Bad Lieutenant - Special Edition
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Ein New Yorker Cop: Drogensüchtig, korrupt und wettsüchtig. Ein Wrack. Als eine Nonne von zwei Jungen vergewaltigt wird, werden von der Mafia 50.000 Dollar Belohnung ausgesetzt. Die letzte Chance für den Cop, sein kaputtes Leben wieder unter Kontrolle zu bekommen?
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Inhaltsangabe zu Bad Lieutenant - Special Edition: 
Ein New Yorker Cop: Drogensüchtig, korrupt und wettsüchtig. Ein Wrack. Als eine Nonne von zwei Jungen vergewaltigt wird, werden von der Mafia 50.000 Dollar Belohnung ausgesetzt. Die letzte Chance für den Cop, sein kaputtes Leben wieder unter Kontrolle zu bekommen?
Bad Lieutenant - Special Edition stammt aus dem Hause STUDIOCANAL GmbH.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Bad Lieutenant - Special Edition:
Darsteller:
Harvey Keitel  , Brian McElroy, Frankie Acciarito, Peggy Gormley, Stella Keitel, Dana Dee, Victor Argo, Paul Calderon, Leonard L. Thomas, Anthony Ruggiero, Vincent Laresca, Robin Burrows, Victoria Bastel, G. Elvis Phillips, Stephen Chen, Shawn McClean, John Steven Jones, Fernando Véléz, Joseph Micheal Cruz, Frankie Thorn, Frank Adonis, Paul Hipp, Lambert Moss, Nicholas De Cegli, Larry Mullane, Michael A. Fella, Michael N. Ciravolo, Zoë Lund, Bo Dietl, Gene Canfield, Heather Bracken, Penelope Allen, Eddie Daniels, Bianca Bakija, Ed Kovens, Jaime Sánchez, Minnie Gentry, Iraida Polanco, Chris `Mad Dog` Russo, John Clohessy, Bruce Murray, Bob Murphy, Warner Fusselle, Phil Neilson,
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Bad Lieutenant - Special Edition:
0Dmitrij Panov2012-04-17Der Held – oder, besser: der Antiheld – ist ein namenlos bleibender Cop im tiefsten Dreck New York, gespielt von Harvey Keitel („Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“), bei dem man sich niemals entscheiden könnte, ob nun seine Drogen- oder doch seine Spielsucht sein größtes Problem ist. Also das, was man guten Gewissens als „völliges Wrack“ bezeichnen könnte. Als er mehrere Wetten hintereinander verliert und zudem einer seiner Drogendealer hochgenommen wird, steht er kurz vor dem Abgrund – doch plötzlich winkt eine Belohnung von sagenhaften 50.000 Dollaer für den, der den Fall um eine vergewaltigte Nonne aufklären kann. Eine Chance für den glücklosen Polizisten oder doch sein endgültiger Untergang?
Der Name Abel Ferrara ist nicht allen, aber doch einigen geläufig: Vor Jahrzehnten als einer der eigenartigsten Regisseure Hollywoods bekannt, drehte er konsequentes, dreckiges und schwer zu verdauendes Kino wie „Die Frau mit der 45. Magnum“, „The King of New York“ oder „Das Begräbnis“, mit dem er sich durchaus einen Namen machte. „Bad Lieutenant“ ist so ziemlich sein bekanntester Film, den man allerdings nicht mit „Bad Lieutenant – Port of Call New Orleans“ verwechseln sollte. Jener wurde von Werner Herzog ohne Kenntnis des Originals gedreht und verfolgt auch eine völlig andere Geschichte – wer ihn also kennt, muss nicht befürchten, die Story von „Bad Lieutenant“ bereits im Vorfeld zu kennen.
„Story“ ist allerdings ein Wort, bei dem man gar nicht weiß, ob man es so gut anwenden kann. Über weite Strecken ist Ferraras Werk ein extremst chaotisches, anstatt einer klar umfassten Handlung zu folgen, kümmert sich der Film zumeist um seinen Protagonisten, seinen Alltag zwischen Drogen und zweifelhaften Copaktivitäten sowie seiner Spielsucht. Der Plot mit der Nonne geschieht wie nebenbei – sehr verstörende Vergewaltigungsszene inklusive – und wird auch nicht besonders gut in das Treiben des Protagonisten eingefädelt. Seine religiösen Gewissenbisse treten wie aus dem Nichts auf, seine Handlungen sind – oder wirken – kaum motiviert, eine Plausibilität im Verhalten des Cops ist kaum zu erkennen. Das mag so vom Regisseur erwünscht sein, aber es verwirrt doch mächtig – wer sich auf den Film einlassen kann, wird eventuell einen nachhaltigen Trip erleben, doch einfach wird es definitiv nicht.
Doch auf der anderen Seite hat „Bad Lieutenant“ einen Pluspunkt, über den niemand hinwegsehen kann: Seinen Hauptdarsteller Harvey Keitel. Dieser entblößt sich nicht nur in einer Szene physisch komplett, sondern tut es psychisch fast permanent, wütet durch seine Welt und liefert mit seiner verzweifelten Hasstirade auf eine Jesuserscheinung ein absolutes schauspielerisches Highlight, welches eine Sichtung lohnt. Ähnlich wie Nicolas Cage in Herzogs Werk ist auch hier der Protagonist das Maß der Dinge, der Mittelpunkt des Films, und trotz der tollen Leistung Cages muss man sagen, dass Keitel einen direkten Vergleich gewinnt. Auch wenn seine Figur drehbuchtechnisch nicht die durchdachteste ist, bleibt sie durch Keitels Leistung im Gedächtnis.
Wer also auf dreckige, harte und konsequente Filme ohne klassische Story steht, sollte auf jeden Fall einen Blick wagen – sofern er sich nicht am religiösen Kontext stört. Wer sich lieber auf herkömmliche Erzählmuster konzentriert und eine völlig plausible Geschichte erleben möchte, sollte allerdings die Finger von „Bad Lieutenant“ lassen: Zu wild, zu instinktiv das Ganze. Eine einzige Enttäuschung ist das Werk aber auch für diese Menschen nicht, eben dank Harvey Keitels absoluter Präsenz. Die DVD bietet gute Bild- und Tonqualität und einige interessante Extras wie einen Audiokommentar von Abel Ferrara und Ken Kelsh sowie Making-Of-Features zur Pre-Production, Production und Post-Production, welche einem interessante Einblicke liefern.
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Der Held – oder, besser: der Antiheld – ist ein namenlos bleibender Cop im tiefsten Dreck New York, gespielt von Harvey Keitel („Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“), bei dem man sich niemals entscheiden könnte, ob nun seine Drogen- oder doch seine Spielsucht sein größtes Problem ist. Also das, was man guten Gewissens als „völliges Wrack“ bezeichnen könnte. Als er mehrere Wetten hintereinander verliert und zudem einer seiner Drogendealer hochgenommen wird, steht er kurz vor dem Abgrund – doch plötzlich winkt eine Belohnung von sagenhaften 50.000 Dollaer für den, der den Fall um eine vergewaltigte Nonne aufklären kann. Eine Chance für den glücklosen Polizisten oder doch sein endgültiger Untergang?
Der Name Abel Ferrara ist nicht allen, aber doch einigen geläufig: Vor Jahrzehnten als einer der eigenartigsten Regisseure Hollywoods bekannt, drehte er konsequentes, dreckiges und schwer zu verdauendes Kino wie „Die Frau mit der 45. Magnum“, „The King of New York“ oder „Das Begräbnis“, mit dem er sich durchaus einen Namen machte. „Bad Lieutenant“ ist so ziemlich sein bekanntester Film, den man allerdings nicht mit „Bad Lieutenant – Port of Call New Orleans“ verwechseln sollte. Jener wurde von Werner Herzog ohne Kenntnis des Originals gedreht und verfolgt auch eine völlig andere Geschichte – wer ihn also kennt, muss nicht befürchten, die Story von „Bad Lieutenant“ bereits im Vorfeld zu kennen.
„Story“ ist allerdings ein Wort, bei dem man gar nicht weiß, ob man es so gut anwenden kann. Über weite Strecken ist Ferraras Werk ein extremst chaotisches, anstatt einer klar umfassten Handlung zu folgen, kümmert sich der Film zumeist um seinen Protagonisten, seinen Alltag zwischen Drogen und zweifelhaften Copaktivitäten sowie seiner Spielsucht. Der Plot mit der Nonne geschieht wie nebenbei – sehr verstörende Vergewaltigungsszene inklusive – und wird auch nicht besonders gut in das Treiben des Protagonisten eingefädelt. Seine religiösen Gewissenbisse treten wie aus dem Nichts auf, seine Handlungen sind – oder wirken – kaum motiviert, eine Plausibilität im Verhalten des Cops ist kaum zu erkennen. Das mag so vom Regisseur erwünscht sein, aber es verwirrt doch mächtig – wer sich auf den Film einlassen kann, wird eventuell einen nachhaltigen Trip erleben, doch einfach wird es definitiv nicht.
Doch auf der anderen Seite hat „Bad Lieutenant“ einen Pluspunkt, über den niemand hinwegsehen kann: Seinen Hauptdarsteller Harvey Keitel. Dieser entblößt sich nicht nur in einer Szene physisch komplett, sondern tut es psychisch fast permanent, wütet durch seine Welt und liefert mit seiner verzweifelten Hasstirade auf eine Jesuserscheinung ein absolutes schauspielerisches Highlight, welches eine Sichtung lohnt. Ähnlich wie Nicolas Cage in Herzogs Werk ist auch hier der Protagonist das Maß der Dinge, der Mittelpunkt des Films, und trotz der tollen Leistung Cages muss man sagen, dass Keitel einen direkten Vergleich gewinnt. Auch wenn seine Figur drehbuchtechnisch nicht die durchdachteste ist, bleibt sie durch Keitels Leistung im Gedächtnis.
Wer also auf dreckige, harte und konsequente Filme ohne klassische Story steht, sollte auf jeden Fall einen Blick wagen – sofern er sich nicht am religiösen Kontext stört. Wer sich lieber auf herkömmliche Erzählmuster konzentriert und eine völlig plausible Geschichte erleben möchte, sollte allerdings die Finger von „Bad Lieutenant“ lassen: Zu wild, zu instinktiv das Ganze. Eine einzige Enttäuschung ist das Werk aber auch für diese Menschen nicht, eben dank Harvey Keitels absoluter Präsenz. Die DVD bietet gute Bild- und Tonqualität und einige interessante Extras wie einen Audiokommentar von Abel Ferrara und Ken Kelsh sowie Making-Of-Features zur Pre-Production, Production und Post-Production, welche einem interessante Einblicke liefern.
(Dmitrij Panov)
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Weitere Filminfos zu Bad Lieutenant - Special Edition:
Originaltitel: Bad Lieutenant
Land / Jahr: USA 1992
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Bad Lieutenant - Special Edition:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Audiokommentar von Abel Ferrera und Ken Kelsch, Making of: Post-Production, Making of: Pre-Production, Making of: Production
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