Mediengruppe RTL Deutschland erhält Zulassung für DVB-T im Raum Halle/Leipzig
Der Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) hat in seiner Sitzung am 30.04.2009 beschlossen, den Veranstaltern der RTL Gruppe – RTL Television GmbH, RTL2 Fernsehen GmbH & Co. KG, RTL Disney Fernsehen GmbH & Co. KG, VOX Television GmbH sowie der Passion GmbH – die Zulassung zur Veranstaltung und digitalen Verbreitung ihrer Programme via digitalem Antennenfernsehen (DVB-T) im Raum Leipig/Halle zu erteilen. Der Beschluss umfasst die Programme RTL, RTL II, Super RTL, VOX, RTL Crime und Passion und gilt für zunächst zehn Jahre.
Der Entscheidung vorausgegangen war die durch die Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) und die SLM abgestimmte Ausschreibung eines DVB-T-Kanals im Ballungsraum Leipzig/Halle zu Beginn des Jahres, worauf sich ausschließlich die genannten Veranstalter bewarben. Die telekommunikationsrechtliche Zuweisung an die Media Broadcast GmbH als Netzbetreiber ist seitens der Bundesnetzagentur bereits erfolgt.
Die Mediengruppe RTL Deutschland strebt den Sendestart ab Herbst 2009 an. Die Verbreitung der geplanten sechs neuen Programme erfolgt voraussichtlich auf Kanal 28 im Komprimierungsstandard MPEG-4. Für den Empfang ist ein entsprechend geeigneter DVB-T-Receiver mit integriertem Conax-Entschlüsselungssystem sowie eine Smartcard notwendig. Sowohl die neuen technischen Vorhaben, als auch die Finanzierungs- und Vermarktungsmodelle der RTL Gruppe stehen im Einklang mit der Ausschreibung, welche ausdrücklich freie Gestaltungsmöglichkeiten in diesen Bereichen eingeräumt hatte.
Prof. Kurt-Ulrich Mayer, Präsident des Medienrates der SLM: “Die Landesmedienanstalten sehen im Einsatz von MPEG-4 eine Weiter-entwicklung von DVB-T. Gleichzeitig werden wir uns dafür einsetzen, dass sich ein offener Receivermarkt entwickeln kann. Nur so kann gewährleistet werden, dass in Zukunft auch weitere Veranstalter zu diskriminierungs-freien Konditionen in DVB-T einsteigen können. Im Übrigen fördert die Sächsische Landesmedienanstalt die Digitalisierung an zahlreichen Stellen mit unterschiedlichen Projekten – aber immer mit dem Fokus auf ein möglichst breites und attraktives Programmangebot im Sinne der Zuschauer. Mit der vorliegenden Entscheidung haben wir konsequent unsere Aufgabe erfüllt und im Bereich des digitalen Antennenfernsehens als neuen digitalen Verbreitungsweg deutlichen Mehrwert sowie eine strukturelle inhaltliche Grundlage für den schnellen Umstieg auf DVB-T in Mitteldeutschland geschaffen.”
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