Seit Gründung mehr als 100 Marketingkampagnen zur Etablierung der DVD und Blu-ray-Disc
„Pünktlich zu unserem 10. Geburtstag zeigt uns der KulturSPIEGEL mit seiner ab Juli 2010 monatlich im Heft erscheinenden DVD-Bestsellerliste, dass die DVD immer stärker dort ankommt, wo wir sie sehen: als selbstverständlichen Teil unseres Kulturguts“, kommentiert Oliver Trettin, Geschäftsführer der FAM Gesellschaft zur Förderung Audiovisueller Medien mbH (FAM), das Ergebnis des jüngsten Gemeinschaftsprojekts zwischen FAM und der SPIEGEL-Gruppe.
Ende Juni 2000 wurde die FAM als hundertprozentige Tochter des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien e.V. (BVV) gegründet, um zunächst im Sinne der dem BVV angeschlossenen Video-Programmanbieter die Akzeptanz der VHS, wenig später dann die Bekanntheit und Etablierung ihrer Nachfolgeformate DVD und schließlich des High Definiton-Formates Blu-ray-Disc auszubauen. Waren es in den ersten Jahren unter Leitung des BVV-Vorstands Joachim A. Birr zunächst vorwiegend generische Marketingkampagnen wie die Herstellung und Distribution von Demo-DVDs oder die Kreation von Kino-Kampagnen, mit welchen die FAM den Konsumenten die Vorteile des damals neuen Formats DVD nahe brachte, so setzt die BVV-Tochter unter Leitung ihres 2002 ernannten Geschäftsführers Oliver Trettin mittlerweile vor allem auf zielgruppenorientierte, von der FFA unterstützte Print-, Hörfunk- und Online-Marketingkampagnen sowie PR-Maßnahmen zur Bewerbung aktueller DVD- und Blu-ray-Highlights. Des Weiteren gehören Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Marktforschungsprojekte und mit der FFA realisierte Antipirateriekampagnen zu den Aufgaben der FAM. Zu den aktuell wichtigsten Anliegen der FAM gehören die Etablierung der Blu-ray-Disc und die Bewerbung der DVD im Buchhandel. Hierzu kooperiert sie mit Institutionen wie den beiden großen deutschen Buchhändlerfachschulen, dem Mediacampus Frankfurt sowie der Gutenbergschule Leipzig, und organisiert mit ihnen relevante Veranstaltungen wie Fachvorträge zur DVD im Buchhandel. Des Weiteren setzt sich eine 2010 gegründete Projektgruppe mit den Möglichkeiten der Anpassung der Warengruppensystematik auseinander und einem vereinfachten Vertriebssystem.
10 Jahre FAM – wichtige Projekte der vergangenen Jahre und Ausblick
Für die Akzeptanz des Formats VHS warb die FAM in ihren beiden Anfangsjahren 2000/2001 zunächst noch generisch mit einer Plakataktion in der jungen Gastronomie deutscher Großstädte und der Neuerscheinungen auf VHS vorstellenden Kampagne „Video rein – Alltag raus“ sowie einer Anzeigenkampagne in Deutschlands größter Tageszeitung „Bild“. Außerdem präsentierte die FAM unter der Leitung von BVV-Vorstand Joachim A. Birr dem interessierten Fachpublikum das Nachfolgeformat DVD mit seinen technischen Vorzügen im Rahmen eines Messeauftritts auf der IFA 2001.
Mitte 2002 übernahm Oliver Trettin die FAM-Geschäftsführung von BVV-Vorstand Joachim A. Birr. Oberstes Ziel blieb es zunächst weiterhin, mittels generischer Promotion-Aktionen und Werbekampagnen den Videoabsatz zu stärken. So wurden generische Kinospots zur Bewerbung des neuen Formats DVD produziert und die Homepage „DVD – Die vierte Dimension“ mit den wichtigsten Informationen rund um das damals neue Format produziert. Um die DVD mit ihren technischen Vorteilen gegenüber der VHS kontinuierlich und langfristig ins Bewusstsein der filmaffinen Endverbraucher zu rücken, wurden auch Demo-DVDs mit attraktiven Titeln an Elektrofachmärkte, Discounter und DVD-Magazine distribuiert. Als generische Maßnahme gegen illegale Vervielfältigung organisierte die FAM 2002/2003 die Produktion eines Antipiraterie-Spots.
2003 war auch das Jahr eines großen Highlights der FAM-Arbeit: gemeinsam mit der Deutschen Bahn präsentierte sie die „DVD als Lokomotive der Filmwirtschaft“ im Rahmen des Filmfests Hamburg. Als Werbeträger für die digitalen Bildspeicher gab Komiker Otto Waalkes auf der Jungfernfahrt eines Triebwagens den Startschuss für die 12-monatige Aktion. Das Filmfest Hamburg führte ab 2003 sogar eine eigene DVD-Sektion. Im Rahmen diverser Projekte setzte die FAM 2003/2004 des Weiteren den Fokus besonders darauf, die Frauen und Best Ager als bisher kaufinaktive Gruppen – mit jedoch großem Potenzial – besser zu erreichen. Ein Arthouse-Kinospot sollte genau diese Zielgruppen erreichen. Zur Stärkung der DVD im Buchhandel lag ein erster Schritt der FAM darin, auf der Frankfurter Buchmesse 2004 mit einem DVD-Gemeinschaftsstand vertreten zu sein.
Zur Unterstützung des Verleihfachhandels gab die FAM 2005 bei der GfK eine Verleihmarkt Sleeper Study zur Ansprache ehemaliger und sporadischer Videothekenbesucher in Auftrag, auf deren Grundlage ein Leitfaden als Nachschlagewerk entwickelt wurde. 2005/2006 begann man außerdem verstärkt, auf der Grundlage von GfK-Umfragen (GfK Konsumentenpanel, GfK Handelspanel) gezielte Kampagnen z.B. zu Ostern und Weihnachten durchzuführen. Die FAM gab außerdem eine Kids Marktforschungsstudie in Auftrag, um diese Zielgruppe künftig besser zu erreichen.
2007 war das zielgruppenorientierte Marketing voll etabliert. Die FAM realisierte in diesem Jahr 14 Projekte. Außerdem setzte sie eine erste Online-Kampagne mit T-Online um. Überdies unternahm man eine erste Informationskampagne zum DVD-Nachfolgeformat „Blu-ray“ als generische Verbraucherkampagne. Auch der Webauftritt des BVV wurde im Sinne höherer Nutzerfreundlichkeit und mit erweiterten Servicefunktionen neu gestaltet; erstmals wurde auch ein Web-Auftritt der FAM in die BVV-Website integriert.
2008 realisierte die FAM 13 zielgruppenorientierte Projekte. Zu den Projekt-Highlights zählte ein Crossmedia-Projekt mit dem KulturSPIEGEL. Im Buchhandel startete die FAM nun richtig durch: man begann die DVD-Bestsellerliste zu erarbeiten, um die Aktivitäten im Buchhandel weiter voranzutreiben. Daneben startete man eine ganze Reihe weiterer auf die Buchhändler und Buchandelskunden ausgerichteter Projekte. Nachdem die Einigung auf ein High Definition-Format erzielt war, folgten erste generische Kampagnen zur Etablierung des neuen Formats Blu-ray-Disc wie die mit 37 Mio. Hörern Gesamtreichweite überaus erfolgreiche 18-wöchige Radiokampagne, die in 2010/2011 als Jahreskampagne mit der wöchentlichen Vorstellung eines aktuellen Blu-ray-Filmtipps fortgeführt wird.
Mit den Erfahrungen aus der Verleihstudie gab die FAM 2009 eine umfangreiche Kaufmarkt Sleeper-Study in Auftrag, um auf Basis dieser Ergebnisse eine zielgenaue Ansprache ehemaliger und sporadischer Käufer sowie die zusätzliche Motivation intensiver Käufer erreichen zu können. Zu den wichtigsten der insgesamt 15 Projekte des vergangenen Jahres zählten der Kooperationsstart mit dem Mediacampus Frankfurt und der erstmalig erscheinende, mehr als 2.500 DVD- und Blu-ray Titel starke DVD-Katalog in Zusammenarbeit mit dem Barsortimenter KNV, der wegen seines großen Erfolgs im Buchhandel im Juli 2010 in doppelter Auflage von 20.000 Exemplaren hergestellt wird.
In diesem Jahr setzt die FAM vor allem weitere Online-Kampagnen zur Bewerbung der Blu-ray-Disc um wie eine crossmediale Kampagne mit dem Entertainment Media Verlag oder eine Blu-ray-Kampagne auf Sport-Websites. Des Weiteren ist ein Buch aus der Reihe der bekannten „Dummies“-Bücher aus dem Wiley Verlag geplant, das Buchhändlern und Buchhändlerschülern die wichtigsten Facts rund um die DVD im Buchhandel vermitteln soll und eine erneute Kooperation mit der Deutschen Bundesbahn. „Nach der IFA wird dann wohl die 3D-Blu-ray als neues zu kommunizierendes Format auf die FAM zukommen“, gibt Oliver Trettin einen Ausblick auf die kommenden Themen der FAM.
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Seit Gründung mehr als 100 Marketingkampagnen zur Etablierung der DVD und Blu-ray-Disc wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »













