The Bang Bang Club
Schauspieler / Schauspielerinnen in The Bang Bang Club:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu The Bang Bang Club:
The Bang Bang Club erzählt ambitioniert eine wahre und durchaus interessante Geschichte. Leider liegt der Fokus viel zu sehr auf den weißen Fotografen, die tatsächlich nicht sonderlich interessant oder vielschichtig angelegt sind. Wer vor der Linse abgeschlachtet wird, scheint den Film genauso wenig zu interessieren wie die Fotografen. Dabei stellt The Bang Bang Club durchaus die richtigen Fragen, doch er verliert sich zuweilen in Belanglosigkeiten und wird durch erzählerische Defizite partiell sogar ein wenig langweilig. Wer sich für das Thema interessiert, darf hier getrost zugreifen, aber im Allgemeinen wird man einfach das Gefühl nicht los, dass man aus dem potenten Stoff noch einen weitaus besseren Film hätte machen können. Anstelle eines kontroversen und emotional tiefschürfenden Films sind es altbekannte Erzählmuster und ein zu starker Fokus auf jene berühmten Bilder, die in den 90ern Geschichte schrieben. (Felix Kreutzmann) alle Rezensionen von Felix Kreutzmann ...
Kriegsfotografen haben es sich zur Aufgabe gemacht, in die Krisen- und Kriegsgebiete vorzudringen, in denen scharf geschossen wird, wo Leid, Gewalt, Verbrechen und Tod allgegenwärtig sind, um uns die Wahrheit ein Stück näher zu bringen. Die Sicht auf Unrecht zu lenken. Mehr nicht. Dem Leid abzuhelfen, dafür gibt es andere. Polizisten. Soldaten. Das Rote Kreuz. Ganz einfach? Im Gegenteil.
Der Film „The Bang Bang Club“, von dem südafrikanische Regisseur Steven Silver, handelt von dem inneren Drama, mehr zu sehen als alle anderen und nichts zu tun. Dies erzählt Silver anhand der wahren Geschichte des „Bang Bang Clubs“, einer Gruppe von vier jungen Fotojournalisten, Greg Marinovich, João Silva, Ken Oosterbroek und Kevin Carter, die in den Jahren zwischen Nelson Mandelas Freilassung während der Apartheid (1990 – 1994), in den Townships Südafrikas aktiv waren und durch ihre Fotografien in den letzten Tagen der Apartheid berühmt wurden.
Regisseur Steven Silver verdichtet, mit seiner sorgfältigen Regie und überzeugenden Darstellern, die wahre Geschichte zu einem fesselnden und packendes Action-Drama, und zeigt das moralische Dilemma ihres lebensgefährlichen Jobs. Dabei entschied er sich bewusst dafür, die Hintergründe des Bürgerkriegs nicht aufzubereiten. Der Krieg bleibt austauschbar. Dieser Krieg ist überall.
Kurze Inhaltsangabe: Der „Held“ des Films ist Greg Marinovich, gespielt von Ryan Phillippe, der als Neuer in die Gruppe kommt und sofort einen Volltreffer im fotografischen Sinne landet: Er fotografiert einen Unterstützer des African National Congress (ANC), der einen Mann mit Benzin übergießt, ihn anzündet und mit einer Machete niederstreckt. Marinovich fotografiert die Barbarei. Sein Foto geht um die Welt, landet bei allen großen internationalen Zeitung auf der Titelseite. Marinovich bekommt den Pulitzerpreis. Abends feiern die vier jungen Männer ihre Erfolge. Für sie ist die Jagd nach dem besten Foto ein Spiel. Doch mit der Zeit helfen Gras und Frauen nicht mehr, um die schrecklichen Bilder aus ihren Köpfen zu verdrängen. Marinovich erkennt das moralische Dilemma ihres lebensgefährlichen Jobs als erster.
Senator Home Entertainment, die den wirklich sehr sehenswerten Film auf DVD veröffentlicht haben, präsentieren diesen mit einem guten Widescreen-Bild (2.35:1 – anamorph) und einem ebensolchen Ton in Dolby Digital 5.1. Ein Making of sowie Interviews sind hier das Bonusmaterial.
Alternativen: Oliver Stones „Salvador“ mit James Woods und James Belushi, oder auch „Under Fire“ mit Nick Nolte und Gene Hackman.
Übrigens: Oosterbroek und Carter überlebten die Jahre nicht. Oosterbroek starb im April 1994 wenige Tage vor den Wahlen, die das Ende der Apartheid brachten, im Kreuzfeuer zwischen der National Peacekeeping Force und ANC-Kämpfern. Carter nahm sich wenige Monate später das Leben. Marinovich und Silva veröffentlichten 2001 ein Buch über diese Jahre, auf dem nun der Film basiert.
(Bernd Hellweg)
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Was in den Jahren 1990 bis 1994 einer Gruppe mutiger Fotojournalisten passierte, die in den Bürgerkriegswirren Südafrikas an vorderster Front an den gefährlichsten Stories dran war, beruht auf tatsächlichen Begebenheiten. Die vier zentralen Reporter der von Außenstehenden als „Bang Bang Club“ titulierten Fotografengemeinschaft sind die Protagonisten des gleichnamigen Films von Steven Silver, einer Größe der südafrikanischen Filmszene, der bislang auf Dokumentarfilme spezialisiert war. Hier nun hat er sich erneut eine reale Geschichte ausgesucht, diese aber mit den Mitteln fiktionaler Erzähltechniken umgesetzt. Aus den visuell eher durchschnittlichen Menschen hinter der Linse wurden so attraktive Burschen, die Leinwandtauglichkeit beweisen. Ohne das Hintergrundwissen der historischen Details kann man deswegen nur hoffen, dass solche Glättungen und Verschönerungsmaßnahmen nicht auch hinsichtlich der Ereignisse selbst vorgenommen wurden.
Als Vorlage für „The Bang Bang Club“ dienten die Memoiren von Greg Marinovich (im Film dargestellt von Ryan Phillippe) und João Silva (Neels van Jaarsveld), zwei der vier mit Pulitzer-Preisen ausgezeichneten Weltklassefotografen. Steven Silver nimmt das Hinzustoßen von Marinovich in die waghalsige Truppe als Ausgangspunkt seiner Filmhandlung, die die vier blutigen Jahre der südafrikanischen Geschichte bis zu den ersten freien Wahlen und dem Ende der Apartheid im Jahr 1994 abdeckt. Anhand seiner Protagonisten macht der Autorenfilmer deutlich, wie gefährlich die verschiedenen Missionen der Männer tatsächlich waren, die die Weltpresse mit beeindruckenden und aufwühlenden Fotografien versorgten, und damit auf die Missstände des Landes aufmerksam machten. Etwas uninspiriert wirkt das Einflechten privater Aspekte, die in erster Linie wohl die Publikumswirksamkeit erhöhen sollten, den Drive der Geschichte aber mitunter unnötig ausbremsen. Sicherlich hätten sich auch andere Mittel und Wege finden lassen, die vier Männer menschlich zu zeichnen und ihnen Sympathiepunkte beim Zuschauer zu sichern. Moralische Konflikte werden ebenfalls thematisiert, die sich angesichts des ungewöhnlichen Jobs der Fotografen zwangsläufig ergeben müssen. Darf man kaltblütige Hinrichtungen einfach so mit der Kamera dokumentieren, ohne die Schuldigen danach zur Rechenschaft zu ziehen? Inwieweit ist es die Pflicht des Dokumentaristen, helfend einzugreifen und nicht nur unbeteiligt zu beobachten? Diese spannenden Fragestellungen greift auch Steven Silver in seinem Film immer wieder auf, ohne jedoch wirklich eindeutige Lösungsansätze dafür präsentieren zu können. Allein als Diskussionsgrundlage und Denkanregungen hat „The Bang Bang Club“ somit einiges zu bieten, vom würdigen filmischen Denkmal einer Gruppe ungewöhnlicher Menschen ganz zu schweigen. (Frank Brenner) alle Rezensionen von Frank Brenner ... Reminder, PDF-Datenblatt zu The Bang Bang Club, DVD:
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Weitere Filminfos zu The Bang Bang Club: Originaltitel: The Bang Bang Club Land / Jahr: USA 2010 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu The Bang Bang Club:
Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews
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Bei der Vorstellung des Titels The Bang Bang Club handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films! |
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