Classic Archive: Genies am Klavier
György Cziffra, Benno Moïseïwitsch und Jorge Bolet
Mit den neuesten Techniken liebevoll restauriert, stellt die neue Serie “Classic Archive” von MediciArts hervorragende Aufnahmen legendärer Künstler zu einem attraktiven Preis zur Verfügung – ein einzigartiger Blick auf das Erbe klassischer Musik in unserer Kultur! In dieser Edition werden drei faszinierende Klaviervirtuosen vorgestellt, die ansonsten – trotz ihrer meisterhaften Spielkunst – nur wenig oder nicht mit Videoaufnahmen vertreten sind: György Cziffra, Benno Moïseïwitsch und Jorge Bolet sind hier in Aufnahmen der BBC von 1962 und 1963 zu sehen. György Cziffra (1921 – 94) beginnt sein Recital mit einer Improvisation, die er von Chopin inspirieren lässt, dessen Étude in C-Dur er in schwindelerregendem Prestissimo spielt. Das Programm schwingt sich hoch bis zu einer energetischen Darbietung der Ungarischen Rhapsodie Nr.6 von Franz Liszt, dem Lieblingskomponisten des Pianisten. Benno Moïseïwitsch (1890 – 1963) war besonders berühmt für seine unbewegliche Miene und Haltung, selbst wenn die technischen Schwierigkeiten der Komposition unüberwindlich schienen. Seine Virtuosität und Musikalität passten hervorragend zum romantischen und nach-romantischen Repertoire und so ist er hier – in seinem letzten Lebensjahr – auch mit Werken von Schumann und Rachmaninoff zu hören. Moïseïwitsch und Rachmaninoff waren enge Freunde und für den Komponisten war er der beste Interpret seiner Musik. Jorge Bolet (1914 – 90) gehörte wie Cziffra zur Liszt-Tradition. Er hatte das Privileg, noch als junger Mensch mit Leopold Godowsky zu arbeiten und unter seinen späteren Mentoren waren auch zwei von Liszts bekanntesten Schülern: Moritz Rosenthal und Emil von Sauer. Obwohl fähig auch noch die allerschwierigsten Kompositionen mühelos zu spielen, suchte er nie Virtuosität als Selbstzweck, wie man deutlich an seiner Interpretation von Liszts galop “ch romatique” und Chopins Berceuse sehen kann.
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