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DigitalVD.de – Kino, Filme und Fakten

In Zukunft möchten wir Euch über Kino und alles, was damit zu tun hat, informieren. Die Zelluloid-Palette reicht vom Blockbuster über das Mainstream-Movie bis hin zur Arthaus-Produktion, jene kleinen Programmkino-Perlen, die allzu oft im filmischen Haifischbecken baden gehen müssen. Aber nicht nur das; wir versuchen Euch Tipps über Trends, über Stars und Sternchen zu geben und weisen auch auf Festivals, Events und ähnliche Ereignisse hin.

Film ist in seiner kleinen "Definition" einsehbar, aber doch unendlich gross in seiner Wirkung und Vielfalt. Keine Frage, über Kritik und Anregungen sind wir Euch natürlich mehr als dankbar.



Archiv Dezember, 2008

Twilight – Biss zum Morgengrauen

twilight1 150x200 Twilight – Biss zum MorgengrauenMit Horrorfilmen lassen sich vorwiegend wieder junge Zuschauer ansprechen. Themenkomplexe des Fantastischen boomen vor allen Dingen wieder unter Teenagern. Was läge also näher, als eine Horrorgeschichte unter Teenagern zu erzählen? Was schon in Filmen wie „Der Pakt – The Covenant“ oder „The Skulls“ funktionierte, wird nun einmal mehr auf Vampire übertragen und mit einer Prise „Romeo und Julia“ gewürzt. Dass diese Rechnung aufgeht, bewiesen schon die Romane, die diesem Film zu Grunde liegen. Stephenie Meyer hat mit ihrer „Twilight“-Reihe schon Millionen Bücher verkauft, die in 20 Sprachen übersetzt wurden und nun ihren Siegeszug auf der Leinwand fortsetzen sollen. Im Mittelpunkt steht Bella Swan (Kristen Stewart), die der neuen Liebe ihrer Mutter nicht länger im Wege stehen möchte und deswegen zu ihrem Vater in die Provinz zieht. Dieser ist Polizist in einem 3000-Seelennest und Bella fühlt sich schnell als Außenseiterin an ihrer neuen Schule. Außenseiter gibt es noch mehr, der gesamte Cullen-Clan erweckt das Misstrauen der anderen Schüler und Bella kommt mit der Zeit hinter die Ursache. Als sie ein Auge auf Edward Cullen (Robert Pattinson) wirft, muss sie erfahren, dass dieser ein Vampir ist – hat ihre Liebe eine Zukunft?

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Saw V

saw5 150x32 Saw VMittlerweile weiß man, wie das mit den „Saw“-Filmen funktioniert – und dass es auch weiterhin funktionieren wird und man auch zwei Filme nach seinem Ableben Jigsaw-Killer John, den von Tobin Bell dargestellten Puzzle-Mörder, in Teil 5 der Reihe immer noch als Star führen kann. Er ist natürlich auch hier wieder mit dabei, denn das Puzzle-Symbol ziert nicht nur die Leichen des philosophischen Mörders, sondern ist auch ein Markenzeichen der Filme der Reihe. Die Zeitebenen werden munter durcheinander gewirbelt, Szenen aneinander montiert, die zeitlich gar nicht zusammenpassen und die auf diese Weise den Spannungspegel anheizen. Und die zahlreichen Rückblenden, in denen man immer mehr Einblicke in das erhält, was man bereits in den vorangegangenen Filmen gezeigt bekam, ermöglichen eben auch wieder Auftritte von Tobin „Jigsaw“ Bell. Im fünften Teil der überaus blutigen und überaus erfolgreichen Horrorserie hat nun David Hackl die Inszenierung übernommen, der bislang für das Production Design der anderen „Saw“-Filme und somit auch für die perversen Tötungsmaschinerien verantwortlich war, die einen Großteil des Reizes bei Fans ausmachen.

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Die Klasse

die klasse 150x214 Die KlasseEin neues Schuljahr hat begonnen und Lehrer François versucht, auf seine Klasse so gut es geht einzugehen. Doch die Schule im 20. Pariser Arrondissement liegt mitten in einem Multi-Kulti-Viertel, was sich auch in ihren Schülern widerspiegelt. Realitätsnahes Schulporträt.

Der letztjährige Gewinner der Goldenen Palme von Cannes wirkt nicht nur auf den ersten Blick wie ein Dokumentarfilm. Dabei basiert „Die Klasse“ (Originaltitel: Entre les Murs) auf dem gleichnamigen Roman von François Bégaudeau, der dafür u.a. mit dem Prix France Culture Télérama 2006 ausgezeichnet wurde. Bégaudeau ist hauptberuflich als Lehrer tätig und dürfte deswegen nur allzu genau wissen, von was er in seinem autobiografisch angehauchten Buch berichtet hatte. Wenn man dann allerdings eine solche Fiktionalisierung als Ausgangspunkt für einen Film nimmt, der nach einem Drehbuch inszeniert wird, und das Ergebnis trotzdem beinahe als Dokumentarfilm durchgehen könnte, ist das ein hervorragendes Kompliment für den Authentizitätsgehalt des Geschilderten und die inszenatorische Raffinesse des Regisseurs, der es zudem hier fast ausschließlich mit Laiendarstellern zu tun hatte.

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The Warlords

warlords jetli 150x217 The WarlordsEnde des 19. Jahrhunderts wird China nach wie vor von der Qing-Dynastie unterjocht, die das große Land bereits seit über zwei Jahrhunderten beherrscht. Unzählige Chinesen sterben auf den Schlachtfeldern oder an Unterernährung. General Pang (Jet Li) musste sich in der Taipin-Rebellion geschlagen geben, seine Armee ist komplett vernichtet worden. Er schließt sich einer Gruppe von Banditen unter der Führung von Zhao Er-Hu (Andy Lau) an, die den Sturz der korrupten Qing-Dynastie im Sinn hat. Nach gemeinsam geschlagener Schlacht schließen die beiden Männer und Er-Hus Adoptivsohn Jiang Wu-Yang (Takeshi Kaneshiro) Blutsbrüderschaft und zollen sich fortan gegenseitig Respekt. Doch die Tatsache, dass die drei aus den unterschiedlichsten Gründen in den Krieg ziehen, wird diesen Ehrenbund schon bald auf eine harte Bewährungsprobe stellen.

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Sieben Leben

sieben leben2 150x99 Sieben LebenBen Thomas (Will Smith) ist ein Mitarbeiter der US-Finanzbehörde – und benimmt sich dennoch ganz anders, als man das von einem solchen Beamten erwarten würde. Er interessiert sich für die Schicksale der Menschen hinter den Akten, macht schon mal Hausbesuche oder drückt ein Auge zu, wenn er erkannt hat, dass der Mensch dahinter ein guter ist. Wie im Fall der jungen Emily (Rosario Dawson), die unter einem angeborenen Herzfehler leidet und schon bald sterben wird, falls sich nicht ein geeignetes Spenderherz für die Transplantation findet. Aber Ben umgibt auch ein Geheimnis, das sich dem Zuschauer nur nach und nach offenbart, das immer wieder durch Zeitsprünge in der Handlung angedeutet wird und auf ein dramatisches Finale zusteuert.

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Die Perlmutterfarbe

die perlmutterfarbe 150x201 Die PerlmutterfarbeBei Marcus H. Rosenmüllers kreativem Output kann es einem schon mulmig werden – sieben Filme in gut drei Jahren, das wird höchstens noch vom viel filmenden Trashregisseur Uwe Boll in den Schatten gestellt. Die Werke Rosenmüllers sind indes um einiges liebevoller und origineller gemacht und schaffen es auch immer wieder, ihre Zuschauer zu berühren. Nach dem etwas langatmigen „Räuber Kneißl“ knüpft der Filmemacher mit „Die Perlmutterfarbe“ eher wieder da an, wo er mit „Wer früher stirbt, ist länger tot“ aufgehört hatte. Auch hier spielt Jungstar Markus Krojer die Hauptrolle. Als Alexander weiß er nur bruchstückhaft über seinen Vater bescheid, der als Seemann die Weltmeere umsegelt. Zu Beginn der 1930er Jahre schließt sich der junge Außenseiter dem neu in die Klasse gekommenen Gruber (Benedikt Hösl) an, dessen charismatisches Auftreten großen Eindruck auf Alexander macht. Ein geliehenes und dabei beschädigtes wertvolles Buch und eine ungewöhnliche, selbst hergestellte Malfarbe spielen bei den Abenteuern der Siebtklässler eine entscheidende Rolle. Basierend auf dem Roman von Anna Maria Jokl gelingt es Marcus H. Rosenmüller, die Stimmung und Atmosphäre der Zeit gekonnt einzufangen. Die ausgeklügelten Streiche der Heranwachsenden gemahnen dabei immer wieder an den großen Ludwig Thoma, der mit seinen „Lausbubengeschichten“ einige Jahrzehnte zuvor ebenfalls die bayerische Streiche-Mentalität eingefangen hatte. Insbesondere für junge Kinozuschauer ein interessantes Schelmenstück, bei dem auch noch Raum für kritische Anspielungen bleibt.

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Jerichow

jerichow 150x214 JerichowThomas ist pleite und ohne Job. Durch einen Zufall macht er die Bekanntschaft mit Ali, der etliche Imbissbuden der Umgebung verpachtet hat und täglich beliefert. Thomas wird zu seinem Fahrer und wirft schon bald ein Auge auf seine attraktive deutsche Frau Laura. Eindringliches Liebesdrama.

In den Filmen von Christian Petzold ist es häufig ein Unfall, der die Ereignisse ins Rollen bringt. In „Wolfsburg“ war es der Unfalltod des Filmsohnes von Nina Hoss, die sich in der Rolle der Laura in den Verursacher, gespielt von Benno Fürmann, verliebt. In „Yella“ war es dann Nina Hoss selbst, die in der Titelrolle in einen folgenschweren Autounfall verwickelt wurde. Christian Petzold hat nun für „Jerichow“ seine Muse Nina Hoss abermals in der Rolle einer Laura besetzt und ihr erneut Benno Fürmann an die Seite gestellt. Dieser macht als Thomas nach einem leichten Autounfall die Bekanntschaft mit Ali (Hilmi Sözer), der den arbeitslosen Ex-Soldaten fortan als Fahrer engagiert. Doch Thomas wird nicht nur zum Mitarbeiter in Alis kleiner Firma, sondern erliegt auch schon bald den Reizen von dessen hübscher Frau Laura. Die heimliche Liaison wird zunehmend gefährlich, weil Ali unter krankhaftem Misstrauen leidet, wie Thomas schon schnell miterleben kann.

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Die Reise des chinesischen Trommlers

chinesicher trommler 150x212 Die Reise des chinesischen TrommlersEinen berühmten Namen zu tragen dürfte insbesondere in der Filmbranche Fluch und Segen zugleich sein. Immer wieder wird marketingtechnisch darauf zurückgegriffen, wenn Söhne oder Töchter in die Fußstapfen ihrer bekannten Eltern treten. Aber die Sprösslinge müssen dann auch immer versuchen, sich aus den übergroßen Schatten der vorangegangenen Generation zu lösen. Ein letztes trauriges Beispiel der Unmöglichkeit dieses Unterfangens stellt Guillaume Depardieu dar, Gérards Sohn, der das Rüpelimage des Vaters in potenzierter Form imitierte und daran indirekt zu Grunde ging. Wollen wir hoffen, dass Jaycee Chan es leichter haben wird, im selben Metier zu reüssieren wie sein ikonenhafter Vater Jackie Chan. Jaycee ist in Hongkong trotz seiner gerade mal 26 Lebensjahre bereits seit Längerem in der Filmbranche aktiv, nun kommt mit „Die Reise des chinesischen Trommlers“ erstmals eine seiner Arbeiten auch hierzulande in die Kinos. Jaycee Chan spielt den Mafiasohn Sid, der sich seit jeher an seinem strengen Vater gerieben hat und nun sein Leben aufs Spiel setzt, indem er sich mit der Geliebten eines anderen Mafiabosses einlässt. Um der tödlichen Rache zu entgehen, flieht Sid in ein taiwanesisches Refugium, in dem eine Gruppe Zen-Mönche ihm das Trommeln und Nicht-Trommeln beibringt.

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Christoph Schlingensief – Die Piloten

die piloten 150x211 Christoph Schlingensief – Die PilotenDer Provokateur Christoph Schlingensief ist immer wieder dafür gut, die Medien, Kunst und Kultur durcheinander zu wirbeln und ihre Wirkungsmechanismen bloßzustellen. Ende der 90er Jahre sorgte seine erfrischend andere Talk-Show „Talk 2000“ für so manchen Fernseheklat, weil der Moderator selbst mitunter nicht so recht zu wissen schien, was er vor laufender Kamera machte, oder die Gesprächsrunde auch schon mal verließ, wenn ihm seine Gäste zu albern wurden. Anfang 2007 lud das mittlerweile auch als Opernregisseur in Bayreuth reüssierte Allroundtalent abermals zum Talk mit prominenten Gästen, dieses Mal in die Akademie der Künste in Berlin. Dass der Ablauf mehr oder weniger konzeptlos erfolgen soll und sich Schlingensief als Moderator mit Improvisationen über Wasser halten will, ist ebenso schnell klar wie die Tatsache, dass „Die Piloten“ gar keine Pilotfolgen für eine geplante Sendereihe sein sollen, sondern lediglich eine Versuchsanordnung sind, die nie für eine TV-Ausstrahlung vorgesehen waren.

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Bonjour Sagan

sagan 150x214 Bonjour SaganMitte der 1950er Jahre avanciert Françoise Sagan wider Erwarten zum Shooting Star der französischen Literaturszene. Schnell beginnt sie, einen ausschweifenden Lebensstil zu führen, lebt mit männlichen und weiblichen Partnern in einem feudalen Landhaus. Mitreißendes Biopic.

Das Leben der Autorin, die mit gerade mal 19 Jahren 1954 mit dem Roman „Bonjour Tristesse“ über Nacht zum neuen Star in der französischen Literaturszene avancierte, ist wie geschaffen für eine opulente Verfilmung. Die aus gutem Hause stammende Françoise Sagan erfüllte sich schon schnell ihre Träume von einem Leben im Luxus. Millionen, die sie mit ihren überaus erfolgreichen Büchern einnahm, gab sie genauso schnell wieder aus. Teilweise verspielte sie ihr Vermögen in Casinos, teilweise kam sie damit für eine immer größer werdende Entourage an Bewunderern, Freunden aber auch Schmarotzern auf, die in ihrem Haus aus und ein gingen und auf ihre Kosten lebten. Sagan blieb dabei eine zutiefst einsame und unglückliche Frau, die ständig auf der Suche nach der großen Liebe war, diese jedoch nicht zu halten verstand. 

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