Real Steel
Schauspieler / Schauspielerinnen in Real Steel:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Real Steel:
Im Jahr 2020 ist der traditionelle Boxkampf schon längst von einem neuen Trend überholt: Statt menschlichen Fäusten prallen nun metallene Gliedmaßen von Kampfrobotern aufeinander. Diese Wendung prägte auch das Schicksal von Charlie Kenton, dessen Boxkarriere seitdem ein Ende gefunden hat. Nun versucht er hinter der Fernbedienung der Roboter sein Geld zu verdienen. Allerdings findet sein Tun und Schaffen weit abseits der großen Arenen mit ihren Ligakämpfen statt. Stattdessen ist Charlie mit seinem Truck unterwegs und pendelt von einer Kampfgelegenheit zur anderen – auch wenn es sich bei dem Gegenspieler mal um einen Bullen handelt. Erneut holt ihn das Schicksal ein, als er erfährt, dass die Mutter seines Sohnes Max gestorben ist und es nun darum geht, das Sorgerecht zu klären. Obwohl er den elfjährigen Jungen kaum kennt, können beide ihre Begeisterung für den (Roboter-)Boxsport teilen. Zufällig findet Max auf einem Schrottplatz ein veraltetes Robotermodell namens „Atom“ und setzt sich in den Kopf, mit Hilfe seines vorerst wenig motivierten Vaters, den Außenseiter ins Rennen zu schicken. Basierend auf der Kurzgeschichte „Steel“ von „I Am Legend“-Autor Richard Matheson, fällt eine Sache zuerst ins Auge: „Real Steel“ ist weit weniger Science-Fiction-Film, als klassisches Boxdrama mit Vater-Sohn-Geschichte. Abseits der Blechbüchsen-Kämpfe und fortgeschrittenen Smartphones beachtet Levy kaum Gesellschaft und Neuerungen im Jahr 2020. Der eigentliche Schwerpunkt fällt auf Protagonist Charlie und Sohn Max, die gemeinsam eine konventionelle Vom-Underdog-zum-Weltmeister-Entwicklung durchmachen und obendrein sich selbst als Vater und Sohn kennen lernen. Dass dabei ein hoher Grat an Vorhersehbarkeit herrscht spielt in Levys Filmen nur eine zweitrangige Rolle. Dieser verpackt die herkömmliche Story routiniert in einem netten Blockbuster, der genau auf den Mainstream abgestimmt ist. Wo dramaturgischen Innovationen fehlen, punktet „Real Steel“ mit abwechslungsreichen Robo-Kämpfen. Sobald die Metallgewichte in den Ring steigen, haben sie das Publikum in puncto Action schon ganz für sich gewonnen. Fern von unkoordinierten CGI-Gewittern à la „Transformers – Die Rache“, verschmelzen die am Computer entstandenen Kampfroboter wunderbar mit ihrer Umgebung und werden von Levy übersichtlich in Szene gesetzt. Dabei gibt es eine Menge Prügel einzustecken und auch das Mitfiebern (allen Konventionen zum Trotz) macht Spaß, wenn Außenseiter „Atom“ gegen den bisher unbesiegten „Zeus“ das Metall krachen lässt. Die Familientauglichkeit muss darunter auch nicht leiden. Levy inszeniert sämtliche Szenarien in einwandfreier Ästhetik und rundet dabei sogar fast zu stark Ecken und Kanten des Action-Spektakels ab. Neben kurzweiligen Ausflügen in den Ring, ist ein weiterer Mann ganz hoch im Kurs: Hugh Jackman. Der Australier, der nicht nur Wolverines Krallen ausfahren kann, begeistert sowohl als leidenschaftlicher Boxer, als auch in der Rolle des überforderten Vaters. Sein beherztes Schauspiel und unendlicher Charme sind für die Leichtfüßigkeit von „Real Steel“ verantwortlich. Dakota Goyo gibt nicht nur als Sohn Max seinem Vater Kontra, sondern versucht sich ebenfalls im gefährlichen Metall-Box-Sport als erfrischender Neuling. Diese Rolle verkörpert Goyo größtenteils gut und umschifft meistens das Klischee vom nervigen Kind. „Lost“-Star Evangeline Lilly kämpft dagegen sehr gegen ihre Schablonenfigur an, die aber trotzdem ein Stück mehr Charaktervertiefung erfahren darf, als der restliche Cast. Danny Elfmans Score hält sich ebenfalls bedeckt und trägt mehr der Wohlfühlatmosphäre bei, als dass er sich mit bleibenden Themen im Ohr festsetzt. Schlecht ist das zwangsläufig nicht, nur eben nichts Besonderes. Fazit: Levy inszeniert einen routinierten Familienfilm mit konventioneller Geschichte. Hugh Jackman ist neben den spannenden und actionreichen Roboterkämpfen die treibende Kraft hinter den von Schauwerten überfüllten Blockbuster. „Real Steel“ tut niemanden weh, sondern unterhält zwei Stunden auf einfachem Niveau. Wer sich daran nicht stört, wird nicht nur mit den spektakulären Kämpfen seinen Spaß haben. (Matthias Hopf) alle Rezensionen von Matthias Hopf ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Real Steel, DVD:
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Weitere Filminfos zu Real Steel: Originaltitel: Real Steel Land / Jahr: USA 2011 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Real Steel:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Hinter den Kulissen in Metal Valley, Roboter bauen, Audiokommentar von Regisseur Shawn Levy, Pannen vom Dreh
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