Deutscher Kurzfilm Coppelius für 11 Awards nominiert
Der Kurzfilm „Coppelius“ der Filmstudenten Matthias Haag und Matthias Müller (Lazi-Akademie Stuttgart) wurde überraschend gestern in Los Angeles in acht Kategorien für den Award beim „168 hour film project“ nominiert. Der Diplomfilm der Studenten der Lazi-Akademie Stuttgart ist unter anderem nominiert als Bester Film, Bestes Drehbuch, Beste Regie, Beste Kamera, Bester Ton, Bester Schnitt und Beste Filmmusik. Mit Spannung erwarten die Filmemacher nun die Award-Verleihung am 12. April: „Coppelius“ wird am Abend auf den Awards als einer der letzten Beiträge gezeigt werden.
Schon der Einzug ins Finale war für die Studenten aus Stuttgart eine kleine Überraschung. Von den eingereichten 82 Beiträgen aus 12 Nationen wurden für das Festival lediglich 20 zugelassen. Der Kurzfilm „Coppelius“ musste gemäß den Festivalstatuten innerhalb von zwei Wochen fertiggestellt werden. 168 Stunden blieben den Jungfilmern, um die Story zu entwickeln, ein Drehbuch zu schreiben und die Schauspieler zu casten. Nach weitere 168 Stunden musste der Film abgedreht, bearbeitet und eingereicht sein. Dass der Film von Matthias Haag (Produzent), Matthias Müller (Regie) und Travis Mendel (Co-Produzent) jetzt in elf Kategorien nominiert wurde, übertrifft alle Erwartungen, erst recht, da das Team um die Stuttgarter Studenten mit so ziemlich allen erdenklichen Problemen bei der Realisierung zu kämpfen hatten. Ein Tag vor Drehbeginn sagte der elfjährige Hauptdarsteller ab. Binnen 24 Stunden musste Ersatz gefunden werden. Kurz nach Drehbeginn schlug dann ein Grippevirus zu und halbierte binnen weniger Tage die Filmcrew.
„Ohne unser fantastisches und höchst motiviertes Team hätten wir den Film gar nicht machen können“, erklärt Produzent Haag. „Über zwanzig Studenten der Lazi-Akademie haben sich zwei Wochen Tag und Nacht bis zur Erschöpfung ins Zeug gelegt, um dieses Projekt zu realisieren“, so Haag weiter. Der Diplomfilm der Absolventen des Abschlusssemesters für Film- und Mediendesign entstand nicht nur in einem Bruchteil der sonst üblichen Zeit, sondern auch mit einem Budget, das nur einem Drittel der normalerweise aufgewendeten Mitteln entspricht.
Bewertet werden die Filme von einer Jury, der so namhafte Hollywood-Produzenten wie Ralph Winter (X-Men, Planet der Affen), Howard Kazanjian („Star Wars: Die Rückkehr der Jediritter), Mark Clayman („Das Streben nach Glück“ mit Will Smith), Bill Ewing (ehemaliger Senior Vicepresident Columbia Pictures), Gary Hall (Senior Vicepresident Fox TV Post-Production) und Luke Schelhaas (“Smallville”) als Mitglieder angehören.
Den Gewinner erwarten am 12. April im Alex Theatre in Glendale neben Anerkennung und guter Kontakte in die internationale Filmszene ein Preisgeld von 10.000 Dollar. Coppelius soll noch dieses Jahr auf weiteren deutschen Filmfestivals laufen. Die Deutschlandpremiere wird Ende Mai in Esslingen stattfinden. Ebenso soll Coppelius auf DVD veröffentlicht werden.
Nominierungen von Coppelius:
Best Film
Best Actor
Best Actress
Best Director
Best Screenplay – Drama
Best Cinematography
Best Editor
Best Sound Design
Best Original Score
Best Production Design
Best International Film
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