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Kriegssatire „Helden“ nach digitaler Registrierung erstmals auf Blu-ray Disc – Klassiker mit Liselotte Pulver und O. W. Fischer von 1958

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Kriegssatire „Helden“ nach digitaler Registrierung erstmals auf Blu-ray Disc – Klassiker mit Liselotte Pulver und O. W. Fischer von 1958

HeldenDie Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung kümmert sich um das Erbe der deutschen Filmkunst des 20. Jahrhunderts. Viele wichtige Kulturgüter aus der Stummfilmära, der Zeit des Dritten Reiches und der Nachkriegszeit wurden sehr aufwändig restauriert und von verschiedenen Labels erstmals in bester Bild- und Tonqualität auf Blu-ray Disc herausgebracht. Concorde Home Entertainment präsentiert jetzt einen Klassiker, der besonders Fans eines deutschen Kinotraumpaares der 1950er Jahre begeistern wird. Wie schon in der „Heidelberger Romanze“ (1951) sind Liselotte Pulver („Ich denke oft an Piroschka“, „Kohlhiesels Töchter“) und O. W. Fischer („So lange du da bist“, „Peter Voss – Der Millionendieb“) die Protagonisten der 1958 erschienen Komödie und Kriegssatire „Helden“. Der extravagante Niederösterreicher Otto Wilhelm Fischer, besser bekannt als O. W. Fischer, war damals neben Curd Jürgens der bestbezahlte Kinostar im deutschsprachigen Raum. Durch seine Rolle in „Erzherzog Johanns große Liebe“ 1950 avancierte er zum Star und fortan zum Garant für gute Verkaufszahlen, zudem galt er als Idol seiner Zeit, wie die wiederholte Auszeichnung mit dem Bravo-Otto zeigt. Fischer erhielt zudem mehrfach den Bambi, das Filmband in Silber (1955) und in Gold (1959 für „Helden“). Auf der großen Leinwand verkörperte er auch mit Maria Schell und Ruth Leuwerik ein publikumswirksames Traumpaar. Liselotte Pulver hatte ihren großen Durchbruch mit der Verfilmung von Erich Maria Remarques Roman „Zeit zu leben und Zeit zu sterben“, außerdem war sie in Billy Wilders Komödie „Eins, Zwei, Drei“ zu sehen. Nicht nur im deutschsprachigen Raum galt sie als Star, sie wurde 1961 in die Wettbewerbsjury der Internationalen Filmfestspielen von Cannes eingeladen, außerdem erhielt sie für die Darstellung der Sonya in „Staatsaffären“ 1964 eine Nominierung für einen Golden Globe. Das Filmband in Gold wurde ihr 1980 für ihr Wirken im deutschen Film verliehen, außerdem erhielt sie sechsmal den Bambi, mehrfach einen Bravo-Otto, zudem die Goldene Kamera und den Bayerischen Filmpreis für ihr Lebenswerk. Daneben sind in „Helden“ weitere auch später noch bekannte Leinwandhelden von der Partie, darunter Ellen Schwiers („Der letzte Zeuge“, „Der Bulle von Tölz“), Jan Hendriks („Sündige Grenze“, „Spielbank-Affäre“), Manfred Inger („Abenteuer in Wien“, „Radetzkymarsch“), Horst Tappert („Der Hund von Blackwood Castle“, „Derrick“), Hans Clarin („Das Wirtshaus im Spessart“, „Max, der Taschendieb“, Stimme von „Pumuckl“).

Inszeniert wurde der eher kammerspielartige Film „Helden“ von Franz Peter Wirth (1919-1999), der bekannt wurde durch viele anspruchsvolle Verfilmungen von Theater- und Literaturvorlagen. Die Musik stammt von Franz Grothe („Das Wirtshaus im Spessart“). Neben dem Kinotrailer gibt es als Bonus ein informatives Begleitheft mit Ausschnitten aus den Erinnerungen von Liselotte Pulver. Hier gesteht die beliebte Schweizerin, mit welchen Kollegen sie bereits Flirts hatte. Mit dieser Heimkino-Premiere setzt Concorde Home Entertainment die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung fort. Gefördert wird dies vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

„Helden“ basiert auf dem Theaterstück „Arms and the Man“ des irischen Dramatikers George Bernard Shaw und trifft mit seiner satirischen Betrachtung des Krieges den Nerv der Zeit, als in Deutschland nach zwei angezettelten Weltkriegen und einigen Jahren ohne Armee die Wiederbewaffnung auf der Tagesordnung stand. Als bekennender Pazifist setzt er sich in dieser Kriegssatire mit dem bulgarisch-serbischen Krieg auseinander. George Bernard Shaw wurde 1925 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt, 1939 erhielt er einen Oscar für „Pygmalion“ in der Kategorie bestes adaptiertes Drehbuch.

Humorvoll stellt Shaws Kriegssatire die althergebrachten Rollenbilder infrage. O. W. Fischer als Hauptmann Bluntschli bietet eine Neukonstruktion des Männerbildes, Liselotte Pulver als törichte Majorstochter entwickelt erst durch die Begegnung mit einem Deserteur Integrität in ihrem Denken und Fühlen. „Helden“ wird zu einem großen Erfolg an den Kinokassen und vielfach ausgezeichnet. 1959 erhält der Film den Deutschen Filmpreis und den Wanderpreis Goldene Schale, gewinnt den Preis der deutschen Filmkritik sowie den Bambi und wird für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert. Die Filmbewertungsstelle in Wiesbaden verleiht der Komödie das Prädikat besonders wertvoll.

Während des bulgarisch-serbischen Kriegs 1885 zieht der in serbischen Söldnerdiensten stehende Schweizer Hauptmann Bluntschli die Flucht dem „Ehrentod“ auf dem Schlachtfeld vor. Er rettet sich ins Schlafzimmer der jungen wohlhabenden Raina, wobei er nicht ahnen kann, dass sie die Tochter des bulgarischen Majors Petkoff (Kurt Kasznar) und Verlobte des heldenhaften Leutnants Sergius Saranoff (Jan Hendriks) ist. Raina und ihre Mutter verstecken den charmanten Schweizer, der allerdings in derselben Nacht noch flieht, um sie zu schützen. Nach dem Friedensschluss kehren Petkoff und Sergius zurück und die Hochzeit rückt näher, doch dann taucht Bluntschli unerwartet wieder auf. Und auch die intrigante Zofe Louka (Ellen Schwiers) sorgt für Schwierigkeiten. Sie weiß von dem geheimen Gast und hat außerdem ein Auge auf Sergius geworfen. O. W. Fischer brilliert in seiner Rolle als neuer Männertyp und unterläuft den preußisch-faschistischen Idealtypus mit Virtuosität und unnachahmlichem Sprachduktus.

Während in der frühen Nachkriegszeit viele Trümmerfilme die Kriegsfolgen thematisieren, entwickelt sich in den 1950er-Jahren für viele auf den ersten Blick seichte Komödien, ohne kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte oder der sozialen Gegenwart. Die Kinogänger sollen und wollen abgelenkt werden. Doch es gibt auch Ausnahmen mit Inhalten wie der Heimkehr Kriegsversehrter, der neu aufbegehrenden Jugend oder dem zwiespältigen Verhältnis zum Militär. In diese Kategorie passt auch Franz Peter Wirths Film „Helden“ mit seiner kritischen Auseinandersetzung bestehender traditioneller Rollenbilder.

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