Insidious
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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Insidious:
„Insidious“, so der Titel des Geister-Schockers, der mit einem recht geringen Budget von nur 1,5 Millionen Dollar realisiert wurde und seit seinem Start am 1. April 2011 allein in den USA rund 54 Millionen Dollar eingespielt hat, lässt die Familie Lambert von einem Dämonen terrorisieren. Gemäß dem Motto „Neues Haus, neues Glück“ beziehen Josh (Patrick Wilson) und Renai Lambert (Rose Byrne) mit ihren drei Kindern ein schickes Haus in einem ruhigen Vorort. Doch irgendetwas stimmt in diesem Haus nicht. Zunächst sind es nur unscheinbare Vorfälle, wie z. B. frisch einsortierte Bücher, die plötzlich neben dem Regal liegen. Aber für diesen Streich könnte auch einer der Kids verantwortlich sein. Als jedoch ihr achtjähriger Sohn Dalton (Ty Simpkins hat bereits in „Little Children“ Patrick Wilsons Filmsohn verkörpert) auf dem dunklen Dachboden von einer Leiter stürzt und daraufhin in ein mysteriöses Koma fällt, geht der Spuk erst richtig los. Schließlich sollen drei Parapsychologen helfen, die Familie von den finsteren Mächten zu befreien. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden! Regisseur James Wan ist mit „Insidious“ ein handwerklich perfekter Geister-Grusel gelungen, der die Spannungsschraube Stück für Stück gnadenlos anzieht, und mit einigen Wendungen sein Publikum durch eine Geisterbahn par exelans treibt, und das so „hinterhältig", wie der Filmtitel es verspricht. Kurz und gut, „Insidious“ sorgt für Mega-Grusel! Die von Universal Pictures veröffentlichte DVD präsentiert den Film in einer guten technischen Qualität. Das Bild (16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen) überzeugt mit einer sehr guten Schärfe und zeigt auch in den dunklen Szenen viele Details. Die Farben wurden stilbedingt entsättigt und unterstützen so die gruselige Atmosphäre. Der Ton (Dolby Digital 5.1) ist zwar hauptsächlich frontlastig, aber immer klar und deutlich zu verstehen. Räumlichkeit entsteht größtenteils durch die Schockmomente. Das Bonusmaterial enttäuscht ein wenig. Neben den üblichen Trailern findet man lediglich ein sehr kurzes Interview (ca. 1,5 Min.) mit dem Drehbuchautoren Leigh Whannell, und eine ebenso kurze B-Roll, in der der Dreh zweier Szenen dargestellt werden. Dennoch wird hier eine gelungene DVD-Veröffentlichung präsentiert. (Bernd Hellweg) alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
James Wan und Leigh Whannell haben zusammen 2004 das Horrorgenre revolutioniert: Mit ihrem Low-Budget-Schocker „Saw“ traten sie nicht nur den bislang erfolgreichsten Franchise der Horrorfilmgeschichte los, sondern inspirierten in ihrer kaltblütigen und expliziten Erzählweise etliche nachfolgende Genrewerke. Da verwundert es schon ein wenig, dass die beiden nun zusammen als Regie-/Autorengespann einen Gruselfilm vorgelegt haben, der zumindest bis zur Halbzeit als Old-School-Gespensterfilm angelegt ist. Die fünfköpfige Familie Lambert ist gerade in ein neues Haus umgezogen, als sich seltsame Ereignisse zu häufen beginnen. Eines Morgens wacht Sohn Dalton (Ty Simpkins) nicht mehr auf, sondern dämmert in einem komaähnlichen Zustand, den sich die Ärzte nicht erklären können. Auch nach einem abermaligen Umzug reißen die unheimlichen Vorfälle nicht ab, weswegen Mutter Renai (Rose Byrne) parapsychologische Hilfe sucht. Auch die etwas freakigen Geisterjäger erkennen übernatürliche Phänomene um Familie Lambert und holen sich Unterstützung durch das Medium Elise (Lin Shaye), die, wie sich herausstellt, Vater Josh (Patrick Wilson) schon seit dessen Kindheit kennt.
In der ersten halben Stunde versucht James Wan, mit einfachsten Mitteln eine gruselige Atmosphäre aufzubauen. Da knarren die Türen, huschen Schatten durchs Bild und legt sich eine nicht näher definierbare Ungastlichkeit über das Heim der Familie Lambert. Da alles in matten und düsteren Nicht-Farben eingefangen ist, erzeugt bereits der Look Unbehagen und eine seltsame Unwirklichkeit. Für Liebhaber klassischer Gruselfilme ist das ein überzeugender Einstieg, wenngleich dann insgesamt hier doch etwas zu wenig passiert und sich einige Längen einschleichen. Mit dem Auftreten der Geisterjäger kommt Humor in die Geschichte, was dem allzu ernsten Beginn ganz gut tut. Die Erklärungsversuche der übersinnlichen Ereignisse können dann im Rahmen des Genres einigermaßen zufrieden stellen, doch gerade hinsichtlich der Spannungsdramaturgie hätte man schon ein wenig mehr erwarten können. Hier werden etliche Möglichkeiten verschenkt, oftmals setzt Wan lediglich auf platte Schockmomente, ohne den zuvor so versiert aufgebauten Spannungsbogen weiter für sich und seine Geschichte zu nutzen. Genrefans werden ganz zufrieden sein, aber einen neuen Klassiker hat er hiermit nicht geschaffen.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Insidious: Originaltitel: Insidious Land / Jahr: USA 2010 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Insidious:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Am Drehort mit Jungdarsteller Ty Simpkins, B-Roll
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