Wolfgang Petersen und Senator Entertainment bilden ein Joint Venture
Der weltbekannte Regisseur Wolfgang Petersen und Senator Entertainment in Berlin haben heute die Bildung eines Joint Venture zur Produktion von mehrteiligen Fernsehspielen in englischer Sprache angekündigt.
Das Partnerunternehmen wird sich auf die Produktion von inhaltlich hochwertigen Programmen für den internationalen Markt konzentrieren, beispielsweise einer Dokumentationsserie über den Kalten Krieg, die derzeit entwickelt wird. Als Teil des Dreijahres-Vertrages mit Senator wird Petersen diese Projekte über seine Produktionsfirma Radiant als ausführender Produzent betreuen.
Seinen Sitz hat das Joint Venture unter dem Dach der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH in Köln, einer Produktionsfirma, die Senator kürzlich mit einer Mehrheit von 51% übernommen hat.
„Das Format des Mehrteilers eröffnet großartige kreative Möglichkeiten, wie sie sich so im Film nicht verwirklichen lassen”, sagt Wolfgang Petersen. „Ich freue mich ganz besonders, mit einem so dynamischen und vorwärtsblickenden Partner wie Senator zu meinen Fernseh-Anfängen zurückkehren zu können.”
„Als Spielfilmproduzenten, die seit dem Einstieg bei der PRO ja auch originär für das Fernsehen fiktionale und dokumentarische Stoffe realisieren“, so Helge Sasse, Vorstandsvorsitzender der Senator Entertainment AG, „war es mit Blick auf unser US Engagement nur natürlich, uns auch international nach TV Kooperationen umzusehen. Wir freuen uns außerordentlich, dass wir in den nächsten Jahren mit einem der ganz wenigen deutschen Regisseure und Produzenten zusammenarbeiten können, der einen überragenden internationalen Ruf genießt.“
Petersen machte sein Fernsehdebüt mit ICH WERDE DICH TÖTEN, WOLF und führte anschließend bei 6 Zwei-Stunden Folgen der Reihe TATORT Regie. Zu diesen Folgen zählt unter anderem auch REIFEZEUGNIS mit Nastassja Kinski und Christian Quadflieg, nach wie vor der erfolgreichste Fernsehfilm in der Geschichte des deutschen Fernsehens.
Petersen begann seine Spielfilm-Karriere 1973 mit dem Gewinn des Deutschen Filmpreises als bester neuer Regisseur für EINER VON UNS BEIDEN. Zu diesen frühen Erfolgen zählt auch SMOG, für den Petersen 1975 in Berlin den Silver Prix Futura gewann, und SCHWARZ UND WEISS WIE TAGE UND NÄCHTE, 1978 ausgezeichnet mit dem Preis für die Beste Regie. Mit dem kontroversen Film DIE KONSEQUENZ gewann Petersen 1977 auch weitreichende internationale Anerkennung.
Der Name Petersen wurde jedoch erst mit dem U-Boot Abenteuer DAS BOOT (1981) – bis heute der erfolgreichste deutsche Nachkriegsfilm – zum Begriff. Zwei der sechs Oscar®-Nominierungen, die der Film erhielt, waren für Petersen (Beste Regie, Beste Drehbuch-Adaptierung). Bei der letzten Umfrage von AOL.de wurde DAS BOOT mit Abstand zum besten deutschen Film aller Zeiten gewählt.
Nach der Regiearbeit an THE NEVERENDING STORY (1984) und ENEMY MINE (1985) verlegte Wolfgang Petersen seinen Wohnsitz ganz in die USA, und seine Karriere machte einen weiteren großen Sprung nach vorne:
1993 führte er bei IN THE LINE OF FIRE Regie, einem hervorragenden Thriller mit Clint Eastwood, der drei Oscar®-Nominierungen erhielt: John Malkovich als Bester Nebendarsteller, Bestes Drehbuch und Bester Schnitt. Diesen Triumph wiederholte Petersen 1995 mit den Kassenerfolgen OUTBREAK mit Dustin Hoffman und AIR FORCE ONE mit Harrison Ford (1997). Im Jahr 2000 kehrte Petersen mit George Clooney, Mark Wahlberg und dem Seefahrer-Drama THE PERFECT STORM aufs Wasser zurück. Und mit TROJA, nach einem von Homer inspirierten Drehbuch von David Benioff, versetzte Petersen 2004 seine Zuschauer sowie Brad Pitt, Eric Bana und Orlando Bloom um etwa 3000 Jahre in die späte Bronzezeit zurück.
Neben seiner Filmarbeit expandierte Petersen außerdem 2001 erfolgreich in den Bereich des US Fernsehens und produzierte über Radiant Productions die Fernsehserie THE AGENCY für den Sender CBS.
Zusätzlich zur üblichen Regie- und Produktionsarbeit bei seinen eigenen Filmen fungiert Petersen auch regelmäßig als Produzent anderer Filme wie zum Beispiel bei BICENTENNIAL MAN (mit Robin Williams), RED CORNER (mit Richard Gere) UND INSTINCT (mit Anthony Hopkins).
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