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TECHNISCHE DATEN
zu Roller Girl

RC 2 FSK Freigabe ab 12 Jahren
DVD-Typ: 1 x DVD-9
Medium: DVD
Genre: Komödie
Bildformat:
16:9 (2.40:1) anamorph
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1,Englisch: Dolby Digital 5.1
Verpackung: Amaray Case
Anbieter:
Universum Film
EAN-Code:
0886978109293 / 0886978109293
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

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Roller Girl

Titel:

Roller Girl

Label:

Senator Home Entertainment

Regie:

Drew Barrymore Drew Barrymore Biografie

Laufzeit:
106 Minuten
Genre:
Komödie
FSK:
ab 12 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 12.07.2017 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Roller Girl:


Mit Roller Girl legt Hollywoodstar Drew Barrymore ihr ein lang ersehntes und gutgelauntes Regiedebüt hin, in dem Juno-Star Ellen Page zu Höchstform aufläuft. Freche Girlpower mit Top-Besetzung - u.a. Oscar®-Preisträgerin Marcia Gay Harden, Juliette Lewis, Kristen Wiig, Zoë Bell und Drew Barrymore selbst in einer herrlich selbstironischen Rolle. Bliss (Ellen Page) ist siebzehn Jahre alt und hat die Nase voll von dem texanischen Provinznest, in dem sie lebt: nichts als Tüllkleider, Hochsteckfrisuren und öde Schönheitswettbewerbe. Eines Abends fährt sie heimlich nach Austin, um sich ein Rollerderby anzuschauen. Sie ist sofort Feuer und Flamme für den ruppigen Underground-Sport und die punkigen Rollschuh-Mädchen in Netzstrümpfen und Minirock. Ohne das Wissen ihrer Eltern wird sie schon bald in das Team aufgenommen und erweist sich als echtes Naturtalent. Aus dem planlosen Provinz-Girl wird der Derby-Star Babe Ruthless. Doch Bliss hat nicht viel Zeit ihren neu erlangten Ruhm zu genießen: Neben Stress mit ihrer schockierten Mutter und ihrer enttäuschten besten Freundin, erlebt Bliss auch die Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe mit dem süßen Musiker Oliver … Roller Girl stammt aus dem Hause Universum Film.


Roller Girl Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Roller Girl:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Roller Girl:
Zu viele Coming-of-Age-Geschichten verirren sich in bewährten Schemata und sind meist ab den ersten paar Minuten vorhersehbar. Die Ideenflaute ist allerdings kein Einzelfall, sondern kann zur Zeit in jedem Filmgenre diagnostiziert werden. Anstatt ein (finanzielles) Risiko einzugehen und alternative Möglichkeiten und Ideen zu verfolgen, wird auf Nummer sicher gesetzt und wir bekommen letzten Endes immer wieder die gleiche Geschichte erzählt. Das Regiedebut des ehemaligen Kinderstars Drew Barrymore „Roller Girl“ hat ebenfalls mit den Konventionen zu kämpfen. Ausgestattet mit Newcomerin Ellen Page gelingt der Debütantin ein unterhaltsamer Spielfilm, der trotz seiner Neigung zum Mainstream sich doch ein bemerkenswertes Stück über dem 08/15-Pegel von Hollywood hält.

Nach dem Idealbild von ihrer Mutter Brooke müsste Bliss nicht nur ein braves Mädchen und gut in der Schule sein, sondern an jedem zweiten Wochenende auch einen Schönheitswettbewerb gewinnen. Bliss selbst ist aber mehr genervt von der Rolle, in die sie ihre Mutter zwängt und freut sich stattdessen auf die Arbeit mit ihrer besten Freundin in einem mehr oder weniger bescheidenen Fast-Food-Restaurant. Als sie eines Tages in Austin ein regionales Roller-Derby ansieht, ist sie hin und weg von der Ganzkörpersportart. Kurzerhand schafft sie es in ein Aufnahmetraining und bekommt auch gleich einen festen Platz in der Mannschaft. Dazu verliebt sie sich in den Band-Leader Oliver und beginnt ein Leben weit ab von der mütterlichen Kontrolle. Bald schon kommt Brooke aber hinter das neue Hobby ihrer Tochter und die Roller-Konkurrenz macht es der jungen Rebellin auch nicht leichter ihre Leidenschaft zu verwirklichen, da diese herausgefunden hat, dass Bliss noch nicht das Mindestalter von 21 Jahren für den Derby-Wettbewerb erreicht hat.

An Originalität ist auf den ersten Blick wenig in Barrymores Debüt zu finden. Die klassische Geschichte eines Mädchens, das mit dem eigenen Elternhaus nichts anfangen kann, sich versucht wo anders zu etablieren, dabei erste Erfolge erzielt, dann aber einen tiefen Rückschlag erlebt, um am Ende doch triumphierend über den anderen zu stehen, ist nichts Neues. Doch diesem Faktum ist sich Barrymore scheinbar bewusst und so macht sie keinen Hehl daraus und versucht durch unsinnige Subhandlungen die herkömmliche Story zu verstecken und fährt selbstsicher auf bekannten Schienen. Dazu wird der Roller Derby als – zumindest in Deutschland – sehr unbekannte Sportart sehr gut als Aufhänger herausgearbeitet. Die actionreichen Szenen im Derby sind eine unterhaltsame Abwechslung zur sonstigen Handlung und auch eine Möglichkeit für Barrymore zu zeigen, dass sie durchaus kreativ hinter der Kamera sein kann.

Die obligatorischen Themen einer Coming-of-Age-Story stören letzten Endes aber den Unterhaltungsfaktor von „Roller Girl“ nicht. Dies ist in erster Linie der Spielfreude der Darstellerriege, angeführt von Ellen Page, zu verdanken. Page, die schon im Überraschungshit “Juno“ als sympathische Teenagerin Publikum und Kritiker begeistern konnte, beweist einmal mehr, dass sie zu Hollywoods talentiertesten Newcomerinnen gehört. Die Verkörperung von Bliss als naives und unerfahrenes Mädchen, das in sich einen rebellischen Geist verbirgt, ist nicht nur Pages Paraderolle, sondern bescherte ihr für ihren Part in Jason Reitmans Teenager-Drama bereits eine Oscar-Nominierung. In weiteren Nebenrollen setzt vor allem Marcia Gay Harden als strenge, zielstrebige und scheinbar herzlose Mutter Akzente und auch der Auftritt von Barrymore selbst gesellt sich zum gut aufgelegten Cast.

Die Atmosphäre eines Feel-Good-Movies erreicht „Roller Girl“ spätestens durch die gekonnt eingesetzte Musikwahl. Untermalt von insgesamt 58 Songtiteln sind unter anderem Vertreter wie „MGMT“ oder „Ramones“ zu hören. Barrymore schafft einzig nicht den Sprung, das Level eines natürlichen Indie-Films zu erreichen. Zwar zeigen Musik und Anzeichen von alternativen Ideen in Richtung Indie, doch das konventionelle Schema drängt „Roller Girl“ wieder zurück auf einen Zug, der definitiv mehr aus Hollywood stammt. Trotzdem hebt sich das Debüt des ehemaligen E.T.-Stars schon alleine durch ihren Witz und Charme, sowie dem erkennbaren Retro-Flair deutlich vom Mittelmaß ab. Warum Barrymores erste Regiearbeit zwei Jahre gebraucht hat, bis sie in Deutschland auf den Leinwänden zu sehen war, wird wohl niemand verstehen. Die sympathische Komödie mit Ellen Page als zentraler Mittelpunkt macht durchaus Spaß und reicht für einen kurzweiligen DVD-Abend trotz vieler Konventionen und fehlender Originalität. ()

alle Rezensionen von Matthias Hopf ...
Ellen Page hat im Jahr 2007 die Filmwelt im Flug erobert, als sie in dem überaus erfolgreichen amerikanischen Independentfilm „Juno“ von Jason Reitman die fordernde Titelrolle übernahm. Der Film war auf eine frech-sympathische Weise unterhaltsam und kurzweilig, obwohl er sich einer Vielzahl von ernst zu nehmenden sozialen Fragestellungen annahm, u.a. der Teenagerschwangerschaft seiner Heldin. Auch in „Roller Girl – Manchmal ist die schiefe Bahn der richtige Weg“ bereitet Ellen Page ihrem Elternhaus wieder schlaflose Nächte. Doch zunächst kann sie das Ausleben ihrer Leidenschaft vor ihren Erziehern noch geheim halten. Als „Babe Ruthless“ macht Bliss (Ellen Page) wider Erwarten in der Nachbarstadt Austin eine unglaubliche Karriere als Roller Girl. Sie nimmt an den brachialen Rollerderbys in einer alten Industriehalle teil und avanciert innerhalb weniger Wochen zum Aushängeschild und zur Hoffnungsträgerin ihres Teams. Erst, als ihr heimliches Hobby mit den Ambitionen ihrer Mutter (Marcia Gay Harden) zu kollidieren droht, die Bliss am liebsten in ihren eigenen Fußstapfen als Schönheitskönigin sehen würde, wird die Situation zunehmend problematisch.

Drew Barrymore entstammt einer Schauspielerdynastie und hatte deswegen ihren internationalen Durchbruch bereits im zarten Alter von fünf Jahren, als sie E.T. bei seinen Bemühungen, nach Hause zu telefonieren, behilflich war. In den folgenden dreißig Jahren war ihre Karriere von Höhe- und Tiefpunkten gezeichnet, seit einigen Jahren hat sie sich nun aber gut im Starsystem Hollywoods etablieren können. Mit dazu beigetragen hat sicherlich auch ihr Bestreben, mit ihrer eigenen Produktionsgesellschaft „Flower Films“ die Geschicke ihrer Laufbahn ein Stückweit selbst steuern zu können. Nun hat sie mit „Roller Girl“ ihrem vielseitigen künstlerischen Gesamtschaffen mit ihrem Regiedebüt eine weitere interessante Facette hinzugefügt. Das Thema indes ist etwas sperrig, da man hierzulande mit Rollerderby sicherlich noch weniger anfangen kann, als in den USA. Dort hat es Shauna Cross immerhin zu einer gewissen Popularität gebracht, als sie ihre Erlebnisse in diesem harten Frauensport in einem autobiografisch geprägten Roman verarbeitete. Diesen Roman hat Barrymore nun mit Hilfe von Shauna Cross für die Leinwand adaptiert. Wenn man sich nicht allzu sehr an den Sportfilmklischees stört, die auch diesen unabhängig produzierten Film im Laufe seiner Spielzeit mehr und mehr zu dominieren beginnen, kann man sich wenigstens von der dahinter steckenden Underdog- und Coming-of-Age-Story fesseln lassen. Denn die Schilderung der sozialen Verhältnisse ihrer Hauptfiguren ist Barrymore weitgehend gut gelungen. Auch die Actionszenen, denen man ansieht, dass die Darsteller größtenteils selbst auf den Rollschuhen standen, können sich durchaus sehen lassen. ()

alle Rezensionen von Frank Brenner ...
Die entscheidende Phase des Schönheitswettbewerbs hat angefangen und gleich ist Bliss an der Reihe. Doch die färbt sich, unterstützt von ihrer besten Freundin Pash, auf den letzten Drücker noch die Haare. Das Ergebnis scheint allerdings nicht unbedingt das zu sein, was ihre Mutter (und wohl auch sie selbst) erwartet hat - blaue Haare. Nicht nur, dass sie so keine Chance hat den Schönheitswettbewerb zu gewinnen, sie geht komplett leer aus, gerade mal der mickrigste Pokal bleibt für sie übrig. Wenigsten kann ihre kleine Schwester die Kohlen aus dem Feuer holen und einen der vorderen Plätze in ihrer Altersgruppe belegen. Für Bliss Mutter jedoch wiegt die Schande ihrer großen Tochter schwerer als der Sieg der jüngeren, schlussendlich lebt sie dafür, dass ihre Tochter bei diesen Miss-Wahlen teilnehmen kann und auf diesem Weg, die perfekte Hausfrau wird, ihren zukünftigen Mann kennen lernt, gut heiratet und raus aus dem Kaff in Texas, dessen Sehenswürdigkeit ein Riesenhamburger im örtlichen Diner ist, kommt. Eben in diesem Diner arbeiten Page und Bliss als Kellnerinnen. Bliss, zum Leidwesen von Pash, nicht ganz so enthusiastisch, so dass sie des Öfteren kein Trinkgeld bekommt und von den Jungs ignoriert und/oder lächerlich gemacht wird. Wenigstens gibt es noch Birdman, den frisch beförderten „Manager“ des Diner, über den die beiden sich lustig machen können. Während eines Einkaufstrips nach Austin, Texas, wird der Laden von Roller-Girls „überfallen“ und Bliss bekommt einen Flyer für ein Roller-Derby in die Hand. Da sie kein Auto hat und ihre Mutter es auch nie, und schon gar nicht nach der Schande beim letzten Wettbewerb, erlauben würde, dass sie zum Derby geht, überredet sie Pash, mit deren Auto, unter Vorspielen falscher Tatsachen, zum Derby zu gehen. Angekommen und fasziniert von der Atmosphäre und noch mehr von den Girls auf Rollschuhen, träumt Bliss davon eines der Roller-Girls zu sein, was sie dann auch schneller als gedacht wird. Eine aus der Mannschaft der Hurl Scouts spricht Bliss an und schafft, was Bliss Mutter mit den Schönheitswettbewerben, nicht geliengt, Bliss zu faszinieren, inspirieren und motivieren. Nach ein wenig Schummeln in Bezug auf das Alter, geht es gleich an die alte Kiste, die Rollschuhe raus kramen und ab zum nächsten Training der Hurl Scouts. Dort muss sie nicht nur die Regeln des Roller-Derby lernen, sondern auch die des Lebens und wie ein Phoenix aus der Asche wird aus ihr das Roller Girl „Ruthless“. Ganz „nebenbei“ erlebt Bliss noch die Höhen und Tiefen der ersten großen Liebe und ihrer Freundschaft zu Pash, die auf eine harte Probe gestellt wird, als Pash von einem Polizist mit Bier erwischt wird, obwohl sie noch keine 21 ist, und Bliss nicht für sie da ist, sondern Oliver, ihre erste große Liebe, sucht.

Ein Film bei dem „Sheena Is A Punk Rocker“ eines der ersten Lieder ist kann ja schonmal nicht schlecht sein oder? Meist werde ich für so eine kühne Behauptung abgestraft und der Film entpuppt sich als Rohrkrepierer, nicht aber Roller-Girl. Analog dem Schleudergriff, der dem Film seinen Original-Titel „Whip-It“ gibt, packt einen der Film, reißt einen ein Stück mit und schleudert einen dann, durch den Rest des Films und die Zeit, die dem ziellosen Teenager Bliss, ein Ziel und einen Weg gibt, den sie gehen muss, um sich endlich von zu Hause zu lösen und den Schritt ins eigene Leben zu machen. Klingt jetzt fürchterlich „cheesy“ wie die Amerikaner jetzt schreiben würden, doch auch das ist der Film nicht, denn die Roller-Derbys und ihre Protagonistinnen, sind alles andere als „cheesy“. Es sind die „tough“ Girls, abgehärtet nicht nur von ihrem gar nicht so zimperlichen Sport, sondern auch vom Leben, dass Ihnen meist nicht allzu gut mitgespielt hat und es sind die (jungen) Frauen, vor denen dich deine Mutter warnt, sie würden, wenn überhaupt, nie einen gescheiten Mann abbekommen und, übertragen auf Deutschland, doch eh bei Hartz IV und/oder in schlecht bezahlten Aushilfs-/Zeitarbeitsjobs landen. Manchmal braucht es eben diese Art von weiblichen Vorbildern um einem Teenager, wie Bliss einer ist, eine Richtung zu geben und für sie das zu sein, was die Mutter, nicht sein kann, weil die Mutter einem Ideal anhängt bzw. nachtrauert, dass für Bliss schon längt als von der Realität überholt angesehen wird, gegen das sie sich aber nicht wehren kann, ohne ihre Mutter zu verletzten, was sie wiederum nicht möchte. So ist einer emotionalsten Momente der, in dem Bliss Mutter, Bliss nie gehaltene Rede findet und liest, wie sehr Bliss ihre Mutter für die Person, die sie ist, ihren Charakter und ihre Werte bewundert und liebt. Ein Zeichen dafür, dass Bliss jetzt ihren Weg gefunden hat, auch wenn es nicht der ist, denn ihre Mutter sich für sie vorgestellt hatte, aber immerhin einer, den die Mutter, nachdem sie den Brief gelesen hat, zumindest versuchen zu verstehen und akzeptieren kann. Ein großer Schritt ist getan, als ihre Mutter, wider erwarten, im Laufe des Finales der Roller-Derby Liga auftaucht und so Unterstützung und Interesse an ihrer Tochter zeigt, etwas, dass Bliss bis dato zwar auch während den Miss-Wahlen bekam, aber nie spürte, weil es nicht ihr Ding war und sie es nicht für sich, sondern ihrer Mutter zu liebe getan hat. Rollderby dagegen ist für den Moment ganz ihr Ding.

Ganz mein Ding, sind die Hauptdarsteller. Ellen Paige hatte vor vier Jahren schon in Juno überzeugt und tut es auch hier in Roller Girl erneut. Sie ist ganz die orientierungslose, genervte Tochter, die einfach nicht versteht, warum ihr Vater nicht die Eier hat, sich gegen seine Frau durchzusetzen und ihre Mutter einem, ihrer Meinung nach, hoffnungslos veralteten Wertesystem hinterher trauert und für die Miss Wahlen, die diesem Ideal ein Forum geben, alles nur erdenklich an Unterstützung für ihre Tochter aufbringt, ansonsten aber keinerlei Verständnis für sie zu haben scheint. Da sind ihr ihre Mannschaftskameradinnen nicht nur Freundinnen, sondern auch Mutterersatz. Während Bliss einfach nur raus aus dem Kaff will und erst noch ihrem Rollerderbynamen „Ruthless“ gerecht werden muss, ist ihre Freundin Pash, die von Alia Shawkat völlig überzeugend und total in ihrer Rolle aufgehende, harte Schale mit dem weichen Kern. Pash ist diejenige, die Bliss zu ihrem Glück zwingt, den Rücken frei hält und darüber von Bliss enttäuscht wird, als die ihrem Freund hinterher rennt, statt sich um die Freundin in Not zu kümmern. Richtig schön durchgeknallt, aber mit 100% bei der Sache, sind zum einen Jimmy Fallon als Ansager „Hot Tub“ Johnny Rocket und Douglas Minckiewicz als Colby, der Trainer der Hurl Scouts. Beide legen ihre Charaktere mit einem Augenzwinkern und einer guten Portion Selbstironie an. Während der eine Jimmy Fallon, dabei, absolut zur Rolle als „Hot Tub“ Johnny Rocket passend, over the top gehen darf, darf der andere Douglas Minckiewicz, die „Mutter“ der Mannschaft sein. Mögen seine Mädels auch alle gestandenen Frauen sein, so ist es doch er, der den „Hühnerhaufen“ beisammen hält und dafür sorgt, dass seine Mädels so gestanden sie im Leben auch sein mögen, lernen sich gegen die Gegner und das Leben zu wehren und nichts einfach so hinzunehmen, wie es vermeintlich schon immer war und bleiben wird. Apropos Selbstironie und „over the top“ bzw. Einfühlungsvermögen und das beste aus dem Menschen herauskitzeln, Drew Barrymore beweißt ersteres in ihrer Rolle als Smashley Simpson und hat letzteres als Regisseurin dieses Films. Ebenfalls unter den Rollergirls ist Kristen Wiig, die als der Film 2009 in den USA erschien, ihren Durchbruch mit Brautalarm erst noch vor sich hatte, aber bereits in dieser Nebenrolle ihr komödiantisches Talent beweist. Gut, dass sie sich dann Brautalarm auf den Leib geschrieben hat. Überhaupt erscheint es mir so, dass sich die Besetzung von der Hauptrolle bis in die Nebenrollen in 2011/12 wie ein kleines Allstarensemble liest, während im Jahr 2009, als der Film in den USA lief, vermutlich Drew Barrymore und schon mit Abstrichen Ellen Paige, dem gemeinen deutschen Kinogänger etwas gesagt hätten. Ob diese Tatsache jedoch zwei bzw. drei Jahre Wartezeit rechtfertigt... Vermutlich hat sich in 2011, nach den Erfolgen von Brautalarm und Co, irgendein Manager daran erinnert, dass er „Roller Girl“ vor Jahren mal günstig eingekauft hatte und jetzt, da die Leute vermutlich auch die älteren Sachen von Kristen Wiig sehen wollen, die Zeit reif ist, den Film rauszubringen, zumal von Ellen Paige und Drew Barrymore gerade keine Blockbuster anstehen. Egal, die Hautpsache ist, dass dieses kleine Juwel unter den Teenager-/Comming of Age Komödien, endlich in Deutschland erhältlich ist und hoffentlich den verdienten Siegeszug auf DVD und Blu Ray antreten kann.

„Roller Girl“ spielt für mich durchaus in einer Liga mit „Eine wie Keine“ und ist damit eine dieser „once in a while“ Teenager-/Comming of Age Komödien, die das gewisse Etwas hat, dass sie anders macht als die Masse, obwohl sie doch die gleiche/ähnliche Geschichte erzählt. So ist es nicht die längst überfällige Rebellion von Bliss gegen ihre Über-Mutter, die Roller-Girl originell macht, sondern die Verpackung, sprich die Roller-Derby’s, die Schauspieler, sprich die anderen Roller-Girls und die Tatsache, dass der Film die Sorgen seiner Hauptdarstellerin ernst nimmt, sich selbst aber nicht.

P.S. Einen ersten Einblick in Rollerderby gibt es überraschenderweise auf den Seiten eines eher für seine IT-Zeitschriften bekannten Verlages http://www.heise.de/ix/artikel/Minirocking-1394441.html. ()

alle Rezensionen von Eric Hoch ...
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Weitere Filminfos:

Originaltitel: Whip it!
Land / Jahr: USA 2009
Medien-Typ: DVD


Bonusmaterial:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Alternativer Anfang, Deleted Scenes
Kommentare:

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