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DigitalVD.de – Kino, Filme und Fakten

In Zukunft möchten wir Euch über Kino und alles, was damit zu tun hat, informieren. Die Zelluloid-Palette reicht vom Blockbuster über das Mainstream-Movie bis hin zur Arthaus-Produktion, jene kleinen Programmkino-Perlen, die allzu oft im filmischen Haifischbecken baden gehen müssen. Aber nicht nur das; wir versuchen Euch Tipps über Trends, über Stars und Sternchen zu geben und weisen auch auf Festivals, Events und ähnliche Ereignisse hin.

Film ist in seiner kleinen "Definition" einsehbar, aber doch unendlich gross in seiner Wirkung und Vielfalt. Keine Frage, über Kritik und Anregungen sind wir Euch natürlich mehr als dankbar.



Archiv Mai, 2008

Reservation Road – Soundtrack

Die Schicksale, die das Leben leider schreibt: Die fatalen Wege der beiden Väter Ethan (Joaquin Phoenix) und Dwight (Mark Ruffalo) überkreuzen sich durch einen tragischen Unfall mit Fahrerflucht: Dwight überfährt Ethan’s zehnjährigen Sohn Josh, während sein eigener, ebenfalls zehnjähriger Sohn Sam neben ihm sitzt. Die beiden fliehen. Der trauernde Vater Ethan sinnt auf Rache und macht sich auf die Suche nach dem flüchtigen Fahrer, ohne zu wissen, wie nah er seinem Ziel bereits ist…

Nach dem Flüchtlingsdrama Hotel Ruanda ist dem zweifach Oscar-nominierten Regisseur Terry George diesmal ein emotionales und engagiertes Familiendrama um Rache, Reaktion, Schuld und Sühne.

Die Filmmusik zu Ein einziger Augenblick wurde komponiert von keinem Geringeren als Mega-Komposer Danny Elfman. Ein weiterer Spezialist ist hier auch derWorkaholic Mark Isham (Im Tal von Elah, Von Löwen und Lämmern). Dany Elfman, ein Filmkomponist im dunklen Stil Bernard Hermanns: Die erfolgreichsten Zusammenarbeiten ergaben sich mit Burtons Filmen Beetlejuice(1988), Edward Scissorhands (1990) und The Nightmare Before Christmas (1993). Elfman hatte sich mittlerweile auch als Burtons Songwriter etabliert und die Werke des einen wurden Anfang der 90erJahre nahezu selbstverständlich mit den Werken des anderen assoziiert.

Gleichwohl werkelte Elfman auch an einer Reihe anderer Filme mit und komponierte Musik für die verschiedensten Projekte wie z.B. Mission: Impossible (1996), Men In Black (1997) und die beiden Gus van

Sant-Filme To Die For (1995) und Good Will Hunting (1997), die neben der Kollaboration mit Burton als besonderer künstlerischer Erfolg gelten. Danny Elfman wurde insgesamt dreimal für den Oscar für diebeste Filmmusik nominiert (für Good Will Hunting (1997), Men in Black (1997) und Big Fish (2003), jedoch nie prämiert. Sein nachhaltiges Engagement in verschiedensten Produktionen hat dafür gesorgt, dass der ehemalige Sänger Elfman heute einer der anerkanntesten Filmkomponisten Hollywoods ist.

Übrigens: Der 45jährige Ehemann von Bridget Fonda strebte jüngst ein Verfahren gegen die Sekte Scientology an, weil diese ohne seine Erlaubnis die Filmmusik von Mission Impossible zu Propagandazwecken benutzt hatte. Hierbei betonte er erneut, dass er in keiner Weise mit der Scientology-Anhängerin Jenna Elfman verwandt sei.

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The Hunting Party – Soundtrack

TV-Kriegsberichterstatter Simon Hunt (Richard Gere) und sein befreundeter Kameramann Duck arbeiten immer dort, wo es am gefährlichsten ist: Bosnien, Irak, Somalia oder El Salvador. Doch eines Tages dreht Hunt durch und die  Karriere des Emmy-Preisträgers abrupt beendet. Duck seinerseits wird befördert, und so gehen die beiden fortan getrennte Wege. Fünf Jahre später kehrt Duck nach Sarajevo zurück und trifft dort überraschend auf Hunt, der ihm eine weltexklusive Story anbietet: Hunt weiß, wo sich der meistgesuchte bosnische Kriegsverbrecher versteckt. Das könnte der Knüller ihres Lebens sein; wenn sie am Leben bleiben, um darüber zu berichten

The Hunting Party ein ruhiges, kleines Drama mit hervorragenden Schauspielern ist, das eine wichtige Message trägt. Das Szenario ist aktuellbrisant und professionell umgesetzt. Wer allerdings Action oder knallharte Spannungsmomente erwartet, der ist auf dem falschen dampfer. Im richtigen Boot sitzt man dagn auch bim Schöpfer dieses  Soundtracks, denn kent findet den Spagat zwischen dynamischen und statischen Musiktempo. Ohne seine begleitende Musik wäre der ohnehin sehr bedächtige Streifen ein wenig farbloser geworden. Der Mann heißt Rolfe Kent, ist 45 Jahre jung und Engländer: Ein aufstrebender Filmkomponist der Güteklasse A. Kent wurde für die Musik zum Film Natürlich blond für den Filmpreis Golden Satellite Award nominiert. Auch für den Score zum Film Sideways wurde er für den Preis Golden Globe nominiert. Kent lebt derzeit in Los Angeles in den USA.

Hintergrund: Score, oder Filmmusik kommt im Kino, im Fernsehen und in jüngster Zeit auch bei neuen Medien, wie zum Beispiel Computerspielen, zur Unterstützung und Begleitung der bewegten Bilder zum Einsatz. Sie wird in der Regel für einen Film neu komponiert, in manchen Fällen wird aber auch auf bereits existierende Musik zurückgegriffen. Filmmusik begleitet den Film und kann zur Unterstützung der Grundstimmung beitragen, Stimmungen erzeugen und Emotionen wecken. Das erkannte schon der Stummfilm, der vom Orchester begleitet wurde. Eine Filmszene kann durch konträre Filmmusik verschieden fokussiert werden, das heißt, dem Zuschauer wird allein durch die Musik eine bestimmte Deutung vorgegeben. Interessant und aktuell, wie hier, ist die sogenannte „Mood“-Technik: Sie unterlegt Szenen mit passenden musikalischen Stimmungsbildern, die entsprechend der Gesamtstimmung (englisch mood, auf Deutsch: „Stimmung“) komponiert werden. Die Mood-Technik orientiert sich also im Gegensatz zur Leitmotiv-Technik weniger an einzelnen Personen oder Erzählsträngen, sondern versucht eine übergreifende Stimmung für den Film zu vermitteln. Im Gegensatz zur Mood-Technik steht die Kontrapunkttechnik. Sie kreiert eher Distanz.

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