baum braucht man sich übrigens keine Sorgen zu machen, denn auch wenn es im letzten Akt des Films anders aussehen mag, steht er nach wie vor fest verwurzelt an seinem angestammten Platz.
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Der vierfache Familienvater Peter stirbt eines Tages plötzlich neben dem gewaltigen Feigenbaum seines Gartens. Seine achtjährige Tochter Simone ist davon überzeugt, dass die Seele Peters in diesem Baum weiterlebt. Sie versteift sich immer mehr auf diese Idee.
Seine Wirkung verfehlt der Morton Bay Feigenbaum, der Julie Bertuccellis („Seit Otar fort ist“) neuem Film zu seinem Titel verholfen hat, wirklich nicht. Schon in der ersten Einstellung wird er in seiner majestätischen Größe, in seiner Angst einflößenden Verknöcherung, aber auch in seiner gewaltigen natürlichen Schönheit zum einnehmenden Protagonisten des Films. Im weiteren Verlauf der Handlung, wenn die kleine Simone (herrlich unverbraucht: Morgana Davies) in diesem Urgestein eines Baumes die Seele ihres verstorbenen Vaters wieder entdeckt zu haben glaubt, kommen weitere Elemente hinzu, die den unbeweglichen Riesen zu einem vollwertigen Handlungsträger werden lassen. Gemeinsam mit Simone entdeckt man als Zuschauer die vielfältigen Geräusche, die solch ein jahrhundertealtes Lebewesen umgeben, die von ihm selbst und durch die Natur um ihn herum erzeugt werden. Bertuccelli hat mit ihrem zweiten fiktionalen Film einen Roman von Judy Pascoe („Our Father Who Art in the Tree“) adaptiert und es dabei gut verstanden, die zahlreichen poetischen Elemente in ihre Bildsprache zu transferieren. Der Baum wird zum Zufluchtsort für Simone, die mit ihm zu sprechen beginnt und damit den Verlust ihres Vaters zu kompensieren lernt. Auch ihre drei Brüder müssen versuchen, ohne das Familienoberhaupt zurechtzukommen, das sie so plötzlich verlassen hat. Am schlimmsten trifft es allerdings Mutter Dawn (Charlotte Gainsbourg), die durch die neue Situation zunächst überfordert scheint und keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Ihre Gefühlslage beginnt sich erst nach Monaten wieder aufzuhellen, als sie die Bekanntschaft mit dem Klempner George (Marton Csokas) macht, dem es gelingt, sie aus ihrem Seelentief zu befreien. Aber Simone will keinen neuen Mann im Haus akzeptieren, zumal ihr Vater in Form des Baumes nach wie vor präsent ist. Als das stattliche Gewächs mehr und mehr auch zu einer Bedrohung für das Haus und die Nachbarschaft wird, rückt die Eskalation der Ereignisse unaufhaltsam näher. Die behutsame Charakterzeichnung der beiden weiblichen Hauptfiguren, die den Film zusammen mit dem Feigenbaum auf den narrativen und visuellen Ebenen dominieren, dürfte „ The Tree“ insbesondere für einen weiblichen Zuschauerkreis interessant machen. Auch wenn die Ansichten von Mutter und Tochter zunehmend gegensätzlich ausfallen, gelingt es der Regisseurin Julie Bertuccelli, beiden gleichermaßen Raum einzuräumen und ihre Sicht der Ereignisse, ihre Ängste und Probleme verständlich zu machen. Auf überzeugende Weise ist der Filmemacherin so ein poetisches Familiendrama geglückt, das von seinen assoziativen Momenten und seinen wunderbaren Bildern lebt. Um den Baum braucht man sich übrigens keine Sorgen zu machen, denn auch wenn es im letzten Akt des Films anders aussehen mag, steht er nach wie vor fest verwurzelt an seinem angestammten Platz.
(Frank Brenner)
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