Polnische Ostern
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Den Rendsburger Bäckermeister WERNER GRABOSCH (Henry Hübchen) trifft das Schicksal hart: nach dem tragischen Unfalltod seiner Tochter soll ihm auch noch seine über alles geliebte Enkelin MATHILDA (7) genommen werden. Das Jugendamt entscheidet, dass Mathilda bei ihrem polnischen Vater TADEUSZ (36) aufwachsen wird. Grabosch hält nicht viel von Tadeusz. Er hält eigentlich überhaupt nichts von Polen. Im Gegenteil. Er muss Mathilda um jeden Preis in die Zivilisation zurückholen. Sein Plan ist simpel: Damit Tadeusz das Sorgerecht wieder verliert, wird er sich in dessen Familie einschleichen, sie ausspionieren und Beweise für die unhaltbaren Zustände in Polen sammeln. So fährt der überzeugte Atheist Grabosch ausgerechnet über die Ostertage in das Herz des polnischen Katholizismus: In den Wallfahrtsort Czestochowa! Anfangs bewahrheiten sich Graboschs schlimmste Befürchtungen: Tadeusz Neubauwohnung ist in Wahrheit ein unbewohnbarer Rohbau und die ganze Familie muss notgedrungen auf engem Raum bei der egozentrischen Großmutter IRENA (58) leben. Der ‚geheime Ermittler’ findet noch mehr heraus: Tadeusz scheint in überaus dubiose Geschäfte verwickelt zu sein. Seine Frau AGNIESZKA (32) ist nicht nur krankhaft religiös, sondern auch noch psychisch angeschlagen. Grabosch hat schnell genug Beweise, um die Polen beim Jugendamt anzuschwärzen. Doch zu Graboschs Leidwesen fühlt sich Mathilda immer wohler: Die sensible Agnieszka hilft ihr, mit dem Tod ihrer Mutter umzugehen und Tadeusz kämpft tatsächlich auf vollkommen legale Weise um seinen Neubau. Grabosch hat beide zu Unrecht verdächtigt! Und zu allem Überfluss erweckt Irena in Grabosch längst verschüttete Gefühle. Grabosch ist zunehmend verwirrt. Beim traditionellen Osterfrühstück fühlt er sich auf einmal seltsam wohl. Gegen seinen Willen ist er Teil der neuen deutsch-polnischen Familie geworden. Zu dumm nur, dass ausgerechnet in diesem Moment der von Grabosch alarmierte polnische Sozialdienst vor der Tür steht, um Mathilda abzuholen.... ...
Inhaltsangabe zu Polnische Ostern: 
Den Rendsburger Bäckermeister WERNER GRABOSCH (Henry Hübchen) trifft das Schicksal hart: nach dem tragischen Unfalltod seiner Tochter soll ihm auch noch seine über alles geliebte Enkelin MATHILDA (7) genommen werden. Das Jugendamt entscheidet, dass Mathilda bei ihrem polnischen Vater TADEUSZ (36) aufwachsen wird. Grabosch hält nicht viel von Tadeusz. Er hält eigentlich überhaupt nichts von Polen. Im Gegenteil. Er muss Mathilda um jeden Preis in die Zivilisation zurückholen. Sein Plan ist simpel: Damit Tadeusz das Sorgerecht wieder verliert, wird er sich in dessen Familie einschleichen, sie ausspionieren und Beweise für die unhaltbaren Zustände in Polen sammeln. So fährt der überzeugte Atheist Grabosch ausgerechnet über die Ostertage in das Herz des polnischen Katholizismus: In den Wallfahrtsort Czestochowa! Anfangs bewahrheiten sich Graboschs schlimmste Befürchtungen: Tadeusz Neubauwohnung ist in Wahrheit ein unbewohnbarer Rohbau und die ganze Familie muss notgedrungen auf engem Raum bei der egozentrischen Großmutter IRENA (58) leben. Der ‚geheime Ermittler’ findet noch mehr heraus: Tadeusz scheint in überaus dubiose Geschäfte verwickelt zu sein. Seine Frau AGNIESZKA (32) ist nicht nur krankhaft religiös, sondern auch noch psychisch angeschlagen. Grabosch hat schnell genug Beweise, um die Polen beim Jugendamt anzuschwärzen. Doch zu Graboschs Leidwesen fühlt sich Mathilda immer wohler: Die sensible Agnieszka hilft ihr, mit dem Tod ihrer Mutter umzugehen und Tadeusz kämpft tatsächlich auf vollkommen legale Weise um seinen Neubau. Grabosch hat beide zu Unrecht verdächtigt! Und zu allem Überfluss erweckt Irena in Grabosch längst verschüttete Gefühle. Grabosch ist zunehmend verwirrt. Beim traditionellen Osterfrühstück fühlt er sich auf einmal seltsam wohl. Gegen seinen Willen ist er Teil der neuen deutsch-polnischen Familie geworden. Zu dumm nur, dass ausgerechnet in diesem Moment der von Grabosch alarmierte polnische Sozialdienst vor der Tür steht, um Mathilda abzuholen.... Polnische Ostern stammt aus dem Hause Indigo.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Polnische Ostern:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Polnische Ostern:
0Frank Brenner2012-01-18Das deutsch-polnische Verhältnis ist nach wie vor belastet. Vielleicht hat man im Laufe der Jahrzehnte gelernt, mit der Vergangenheit halbwegs zu leben, immerhin sind mittlerweile etliche Generationen nachgewachsen und tatsächliche Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs sterben nach und nach aus. Dennoch gibt es jede Menge Vorurteile hüben wie drüben, was an Ressentiments und Unwissen gleichermaßen liegt. Im Falle von Werner Grabosch (Henry Hübchen) kommt dann noch ein ganz persönlicher, von einem tiefen Schmerz des Verlustes begleiteter Grund hinzu. Der Bäckermeister hat seine einzige Tochter bei einem Autounfall verloren, jetzt wird ihm auch noch seine Enkeltochter Mathilda (Paraschiva Dragus) genommen, die einzige lebendige Erinnerung, die er an seine Tochter hat. Denn Mathilda wird von ihrem Vater Tadeusz (Adrian Topol) nach Polen geholt, wo er mit seiner neuen Frau den lang gehegten Wunsch einer Familie in die Tat umsetzen will. Werner protestiert ohne Erfolg beim Sozialamt, deswegen versucht er schließlich in letzter Konsequenz, sich vor Ort in Polen ein Bild von den katastrophalen Verhältnissen zu machen, in denen Mathilda dort aufwachsen muss, um dann mit schlagkräftigen Argumenten eine neuerliche Beurteilung der Erziehungsfrage in die Wege zu leiten.
Jakob Ziemnicki ist ein junger Filmemacher, der den Hintergrund beider Kulturen bestens kennt. In Polen geboren, ist er bereits ab dem fünften Lebensjahr in Deutschland aufgewachsen, wo er dann auch seine Ausbildung an der Filmhochschule abgeschlossen hat. Nach einigen Kurzfilmen und einem Segment des Kompilationsfilms „1. Mai“, liefert Ziemnicki mit „Polnische Ostern“ sein Langfilmdebüt ab. Die Culture-Clash-Komödie legt ein munteres Tempo vor, überzeugt durch eine liebenswerte Charakterzeichnung und einen vorhersehbaren, aber sympathischen Gesinnungswandel der Hauptfigur. Einige Stereotypen werden für beide Kulturkreise bemüht, die aber in ihrer ironischen Brechung und ihrer spielerischen Präsentation für Schmunzeln sorgen und keineswegs unangenehm auffallen. Henry Hübchen führt mit gewohnter Überzeugungskraft ein deutsch-polnisches Ensemble an, das die grenzübergreifende Problematik auf das Wesentliche ihrer Menschlichkeit herunterbricht und damit für sich einzunehmen versteht.
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Das deutsch-polnische Verhältnis ist nach wie vor belastet. Vielleicht hat man im Laufe der Jahrzehnte gelernt, mit der Vergangenheit halbwegs zu leben, immerhin sind mittlerweile etliche Generationen nachgewachsen und tatsächliche Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs sterben nach und nach aus. Dennoch gibt es jede Menge Vorurteile hüben wie drüben, was an Ressentiments und Unwissen gleichermaßen liegt. Im Falle von Werner Grabosch (Henry Hübchen) kommt dann noch ein ganz persönlicher, von einem tiefen Schmerz des Verlustes begleiteter Grund hinzu. Der Bäckermeister hat seine einzige Tochter bei einem Autounfall verloren, jetzt wird ihm auch noch seine Enkeltochter Mathilda (Paraschiva Dragus) genommen, die einzige lebendige Erinnerung, die er an seine Tochter hat. Denn Mathilda wird von ihrem Vater Tadeusz (Adrian Topol) nach Polen geholt, wo er mit seiner neuen Frau den lang gehegten Wunsch einer Familie in die Tat umsetzen will. Werner protestiert ohne Erfolg beim Sozialamt, deswegen versucht er schließlich in letzter Konsequenz, sich vor Ort in Polen ein Bild von den katastrophalen Verhältnissen zu machen, in denen Mathilda dort aufwachsen muss, um dann mit schlagkräftigen Argumenten eine neuerliche Beurteilung der Erziehungsfrage in die Wege zu leiten.
Jakob Ziemnicki ist ein junger Filmemacher, der den Hintergrund beider Kulturen bestens kennt. In Polen geboren, ist er bereits ab dem fünften Lebensjahr in Deutschland aufgewachsen, wo er dann auch seine Ausbildung an der Filmhochschule abgeschlossen hat. Nach einigen Kurzfilmen und einem Segment des Kompilationsfilms „1. Mai“, liefert Ziemnicki mit „ Polnische Ostern“ sein Langfilmdebüt ab. Die Culture-Clash-Komödie legt ein munteres Tempo vor, überzeugt durch eine liebenswerte Charakterzeichnung und einen vorhersehbaren, aber sympathischen Gesinnungswandel der Hauptfigur. Einige Stereotypen werden für beide Kulturkreise bemüht, die aber in ihrer ironischen Brechung und ihrer spielerischen Präsentation für Schmunzeln sorgen und keineswegs unangenehm auffallen. Henry Hübchen führt mit gewohnter Überzeugungskraft ein deutsch-polnisches Ensemble an, das die grenzübergreifende Problematik auf das Wesentliche ihrer Menschlichkeit herunterbricht und damit für sich einzunehmen versteht.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Polnische Ostern:
Originaltitel: Polnische Ostern
Land / Jahr: Deutschland/Polen 2011
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Polnische Ostern:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, deleted scenes
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