Midnight in Paris
Schauspieler / Schauspielerinnen in Midnight in Paris:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Midnight in Paris:
Woody Allen macht es möglich: In seinem neuen Film „Midnight in Paris“ (seine 42. Regiearbeit) geht dieser Traum für den amerikanischen Touristen und Möchtegernschriftsteller Gil (gespielt von Owen Wilson), der mit seiner Verlobten Inez und seinen zukünftigen Schwiegereltern in Paris Urlaub macht, in Erfüllung. Während Inez und ihre Eltern Paris vor allem als Shoppingmeile für diverse Luxusgüter nutzen, liebt es Gil nachts durch die Straßen zu streifen und ein wenig die Zeit zu imaginieren. Seit seiner Jugend schwärmt Gil von der dortigen Künstlerszene der Zwanzigerjahre. Wenn er nur damals hätte leben können! Hemingway, Fitzgerald, Gertrude Stein - das sind die Idole des erfolgreichen Hollywood-Drehbuchautoren, der sich sehnlichst wünscht, als ernst zu nehmender Schriftsteller zu reüssieren. Eines Abends bricht Gil mal wieder alleine auf und verirrt sich bei seinem Streifzug durch die Straßen der Metropole. Punkt Mitternacht geschieht etwas Wundersames: Gil wird von einer Limousine aufgelesen, die ihn geradewegs in sein goldenes Zeitalter transportiert, zu all den legendären Künstlern, die er immer schon bewundert hat! Und er trifft sie alle, von Luis Buñuel über Scott Fitzgerald bis zu Ernest Hemingway, von Cole Porter über Josephine Baker bis Gertrude Stein und Salvador Dali sowie dessen wunderschönen Muse Adriana, der sich Gil gleich verbunden fühlt. Weil sein Traum wahr geworden ist, muss sich Gil entscheiden, in welcher Zeit und mit welcher Frau er leben will. „Midnight in Paris“ ist Allens Liebeserklärung an Frankreichs Hauptstadt eine wunderbare Hommage an die die Zwanzigerjahre und eines der schönsten Allen-Werke seit Langem. So romantisch und hinreißend war Woody Allen schon lange nicht mehr. Und wie immer hält der Regisseur für seine Zuschauer ein großartiges Schauspieler-Ensemble bereit. Neben Owen Wilson sind mit Adrien Brody, Kathy Bates und Marion Cotillard drei Oscar-Preisträger zu sehen. Zudem hat Frankreichs First Lady, Carla Bruni, einen Gastauftritt in ihrer ersten Kinorolle. Sie spielt eine Museumsführerin, die Gil ein Werk aus den 1920er-Jahren übersetzt, die noch letztes Jahr fast einen Skandal auslöste – darf eine Präsidentengattin in einer Komödie mitspielen? Kurz und gut Allen war hier in Bestform. „Midnight in Paris“ bietet große Unterhaltung mit nostalgischem Flair und frechen Wortwitzen, und macht zudem noch Lust auf Paris, die Liebe und die Werke der alten Meister. Absolut empfehlenswert! Die von Concorde Home Entertainment veröffentlichte DVD präsentiert den Film mit einem recht guten Widescreen-Bild (1.78:1 - anamorph). Die Schärfe ist ordentlich, hätte aber durchaus schärfer sein können. Die Farben sind sehr intensiv und erscheinen durch ihren warmen Farbton leider etwas schwammig. Der Ton (Dolby Digital 3.0) ist Genretypisch recht unspektakulär, hat aber auch keine Fehler. Dialoge sind klar und verständlich in allen Spuren. Das Bonusmaterial ist leider enttäuschend. Als einziges Extra sind der deutsche und der Originaltrailer vorhanden. (Bernd Hellweg) alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Kurz vor seiner Hochzeit mit Inez reist der Möchtegern-Schriftsteller Gil mit seiner Angetrauten nach Paris. Dort gelingt es Gil um Mitternacht, in die Goldenen Zwanziger Jahre der Stadt einzutauchen, denen er mit großer Sehnsucht hinterher trauert.
Konventioneller als „Midnight in Paris“ könnte man einen Film über die weltberühmte französische Metropole wohl kaum beginnen. Woody Allen reiht in seinem 42. Regiefilm minutenlang postkartenähnliche Einstellungen der Stadt der Liebe aneinander. Hier der Eiffelturm, dort der Arc de Triomphe, dann die Champs-Elysées. Doch schon schnell merkt der Zuschauer, dass das bei Weitem nicht alles ist, was dem mittlerweile 75jährigen Filmemacher zu Paris einfällt. Im Gegenteil: Wie schon bei seinen Arbeiten in London und Barcelona hat er durch den Transfer seiner Geschichte in eine Stadt, die er anders als New York nicht aus der Westentasche kennt, viele neue Impulse und Ideen gezogen. Da Woody Allen selbst ein hoffnungsloser Romantiker und Nostalgiker ist, hat er mit der Figur des Gil Pender (im Film gespielt von Owen Wilson) wieder einmal einen Protagonisten erfunden, der einem jugendlichen Alter Ego des Regisseurs selbst sehr ähnlich ist. Gil ist Drehbuchautor, wäre aber viel lieber ein richtiger Romanschriftsteller. Und er ist in Paris zu Besuch, weil mehr als 80 Jahre zuvor in dieser Stadt Künstler und Autoren ein kreatives Zentrum für sich gefunden hatten. Nach einem Disput mit seiner Braut in spe bringt ihn eines Nachts eine altmodische Limousine zurück in jene Zeit, in der er so gerne selbst gelebt hätte. Er begegnet seinen Idolen Ernest Hemingway, Cole Porter oder Gertrude Stein, die sein Manuskript kritisch beäugen und ihm auch sonst Tipps fürs Leben mit auf den Weg geben. Ganz nebenbei verliebt er sich auch noch in die Künstlermuse Adriana (Marion Cotillard), die auch seinen ungewöhnlichen Reizen nicht abgeneigt ist. Keine Frage, vor dreißig Jahren hätte Woody Allen diese Hauptfigur noch selbst gespielt. Aber genau wie mit Larry David in „Whatever Works“ gelingt es Allen auch hier, Owen Wilson zu einer erstaunlich guten Kopie seiner selbst anzuleiten. Das ist jedoch keinesfalls despektierlich gemeint, denn als Woody-Allen-Kenner und -Fan macht es Spaß, gewohnte Macken und intellektuelle Wortgefechte aus seiner Feder aus dem Mund von anderen Schauspielern zu vernehmen, und dabei an das Original zu denken. Dass er hier dramaturgisch auch wieder sehr ausgefeilte Wege beschreitet und seine von fantastischen Elementen angehauchte Geschichte viel mehr ist als eine intellektuelle Spielerei von und für kulturell Interessierte, hat sicherlich mitgeholfen, dass mit „Midnight in Paris“ Allens in den USA finanziell erfolgreichster Film seit Jahrzehnten entstanden ist. Es geht dem pfiffigen Filmemacher nämlich keineswegs um selbstgefälliges Name-Dropping und eitle Besserwisserei, sondern um die Selbsterkenntnis, dass Nostalgie ja ganz schön sein kann, dass man darüber aber nicht aus den Augen verlieren sollte, welche Vorzüge die Gegenwart einem zu bieten hat. (Frank Brenner) alle Rezensionen von Frank Brenner ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Midnight in Paris, DVD:
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Weitere Filminfos zu Midnight in Paris: Originaltitel: Midnight in Paris Land / Jahr: Spanien / USA 2011 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Midnight in Paris:
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