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„Wildes Niedersachsen“ auf Blu-ray Disc – Naturdokumentation zwischen Wattenmeer, Heide und Harz

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„Wildes Niedersachsen“ auf Blu-ray Disc – Naturdokumentation zwischen Wattenmeer, Heide und Harz

Wildes NiedersachsenWer die Ausstrahlung der 90-minütigen Naturdokumentation im NDR an Weihnachten verpasst hat, kann sie noch einmal in bester HD-Qualität bestaunen. Studio Hamburg bringt davon eine Blu-ray Disc heraus. Ähnlich wie in der Reihe „Wildes Deutschland“ wird auch hier in vielen einzigartigen Bildern von Fauna und Flora gezeigt, welch großartige Naturlandschaften es direkt vor unserer Haustür gibt. Früher zu Grzimeks und Sielmanns Zeiten hatte man sich vor allem für ferne Länder in Afrika interessiert.

Niedersachsen als das flächenmäßig größte Bundesland in Norddeutschland hat in der Natur eine besonders große Artenvielfalt zu bieten. Kein anderer Teil Deutschlands vereint so viele unterschiedliche Landschaften und Naturschätze wie Niedersachsen mit so viel Abwechslung, vom Wattenmeer an der Nordseeküste, über die Wiesen und Moore bis zur Berglandschaft der Mittelgebirge. Die Reise beginnt in Ostfriesland, wo das Wattenmeer auf kilometerlange Sandstände trifft. Weiter im Landesinneren liegt im Oldenburger Land der Hasbruch, ein Urwald, in dem alte Eichen teilweise schon über tausend Jahre stehen. Hier bietet sich dem seltenen Schwarzspecht genügend Lebensraum und Nahrung. In der Nähe von Osnabrück finden Feuersalamander und Erdkröten reichlich Platz, um in den naturnahen Bächen zu laichen. Auch Biber, Luchse und Rothirsche sind hier neben anderen seltenen Tierarten beheimatet. Die Dokumentation aus der Reihe „Expeditionen ins Tierreich XXL“ verfolgt die Natur im gesamten Bundesland über die Jahreszeiten, vom Wattenmeer an der Nordseeküste, über die Wiesen der Südheide bis hin zur Berglandschaft im Harz.

Das Wattenmeer, seit 2009 Weltnaturerbe, bietet einmalige Naturerlebnisse. Das Watt selbst, die angrenzenden Salzwiesen und Dünen, sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die mit den speziellen Bedingungen bestens zurechtkommen. Sie finden sich in Süß- und Salzwasser sowie Nass- und Trockenphasen zurecht. Im Wattenmeer leben nicht nur Wattwürmer oder Wattschnecken, sondern auch größere Tiere. Rund 7.000 Seehunde tummeln sich an der norddeutschen Nordseeküste. Allerdings gleiten sie meist unerkannt durch das Meer. Zu beobachten sind sie lediglich auf den Sandbänken.

Riesige Schiffe bewegen sich im Emsland auf ihrem Weg von der Meyer Werft in Papenburg in die Weltmeere durch die schmale Ems. An einem Nebenarm der Ems ist es dagegen deutlich ruhiger. Hier lebt der Biber, das größte Nagetier Europas. Von all dem bekommt eine junge Fuchsfamilie noch nichts mit. In der Stille ihrer Höhle hat eine junge Fähe sechs Welpen zur Welt gebracht. In den nächsten Monaten muss sie die Kleinen an ein Leben in der Wildnis gewöhnen. Zwischen Celle und Munster, Uelzen und Winsen liegt der Naturpark Südheide. Dort sind die klaren Bäche von seltenen Tieren wie dem Fischotter oder dem Schwarzstorch bewohnt. In dem sauberen Wasser können viele Fische und Muscheln überleben, die in anderen Regionen deutlich seltener geworden sind. Etwa 30 Kilometer nordöstlich der Landeshauptstadt Hannover liegt das Steinhuder Meer. Dort führen die Haubentaucher während der Paarungszeit ihren „Pinguintanz“ auf. Die Gegend ist auch bei Menschen sehr beliebt, aus allen Landesteilen kommen im Sommer Badegäste und Segler an die Ufer des Steinhuder Meers.

Natürliche Heidelandschaften finden sich in Mitteleuropa selten. Häufiger kommen sie in Schottland oder Skandinavien vor. Daneben gibt es Heideflächen, die von Menschen geschaffen wurden wie die Lüneburger Heide. Eigentlich wäre das norddeutsche Flachland von Wäldern bedeckt. Doch Menschen, die seit der Bronzezeit Ackerbau und Viehzucht in dieser Region betrieben, hinterließen offene Flächen und lichte Wälder. Dies schuf Raum für Heide, einer natürlichen Vegetationsform, die nährstoffarme Standorte bevorzugt. Im 18. Jahrhundert erstreckten sich Heidelandschaften über große Gebiete. Heute gibt es zusammenhängende Flächen fast nur noch im Naturpark Lüneburger Heide. Um sie zu erhalten, wird die Arbeit der Bauern vergangener Jahrhunderte nachgeahmt, sonst würde sich auch hier wieder Wald ausbreiten. Heidschnucken, eine genügsame alte Schafrasse der Region, beweiden das Gebiet und fressen die jungen Baumtriebe.

Die Lüneburger Heide ist Teil der norddeutschen Geestflächen. Diese meist sandigen Hochflächen bildeten sich vor allem in den letzten beiden Eiszeiten. Mehrfach stießen Gletscher aus Skandinavien bis nach Norddeutschland vor und hinterließen Massen an Sand und Geröll. Die Sandmassen wurden bei einem erneuten Vorstoß der Eismassen gestaucht und bildeten Endmoränen, wie sie sich auch südwestlich von Hamburg finden. Unter anderem entstand so der Wilseder Berg, der heute die höchste Erhebung der Region ist. Die nährstoffarmen, sandigen Böden der Geest sind ideal für Eichen-Kiefern-Birken-Wälder. Diese Vegetationsform fanden Steinzeitmenschen in der Lüneburger Heide vor. Als die ersten Menschen etwa 3.500 vor Christus in dieser Region lebten, begannen sie Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Doch erst aufgrund der starken Bevölkerungszunahme im Mittelalter hinterließ der Mensch deutliche Spuren in der Landschaft. Die Wälder litten unter dem Vieh, die Heide konnte sich ausbreiten. Als weitere Folge der großflächigen Waldzerstörung im Mittelalter entstanden offene Sandwehen und Wanderdünen. Teilweise war die Vegetationsfläche komplett vernichtet, sodass der Wind den sandigen Unterboden verwehen konnte. Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurde wieder aufgeforstet, um das Kulturland und die Siedlungen vor Sandwehen zu schützen.

Im Süden Niedersachsens liegt das Weserbergland, wo Werra und Fulda zusammenfließen und die Weser bilden. In einem stillgelegten Steinbruch zieht ein Uhu-Paar seine beiden Küken groß. Im Solling dagegen brütet eine deutlich kleinere Eulenart, der Sperlingskauz. Er ist kaum größer als seine Beutetiere. Seine Küken haben gute Überlebenschancen, denn seine Nahrung besteht vor allem aus Singvögeln. Somit sind Sperlingskauze bei der Jagd nicht von guten Mäusejahren abhängig.

Im herbstlichen Harz versucht ein Luchsweibchen, seinen Wurf durch den Winter zu bringen. Es ist ein großer Erfolg für den Naturschutz in dieser Region, dass die scheue Wildkatze hier Nachwuchs zur Welt bringt. Nach der Brunft der Rothirsche setzt der erste Schnee ein. Kurze Zeit später sind aus den Bäumen der Bergwälder bizarre Gestalten geworden. Hier geht der HD-Film über ein Jahr im wilden Niedersachsen zu Ende.

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