Donnerstag, 4 Oktober 2007 @ 11:31am • Drama, Mainstream
Erzählerisches Event-Kino statt ernüchternden Ethno-Film präsentiert Hermine Huntgeburth mit der Verfilmung des Bestsellers „Die weisse Massai“ der Erfolgsautorin Corinne Hoffmann. Die spannende und melodramatische Liebes-Affäre einer weißen Urlauberin aus der Schweiz mit einem jungen Kenianer sind Stoffe, aus denen romantische Frauenromane und erfolgreiche Kino-Adaptionen werden.
Am Anfang war das Feuer von Lust und Leidenschaft: Am Ende ihrer gemeinsamen Ferien in Kenia lernt Carola (Nina Hoss) den Samburu-Krieger Lemalian (Jacky Ido) kennen. Hals über Kopf verschießt sie sich in den hoch gewachsenen stattlichen Mann in seiner traditionellen Stammes-Kleidung. Und das so konsequent, dass sie gleich den Rückflug storniert und ihren Freund Stefan (Janek Rieke) allein in die Heimat entlässt. So bleibt sie allein in der Fremde, um nach dem Fremden zu suchen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch die schwarzafrikanische Wildnis trifft sie die Deutsche Elisabeth (Katja Flint), die ihr hilft, Lemalian zu finden. Sie folgt ihm in sein Dorf Barsaloi und beschließt, ihrem alten Leben in der Schweiz endgültig den Rücken zu kehren.
Trotz allen Widerständen zum Trotz, baut sie sich in kargen Verhältnissen eine neue Existenz auf. Doch was als Liebe des Lebens, als Himmel auf Erden beginnt, erwächst immer mehr zur Carolas unerträglichen Last des Seins…
„Dies ist der Bericht über meine im kenianischen Busch verbrachten vier Jahre. Ich folgte damals der großen Liebe meines Lebens und erfuhr Himmel und Hölle. Es wurde mein größter Überlebenskampf!“, konstatiert Buchautorin Corinne Hofmann, deren Roman ein Jahr die Bestsellerlisten anführte und mittlerweile in 16 Sprachen übersetzt wurde.
Und diesen Überlebenskampf hat sich Regisseurin Huntgeburth mit filmischer Präzision angenommen. Mit einem 7-Millionen-Euro Budget wurde 46 Tage lang von Ende September bis Anfang Dezember 2004 an Originalschauplätzen in Kenia gedreht. Und neben der charismatischen Nina Hoss, die vor allem in minimalistischen Filmdramen von Christian Petzold glänzt, konnte der schöne Franzose mit afrikanischen Wurzeln, Jacky Ido, für die Titelrolle gewonnen werden.
Gleichwohl erscheint der cinéastische Trip in die Wirren der Wildnis-Liebe bisweilen versatzstückartig wie die Produkt- und Dekor-Ausstellung einer afrikanischen Versand-Boutique. Die zieht zwar den Betrachter mit ihren mystischen Figuren und glänzenden Ketten, aber auch mit magisch-horriblen Spektakeln (wie beispielsweise Beschneidungs -und Schlachtungsrituale im Dorf)in den Bann; doch das eigentlich intensive Spannungs-Verhältnis, die Kollision der beiden Kulturen, kommt filmisch dadurch nicht so recht zum Zuge.
bearbeitet von Jean Lüdeke •
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Donnerstag, 4 Oktober 2007 @ 11:27am • Komödie, Mainstream
Eine skurrile Synthese aus „Das Fenster zum Hof“, „Trainspotting“ und „Hamlet“: Nach seinen eher bleiernen Dramen „Young Adam“ und „Stellas Versuchung“ illuminiert Filmemacher David Mackenzie mit seinem frisch-fröhlichen Komödien-Coup die schimärische Story eines sympathischen Antihelden. Der bevorzugt ein Dachskostüm, verschönert sich mit Lippen-stift, favorisiert sein Baumhaus und pflegt seine Neurosen. Wenn er nicht gerade Türschlösser knackt, trägt er die gerne die Kleider seiner Mutter; die ist aber längst tot. Ein Perverser? Nein, nur seines Zeichens gebriefter Voyeur und Stalker-Aspirant auf Freiersfüßen:
Der 17jährige Hallam Foe (Jamie Bell) verbringt viel Zeit damit, aus seiner Baumhütte heimlich durchs Fernglas zu spicken. Außerdem sucht er nach Spuren, die seine Mordthesen an der geliebten, ertrunkenen Mutter erhärten. In Verdacht steht die smarte Stiefmutter Verity (Claire Forlani), eine ehemalige Arbeitskollegin und jetzige Geliebte seines Vaters Julius (Ciarán Hinds). Nach einem nackten „Zwischenfall“ mit ihr kanalisiert sich Hallams Emotions-Desaster in eine Art explorerische Jugend-forscht-Energie: Der verhinderte Don Juan setzt sich nach Edinburgh ab, wo er in einem Hotel auf die Managerin Kate (Sophia Myles) trifft. Klar, folgt Peeping-Hallam der Ahnungslosen auf jeden Schritt…
Das Schwierige: Thematisch neu erfunden ist die frivole Coming of Age Story nicht, aber Mackenzie schafft die Gratwanderung zwischen Brit-Pop-Burleske und melancholischem Drama. Das Schöne: Voyeure haben beim Meistervoyeur Hallam keine Chance, denn Peinliches spucken die Bilder nie aus. Und wenn, wäre Hallam einer jener Sorte, die beim ertappten Onanieren unter der Dusche glaubhaft versichern, „man“ könne sich doch so schnell waschen wie man selbst wolle…
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Donnerstag, 4 Oktober 2007 @ 11:21am • Kino - News
Was ist Machinima? Der Begriff Machinima ist ein Kunstwort und setzt sich aus den Wörtern “machine”, “cinema” und “animation” zusammen. Es sind Filme, die mit Hilfe von Game Engines von Computerspielen erstellt werden. YUR.tv präsentiert in gleich drei Sendungen das Machinima Festival, auf dem die besten Filme mit einem Award ausgezeichnet werden.
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Donnerstag, 4 Oktober 2007 @ 11:21am • Kino - News
Mit einem US-Einspielergebnis von mittlerweile über 56 Mio. Dollar ist Rob Zombies HALLOWEEN nicht nur erfolgreicher als das Original von John Carpenter, sondern überflügelt nun sogar den bisherigen Spitzenreiter „Halloween H20“ aus dem Jahr 1998! Nach dem phänomenalen Einstieg auf Platz 1 der US-Charts in der ersten Kinowoche hat HALLOWEEN nicht nur auf einen Schlag sein gesamtes Budget eingespielt, sondern zieht mit Riesenschritten an all seinen Vorgängern vorbei.
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