The Tree of Life
Schauspieler / Schauspielerinnen in The Tree of Life:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu The Tree of Life:
Es geht um den jungen Jack (authentisch: (Hunter McCracken). Der wächst Mitte der 50er Jahre als ältester zweier Brüder R.L. (Laramie Eppler) und Steve (Tye Sheridan) wohlbehütet und konform auf. Vordergründig scheint die Welt in dem texanischen Kleinkaff Smithville in Ordnung. Alles geht seinen gewohnten Gang, jeder hat seinen festen Platz, vor allem aber dominiert hier Zucht und Ordnung in der beschaulichen Eigenheim-Siedlung, wo der Kirchgang ebenso ritualisiert wird wie die schweigsamen Mahlzeiten im Kreis der Familie. Angst und Druck lastet bleiern über Frau und Kinder, denn hinter der monetären Fassade brechen in der Vorzeigefamilie eiternde Risse auf.. Die Mutter, ein verzeihender, gütiger Engel auf Erden mit marmorweißer Haut und roten Haaren (bestechend: Jessica Chastain) muß wie alle die klinisch kalten und cholerisch aufbrausenden Tyranneien des Despoten Mr. O’Brien (gewohnt routiniert: Prad Pitt) erleiden. Jack besitzt wie seine Mama die Gabe, mit der Seele zu sehen und dadurch Liebe und Empathie zu zeugen, während der Herr Vater, ein Erfinder mit vielen Patenten, den Jungs eindrillt, doch ausschließlich im Eigeninteresse zu handeln, um für das “richtige, feindliche Leben” draußen gewappnet zu sein. Jack wird gespalten und agiert ambivalent. Wie auch das gesamte Filmtimbre, schleudert es des Buben hin- und her, zwischen Eltern und den eigenen Irrungen und Wirrungen eines pubertierenden Jungen zwischen Sadismus und Sexualität, der im Laufe seiner „Kranken“ Kindheit mit Krankheit, Leid und dem Tod seiner beiden geliebten Brüder konfrontiert wird. Das heillose infantile Universum erwächst zum unheilbaren Emotions-Labyrinth von Jack (brillant: Sean Penn), der an der modernen Welt zwischen Hightech-Glaspalästen und Finanzkrise („Warum ist die Welt so gierig?“, fragt er an einer Stelle) als verlorene Seele nach sich selbst und der richtigen Rezeptur für eine heutige und morgige Welt in Würde und Wert sucht. Ein dramatischer Vorfall wird ihm letztlich dabei helfen… (Jean Lüdeke) alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
Er ist absolut scheu. Er ist unnahbar und unerreichbar. Der Drehbuch-Autor, Regisseur und Filmproduzent Terrence Malick, Jahrgang 1943, ist der wohl geheimnisvollste Filmemacher überhaupt.
Es gibt kaum offizielle Fotos von ihm, und seit seinem grandiosen Debütfilm „Badlands – Zerschossene Träume“ von 1973 hat er nur insgesamt vier weitere Filme geschaffen. Doch gilt er als einer der Großen des Weltkinos, auch wenn seine bildgewaltigen und überwältigen Filme als mysteriös, als dunkel und unverständlich gelten: „In der Glut des Südens", 1978 („Oscar" für Kameramann Néstor Almendros; „Bester Regisseur" in Cannes); „Der schmale Grat", 1998 (siebenfach „Oscar" nominiert; „Goldener Berlinale-Bär"); „The New World", 2005. „The Tree of Life“ heißt Malicks jüngstes, bei den diesjährigen Filmfestspielen 2011 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnetes Werk, und wieder einmal scheiden sich an diesem Regisseur die Geister. Der etwas über zwei Stunden lange Film des Regie-Eigenbrötlers beschäftigt sich mit den großen Fragen der Menschheit: Wo komme ich her? Wie wurde ich zu dem, was ich bin? Und wohin gehe ich, wenn ich sterbe? Er erzählt die Entstehung des Lebens und die Geschichte der Erde, mit computergenerierten Bildern aus der Ursuppe, von explodierenden Gestirnen und wabernder Lava, von den ersten Arten im Wasser und zu Lande (inklusive Dinosaurier!), verschmelzenden Zellen und majestätisch dahintreibenden Planeten. Dazu donnern aus den Lautsprechern Mahler, Brahms oder Berlioz. Parallel wird dazu noch eine schmerzvolle Geschichte zwischen einem Vater (Brad Pitt) und seinen drei Söhnen in den Fünfzigern im Mittleren Westen der USA erzählt. Einer seiner drei Söhne, Jack (als Erwachsener von Sean Penn gespielt), findet als unter seiner Kindheit leidender Erwachsener später nie wirklich zu sich selbst. Der Vater verlangte von dem zart besaiteten Jungen Härte zu zeigen und für seine Interessen zu kämpfen. Doch der Streit der Eltern und schließlich der Unfalltod eines Bruders lassen das Leben von Jack zur Hölle auf Erden werden. Zweifellos liebte der Vater seine Kinder und seine Frau (Jessica Chastain), aber durch das von ihm geführte autoritäre Regime, merkte er nicht, dass er sie im tiefsten Innern verletzte. Malicks Erzählweise ist sehr verschachtelt. Er springt in den Zeitebenen hin und her, bringt kunstvoll komponierte Evolutions-Sequenzen und lässt rätselhafte Texte aus dem Off dem Zuschauer entgegen hauchen. „Tree of Life" ist teilweise so voller unerträglichen Kitsch wie auch tiefgründige Meditation. Urteile ob der Film nun „gut" oder „schlecht" ist, ist hier jedoch unangebracht. Man kann den Film bestaunen, sich über ihn ärgern oder sich ihm einfach hingeben. Auf jeden Fall erwartet den Zuschauer ein ungewöhnlicher Filmgenuss, ein bildgewaltiges Kunstwerk, wie man es noch nie gesehen hat, und der ganz neue Maßstab setzt. „The Tree of Life“ fasziniert, wird aber auch ohne Zweifel seine Zuschauer spalten. Die von Concorde Home Entertainment veröffentlichte DVD präsentiert den Film mit einem sehr guten Widescreen-Bild (1.85:1) und einem ebensolchen Ton (Dolby Digital 5.1). Das Bild ist sehr scharf und zeigt eine gute Detailtiefe sowie schöne Farben. Der Ton ist sehr präsent und effektreich. Die Dialoge und die Musik werden sehr gut auf alle Kanäle aufgeteilt. Doch wer kann, sollte hier zur Blu-ray greifen, obwohl die DVD ihr Bestes gibt, aber es kann bei einem solchen Film nicht gut genug sein. An Bonusmaterial gibt es, wie auch auf der Blu-ray, den deutschen und den Original-Trailer sowie ein ca. 30-minütiges Featurette mit ausführlichen und interessanten Filmhintergründen. Übrigens, auf den nächsten Malick-Film bzw. Filme muss man nicht wieder Jahre warten, denn der Meister ist schon mitten mit neuen Projekten beschäftigt. 2012 sollen „Knight of Cups“ und „Lawless“ gleich am Stück gedreht werden. Beide Male sind Christian Bale und Cate Blanchett in tragenden Rollen dabei. Ein drittes Projekt mit Ben Affleck in der Hauptrolle wird noch vorher fertiggestellt. (Bernd Hellweg) alle Rezensionen von Bernd Hellweg ... Reminder, PDF-Datenblatt zu The Tree of Life, DVD:
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Weitere Filminfos zu The Tree of Life: Originaltitel: The Tree of Life Land / Jahr: USA 2011 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu The Tree of Life:
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