Filmgespräch mit Regisseur Roland Gräf: “Am letzten Drehtag gab es Spesen in D-Mark”
Am 25. Juni um 19.30 Uhr zeigen die Stiftung Berliner Mauer und der PROGRESS Film-Verleih den mehrfach prämierten Film „Der Tangospieler“ nach dem gleichnamigen Roman von Christoph Hein. Die Literaturverfilmung aus dem Jahr 1990 erzählt auf tragisch-komische Weise das Schicksal eines politischen Gefangenen. Nach seiner Entlassung in den turbulenten Zeiten des Prager Frühlings, gelingt es ihm nicht mehr Fuß zu fassen.
Im Frühjahr 1989 als mutiges, systemkritisches Filmprojekt gestartet, erlebt die Crew um Michael Gwisdek, Corinna Harfouch, Peter Sodann und Jaecki Schwarz den letzten Drehtag ausgerechnet am Tag der Währungsunion. Zum ersten Mal werden ihre Spesen in D-Mark gezahlt. Der Film läuft in Folge erfolgreich auf zahlreichen Festivals und erhält den Bundesfilmpreis, doch zur Kinopremiere kommt es nicht mehr. Zu sehr ist das Kinoprogramm in Ostdeutschland bereits von großen internationalen Filmproduktionen dominiert.
Regisseur Roland Gräf spricht mit PROGRESS-Chef Jürgen Haase zum Thema „Verrat und Verlockung“ über seine Erlebnisse und Erinnerungen. „Der Tangospieler“ ist seiner Meinung nach einer seiner besten Filme.
Die Veranstaltung ist Teil der Filmreihe: „Film im Umbruch – Die Zeit von Mauerfall und Einheit“, die seit März im neuen Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer mit preisgekrönten DEFA-Filmen stattfindet. Der Abschluss der Reihe erfolgt am 27. Juli zum Thema „Zwischen Untergang und Aufbruch: Dokumentarfilme der Umbruchszeit“ mit Regisseur Thomas Heise.
VERANSTALTUNGSÜBERBLICK:
DATUM+ZEIT: Fr 25.06. um 19.30 Uhr, Gespräch & Filmvorführung
ORT: Besucherzentrum Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 119/Ecke Gartenstraße, 13355 Berlin
EINTRITT frei
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