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DigitalVD.de – Kino, Filme und Fakten

In Zukunft möchten wir Euch über Kino und alles, was damit zu tun hat, informieren. Die Zelluloid-Palette reicht vom Blockbuster über das Mainstream-Movie bis hin zur Arthaus-Produktion, jene kleinen Programmkino-Perlen, die allzu oft im filmischen Haifischbecken baden gehen müssen. Aber nicht nur das; wir versuchen Euch Tipps über Trends, über Stars und Sternchen zu geben und weisen auch auf Festivals, Events und ähnliche Ereignisse hin.

Film ist in seiner kleinen "Definition" einsehbar, aber doch unendlich gross in seiner Wirkung und Vielfalt. Keine Frage, über Kritik und Anregungen sind wir Euch natürlich mehr als dankbar.



Archiv Januar, 2008

Neues Urheberrecht: Was Verbraucher seit dem 1. Januar beim Filmdownload im Internet beachten sollten

Immer mehr deutsche Haushalte verfügen über die technischen Möglichkeiten, Filme im Internet schnell herunter zu laden. Leider nutzen die User dafür nicht nur legale, sondern auch illegale Downloadangebote, was jährlich zu enormen Verlusten in der Filmindustrie führt. So hat eine unabhängige Studie der Bauhaus-Universität Weimar und der Universität Hamburg ergeben, dass der deutschen Filmindustrie durch illegales Filesharing rund 193 Millionen Euro pro Jahr verloren gehen. Aber auch die Angebotsvielfalt ist durch die Nutzung so genannter Tauschbörsen oder auch „One-Klick-Hoster“ stark gefährdet, wie Jan Oesterlin, Geschäftsführer der Zukunft Kino Marketing GmbH, Initiatorin der Kampagne „RESPE©T COPYRIGHTS“ ausführt: „Illegales Kopieren und Downloaden von Filmen schadet unserer Gesellschaft nicht nur finanziell, sondern auch kulturell. So können beispielsweise kleinere, gewagte Filmprojekte nicht mehr umgesetzt werden, wenn die Kostendeckung nicht sichergestellt ist. Daher begrüßen wir das neue Urheberrecht und die darin enthaltenen, schärferen Bestimmungen zur Nutzung von Tauschbörsen“, so Oesterlin weiter.

Die Regelungen zur Nutzung solcher Internetseiten sind auch für Jugendliche relevant. Wie aus der JIM-Studie 2007 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest hervorgeht, sind 95 Prozent der Haushalte, in denen 12- bis 19-Jährige aufwachsen, ans Internet angeschlossen. Für die meisten Teenager ist heute selbstverständlich, über den heimischen Computer online zu gehen. Tauschbörsen sowie Sharehoster-Portalseiten mit ihrem kostenlosen Angebot an Filmen, Musik und Entertainmentsoftware üben eine starke Anziehungskraft auf sie aus. Daher ist es umso wichtiger, Internetuser über das neue Urheberrecht, das am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getreten ist, aufzuklären.

Nachfolgend erläutern die Kampagne „RESPE©T COPYRIGHTS“ und die GVU noch einmal allgemein verständlich die wichtigste Neuregelung des neuen Urheberrechts, die das Internet betrifft.

Bislang hieß es im Gesetz, dass der Download aus einer „offensichtlich rechtswidrigen Vorlage“ selbst auch illegal ist. Allerdings bestand bei vielen Menschen Verwirrung darüber, was denn eigentlich unter so einer illegalen Quelle zu verstehen sei. Nachvollziehen konnten die meisten, dass eine Raubkopie eine illegale Quelle darstellt. Unverständnis entstand jedoch, wenn ein Nutzer davon ausging, dass ein anderer Nutzer seine legal erworbene Film-DVD digitalisiert und diese Kopie dann ins Netz gestellt hat. Schließlich sei dies eine rechtmäßige Privatkopie und somit erlaubt, so die gängige Annahme. In diesem Punkt schafft das neue Urheberrecht Klarheit: Das Verbot ist nun ausdrücklich auf solche Kopien ausgedehnt worden, die ohne Erlaubnis der Rechteinhaber im Internet zum Download bereit stehen. Darunter fallen auch die so genannten Privatkopien. Privatpersonen haben jedoch keine Erlaubnis von den Filmstudios, deren Filme in der Öffentlichkeit vorzuführen oder sie im Internet anzubieten.

Nachfolgend einige Tipps, woran man illegale Angebote im Internet erkennen kann:

- Aktuelle Kinofilme können grundsätzlich nicht als legale Kopie im Internet stehen. So lange ein neu erschienener Film im Kino läuft, wird er nirgendwo sonst von den Rechteinhabern angeboten.
- Wenn ein Film neu auf DVD im Handel oder Verleih ist, kann eine kostenlose Kopie im Internet nur rechtswidrig sein.
- Privatpersonen können keine Filme von den Filmstudios legal im Internet anbieten. Sie haben keine Erlaubnis dazu.
- Seriöse Anbieter haben immer ein vollständiges Impressum auf ihrer Seite. Fehlt es, sollte das Downloadangebot nicht genutzt werden.
- Bei Internetseiten mit Filmdownloadangeboten, die in ihrem Namen oder in der Beschreibung Begriffe wie „Pirat“, „Warez“ oder „Esel“ führen, ist äußerste Vorsicht geboten. In der Regel handelt es sich um Angebote, die sich auf Raubkopien spezialisiert haben.

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Die GOLDENE KAMERA von HÖRZU für die „beste Schauspielerin“


goldenekamera.thumbnail Die GOLDENE KAMERA von HÖRZU für die „beste Schauspielerin“

Ulrike Krumbiegel, Jessica Schwarz und Katharina Wackernagel sind für die GOLDENE KAMERA von HÖRZU in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ nominiert

Die Jury der GOLDENEN KAMERA von HÖRZU hat entschieden: Ulrike Krumbiegel, Jessica Schwarz und Katharina Wackernagel sind die Schauspielerinnen, die im Jahr 2007 durch herausragende Leistungen im deutschen Fernsehen besonders überzeugt haben. Daher wurden sie in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für die GOLDENE KAMERA von HÖRZU nominiert.

Die Berlinerin Ulrike Krumbiegel überzeugte die Jury vor allem durch ihre Rolle im „Polizeiruf 110 – Jenseits“ (ARD). Als Mutter eines tödlich verunglückten Kindes nimmt sie den Zuschauer mit auf eine seelische Höllenfahrt und beweist einmal mehr, dass sie zu den führenden deutschen Charakterdarstellerinnen gehört. Im Verschwörungskrimi „Ich wollte nicht töten“, der 2007 vom ZDF ausgestrahlt wurde, glänzte die 30-jährige Jessica Schwarz in ihrer Rolle als unnachgiebige Journalistin auf der Suche nach der Wahrheit über ihre DDR-Kindheit. Katharina Wackernagel beeindruckte sowohl in ihrer Hauptrolle als verzweifelte Mutter in dem bereits nominierten ARD-Zweiteiler „Contergan“, als auch in dem ZDF-Thriller „Mein Mörder kehrt zurück“.

Welche Nominierte final als „beste Schauspielerin“ mit der GOLDENEN KAMERA von HÖRZU gekürt wird, wird erst am Abend der Preisverleihung bekannt gegeben.

Die Verleihung der 43. GOLDENEN KAMERA von HÖRZU findet am 6. Februar 2008 in der Ullstein-Halle im Berliner Verlagshaus der Axel Springer AG statt. Die von Thomas Gottschalk moderierte Gala wird am 8. Februar 2008 ab 21:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Weitere Informationen unter www.goldenekamera.de

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CASSANDRAS TRAUM nicht im Kino

Wir möchten darüber informieren, dass CASSANDRAS TRAUMDVD erscheint.

Woody Allens CASSANDRAS TRAUM erscheint im Sommer 2008 auf DVD.

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DIVA 2008: Tele 5 und Premiere Star schließen Kooperation unter dem Dach von WIR LIEBEN KINO

Große Medienkampagne bis zur Preisverleihung am 24. Januar 2008

„Wo großes Kino passiert. Wo die Stars sind. Wo Filme eine Rolle spielen.“ Unter diesem Motto hat der Spielfilmsender Tele 5, mit WIR LIEBEN KINO Sponsor der DIVA 2008, in Kooperation mit PREMIERE STAR ein integriertes Medienkonzept entwickelt. Ab sofort bis zum 24. Januar 2008 stimmt eine große On-Air-Kampagne auf das Ereignis ein, die von Print-, Online- und Bildschirmtext-Aktionen begleitet wird.

In einer ersten Phase wird in einem Medienmix aus TV-Platzierungen, Printanzeigen, einem Online-Special und via Teletext auf die anstehende Preisverleihung hingewiesen. Look & Feel der Kampagne sind dabei ganz dem glamourösen Ereignis angepasst. Zur Preisverleihung am 24. Januar steht auch das Tele-5-Programm im Zeichen der prominenten Veranstaltung: Der Spielfilmsender zeigt in einer Sonderprogrammierung das mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete Drama ‚Die unbarmherzigen Schwestern’, präsentiert von PREMIERE STAR. Printpartner der Kooperation sind ‚Gala’, ‚Blickpunkt:Film’ und ‚Treffpunkt Kino’. In einem begleitenden Gewinnspiel verlosen Tele 5 und Premiere Star ein VIP-Ticket zur großen Gala am 24. Januar im Deutschen Theater in München für zwei Personen. Anreise und Übernachtung in einem luxuriösen Hotel sind inklusive.

Der Deutsche Entertainment Preis „DIVA“ zählt zu den Spitzenveranstaltungen der Medienbranche und wird zum 18. Mal verliehen. Preisträger waren bereits nationale und internationale Stars wie Veronika Ferres, Angelina Jolie, John Malkovich oder Alain Delon. Schirmherr der DIVA ist Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein. Durch den Abend führt Moderator Dieter Moor.

Kai Blasberg, Geschäftsführer Tele 5: „Die DIVA ist ein Premium-Event der Entertainment-Branche. In der Partnerschaft des Pay-TV-Anbieters PREMIERE STAR und des Spielfilmsenders Tele 5. Unter dem Dach von WIR LIEBEN KINO findet die begleitende Kampagne ihren sprechenden Ausdruck.“

Wolfram Winter, Geschäftsführer Premiere Star GmbH: „Das Angebot von Premiere Star umfasst ein einzigartiges Portfolio an 35 Lieblingssendern, darunter insgesamt acht erstklassige Spielfilm- und Entertainmentsender. Die DIVA ist daher für uns die richtige Plattform dieses Programm zu präsentieren. Die Kooperation mit Tele 5 rundet das Engagement optimal ab.”

Quelle: Tele 5. Wir lieben Kino

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Kirsten Dunst: Die unautorisierte Biographie von Brandon Hurst


kirsten dunst buch.thumbnail Kirsten Dunst: Die unautorisierte Biographie von Brandon Hurst

Ihren ersten Knutscher erhielt sie als 11jährige vom damals 29jahre jungen Brad Pitt in „Interview mit einem Vampir“: Kirsten Dunst blickt mit 25 Lenzen auf eine über zwanzigjährige Filmkarriere zurück und hatte schon mit den berühmtesten Schauspielern, wie Julia Roberts, Tom Cruise, Antonio Banderas, Orlando Bloom, Robert De Niro, Dustin Hoffman und Tom Hanks das Vergnügen der Zusammenarbeit.

Ihren ersten großen Erfolg konnte sie sicherlich an der Seite von Brad Pitt und Tom Cruise in „Interview mit einem Vampir“ feiern. Auch in der Serie „Emergency Room“ war die Tochter einer Schwedin und einem Deutschen zu sehen. Erfolge wie die „Spider-Man“ Filme oder an der Seite von Julia Roberts in „Mona Lisas Lächeln“ manifestierten und etablierten sie als Schauspielerin und als feste Jung-Ikone in Hollywood.

Dieser Aufgabe nahm sich nun Starbiograph Brandon Hurst an, der auf dem Gebiet sehr gut auskennt. Auf knapp 130 Seiten wird der Werdegang von Kirsten Dunst nun akribisch nachgezeichnet. Zahlreiche Fotos und Bilder ihrer Karrierestationen, wie auch private Abbildungen ergänzen und bereichern das Buch entsprechend. Da es sich hier nicht um eine autorisierte Biographie handelt, kann die Story natürlich nicht zu sehr in epische Tiefen tauchen; zudem ist sie gewissermaßen auch noch recht frisch hinten den zarten Ohren für den verklärenden Lebensbericht.

Gleichwohl macht dieses Buch viel Fun, für Fans und Interessierte ein sehr schönes Lesewerk geworden. In geballter und komprimierter Form bekommt man hier so ziemlich alles um die Ohren und Augen geschleudert, was es Wissenswertes über die smarte Rote zu berichten gibt. Sämtliche Stationen ihrer umfangreichen Karriere kommen zur Sprache. Als Leser erhält man einen erstaunlich umfangreichen Einblick in den Mikrokosmos der Kirsten Dunst. Zusätzlich gewährt dieses Buch einen Blick hinter die Kulissen und gibt zum Teil sehr viele Details der Traumfabrik Hollywood preis.

Keine Frage: Brandon Hurst ist es ein weiteres Mal sehr gut gelungen, umfangreiche Details zusammenzutragen und zu einer kurzweiligen Biographie zu verfassen. Wer sich für die Schauspielerin und für den Menschen Kirsten Dunst interessiert wird hier bestens beschert werden. Und dies ach noch in gute launiger und lesefreundlicher Form.

Erschienen bei: Schwarzkopf + Schwarzkopf
Übersetzt durch:Madeleine Lampe
Einband: kartoniert 50 Abbildungen 23.5 cm, 160 Seiten

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Interview mit Hendrik Sachs, dem Autor von “New York im Film”

Für wen ist das Buch gemacht?
Ist „New York im Film“ ein Filmbuch oder ein Reiseführer?

Hendrik Sachs: Gedacht ist das Buch durchaus als Reiseführer. Mir ging es darum, den Lesern die Möglichkeit zu geben, New York als den ihnen bekannten Mythos zu entdecken. Praktisch jeder lernt diese Stadt über Film und Fernsehen schon kennen, bevor er das erste Mal eine Reise dorthin macht. Die erlebten Geschichten wecken den Zauber, den der Big Apple verkörpert. Das Buch zeigt neben Orten, die auch in herkömmlichen Reiseführern zu finden sind, zahlreiche „Locations“, die ein „normaler“ New York Besucher ohnedem wohl nie entdecken würde. Wer weiß schon, wo man das Hauptquartier der Ghostbusters (14 North Moore Street) oder den zauberhaften Laden „Love Saves the Day“ im East Village findet? Struktur und Gestaltung des Buches lehnen sich an das auch in anderen Reiseführern übliche Vorgehen an. Die Stadtteile mit ihren Sehenswürdigkeiten, Parks, Hotels, Restaurants, Bars etc. werden von Süden nach Norden in einzelnen Kapiteln genannt bzw. – wo nötig – beschrieben und jeweils mit den dort gedrehten Filmen „unterlegt“. Zu jedem Kapitel gehört eine Karte, in die alle genannten Anlaufpunkte eingetragen sind. Zusätzlich gibt es Themenkapitel zu in den Filmen vorkommenden Hotels, Restaurants, Bars, Kneipen und Discos, zu Theatern, Museen und Shops. Allein schon die 530 Fotos, von denen über 300 aus den zitierten Filmen stammen, machen Lust auf den Trip nach Manhattan unter dem Gesichtspunkt „New York im Film“.

Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Buch?

Hendrik Sachs: Als ich das erste Mal aus der Subway aufsteigend, in das Lichtermeer der bereits in der Dämmerung liegenden Stadt tauchte, packte mich die Begeisterung. Mir kamen unzählige Filmbilder in den Kopf. Neugierig auf diese Orte suchte ich nach der passenden Information, aber es gab sie nicht. Ich musste sie mir selber zusammensuchen. Daraus entstand die Idee zu diesem Buch.

Woher bekamen Sie die für Ihr Buch nötigen Fakten und Informationen?

Hendrik Sachs: Das war natürlich Detektivarbeit. Erst einmal musste ich mir einen Überblick über die in New York gedrehten Filme verschaffen. Von den über eintausend Produktionen habe ich ca. 300 der Wichtigsten ausgewählt. Die zu beschaffen war die nächste Aufgabe. Ohne eBay wäre das wahrscheinlich nicht möglich gewesen, denn die meisten der Filme gibt es gar nicht mehr zu kaufen. Meine Briefträgerin brachten die Berge von kleinen Päckchen fast zur Verzweiflung. Danach kam die Recherche. Film für Film und Szene für Szene wurden gesichtet und nach Anhaltspunkten abgesucht. Oft reichte der Name eines Geschäftes oder ein Straßenschild und eine Hausnummer um den genauen Ort festzustellen. Auch das grenzenlose World-Wide-Web gab viele brauchbare Hinweise. Verblüffenderweise stellte sich heraus, dass eine ganze Reihe von New York Filmen gar nicht in der Stadt gedreht wurden. Toronto ist ein beliebter Ort um das Manhattan Feeling auf den Film zu bannen. Viele Stadtansichten sind ähnlich und mit gelben Taxis und ein paar Straßenschildern ist die Täuschung perfekt. Die wesentlich günstigeren Produktionskosten machen diesen Schwindel verlockend. Um selbst nicht darauf herein zu fallen bin ich dann wochenlang zu Fuß durch Manhattan gewandert und habe Drehort für Drehort mit ca. 2500 Fotos dokumentiert.

Was verbindet Sie mit New York

Hendrik Sachs: Meine erste Berührung mit New York hängt, soweit ich mich erinnere, nicht mit einem filmischen, sondern mit einem familiären Mythos zusammen. Mein Uronkel Fritz war in den 1920er Jahren nach New York ausgewandert und damit der Held der Familie. Eine seiner Postkarten, die das am Abend strahlende Empire State Building zeigt, hing schon in meinem Kinderzimmer. Auch Fotos von Straßenkreuzern vor adretten Vorstadthäuschen sorgten für Bewunderung. Später waren es natürlich Filme und Fernsehserien die mein Bild der Traumstadt formten. King Kong, Hair, Fame aber auch die Fernsehserie „Einsatz in Manhattan“, mit dem kahlköpfigen Telly Savalas, der wie ich am 21. Januar Geburtstag feierte.

Wo sollten die Leser Ihres Buches auf jeden Fall hingehen?

Hendrik Sachs: Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Nachts auf der Sixth Avenue an der 49th Street zu stehen, überwältigt mich immer wieder. Umzingelt von hell beleuchteten Wolkenkratzern stellt sich sofort das kribbelnde New York Feeling ein. Diesen Drehort wusste auch Woody Allen in seinem Klassiker „Manhattan“ zu nutzen.Einen herrlichen Blick hat man vom Dachgarten des Metropolitan Museum. Da es nur einen Lift dort hinauf gibt, muss man etwas suchen, um ihn zu finden. Edward Norton, Ben Stiller und Jenna Elfman konnten im Film “Glauben ist alles” diesen Ausblick genießen. Der coolste Laden ist ohne Zweifel „Love Saves the Day“. Hier kann sich jeder seine Kindheitsträume erfüllen. Madonna verhökert im Film „Susan… verzweifelt gesucht“ Rosanna Arquettes Lederjacke. Steht man im Geschäft, hält man es durchaus für möglich, sie noch heute hier kaufen zu können. Den Central Park darf man auf keinen Fall auslassen. An einem sonnigen Wochenende der Central Park Tour zu folgen, ist besser als manches Broadway Musical. Einen Drink genießt man am besten in McSorley’s Old Ale House. In Amerikas ältester Bar ist wie in jedem ordentlichen Saloon der Boden übersäht von Sägespänen. Eine so lustige Nummer wie sie Michael J. Fox und James Woods in „Auf die harte Tour“ dort abziehen, habe ich aber noch nicht erlebt.

Was sind Ihre persönlichen New York Film Klassiker?

Hendrik Sachs: Der für 9 Oskars nominierte “All that Jazz” zog mich (vor der Wiedervereinigung!) sechs Mal in die Ost- Berliner Kinos. Warum dieser Film den Sprung über die Mauer schaffte, ist mir bis heute ein Rätsel. Möglicherweise gefiel er den Genossen, weil der einen Broadway Regisseur spielende Roy Scheider sich am Ende zu Tode arbeitete. Milosh Formans Hippie Epos „Hair“ und „Fame“, einen Film über die New Yorker School of Performing Arts, die ich beide ebenfalls als Teenie zum ersten Mal gesehen habe, schaue ich mir immer wieder gerne an. Nicht zu vergessen ist natürlich Woody Allens New York Klassiker „Manhattan“. Der Film „Finding Forrester“ ist die überraschendste Entdeckung meiner Recherche. Sean Connery spielt einen eigenbrötlerischen, von der Welt zurückgezogenen Bestsellerautor, der auf den bei ihm einbrechenden jungen Poeten Rob Brown trifft. Aus der Konfrontation wird eine Freundschaft, durch die beide wieder ins Leben zurück finden.

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New York im Film

New York im Film
Ein spezieller Reiseführer für Filmfans und New-York-Freunde mit Informationen zu Drehorten, Spielfilmen und lokalen Kulissen.In kaum einer anderen Stadt sind so viele Filme gedreht worden wie in New Yorks Manhattan. Unzählige bekannte, aber auch weniger bekannte Gebäude und Straßenzüge, Brücken, Museen und Parks New Yorks, die Freiheitsstatue, Liberty Island, Hotels, Restaurants und Kaufhäuser waren zentrale Drehorte oder wurden für markante Szenen genutzt.

Dieser Film-Guide fügt Drehorte und Filme zueinander, er zeigt, wo sich welche Szenen abgespielt haben und macht damit den Trip nach New York noch ein bisschen spannender. Neben Fotos von vielen der hier genannten rund 400 Movie Locations, deren exakte Lage in Stadtteilpläne eingezeichnet ist, enthält das Buch über 300 Schnappschüsse aus 250 Filmen, liefert die wichtigsten Facts dazu und skizziert kurz die mit dem Drehort zusammenhängenden Plots und Szenen. Wer gezielt auf Location Trip gehen möchte, findet drei Touren.

Den Mythos New York erleben
Ganz New York ist eine Traumfabrik. Seine Insel Manhattan aufgeteilt in rechteckige Claims des Erfolgs. Broker, Künstler, Couturiers, Händler, Spekulanten, Entertainer und viele andere Glücksjäger strömen, der Idee des American Dream folgend, täglich in diese Kulisse aus Stahl, Beton und Glas. Der feste Glaube an ihren Traum bringt sie dazu, sich ins Zeug zu legen um vielleicht eines Tages ganz oben anzukommen. Ihre Tagträume sind oft Leinwandstoffe, die das Publikum in aller Welt verfolgt. Tatsächlich weckt nichts die Reiselust in Richtung New York mehr als das Kino. Mit Filmen wie Ghostbusters, e-mail für Dich, Hitch der Date Doktor, Spiderman, Men in Black, Harry and Sally und Love Story haben sich die Bilder New Yorks in viele Köpfe eingebrannt. Und so zieht es jährlich zahlreiche Besucher an die Schauplätze zwischen Castle Clinton und Inwood Hill Park in Neugier darauf, mit eigenen Augen zu sehen, was ihnen schon lange so vertraut scheint. Sie sind mit dem Paten in Little Italy, klettern mit King Kong aufs Empire State Building und irren verwirrt mit Woody Allen durch die Nacht. Aber wo sind diese Plätze, wo ist der Lüftungsschacht, über dem Marilyns Rock im Wind flatterte, wo die Einsatzstation der Ghostbusters? Unzählige gehen an ihnen vorbei und bemerken sie nicht. Dabei fällt man in New York von einer Filmkulisse in die nächste und wer es weiß, kann die Aha-Erlebnisse kaum zählen.

Für dieses Buch wurden rund 250 Spielfilme aus den letzten 60 Jahren herangezogen, Szene für Szene wurde analysiert, notiert und vor Ort verglichen. Ob Lady Liberty, Empire State Building, Rockefeller Center, Theater, Museum, Central Park oder eher unbekannten Drehorten, New York im Film führt zu allen Attraktionen der City. Wer wie ein Star logieren möchte, findet in diesem Buch auch viele in Filmen in Szene gesetzte Hotels. Dinner, Sandwich oder Drink in einem filmbekannten Restaurant, Imbiss oder einer originalen „Filmbar“ einzunehmen, gibt sicher manchen einen besonderen Kick. Außerdem lädt das Buch zu einer Shopping-, Broadway- und Central Park-Tour ein, jede für sich ein kleines Stadtabenteuer auf den Spuren der Größen der Filmgeschichte.

Sicher ist:
Mit New York im Film entdeckt jeder den Big Apple neu, egal wie oft er schon dort war.

Zum Autor
Hendrik Sachs lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Berlin und ist zu Hause in der Welt der Bilder. Als Fernseh-Regisseur arbeitet er für Prosieben, Sat 1, das ZDF, den MDR und andere. Sendungen wie das ZDF-Nachtstudio, Fakt ist, Bärbel Schäfer, Studio Friedman, ZDF-Morgenmagazin sind den meisten bekannt. Als Reiseziele bevorzugt er die Metropolen dieser Welt, besonders von New York kann er seit seinem ersten Besuch nicht mehr lassen.

Reise Know-How Verlag – ISBN 978-3-89662-229-7

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