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Oscar-Verleihung 2008

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Oscar-Verleihung 2008

Das Rätselraten um die potenziellen Oscargewinner 2008 hat ein Ende. In der Nacht zum 25. März (europäische Zeit) wurden bei der 80. Oscar-Verleihung in Los Angeles im Kodak Theatre wieder die besten Filme, Schauspieler und Drehbücher ausgezeichnet. Durch den Abend führte Jon Stewart, der bereits 2006 die die Verleihung moderierte.

Große Überraschungen gab es bei 80. Academy Awards allerdings nicht, und auch so wirkte die Veranstaltung recht langweilig und eingestaubt. Es wird Zeit, dass das Konzept der Show ernsthaft überarbeitet wird. Selbst der bestens aufgelegte Jon Stewart kam gegen diese Trägheit nicht an. Zumindest nicht dauerhaft. Es fehlte an Esprit und Glamour, auch wenn die Bühnendeko funkelte und die Roben der Damen in edlem Rot und Schwarz glänzten.

Wie dem auch sei, eine Überraschung gab es dennoch. In der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“ erhielt die Französin Marion Cotillard die begehrte Trophäe. Sie verkörpert in dem Film „La vie en rose“ die legendäre französische Sängerin Edith Piaf. Die Favoritin für den Preis als beste Schauspielerin, Julie Christie („An ihrer Seite“), ging leer aus. Cotillard zeigte sich in ihrer Ansprache überwältigt: „Danke an die Liebe, danke an das Leben!“ Seit der Auszeichnung für Sophia Loren 1962 hatte keine fremdsprachige Schauspielerin mehr den Preis als beste Darstellerin gewonnen. Zum ersten Mal seit Simone Signoret 1960 erhielt eine Französin diesen Oscar und zum allerersten Mal überhaupt eine Schauspielerin, die ihre Rolle auf der Leinwand französisch spricht.

Auch in den Kategorien „Bester Hauptdarsteller“, „Bester Nebendarsteller“ und „Beste Nebendarsellerin“ verschlug es den Oscar nach Europa.

Der in Irland lebende Brite Daniel Day-Lewis konnte zum zweiten Mal, nach „Mein linker Fuß“ von 1989, den Oscar für die beste Hauptrolle in „There Will Be Blood“ einheimsen. Tilda Swintonden, ebenfalls Britin, erhielt den nackten, goldenen Mann für ihre Nebenrolle in „Michael Clayton“, und der feurige Spanier Javier Bardem für seine Nebenrolle in „No Country for Old Men“, dem Film, der auch in der in den Königskategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“ (Joel und Ethan Coen) die Auszeichnung erhielt.

Der Ehrenoscar ging an den 98-jährigen Art Director und Productions Designer Robert F. Boyle. Boyle wurde während seiner 70-jährigen Karriere viermal für einen Oscar für das Beste Szenenbild nominiert, unter anderem für Alfred Hitchcocks „Der unsichtbare Dritte“ (1959) und die Musicalverfilmung „Anatevka“ (1971). Der Preis wurde ihm überreicht von Nicole Kidman. Also die Hoffnung, dass nun endlich Jerry Lewis den Oscar für sein Lebenswerk bekommt, muss auf das kommende Jahr verschoben werden.

Und hier im Gesamtüberblick, die Gewinner der Oscarverleihung 2008:

Bester Film:No Country for Old Men

Bester Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis (”There Will Be Blood”)

Beste Hauptdarstellerin: Marion Cotillard (”La Vie en Rose”)

Bester Nebendarsteller: Javier Bardem (”No Country for Old Men”)

Beste Nebendarstellerin: Tilda Swinton (”Michael Clayton”)

Bester Regisseur: Joel Coen and Ethan Coen (”No Country for Old Men”)

Bester fremdsprachiger Film:Die Fälscher” (Österreich)

Bestes adaptiertes Drehbuch: Joel Coen & Ethan Coen (”No Country for Old Men”)

Bestes Originaldrehbuch: Diablo Cody (”Juno”)

Bester animierter Spielfilm:Ratatouille

Beste Art Direction:Sweeney Todd

Beste Kamera:There Will Be Blood

Bester Ton:Das Bourne Ultimatum

Bester Tonschnitt:Das Bourne Ultimatum

Beste Filmmusik: “Atonement” – Dario Marianelli

Bester Song: “Falling Slowly” aus “Once” (Glen Hansard and Marketa Irglova)

Bestes Kostümdesign: “Elizabeth: The Golden Age”

Bester Dokumentarfilm (lang): “Taxi to the Dark Side”

Bester Dokumentarfilm (kurz): “Freeheld”

Bester Filmschnitt:The Bourne Ultimatum

Bestes Make-Up:La Vie en Rose

Bester animierter Kurzfilm: “Peter & the Wolf”

Bester Kurzfilm: “Le Mozart des Pickpockets”

Beste visuelle Effekte: “The Golden Compass”

Honorary Award: Peter Boyle

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